Freiheitsaufgaben

Freiheitsaufgaben

Hardback
3.82

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Description

»Eine Sternstunde der Demokratie« Die ZEIT über Marko Martins Rede vor dem Bundespräsidenten

Ovid Preis 2025

Reiner-Kunze-Preis 2025

Rechtsruck im Osten, Verzagtheit im Westen. 35 Jahre nach der Einheit steht die deutsche Demokratie am Scheideweg: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben oder geben wir unsere Freiheit auf? Marko Martin blickt über den Tellerrand der innerdeutschen Debatten zu den großen europäischen Stimmen wie Manès Sperber und André Glucksmann. Ein mitreißender Appell gegen die Lockrufe nach autokratischer Entmündigung und für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit.

Das Buch nach der großen Debatte um Marko Martins Rede vor Bundespräsident Frank Walter Steinmeier – ein Must-Read für Krisenzeiten. Klug, welthaltig und nicht ohne Heiterkeit.

Als gebürtiger Sachse, als Kriegsdienstverweigerer noch vor Mauerfall ausgereist, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. Aus dieser besonderen Position hat er, als einer der wenigen, einen Blick für die Ausreden und Scheinheiligkeiten auf beiden Seiten. Seine Rede im November 2024 in Schloß Bellevue zum Jahrestag des Mauerfalls ging viral. Zugewandt und weltläufig ermutigt uns Marko Martin, unser Verständnis von Freiheit zu überprüfen. Zu stark ist das Missverständnis vieler, diese bedeute automatisch Glück. Doch Freiheit heißt Verantwortung und ist nach Manés Sperber »die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit «. Könnte nicht gerade daraus so etwas wie Glück entstehen?

»Marko Martin ist ein wahrer Humanist.« Anne Applebaum

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Politics
Format
Hardback
Pages
176
Price
20.60 €

Author Description

Marko Martin lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Neben einem Essayband zur israelischen Literatur und einer Tel Aviv-Hommage erschienen in der Anderen Bibliothek seine Bücher Schlafende Hunde und Die Nacht von San Salvador sowie 2019 der Essayband Dissidentisches Denken. Mit Das Haus in Habana. Ein Rapport stand er auf der Shortlist des Essayistikpreises der Leipziger Buchmesse. Bei Tropen erschienen: Die verdrängte Zeit (2020) Die letzten Tage von Hongkong (2021) und Es geschieht jetzt (2024).

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Marko Martin war mir ehrlich gesagt - und es ist mir peinlich, das zugeben zu müssen - bisher kein Begriff. Klar, ich hatte mitbekommen, dass da ein Festredner am 7. November 2024 Bundespräsident Steinmeier verärgert hatte. Aber ich schenkte der Berichterstattung und dem Namen des Redners keine große Beachtung. Dann fiel mein Blick auf das Büchlein "Freiheitsaufgaben". Mir gefielen die Mehrdeutigkeit des Titels, aber mehr noch die Inhaltsangabe - und ich wurde nicht enttäuscht. Ausgehend von seiner Rede am 7. November 2024 (auf die Marko Martin im Vorwort ausführlich eingeht) schreibt der Autor ein Essay, das im besten Sinne unbequem ist. Mir hat die Mischung gefallen, denn Marko Martin schreibt nicht nur rein theoretisch über Freiheit, sondern greift immer wieder auf eigene Erlebnisse zurück, auf Einflüsse durch Dissidenten und Denker, so dass die Ausführungen auch für mich sehr erlebbar waren. Seine Ausführungen sind teilweise unangenehm zu lesen, zumindest für diejenigen Leser*innen, die sich (möglicherweise) in seinen Ausführungen wiedererkennen. Mir ging es jedenfalls teilweise so. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen empfinde ich "Freiheitsaufgaben" als Bereicherung. Denn Martins Ausführungen mögen oberflächlich betrachtet einseitig wirken, aber im Verlauf des Essays werden so viele wichtige Dinge angesprochen, so viele Mechanismen, in denen wir es uns bequem gemacht haben, aufgearbeitet, dass am Ende ein sehr vielseitiges Essay abgeliefert wurde. Das Wichtigste ist aber: Da schreibt ein Mann, dem Freiheit im besten Sinne des Wortes wichtig ist und der aus seiner persönlichen Erfahrung ausführt, was sie wert ist und wie sie verteidigt werden kann und muss. Man muss nicht nicht allem einverstanden sein, was Martin schreibt, lohnend ist die Lektüre allemal.

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