Frauenheld

Frauenheld

Softcover
1.55
20. - 21. JahrhundertTraummannFrauenromanLiebeskummer

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Description

Bastian ist zweiunddreißig und unglücklich. Jeden Abend vor der Glotze abhängen und Sex nur ab und zu am Wochenende, wenn seiner Freundin gerade danach ist. Das reicht ihm einfach nicht, und er beschließt: Eine Veränderung muss her. Er trennt sich von seiner Freundin, und um keine Chance unversucht zu lassen, begibt er sich ins Internet. Doch dort wird ihm schnell klar, dass sich hinter einem scharfen Foto nicht zwangsläufig eine sexy Frau verbergen muss und dass es durchaus Frauen geben soll, die mehr an einer schnellen Nummer als einer dauerhaften Beziehung interessiert sind ... Eine gnadenlos offene und brüllend komische Reise durch den Dschungel des Internet-Datings.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
256
Price
9.30 €

Posts

2
All
1.5

Schebestas “Frauenheld” enttäuscht mit platten Klischees und einem unsympathischen Protagonisten, dessen oberflächliche Dating-Abenteuer mehr nerven als unterhalten.

Als ich „Frauenheld“ von Lutz Schebesta in die Hand nahm, war ich gespannt auf eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem modernen Dating-Dschungel. Der Klappentext versprach eine „gnadenlos offene und brüllend komische Reise“ – leider blieb diese Reise für mich eher ein holpriger Spaziergang durch Klischees und oberflächliche Charakterzeichnungen. Handlung: Die Geschichte folgt Bastian, einem zweiunddreißigjährigen Mann, der sich von seiner als herrisch dargestellten Freundin Julia trennt, um im Internet nach der perfekten Partnerin zu suchen. Was zunächst nach einer selbstironischen Selbsterkundung klingt, entpuppt sich schnell als Paradebeispiel für toxische Männlichkeitsfantasien. Bastian durchforstet Dating-Plattformen mit der Haltung eines Konsumenten, der Frauen nach Äußerlichkeiten bewertet und dabei selbst kaum Reflexionsfähigkeit zeigt. Die Dates, die er erlebt, sind eine Aneinanderreihung peinlicher Missverständnisse und platter Stereotype – von der „schnellen Nummer“ bis zur angeblich zu dicken Single-Mutter. Hier liegt eines der größten Probleme des Buches: Statt den Protagonisten als Satirefigur zu entlarven, glorifiziert der Roman indirekt sein Verhalten. Bastians Wandlung am Ende (er findet doch noch eine „Traumfrau“) wirkt unglaubwürdig und wie ein erzwungener Versöhnungsversuch mit dem Leser. Die Botschaft scheint zu sein: Oberflächlichkeit wird belohnt, solange man sich am Ende „bessert“ – ein befremdliches Narrativ. Bereits nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass Bastian kein Charakter ist, mit dem ich mich identifizieren möchte – oder auch nur kann. Sein Gejammer über mangelnden Sex, seine abfälligen Kommentare über Frauen, die nicht seinem Schönheitsideal entsprechen, und seine passive Opferrolle in der Beziehung zu Julia machen ihn zum Paradebeispiel eines unsympathischen Protagonisten. Wenn er sich über Julias Rauchgewohnheiten im Schlafzimmer beschwert, aber gleichzeitig nicht den Mut hat, Grenzen zu setzen, offenbart sich eine beunruhigende Kombination aus Arroganz und Feigheit. Auch seine Freunde und Kollegen dienen lediglich als Spiegel seiner eigenen Oberflächlichkeit. Die Dialoge untereinander unterstreichen, dass hier kein gesellschaftskritischer Humor, sondern billiger Klamauk im Vordergrund steht. Lutz Schebestas Schreibstil ist zweifellos flüssig, und einzelne Szenen könnten durchaus als amüsant durchgehen – wenn man slapstickartige Übertreibungen mag. Das Problem liegt jedoch in der Wiederholung: Der „Witz“, dass Frauen im echten Leben nicht ihren Profilbildern entsprechen, wird so oft durchgekaut, dass er bereits nach dem dritten Date ermüdend wirkt. Dazu kommen frauenverachtende Sprüche, die als „lockere Unterhaltung“ getarnt sind. Und sich weniger nach Comedy als nach einem Einblick in die toxische Gedankenwelt des Protagonisten anfühlen. Trotz aller Kritik gibt es Momente, in denen der Roman Potenzial zeigt. Die Szene, in der Bastian realisiert, dass auch er den Erwartungen seiner Dates nicht gerecht wird, hätte eine Wendemarke sein können – wird aber leider zugunsten weiterer Klischees vernachlässigt. Auch die Idee, die Absurditäten des Online-Datings bloßzustellen, ist grundsätzlich reizvoll. Doch statt die Mechanismen von Plattformen wie Friendscout24 kritisch zu hinterfragen, bedient sich Schebesta lieber plumpen Vorurteilen. „Frauenheld“ ist für mich ein Roman, der sich in seiner eigenen Oberflächlichkeit verliert. Statt die Abgründe moderner Beziehungsdynamiken auszuloten, reproduziert er sexistische Klischees und präsentiert einen Protagonisten, der weder Sympathie noch Tiefe verdient. Die wenigen gelungenen Szenen – etwa die absurde Begegnung mit einer dominanten Businessfrau – gehen in der Flut an Plattitüden unter. Wer nach einer leichtfüßigen Komödie sucht, mag hier vielleicht unterhalten werden. Doch wer hofft, dass der Roman mehr bietet als seichte Klischees, wird enttäuscht. Meine 1,5 Sterne gelten vor allem dem flüssigen Schreibstil – nicht jedoch der hanebüchenen Charakterzeichnung oder dem fragwürdigen Humor.

2

Ruckzuck zu lesen, aber nicht besonders spannend

Ein Sexgeiler Kerl, der nach mehreren Versuchen seine große Liebe im Internet findet. Nix Besonderes!

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