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Frauen mit Migrationsgeschichte bilden eine Bevölkerungsgruppe, die in Statistiken am meisten über
schlechtes Befinden berichtet und am häufigsten in ärztlicher Behandlung ist. Trotz dieser Resultate werden
kaum Präventionsmassnahmen spezifisch für diese Zielgruppe realisiert. Die vorliegende Bachelorarbeit
befasst sich mit der Praxis der Prävention für Frauen mit Migrationsgeschichte aus der Perspektive
der systemischen Theorie und mit der Frage, inwiefern die Soziokulturelle Animation in der Prävention
tätig sein könnte. Basierend auf der systemischen Prävention nach Martin Hafen (2007a, 2007b) wurde
ein praxisnahes Modell entwickelt, welches eine differenzierte Analyse von physischen, psychischen, sozialen
und physikalisch-materiellen Belastungs- und Schutzfaktoren ermöglicht sowie die Wirkungswahrscheinlichkeit
der Prävention durch die gezielte Auswahl methodischer Aspekte erhöht. Die Analyse der
Belastungs- und Schutzfaktoren von Frauen mit Migrationsgeschichte anhand einer Literaturrecherche
zeigte, dass die fehlende Chancengleichheit in wichtigen sozialen Systemen der Gesellschaft als zentrale
Belastungen einzustufen und hohe Selbst-, Sozial- und Fachkompetenzen als Ressourcen für die Bewältigung
von Belastungen zu deuten sind. Das sozialraumorientierte und niederschwellige Angebot eines
offenen Treffs für Frauen stellt eine vielversprechende Herangehensweise dar, die die bestehenden Präventionsmassnahmen
auf den Ebenen der sozialen Belastungsfaktoren und den psychischen Schutzfaktoren
sinnvoll erweitern. Das Führen eines offenen Treffs mit dem Ziel der Aktivierung und Selbstbefähigung
der Zielgruppe entspricht durchaus dem Kompetenzprofil der Soziokulturellen Animation.
ISBN9783037962404
PublisherEdition Soziothek
Publication Date01/12/10
Pages91
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreSociety & Social Sciences
FormatSoftcover
LanguageGerman
Price20.10 €
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