Frankissstein

Frankissstein

Softcover
3.826
Mary ShelleyBeziehungenKörperKünstliche Intelligenz

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Description

Klug und mit unvergleichlichem Witz lässt Jeanette Winterson die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz und zwischen biologischer und sexueller Identität verschwinden. Eine einzigartige Geschichte über Variationen der Liebe und das Menschsein selbst.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
400
Price
14.40 €

Author Description

Jeanette Winterson, 1959 in Manchester geboren und in Lancashire bei evangelikalen Adoptiveltern aufgewachsen, veröffentlichte mit fünfundzwanzig Jahren ihren preisgekrönten Debütroman Orangen sind nicht die einzige Frucht. Es folgten zahlreiche weitere Bücher, mit denen sie zu einer der angesehensten Autorinnen Großbritanniens avancierte. Sie ist mit zwei Romanen auf der Liste der »100 Greatest British Novels« vertreten und wurde 2006 von der Queen zum Officer und 2018 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. 2019 wurde Frankissstein für den Booker Prize nominiert. Jeanette Winterson schreibt regelmäßig für den Guardian und lebt in den Cotswolds und in London.

Posts

7
All
3.5

Eine Liebesgeschichte die ich nicht ganz greifen konnte, weil wir teilweise so wirr hin und Her gesprungen sind. Mittelteil war super!

Die Autorin wollte hier alles und zwar alles mit einander verbinden. Die Geschichte über Frankenstein, wie man den Tod besiegt und die Zukunft mit Roboter und KI. Fand es wirklich schwierig reinzukommen. Der Mittelteil wo sich Ry und Viktor begegnen konnte mich zwischendurch so mitnehmen, aber auf keiner romantischen Art, sondern eher. Was lese ich da gerade und ich will mehr davon. Das war so gut, nur fehlte mir ein Ende wo ich mehr verstanden hätte wie das. Es wird auch viel über die eigene Identität thematisiert und es ist ein Buch zum nachdenken. Obwohl ich manches nicht verstanden habe. Die Dialoge waren nicht mit Gänsefüßchen bzw Anführungszeichen versehen, was mich tierisch gestört hat. Wenn jemand das Buch auch gelesen hat, bitte mal melden. Ich würde mich so gerne darüber unterhalten. Danke!

4

Frankensteins neue Verkörperung in einer Welt mit Sexbots für Männer. Dort sind Körper quasi nutzlos, denn in einer Welt mit AI braucht es keine Biologie mehr.

Lieblingszitate aus dem Buch: If God hadn't wanted us to tamper with things, She wouldn't have given us brains (S.240). I discover that grief means living with someone who is no longer there (S.343). He says, And yet I do love you! It won't last but it is now. Yes, it is real. Yes, it is now (S.158).

Frankensteins neue Verkörperung in einer Welt mit Sexbots für Männer.
Dort sind Körper quasi nutzlos, denn in einer Welt mit AI braucht es keine Biologie mehr.
4.5

So much fun, but still very thought-provoking! Would recommend to Frankenstein Fans, readers of feminist/queer classic retellings, lovers of spekulative fiction, or people interested in the philosophical and ethical questions of life and death, immortality, resurrection and AI/robotics.

! Spoiler warning for themes and narrative structure. No plot spoilers ! This book was so much fun! A lecturer of mine recommended it to me for my MA thesis, so I bought and read it immediately. It’s a queer Frankenstein retelling, taking place in Great Britain during Brexit and in the 19th century europe, where Mary Shelley herself is the protagonist. The time-lines and narratives take turns, are intertwined, discussing similar themes and problems but in terms of the corresponding era: 19th century, through the eyes of Mary Shelley, the Author of Frankenstein, during her creative process of writing this novel but also all the deaths and tragedies that haunt her throughout her life, and futuristic 21st century Britain/USA, where Robots and AI gain more and more importance, even the possibilities of resurrectionand immortality are discussed). The novel deals with questions of death and (im)mortality, the significance of the body versus the soul, identity, sexuality, feminism, and much more — all intertwined with the moral implications of robotics and AI.

5

Folgende Review ist 2,5 Jahre alt. Bin soeben auf diese aufmerksam gemacht worden. Was für eine krasse Literaturentwicklungsgeschichte ich in der kurzen Zeit hinter mir habe. Nein, würde es nicht mehr unter Lebenslesehighlights packen. Ob es noch den 5 Sternen stand hält, müsste durch Zweitlektüre eruiert werden

5

Beschreibung Mary Shelley schreibt zu Beginn des 19. Jahrhunderts angeregt durch die Zusammenkunft mit Lord Byron und John Polidori in den Schweizer Bergen den erfolgreichen Schauerroman »Frankenstein«. In ihrem Text geht es um ein groteskes Zukunftsszenario, in dem ein Arzt durch Experimente einem toten Körper neues Leben einhaucht. Ein Jahrhundert später verliebt sich der Mediziner Ry Shelley in Victor Stein, einen unergründlichen Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. In dieser fortschrittlichen Zeit der Roboter schlägt Victor Stein den Weg in eine revolutionäre Zukunft ohne biologische Gebrechen ein. Doch wie passt Liebe in seine digitale, körperlose Vision? Meine Meinung Jeanette Winterson zählt zu den erfolgreichsten englischen Schriftstellerinnen und mit ihrem neuen Roman »Frankissstein«, der für den Booker Prize 2019 nominiert wurde, ist die Autorin nun auch in meinem Buchregal eingezogen. Ich bin sehr froh nun auf die Autorin aufmerksam geworden zu sein, denn ihr moderner und klarer Schreibstil hat mich von der ersten Seite an begeistert – somit zählt Jeanette Winterson zu meinen persönlichen Highlights unter den Autorinnenentdeckungen des Jahres. Beeindruckend gelingt Jeanette Winterson das Spiel mit den Sexualitäten. Sie spinnt zwischen dem heterosexuellen Wissenschaftler Victor Stein und dem transgender Arzt Ry Shelley, der zuvor eine Mary war, ein Netz aus Anziehungskraft, Lust und Liebe. Die Ambivalenz dieser Liebe ist so faszinierend wie das Licht für die Motten – man möchte sich am liebsten nicht mehr aus der Wärme dieser Gefühle lösen. Diese außergewöhnliche Beziehung lässt Winterson mit einer Welt kollidieren, in denen die Geschäfte mit Sexrobotern florieren, Bionik-Prothesen auf das nächste Level gehoben werden und die Kryotechnik zur Konservierung des Lebens längst von revolutionäreren Vorgehensweisen abgedrängt wird, zumindest wenn es nach den zukunftsweisenden Forschungen von Victor Stein geht. Besonders schön finde ich den Toleranz-Aspekt an der Geschichte, denn das Thema Transgender wird hier auf den Tisch gebracht und besonders bei einer brutalen Szene in der dargestellt wird, wie respektlos Menschen mit Mitmenschen umgehen, die nicht mit ihrer angeborenen Sexualität leben, hat mich erschüttert. Durchbrochen wird diese futuristisch anmutende und dennoch authentisch gezeichnete Geschichte aus dem 21. Jahrhundert von einer zweiten Ebene, die sich im 19. Jahrhundert zuträgt und die Entstehungsgeschichte des Schauerromanes »Frankenstein« in Kontext bringt. Die dichte Atmosphäre in der Mary Shelley in einer Hütte in den Bergen ihre Geschichte über Doktor Frankenstein niederschreibt, springt förmlich zwischen Jeanette Wintersons Zeilen heraus. Aber das Beste an dieser Erzählebene ist, wie die Autorin durch das Leben und Wirken der Mary Shelley eine weibliche Figur in den Mittelpunkt rückt, deren starke Persönlichkeit ein tolles Beispiel für ein selbstbestimmtes Leben der Frau zu einer von Männern geprägten Zeit abgibt. Was für Mary Shelley und ihre Freunde noch zu den grausigsten und übersinnlichsten Vorstellungen überhaupt zählte, wird von Victor Stein mit seinen Bemühungen, den Geist eines Menschen von dem biologischen und somit sterblichen Körper zu trennen und diesen auf eine digitale Ebene zu überführen, noch auf die Spitze getrieben. Die Symbiose aus diesen zwei intelligent erzählten Geschichten wirft zahlreiche Fragen auf und bietet dabei jede Menge Stoff für die eigenen Gedanken. Aus welchem Stoff sind wir geschaffen? Was macht Liebe aus? Kann man sich auch noch verlieben, wenn man über keinen biologischen Körper verfügt und sind die Grenzen der Geschlechter dann Geschichte? Jeanette Winterson ist es gelungen die Inhalte des Schauerklassikers Mary Shelleys über Victor Frankensteins Monster mit einem modernen Märchen zu paaren und dabei der über ein Jahrhundert alten Essenz einen aktuellen Touch zu verleihen. Fazit »Frankissstein« ist ein absolut lesenswerter Roman, der auch über die Liebesgeschichte hinaus einiges zu bieten hat, brillant geschrieben ist und über eine stark feministische Ader verfügt. Unbedingt lesen!

5

Beschreibung Mary Shelley schreibt zu Beginn des 19. Jahrhunderts angeregt durch die Zusammenkunft mit Lord Byron und John Polidori in den Schweizer Bergen den erfolgreichen Schauerroman »Frankenstein«. In ihrem Text geht es um ein groteskes Zukunftsszenario, in dem ein Arzt durch Experimente einem toten Körper neues Leben einhaucht. Ein Jahrhundert später verliebt sich der Mediziner Ry Shelley in Victor Stein, einen unergründlichen Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. In dieser fortschrittlichen Zeit der Roboter schlägt Victor Stein den Weg in eine revolutionäre Zukunft ohne biologische Gebrechen ein. Doch wie passt Liebe in seine digitale, körperlose Vision? Meine Meinung Jeanette Winterson zählt zu den erfolgreichsten englischen Schriftstellerinnen und mit ihrem neuen Roman »Frankissstein«, der für den Booker Prize 2019 nominiert wurde, ist die Autorin nun auch in meinem Buchregal eingezogen. Ich bin sehr froh nun auf die Autorin aufmerksam geworden zu sein, denn ihr moderner und klarer Schreibstil hat mich von der ersten Seite an begeistert – somit zählt Jeanette Winterson zu meinen persönlichen Highlights unter den Autorinnenentdeckungen des Jahres. Beeindruckend gelingt Jeanette Winterson das Spiel mit den Sexualitäten. Sie spinnt zwischen dem heterosexuellen Wissenschaftler Victor Stein und dem transgender Arzt Ry Shelley, der zuvor eine Mary war, ein Netz aus Anziehungskraft, Lust und Liebe. Die Ambivalenz dieser Liebe ist so faszinierend wie das Licht für die Motten – man möchte sich am liebsten nicht mehr aus der Wärme dieser Gefühle lösen. Diese außergewöhnliche Beziehung lässt Winterson mit einer Welt kollidieren, in denen die Geschäfte mit Sexrobotern florieren, Bionik-Prothesen auf das nächste Level gehoben werden und die Kryotechnik zur Konservierung des Lebens längst von revolutionäreren Vorgehensweisen abgedrängt wird, zumindest wenn es nach den zukunftsweisenden Forschungen von Victor Stein geht. Besonders schön finde ich den Toleranz-Aspekt an der Geschichte, denn das Thema Transgender wird hier auf den Tisch gebracht und besonders bei einer brutalen Szene in der dargestellt wird, wie respektlos Menschen mit Mitmenschen umgehen, die nicht mit ihrer angeborenen Sexualität leben, hat mich erschüttert. Durchbrochen wird diese futuristisch anmutende und dennoch authentisch gezeichnete Geschichte aus dem 21. Jahrhundert von einer zweiten Ebene, die sich im 19. Jahrhundert zuträgt und die Entstehungsgeschichte des Schauerromanes »Frankenstein« in Kontext bringt. Die dichte Atmosphäre in der Mary Shelley in einer Hütte in den Bergen ihre Geschichte über Doktor Frankenstein niederschreibt, springt förmlich zwischen Jeanette Wintersons Zeilen heraus. Aber das Beste an dieser Erzählebene ist, wie die Autorin durch das Leben und Wirken der Mary Shelley eine weibliche Figur in den Mittelpunkt rückt, deren starke Persönlichkeit ein tolles Beispiel für ein selbstbestimmtes Leben der Frau zu einer von Männern geprägten Zeit abgibt. Was für Mary Shelley und ihre Freunde noch zu den grausigsten und übersinnlichsten Vorstellungen überhaupt zählte, wird von Victor Stein mit seinen Bemühungen, den Geist eines Menschen von dem biologischen und somit sterblichen Körper zu trennen und diesen auf eine digitale Ebene zu überführen, noch auf die Spitze getrieben. Die Symbiose aus diesen zwei intelligent erzählten Geschichten wirft zahlreiche Fragen auf und bietet dabei jede Menge Stoff für die eigenen Gedanken. Aus welchem Stoff sind wir geschaffen? Was macht Liebe aus? Kann man sich auch noch verlieben, wenn man über keinen biologischen Körper verfügt und sind die Grenzen der Geschlechter dann Geschichte? Jeanette Winterson ist es gelungen die Inhalte des Schauerklassikers Mary Shelleys über Victor Frankensteins Monster mit einem modernen Märchen zu paaren und dabei der über ein Jahrhundert alten Essenz einen aktuellen Touch zu verleihen. Fazit »Frankissstein« ist ein absolut lesenswerter Roman, der auch über die Liebesgeschichte hinaus einiges zu bieten hat, brillant geschrieben ist und über eine stark feministische Ader verfügt. Unbedingt lesen!

4

Dieses Buch - das auf Mary Shelleys Frankenstein aufbaut und die Geschichte in mehreren Zeitebenen vorantreibt und abändert - hat mich ziemlich verwirrt. Erst ganz am Ende fügen sich die einzelnen Geschichten zu einem Gesamtbild zusammen und manchmal wirken die Botschaften etwas sehr gewollt. Insgesamt war es aber eine spannende Lektüre mit ein paar sehr originellen Charakteren und Ideen.

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