Fragt mal Alice

Fragt mal Alice

Paperback
3.527
SuchtThemenbuchTagebuchPocket

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Description

Die Neubearbeitung des authentischen Tagebuchs einer 15-jährigen Drogensüchtigen, die an ihrer Sucht starb. Die 15-jährige Alice ist ein Teenager wie viele andere. Ihre Sorgen, Ängste und Geheimnisse vertraut sie ihrem Tagebuch an; ihre Stimmungen schwanken wie ihre Noten und ihr Gewicht, und vor allem der erste Liebeskummer macht ihr zu schaffen. Als man ihr in einer Clique ohne ihr Wissen LSD einflößt, ist sie geschockt und fasziniert zugleich. Einerseits sieht sie in Drogensüchtigen nur Dreck und Abschaum; andererseits erlebt sie durch LSD die Welt viel intensiver, sie sieht, hört und fühlt auf ihrem Trip Dinge, die sie noch nie wahrgenommen hat. Schließlich siegt die Neugier und Sehnsucht nach diesem Rausch: Sie probiert immer härtere Drogen aus und rutscht immer tiefer in den Strudel der Sucht hinein. Der Kreislauf von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln, Selbstekel und Euphorie wird für sie zur tödlichen Spirale. Zweimal ist sie wild entschlossen, die Sucht endlich weit hinter sich zu lassen – sie geht von zu Hause weg, um dem Dunstkreis ihrer alten Drogenclique zu entkommen, die sie immer stärker unter Druck setzt. Doch ohne ihre Familie, die ihr Halt gibt und Normalität garantiert, stürzt sie noch gnadenloser ab als zuvor, darum kehrt sie nach Hause zurück, wo sie sich aus ganzer Kraft bemüht, zurück in ein Leben ohne Drogen zu finden. Aber die alten Freunde sind hartnäckig, Aussteiger wollen sie nicht dulden. Sie schicken Alice auf einen Horrortrip, der sie fast um den Verstand bringt. Als sie danach schwer krank in die Jugendpsychiatrie eingewiesen wird, wo sie in der Gruppentherapie vieles über sich lernt, sieht es so aus, als könnte sie doch noch den Weg zurück in ein normales Leben finden – doch hier bricht das Tagebuch ab: Seine Verfasserin ist drei Wochen nach dem letzten Eintrag an einer Überdosis gestorben. ›Fragt mal Alice‹ stützt sich auf das authentische Tagebuch einer Fünfzehnjährigen, die drogenabhängig war und an ihrer Sucht starb. Die Verfasserin bleibt deshalb anonym, Namen, Ort, Zeit und bestimmte Ereignisse wurden auf Wunsch der Angehörigen geändert.

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
True Stories as Fiction
Format
Paperback
Pages
224
Price
6.20 €

Posts

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3

Stilmittel der Tagebuchform verleiht eine persönlichere Note, Tragik von intensivem Drogenkonsum

"Fragt mal Alice" ist eins der Bücher, dass sich schon Ewigkeiten auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) befindet und jetzt einfach mal gelesen werden musste. Die Verfasserin bleibt übrigens anonym, da das Buch wohl auf wahren Begebenheiten basiert. Die Geschichte selbst reflektiert hierbei ganz klar den Zeitgeist der 60er/70er Jahre. Aber worum geht es denn eigentlich?! Die 15-jährige Alice ist ein Teenager wie viele andere. Ihre Sorgen, Ängste und Geheimnisse vertraut sie ihrem Tagebuch an; ihre Stimmungen schwanken wie ihre Noten und ihr Gewicht, und vor allem der erste Liebeskummer macht ihr zu schaffen. Als man ihr in einer Clique ohne ihr Wissen LSD einflößt, ist sie geschockt und fasziniert zugleich. Einerseits sieht sie in Drogensüchtigen nur Dreck und Abschaum; andererseits erlebt sie durch LSD die Welt viel intensiver, sie sieht, hört und fühlt auf ihrem Trip Dinge, die sie noch nie wahrgenommen hat. Schließlich siegt die Neugier und Sehnsucht nach diesem Rausch: Sie probiert immer härtere Drogen aus und rutscht immer tiefer in den Strudel der Sucht hinein. Das Stilmittel der Tagebuchform hat mir in bestimmten Büchern schon immer gut gefallen und auch diesem hier verleiht es dadurch eine persönlichere Note. Es ermöglicht dem Leser einen ganz speziellen Einblick in die Gedankenwelt eines recht normalen Teenagermädchens. Insbesondere die Stimmungsschwankungen zwischen unbändiger Freude und tiefer Verzweiflung sind immer wieder deutlich spürbar. Tatsächlich hege ich aber meine Zweifel, bezüglich dem Wahrheitsgehalt dieses Buches. Die Schreibweise wirkt für mich persönlich keinesfalls authentisch für das Alter der 15-jährigen Protagonistin. Abgesehen davon erscheinen für mich einige Schilderungen und Geschehnisse doch sehr unrealistisch, denn sie haben recht wenig Bezug zu der Realität, welche ich im Laufe meines bisherigen Lebens kennengelernt habe. Ich greife meine Meinung also nicht einfach so aus dem Nichts heraus... Verstärkt werden diese Zweifel übrigens auch durch einige Internetartikel, in denen geschrieben wird, dass das Buch von der Psychologin Beatrice Sparks verfasst wurde. Das Buch basiere zwar auf der Geschichte einer ihrer Patientinnen, es wurden aber wohl auch viele eigene Passagen von Frau Sparks hinzugefügt. Das würde meinen Eindruck somit bestätigen. Dahingehend ist für mich persönlich auch das Ende der Geschichte nicht stimmig genug zum letzten vorhandenen Tagebucheintrag. Trotz alledem wird dem Leser aber dennoch die allumfassende Tragik eines intensiven Drogenkonsums verdeutlicht. Bezüglich dieser Thematik ist und bleibt für mich somit weiterhin "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" das beste Buch.

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