Fräulein Liebe und das Glück der Bücher
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Description
Die Wirren der letzten Tage des 2. Weltkriegs, eine junge Frau auf der Suche nach einer Zukunft – und das Glück der Bücher
»Fräulein Liebe und das Glück der Bücher« ist der Auftakt der historischen Familiensaga um eine Buchhandlung im zauberhaften Andernach am Rhein.
Im Frühjahr 1945 steht die 18-jährige Eva Liebe endgültig vor dem Nichts: Im zerbombten Berlin hat sie ihre Familie verloren, ihren Verlobten und jedes bisschen Hab und Gut.
Mit letzter Kraft schlägt Eva sich nach Andernach am Rhein durch, wo der Bruder ihrer Mutter eine Buchhandlung betreibt. Doch ihr Onkel wurde an die Front geschickt, und die Tante empfängt Eva zunächst mit Misstrauen – denn die Buchhandlung ist ein geheimer Treffpunkt für Nazi-kritische Intellektuelle.
Erst als Eva ihr Händchen für Bücher beweist und zarte Bande zu dem kriegsversehrten Schreiner Georg knüpft, scheint so etwas wie neues Glück möglich. Der 2. Weltkrieg ist beinahe zu Ende, und Hoffnung zieht den Rhein hinauf. Dann wird die Buchhandlung mitten während einer Lesung von einer Bombe getroffen …
Kenntnisreich und mit viel Gefühl erzählt Susanne Esser im ersten Teil ihrer historischen Familiensaga von Evas mutigem Kampf um die Rhein-Buchhandlung und um ihr persönliches Glück. Inspiriert hat die Autorin, die selbst Buchhändlerin ist, die Geschichte der Buchhandlung, in der sie ausgebildet wurde.
»Fräulein Liebe und das Glück der Bücher ist wie dieses eine Lieblingsbuch, welches man immer wieder in die Hand nehmen will. Eine zarte Liebesgeschichte - in einem dramatischen Setting zum Ende des Zweiten Weltkrieges - und eine Buchhandlung voller Geheimnisse umgeben diese wundervolle Geschichte.« Anna Husen, Autorin von Die Frauen der Villa Sommerwind - Das Glück am Horizont
Book Information
Author Description
Susannen Esser wurde 1979 in Andernach am Rhein geboren und wuchs in der Nähe auf einem Bauernhof auf. Während ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin zog sie nach Andernach und wohnte viele Jahre in der mittelalterlichen Stadt. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und ca. 2000 Büchern im Brohltal.
Posts
Gelungener Auftakt
In den ersten Kapiteln war immer wieder mein Gedanke, was diese junge Frau nur alles aushalten muss. Zwar wird alles locker und leicht erzählt, aber beim Hineinversetzen in Eva habe ich sie für ihren Kampfgeist bewundert. Wie würde ich wohl reagieren, wenn mir alles genommen wird und ich darüberhinaus auch noch mit Ablehnung zu kämpfen hätte? Bewundernswert meistert Eva allerdings all ihre Hürden und gewinnt dadurch an Stärke. Es ist der gelungener Auftakt einer Familien-Saga, der Lust auf den zweiten Teil macht.
Historische Familiengeschichte mit viel Wärme
**** Worum geht es? **** Anfang 1945 begibt sich Eva auf eine lange und beschwerliche Reise, ihre Alternative ist das Nichts. Der 2. Weltkrieg naht sich dem Ende, aber davon ahnt hier noch niemand. Als Eva bei ihren Verwandten an der Rhein-Buchhandlung ankommt möchten diese zunächst nichts von ihr wissen. Bedeutet sie doch letztlich, dass ein weiterer Magen gefüllt werden muss. Doch Eva lässt sich davon nicht entmutigen und bringt sich in die täglichen Aufgaben mit ein. Zarte Gefühle entwickeln sich auch zwischen ihr und dem Schreiner Georg. Die Hoffnung scheint Einzug zu halten, doch dann wird die Buchhandlung mitten in einer Lesung von einer Bombe getroffen… **** Mein Eindruck **** Die Protagonistin hat mich mit ihrer Stärke und Willenskraft in ihren Bann gezogen, ihr Mut beeindruckte mich und ihr Schicksal berührte mich auf besondere Weise. Aber auch die Schicksale der weiteren Charaktere konnten mich bewegen. Wie aus der Zeit bereits bekannt, ist die Geschichte durchsetzt von tragischen Schicksalsschlägen. Dennoch ist das Miteinander und der Zusammenhalt in der Rhein-Buchhandlung so herzlich als würde das Leben keine Grenzen kennen. Dieser Kontrast war wunderschön zu erleben und bereite mir viel Freude beim Lesen, ich möchte unbedingt wissen, wie es für die Charaktere weitergeht und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen, flüssig, angepasst an die Zeit und mit mancher Redewendung versehen. Ich hätte mir gerne noch ein paar mehr Details zum Thema Buchhandel zu der Zeit gewünscht, allerdings hat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. **** Empfehlung? **** Bekannte Komponenten des zweiten Weltkriegs der belletristischen Lektüre werden hier mit einer besonderen Persönlichkeit und dem Thema Bücher auf angenehme Art verbunden. Fans von historischen Büchern finden hier einen schönen Auftakt vor.
Berlin 1944: Eva Liebe verliert bei einem Bombenangriff ihre ganze Familie, ihr Verlobter fällt an der Front. Sie schlägt sich nach Andernach am Rhein durch, wo ihre Tante Maria wohnt. Maria ist zunächst über den zusätzlichen Mitesser nicht begeistert, weiß aber bald Evas Hilfe zu schätzen. Eva hilft im Haushalt und in der Buchhandlung, die Maria seit drei Jahren alleine betreibt. Ein schöner historischer Roman mit viel Lokalkolorit und einer Liebesgeschichte zwischen Eva und Georg, dessen Geheimnis wohl erst im Band 2 enthüllt wird. Freue mich darauf 😍
Ein wunderschöner Roman …
… der zeigt, wie wichtig Bücher sein können. Sie geben Kraft. Hoffnung. Und Zuversicht. Ich mochte die Geschichte rund um Eva Liebe & ihrer Familie ! Ein ganz wunderbarer Wohlfühlroman der zeigt, auch in den dunkelsten Zeiten des Krieges gibt es immer Hoffnung , die man wirklich niemals aufgeben sollte. Ich freu mich auf die Fortsetzung die im Sommer diesen Jahres erscheinen wird!
Berührend!
Wir bekommen Einblick in erschütternde & berührende Schicksale aus dem zweiten Weltkrieg. Erfahren, wie schwer es ist, zu Krisenzeiten einen normalen Alltag zu führen. Neben Lebensmittelmangel und täglichen Verlusten werden auch neue Freundschaften geschlossen und eine Buchhandlung betrieben. Besonders diese ist sehr authentisch. Kein Wunder, kommt doch auch die Autorin aus diesem Bereich. Die Geschichte hat inklusive seiner Liebesanteilen großen Unterhaltungswert, wird von Drama begleitet und ist trotzdem nicht zu flach.
INHALT: Der letzte Kriegsfrühling des Jahres 1945 raubt der 18-jährigen Eva Liebe nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Familie kommt bei einem der Bombenangriffe auf Berlin tragisch ums Leben. Nicht genug, muss sie alsbald erfahren, dass auch ihr Verlobter an der Front gefallen ist. Alles verloren, was ihr lieb und teuer war, verlässt Eva Berlin in diesen unsicheren letzten Kriegstagen und macht sich auf den Weg gen Westen – zu Onkel und Tante, die in Andernach am Rhein eine Buchhandlung führen. Dort angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass die Tante und die jungen Cousinen ihr mehr als skeptisch begegnen. Aber Eva ist entschlossen im idyllischen Andernach eine neue Heimat zu finden, weshalb sie sich voller Tatendrang in die Abläufe und Arbeiten in der Buchhandlung einarbeitet. Dabei erfährt sie mit der Zeit nicht nur vom geheimen Lesekreis der Tante, sondern knüpft zudem zarte Bande zu dem Kriegsversehrten Georg. Als alles sich zum Guten zu wenden scheint, rückt derweil die Westfront immer näher auf Andernach zu. Krieg und Schrecken finden ihren Höhepunkt als bei einer Lesung eine Bombe die Rhein-Buchhandlung trifft… MEINUNG: Für Bücher mit Handlungszeit Zweiter Weltkrieg muss ich immer in der richtigen Stimmung sein, sind es doch solche Romane, die ein ganz dunkles Kapitel der deutschen und europäischen Geschichte literarisch mit ganzer Wucht vor die Augen des Lesers bringen. Susanne Essers Roman ist ein wenig anders. Die Ereignisse werden keinesfalls verharmlost, beschönigt oder ausgeklammert, denn der Leser liest über die desaströse wirtschaftliche Situation in den letzten Kriegsmonaten, wo es an jeglichen Rohstoffen, Kleidung wie auch vor allem an Lebensmitteln mangelte, die allgemeine Unsicherheit der Menschen durch die inneren und äußeren Bedrohungen von Diktatur, welche indirekt der salonfähig gewordenen Gewalt den Weg ebnete(*) und über Verlust, Trauer und Verfolgung. Die Rhein-Buchhandlung in Andernach wird so zum beispielhaften Panorama der ereignisreichen Außen- und emotionalen Innensicht des Krieges. Es sind Passagen, die mehr als bedrücken, ist dies doch auch immer die Geschichte unserer Groß- oder Urgroßeltern. Dennoch schafft Susanne Esser mit ihrem Roman auch einen Spagat, denn der Roman rund um das Fräulein Liebe wird auch immer wieder von „Lichtmomenten“ durchbrochen, mögen diese auch noch so klein sein, erhellen sie den trüben Alltag des Jahres 1945. Sei es der liebenswerte Charakter des pensionierten Lehrers Faßbender, die kindliche Freude von Evas kleiner Cousine, die hinter einer harten Schale verborgene Warmherzigkeit von Tante Maria oder das zartkeimende Gefühl der Liebe – all dies führt dem Leser etwas ganz Wichtiges vor Augen: Selbst das dunkelste Licht kann die Hoffnung erhellen, eine Hoffnung auf ein besseres Morgen! Die Autorin hat somit einen gleichzeitig spannenden, historisch dichten wie auch tiefgründigen Roman vorgelegt, der trotz der vielen darin verwobenen Themen nicht überladen oder oberflächlich erscheint, sondern mit ganz viel Feingefühl die Stimmung der letzten Kriegsmonate einfängt. Besonders hervorzuheben wäre noch der Lesezirkel, der von einem kleinen Kreis Andernacher Bürger besucht und organisiert wird. Unter größter Geheimhaltung werden hier die Bücher von Autoren und Autorinnen gelesen, die von der politischen Führung verboten worden sind. „Fräulein Liebe und das Glück der Bücher“ greift somit passend zum Haupthandlungsort einen Aspekt der Geschichte des Dritten Reiches auf, der nicht so häufig in Romanen begegnet – die Schriftstellern wie auch Buchhändlern auferlegten Zensuren. Passend hierzu schildert Susanne Esser kenntnisreich die Abläufe im Buchhandel sowie am Beispiel der fiktiven Rhein-Buchhandlung das beziehbare Sortiment im Jahre 1945. Es ist somit auch ein wenig eine Hommage an den Buchhandel wie auch eine kleine literarische Reise, auf die uns die Autorin hier mitnimmt, auf welcher noch der ein oder andere Buchtipp wartet. FAZIT: Ein starker, aufwühlender, bedrückender wie auch hoffnungsvoller Roman, der eindrücklich die letzten Kriegsmonate themenumspannend und atmosphärisch einzufangen weiß sowie darüber hinaus zeitungebunden von der großen Liebe zur Literatur und der Hingabe der Buchhändler und Buchhändlerinnen erzählt. 4,5/5 (*) Triggerwarnung: Gewalt gegen Frauen
Die 18-jährige Eva Liebe steht völlig mittellos vor dem Nichts. Alles, was sie liebte, hat sie im Krieg verloren, das Zuhause zerbombt. Sie kämpft sich als Junge verkleidet von Berlin nach Andernach am Rhein durch, um Zuflucht bei ihrem Onkel zu finden. Der ist allerdings auch zur Front berufen und ihre Tante ist äußerst misstrauisch, gerade weil in ihrem Buchladen geheime Treffen für Buchbesprechungen verbotener Bücher stattfinden mit Personen, die dem NS-Regime kritisch gegenüberstehen. Doch Eva lässt sich nicht unterkriegen, bringt sich ein und überrascht ihre Tante mit ihrer schnellen Lernauffassung und ihrem unermüdlichen Einsatz, doch der Krieg bringt auch viel Leid… Evas Schicksal hat mich wirklich zutiefst bewegt, so viel, was sie in jungen Jahren schon miterleben musste, Versprechen, die sich nicht erfüllen und alles zu verlieren, was man liebt, ist einfach schrecklich. Auch die Zuversicht, Obdach bei dem Onkel zu finden nach all den Strapazen der Reise dorthin zerplatzt anfangs wie eine Seifenblase, gäbe es da nicht herzensgute Menschen wie Hans oder Lehrer Faßbender. All die Schrecken und Auswirkungen des Krieges werden anschaulich erzählt, die Armut der Menschen, die Ängste, wenn die Front näher rückt und der Fliegeralarm ausgelöst wird. Alleine mit den kleinen Kindern und dem Buchladen, der auch den Einschränkungen der Nazis unterliegt und regelmäßig kontrolliert wird ist Tante Maria hilflos und überfordert. Mutig und entschlossen reagiert Eva anfangs schüchtern, aber nach und nach motiviert und zuversichtlich auf die Umstände und zeigt, was in ihr steckt. Da erwartet einen so manche Überraschung. Parallel lernt man auch den kriegsversehrten, sympathischen George kennen, der immer wieder Flashbacks hat und engere Kontakte vermeidet, damit niemand hinter sein Geheimnis kommt. Mit seiner hilfsbereiten, zurückhaltenden Art hat er dennoch mein Herz ebenso wie das von Eva erobert, auch wenn ihre Begegnungen sehr holprig aber absolut passend zu ihnen verlaufen. Warmherzig, gefühlvoll und emotional wird hier eine Geschichte aus der Endzeit des 2.Weltkriegs erzählt, als der Krieg eigentlich schon als verloren galt. Die Schilderung der Umgebung, die Abläufe im Buchladen und die Kreativität von Eva machen all das lebendig und auch die Entwicklung von Misstrauen zu Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft ist großartig gelungen und reißt den Leser komplett mitten ins Geschehen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe und kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der historische Romane mit Tiefgang liebt. Ein Buchladen zum Verlieben und eine Stätte für Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft ist.

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Die Wirren der letzten Tage des 2. Weltkriegs, eine junge Frau auf der Suche nach einer Zukunft – und das Glück der Bücher
»Fräulein Liebe und das Glück der Bücher« ist der Auftakt der historischen Familiensaga um eine Buchhandlung im zauberhaften Andernach am Rhein.
Im Frühjahr 1945 steht die 18-jährige Eva Liebe endgültig vor dem Nichts: Im zerbombten Berlin hat sie ihre Familie verloren, ihren Verlobten und jedes bisschen Hab und Gut.
Mit letzter Kraft schlägt Eva sich nach Andernach am Rhein durch, wo der Bruder ihrer Mutter eine Buchhandlung betreibt. Doch ihr Onkel wurde an die Front geschickt, und die Tante empfängt Eva zunächst mit Misstrauen – denn die Buchhandlung ist ein geheimer Treffpunkt für Nazi-kritische Intellektuelle.
Erst als Eva ihr Händchen für Bücher beweist und zarte Bande zu dem kriegsversehrten Schreiner Georg knüpft, scheint so etwas wie neues Glück möglich. Der 2. Weltkrieg ist beinahe zu Ende, und Hoffnung zieht den Rhein hinauf. Dann wird die Buchhandlung mitten während einer Lesung von einer Bombe getroffen …
Kenntnisreich und mit viel Gefühl erzählt Susanne Esser im ersten Teil ihrer historischen Familiensaga von Evas mutigem Kampf um die Rhein-Buchhandlung und um ihr persönliches Glück. Inspiriert hat die Autorin, die selbst Buchhändlerin ist, die Geschichte der Buchhandlung, in der sie ausgebildet wurde.
»Fräulein Liebe und das Glück der Bücher ist wie dieses eine Lieblingsbuch, welches man immer wieder in die Hand nehmen will. Eine zarte Liebesgeschichte - in einem dramatischen Setting zum Ende des Zweiten Weltkrieges - und eine Buchhandlung voller Geheimnisse umgeben diese wundervolle Geschichte.« Anna Husen, Autorin von Die Frauen der Villa Sommerwind - Das Glück am Horizont
Book Information
Author Description
Susannen Esser wurde 1979 in Andernach am Rhein geboren und wuchs in der Nähe auf einem Bauernhof auf. Während ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin zog sie nach Andernach und wohnte viele Jahre in der mittelalterlichen Stadt. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und ca. 2000 Büchern im Brohltal.
Posts
Gelungener Auftakt
In den ersten Kapiteln war immer wieder mein Gedanke, was diese junge Frau nur alles aushalten muss. Zwar wird alles locker und leicht erzählt, aber beim Hineinversetzen in Eva habe ich sie für ihren Kampfgeist bewundert. Wie würde ich wohl reagieren, wenn mir alles genommen wird und ich darüberhinaus auch noch mit Ablehnung zu kämpfen hätte? Bewundernswert meistert Eva allerdings all ihre Hürden und gewinnt dadurch an Stärke. Es ist der gelungener Auftakt einer Familien-Saga, der Lust auf den zweiten Teil macht.
Historische Familiengeschichte mit viel Wärme
**** Worum geht es? **** Anfang 1945 begibt sich Eva auf eine lange und beschwerliche Reise, ihre Alternative ist das Nichts. Der 2. Weltkrieg naht sich dem Ende, aber davon ahnt hier noch niemand. Als Eva bei ihren Verwandten an der Rhein-Buchhandlung ankommt möchten diese zunächst nichts von ihr wissen. Bedeutet sie doch letztlich, dass ein weiterer Magen gefüllt werden muss. Doch Eva lässt sich davon nicht entmutigen und bringt sich in die täglichen Aufgaben mit ein. Zarte Gefühle entwickeln sich auch zwischen ihr und dem Schreiner Georg. Die Hoffnung scheint Einzug zu halten, doch dann wird die Buchhandlung mitten in einer Lesung von einer Bombe getroffen… **** Mein Eindruck **** Die Protagonistin hat mich mit ihrer Stärke und Willenskraft in ihren Bann gezogen, ihr Mut beeindruckte mich und ihr Schicksal berührte mich auf besondere Weise. Aber auch die Schicksale der weiteren Charaktere konnten mich bewegen. Wie aus der Zeit bereits bekannt, ist die Geschichte durchsetzt von tragischen Schicksalsschlägen. Dennoch ist das Miteinander und der Zusammenhalt in der Rhein-Buchhandlung so herzlich als würde das Leben keine Grenzen kennen. Dieser Kontrast war wunderschön zu erleben und bereite mir viel Freude beim Lesen, ich möchte unbedingt wissen, wie es für die Charaktere weitergeht und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen, flüssig, angepasst an die Zeit und mit mancher Redewendung versehen. Ich hätte mir gerne noch ein paar mehr Details zum Thema Buchhandel zu der Zeit gewünscht, allerdings hat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. **** Empfehlung? **** Bekannte Komponenten des zweiten Weltkriegs der belletristischen Lektüre werden hier mit einer besonderen Persönlichkeit und dem Thema Bücher auf angenehme Art verbunden. Fans von historischen Büchern finden hier einen schönen Auftakt vor.
Berlin 1944: Eva Liebe verliert bei einem Bombenangriff ihre ganze Familie, ihr Verlobter fällt an der Front. Sie schlägt sich nach Andernach am Rhein durch, wo ihre Tante Maria wohnt. Maria ist zunächst über den zusätzlichen Mitesser nicht begeistert, weiß aber bald Evas Hilfe zu schätzen. Eva hilft im Haushalt und in der Buchhandlung, die Maria seit drei Jahren alleine betreibt. Ein schöner historischer Roman mit viel Lokalkolorit und einer Liebesgeschichte zwischen Eva und Georg, dessen Geheimnis wohl erst im Band 2 enthüllt wird. Freue mich darauf 😍
Ein wunderschöner Roman …
… der zeigt, wie wichtig Bücher sein können. Sie geben Kraft. Hoffnung. Und Zuversicht. Ich mochte die Geschichte rund um Eva Liebe & ihrer Familie ! Ein ganz wunderbarer Wohlfühlroman der zeigt, auch in den dunkelsten Zeiten des Krieges gibt es immer Hoffnung , die man wirklich niemals aufgeben sollte. Ich freu mich auf die Fortsetzung die im Sommer diesen Jahres erscheinen wird!
Berührend!
Wir bekommen Einblick in erschütternde & berührende Schicksale aus dem zweiten Weltkrieg. Erfahren, wie schwer es ist, zu Krisenzeiten einen normalen Alltag zu führen. Neben Lebensmittelmangel und täglichen Verlusten werden auch neue Freundschaften geschlossen und eine Buchhandlung betrieben. Besonders diese ist sehr authentisch. Kein Wunder, kommt doch auch die Autorin aus diesem Bereich. Die Geschichte hat inklusive seiner Liebesanteilen großen Unterhaltungswert, wird von Drama begleitet und ist trotzdem nicht zu flach.
INHALT: Der letzte Kriegsfrühling des Jahres 1945 raubt der 18-jährigen Eva Liebe nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Familie kommt bei einem der Bombenangriffe auf Berlin tragisch ums Leben. Nicht genug, muss sie alsbald erfahren, dass auch ihr Verlobter an der Front gefallen ist. Alles verloren, was ihr lieb und teuer war, verlässt Eva Berlin in diesen unsicheren letzten Kriegstagen und macht sich auf den Weg gen Westen – zu Onkel und Tante, die in Andernach am Rhein eine Buchhandlung führen. Dort angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass die Tante und die jungen Cousinen ihr mehr als skeptisch begegnen. Aber Eva ist entschlossen im idyllischen Andernach eine neue Heimat zu finden, weshalb sie sich voller Tatendrang in die Abläufe und Arbeiten in der Buchhandlung einarbeitet. Dabei erfährt sie mit der Zeit nicht nur vom geheimen Lesekreis der Tante, sondern knüpft zudem zarte Bande zu dem Kriegsversehrten Georg. Als alles sich zum Guten zu wenden scheint, rückt derweil die Westfront immer näher auf Andernach zu. Krieg und Schrecken finden ihren Höhepunkt als bei einer Lesung eine Bombe die Rhein-Buchhandlung trifft… MEINUNG: Für Bücher mit Handlungszeit Zweiter Weltkrieg muss ich immer in der richtigen Stimmung sein, sind es doch solche Romane, die ein ganz dunkles Kapitel der deutschen und europäischen Geschichte literarisch mit ganzer Wucht vor die Augen des Lesers bringen. Susanne Essers Roman ist ein wenig anders. Die Ereignisse werden keinesfalls verharmlost, beschönigt oder ausgeklammert, denn der Leser liest über die desaströse wirtschaftliche Situation in den letzten Kriegsmonaten, wo es an jeglichen Rohstoffen, Kleidung wie auch vor allem an Lebensmitteln mangelte, die allgemeine Unsicherheit der Menschen durch die inneren und äußeren Bedrohungen von Diktatur, welche indirekt der salonfähig gewordenen Gewalt den Weg ebnete(*) und über Verlust, Trauer und Verfolgung. Die Rhein-Buchhandlung in Andernach wird so zum beispielhaften Panorama der ereignisreichen Außen- und emotionalen Innensicht des Krieges. Es sind Passagen, die mehr als bedrücken, ist dies doch auch immer die Geschichte unserer Groß- oder Urgroßeltern. Dennoch schafft Susanne Esser mit ihrem Roman auch einen Spagat, denn der Roman rund um das Fräulein Liebe wird auch immer wieder von „Lichtmomenten“ durchbrochen, mögen diese auch noch so klein sein, erhellen sie den trüben Alltag des Jahres 1945. Sei es der liebenswerte Charakter des pensionierten Lehrers Faßbender, die kindliche Freude von Evas kleiner Cousine, die hinter einer harten Schale verborgene Warmherzigkeit von Tante Maria oder das zartkeimende Gefühl der Liebe – all dies führt dem Leser etwas ganz Wichtiges vor Augen: Selbst das dunkelste Licht kann die Hoffnung erhellen, eine Hoffnung auf ein besseres Morgen! Die Autorin hat somit einen gleichzeitig spannenden, historisch dichten wie auch tiefgründigen Roman vorgelegt, der trotz der vielen darin verwobenen Themen nicht überladen oder oberflächlich erscheint, sondern mit ganz viel Feingefühl die Stimmung der letzten Kriegsmonate einfängt. Besonders hervorzuheben wäre noch der Lesezirkel, der von einem kleinen Kreis Andernacher Bürger besucht und organisiert wird. Unter größter Geheimhaltung werden hier die Bücher von Autoren und Autorinnen gelesen, die von der politischen Führung verboten worden sind. „Fräulein Liebe und das Glück der Bücher“ greift somit passend zum Haupthandlungsort einen Aspekt der Geschichte des Dritten Reiches auf, der nicht so häufig in Romanen begegnet – die Schriftstellern wie auch Buchhändlern auferlegten Zensuren. Passend hierzu schildert Susanne Esser kenntnisreich die Abläufe im Buchhandel sowie am Beispiel der fiktiven Rhein-Buchhandlung das beziehbare Sortiment im Jahre 1945. Es ist somit auch ein wenig eine Hommage an den Buchhandel wie auch eine kleine literarische Reise, auf die uns die Autorin hier mitnimmt, auf welcher noch der ein oder andere Buchtipp wartet. FAZIT: Ein starker, aufwühlender, bedrückender wie auch hoffnungsvoller Roman, der eindrücklich die letzten Kriegsmonate themenumspannend und atmosphärisch einzufangen weiß sowie darüber hinaus zeitungebunden von der großen Liebe zur Literatur und der Hingabe der Buchhändler und Buchhändlerinnen erzählt. 4,5/5 (*) Triggerwarnung: Gewalt gegen Frauen
Die 18-jährige Eva Liebe steht völlig mittellos vor dem Nichts. Alles, was sie liebte, hat sie im Krieg verloren, das Zuhause zerbombt. Sie kämpft sich als Junge verkleidet von Berlin nach Andernach am Rhein durch, um Zuflucht bei ihrem Onkel zu finden. Der ist allerdings auch zur Front berufen und ihre Tante ist äußerst misstrauisch, gerade weil in ihrem Buchladen geheime Treffen für Buchbesprechungen verbotener Bücher stattfinden mit Personen, die dem NS-Regime kritisch gegenüberstehen. Doch Eva lässt sich nicht unterkriegen, bringt sich ein und überrascht ihre Tante mit ihrer schnellen Lernauffassung und ihrem unermüdlichen Einsatz, doch der Krieg bringt auch viel Leid… Evas Schicksal hat mich wirklich zutiefst bewegt, so viel, was sie in jungen Jahren schon miterleben musste, Versprechen, die sich nicht erfüllen und alles zu verlieren, was man liebt, ist einfach schrecklich. Auch die Zuversicht, Obdach bei dem Onkel zu finden nach all den Strapazen der Reise dorthin zerplatzt anfangs wie eine Seifenblase, gäbe es da nicht herzensgute Menschen wie Hans oder Lehrer Faßbender. All die Schrecken und Auswirkungen des Krieges werden anschaulich erzählt, die Armut der Menschen, die Ängste, wenn die Front näher rückt und der Fliegeralarm ausgelöst wird. Alleine mit den kleinen Kindern und dem Buchladen, der auch den Einschränkungen der Nazis unterliegt und regelmäßig kontrolliert wird ist Tante Maria hilflos und überfordert. Mutig und entschlossen reagiert Eva anfangs schüchtern, aber nach und nach motiviert und zuversichtlich auf die Umstände und zeigt, was in ihr steckt. Da erwartet einen so manche Überraschung. Parallel lernt man auch den kriegsversehrten, sympathischen George kennen, der immer wieder Flashbacks hat und engere Kontakte vermeidet, damit niemand hinter sein Geheimnis kommt. Mit seiner hilfsbereiten, zurückhaltenden Art hat er dennoch mein Herz ebenso wie das von Eva erobert, auch wenn ihre Begegnungen sehr holprig aber absolut passend zu ihnen verlaufen. Warmherzig, gefühlvoll und emotional wird hier eine Geschichte aus der Endzeit des 2.Weltkriegs erzählt, als der Krieg eigentlich schon als verloren galt. Die Schilderung der Umgebung, die Abläufe im Buchladen und die Kreativität von Eva machen all das lebendig und auch die Entwicklung von Misstrauen zu Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft ist großartig gelungen und reißt den Leser komplett mitten ins Geschehen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe und kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der historische Romane mit Tiefgang liebt. Ein Buchladen zum Verlieben und eine Stätte für Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft ist.
















