Feministisch morden

Feministisch morden

Softcover
4.720

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Description

Der Feminismus tut niemandem etwas zuleide? Und Feminist*innen hassen keine Männer? Die baskische Aktivistin IRENE ergründet Gefühle, die Frauen im Patriarchat nicht zustehen. »Gewalt«, schreibt sie, »ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Doch der Feminismus gilt schon dann als extrem, wenn er friedliche Reformen fordert.« IRENE erzählt deshalb Geschichten von Frauen, die sich gegen patriarchale Gewalt schließlich auch gewaltsam gewehrt haben: wütende Frauen. Frauen, die ihre Peiniger getötet haben. Frauen, die militant gegen des Patriarchat kämpfen. Frauen, die Terroristinnen genannt werden. Ihre Porträts werfen die Frage neu auf, wie weit ein friedlicher Feminismus eine soziale Ordnung aufrütteln kann, die selbst nicht friedlich ist. »Im Gegensatz zu den Männern, die von Misogynie angetrieben töten«, so die Autorin, »töten Frauen, um zu überleben.«

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
104
Price
13.20 €

Author Description

IRENE, feministische Aktivistin und Bloggerin, ist in einer Mischung aus spanischer, baskischer und französischer Kultur aufgewachsen. 2017 zog sie nach Paris und begann, sich im Kontakt mit feministischen Kreisen als Aktivistin zu betätigen. Ihren Social Media-Auftritt benutzt sie als Werkzeug zur Demokratisierung von Ideen und zur politischen Aufklärung. Ihre Bücher sind in mehreren Sprachen erschienen.

Posts

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All
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Persönlich, umbequem und sehr notwendig.

In Feministisch morden gelingt es Irene, auf nur wenigen Seiten eine kraftvolle und klar positionierte Auseinandersetzung mit dem Thema feministischer Gewalt zu formulieren. Die kurzen, gut lesbaren und sehr persönlichen Kapitel machen das Buch zugänglich, ohne dabei an Tiefgang oder politischer Schärfe zu verlieren. In einzelnen Kapiteln werden jeweils Frauen vorgestellt, die patriarchale Gewalt erlebt und sich auf unterschiedliche Weise zur Wehr gesetzt haben. Zwischen diesen eindringlichen Fallbeschreibungen liefert Irene kurze theoretische Einordnungen, die einen roten Faden durch das Buch ziehen und dabei helfen, das Gelesene politisch und historisch zu verorten – ohne belehrend zu wirken. Besonders überzeugend ist die zentrale These: dass feministische Gewalt nicht als Angriff, sondern stets als Abwehr und Selbstschutz gegenüber patriarchaler Gewalt verstanden werden muss. Irene entlarvt die gängige Erzählung von „bösen, extremistischen Feministinnen“ als politisches Instrument zur Stabilisierung eines gewaltvollen, patriarchalen Systems. Ein eindringliches, unbequemes und notwendiges Buch, das Klarheit schafft und zum Nachdenken zwingt – nicht zuletzt über die Perspektiven, die in öffentlichen Debatten zu Gewalt (nicht) gehört werden.

5

Nicht militant feministisch - eher logisch konsequenter Überlebenswille!

Das kleine und feine Snackbuch „Feministisch morden“ versammelt Geschichten von Frauen, die sich gegen patriarchale Gewalt gewehrt haben, nicht aus einem Willen heraus, Gewalt mit Gewalt zu beantworten, sondern weil ihr Leben, ihre Freiheit und ihre Würde immer wieder durch patriarchale, männliche Gewalt bedroht waren und werden. Frauen zahlen und zahlten für ihren Widerstand und ihre Selbstverteidigung einen hohen Preis. Die Autorin und Aktivistin IRENE zeigt auf, dass patriarchale Gewalt kein individuelles Problem ist, sondern eine strukturelle Gewaltkultur, die Männer nicht von sich aus beenden wollen. „Feministisch morden“ macht deutlich: Frauen mussten und müssen sich selbst verteidigen, oftmals ohne Unterstützung. Ich empfinde den Inhalt des Buches nicht als militant oder radikalfeministisch, sondern als ehrlichen Hinweis und eindringliche Mahnung. Die Geschichten sind ein Appell, dass es notwendig ist, sich zu wehren, nicht, weil Gewalt glorifiziert wird, sondern weil es um Überleben, Würde und Gerechtigkeit geht. „Ich selbst wünsche mir keinen gewalttätigen Feminismus. Ich fände es gut, wenn unsere Revolution mit Flashmobs und glitzernden Protestbannern auskommen würde. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das reicht. Unser Aktivismus kann die Welt, in der wir leben, nicht ignorieren. Und diese Welt ist, ebenso wie die Strategien unserer Gegner*innen, unmoralisch und, ja, gewalttätig. Der Faschismus verhandelt nicht über seine Regeln. Das Patriarchat organisiert keine Sit-ins.“

Nicht militant feministisch - eher logisch konsequenter Überlebenswille!

Sehr interessant und aufschlussreich

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Kurz und informativ. Stoff zum Denken und Leben.

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Eine kleine Sammlung starker Frauen, die sich gewaltvoll gegen ihren Unterdrücker gewehrt haben, weil sie mussten. „Es gibt Frauen, die getötet haben, um nicht zu sterben. Frauen, die getötet haben, um die Gerechtigkeit zu erlangen, die das klassistische, rassistische und patriarchale Rechtssystem ihnen verweigert. Ich sage nicht, dass das gut ist. Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Ich sage, es ist passiert. Und wird wieder passieren. Ich sage, dass wir einen Teil unserer Geschichte verschleiern, wenn wir diese Tatsachen nicht anerkennen. Wenn wir die Geschichten dieser Frauen nicht erzählen, unterdrücken wir sie damit letztendlich ein weiteres Mal.“

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