Fay
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Description
Book Information
Author Description
Larry Brown, geboren 1951 in Oxford, Mississippi, begann seine Schriftstellerkarriere als schreibender Feuerwehrmann. Nachdem er jahrelang erfolglos versucht hatte, seine Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht zu bekommen, erschien 1988 unter dem Titel Facing The Music seine erste Kurzgeschichtensammlung. Weitere Short Storys und fünf Romane komplettieren das Werk des Mannes aus Mississippi, der auch außerhalb der Südstaaten Kultstatus besaß und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seinem Werk beeinflusste er viele Songwriter, von denen einige ihm nach seinem Tod infolge eines Herzinfarkts im November 2004 mit dem Tribute-Album Just One More die Ehre erwiesen. Fay war 2017 der erste ins Deutsche übersetzte Roman.
Posts
Grandios und zermürbend zugleich, absolutes Highlight für all diejenigen, die Südstaaten Romane lieben.
Können wir dem Leben entfliehen, in das wir geboren wurden? In der sengenden Hitze des amerikanischen Südens setzt Fay einen Fuß vor den anderen. Mit abgetragenen Kleidern am Leib und einer Handtasche über dem Arm, der ihren ganzen Besitz in Form von zwei Dollarscheinen und wenigen Zigaretten enthält, läuft Fay die Straße entlang. Dort wo sie herkam, kann sie nicht mehr bleiben. Mit der familiären Bruchbude im Wald lässt sie Gewalt und Armut zurück. Zumindest für eine Weile. Fay trampt, eine Küstenstadt als Ziel, dessen Namen sie mal aufgeschnappt hat und schlittert in die verschiedenen Schicksale der Menschen, die ihr Essen und eine Übernachtung gewähren. So viel Glück wie sie hat, an einen gutherzigen Polizisten zu geraten, der sie bei sich und seiner Frau aufnimmt, so viel Pech widerfährt ihr auch. Sie kostet von einem Leben, fürsorglich umsorgt, mit einem guten Dach über dem Kopf, in einem Haus direkt am See. Doch so ausgiebig sie auch badet, sich in neue Kleider steckt und gutes Essen kostet, ihre Identität klebt an ihr und lässt seine schmutzigen Finger nicht los. Und so muss Fay wieder und wieder staubige Straßen entlang laufen, auf dem Weg zum nächsten Laden, für ein paar Bier, Zigaretten und ein Sandwich, auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Die Männer die sie berührt zieht sie mit sich und steuert auf einen Schlusspunkt zu, der nur schwarz oder weiß enden kann. Der Roman „Fay“ des Autors Larry Brown wurde 2000 veröffentlicht. Das Cover prägt ein Getreidefeld unter blauem Himmel, ein einzelnes Farmhaus mit Pick Up am Horizont. Mehr braucht es nicht, um mich zu reizen, denn der amerikanische Süden ist mein absoluter Sehnsuchtsort, den ich in Romanen liebe zu erkunden. So haben mich auch die 650 Seiten nicht abgeschreckt – zum Glück- denn ich wurde mit einer intensiven Geschichte belohnt. Larry Brown beschreibt die einzelnen Stationen seines Handlungsstranges so ausführlich, dass ich das Gefühl habe, ich sei selbst dort gewesen. In all den Trailern, auf der Fahrt im Pick Up über den Highway, im rauchverhangenen Striplokal, draußen auf dem See in einem Boot. „Fay“ ist grandios und zermürbend zugleich und reiht sich nach Abschluss ins Regal meiner Lieblinge ein. Übersetzt von Thomas Gunkel Larry Brown starb im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt, R.I.P
!!!VORSICHT SPOILER!!! ...nach knapp 400 Seiten abgebrochen... Der Fokus, der hier auf sexuellen Handlungen wirklich jeglicher Art liegt geht für mich einfach nicht mehr, alle 2,3 Seiten kommt in der Hinsicht wieder so eine Szene, meist Vergewaltigung etc. ... die Handlungen der Protagonisten sind oft nicht nachvollziehbar und Charaktertiefe könnte ich ebenfalls nicht finden ... Sehr schade ...
4,5 Sterne Äußerst fesselnd in einer sehr präzisen Sprache erzählt der Autor die Geschichte von einem 17jährigen Mädchen aus den Südstaaten. Fay ist in so armen und gewalttätigen Verhältnissen aufgewachsen, wie ich es mir kaum vorstellen kann. Als es unerträglich wird, flieht sie nur mit ein paar Zigaretten und 2 Dollar in der Tasche. Es beginnt eine spannende Reise, auf der sie einige Erfahrungen macht. Einige Kleinigkeiten hatte ich auszusetzen, besonders gegen Ende, deshalb ein halber Stern Abzug. Ich habe es sehr genossen, Fay zu begleiten und der Autor hat so eine Art, Sätze in einen Text einzuschieben, die nichts mit der Szene zu tun hat und man rätselt warum, bis es sich einem erschließt. Das fand ich außergewöhnlich und spannend.
Fay erzhlt die Geschichte des gleichnamigen Mdchens, die aufgrund schwerer Familienverhltnisse entscheidet, wegzulaufen. Die Geschichte ist eine Kombination aus Coming-of-Age und Roadmovie, gespickt mit viel Leid, Perspektivlosigkeit und allgemein der dunklen Seite des Lebens. Fay ist ein Roman aus der Feder des bereits 2004 verstorbenen Autors Larry Brown. Das Buch wurde bereits 2000 verffentlich, jetzt endlich hat es den Weg auch in den deutschsprachigen Raum gefunden. Inhaltlich konnte ich einige Parallelen zu dem Film Runaway Girl finden, welcher auch auf einem Roman basiert dem 2007 erschienen Hick von Andrea Portes. Die hnlichkeiten beruhen aber vor allem auf der Grundthematik und der gezeigten Gesellschaftsschicht. Sogenannte Bcher aus dem Country Noir Genre ben eine Faszination auf mich aus, die ich nicht mal in Worte packen kann. Mich interessieren die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Da das Buch auch noch in einem meiner Lieblingsverlage, Heyne Hardcore, erschienen ist, brauchte ich nicht mehr viel Anreiz und war sofort interessiert. Bereits zu Beginn der Geschichte wird klar, dass uns hier eine soziale Randgruppe dargestellt wird. Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Drogen, sexuelle Gewalt all dies scheint in Fays Welt an der Tagesordnung zu stehen. Fay mchte ausbrechen und beschliet, ihrer Familie den Rcken zu kehren. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen, die es tatschlich nicht immer gut mit ihr meinen. Fay wird als eine sehr gefasste, pragmatische, aber doch naive junge Frau dargestellt, die gerne an das Gute im Menschen glauben will. Doch auch bei ihr hat das verrohte Leben schon Spuren hinterlassen und sie wird zunehmend misstrauischer mit jeder schlechten Erfahrung. Trotz ihrer aufgeschlossenen und netten Art, wei sich Fay zu helfen, wenn sie in Bedrngnis gert und ist alles andere als eine leichte Beute. Doch Fay trifft leider nicht immer gute Entscheidungen, was wohl vor allem an ihrer Naivitt liegt. Fr mich als Leser nicht unbedingt nachvollziehbar, aber aus Fays Sicht durchaus. So ist es sogar vorgekommen, dass Fay aus meiner Sicht eine total dumme Entscheidung trifft, die ich berhaupt nicht mochte. Im Verlauf der Story verschlechtert sich aber alles so sehr, dass der vermeintliche Fehler vorher, eher einer Rettung gleichkommt. Die Geschichte selbst hat nicht unbedingt hervorstechende Highlights und fliet eher vor sich hin, jedoch war ich niemals gelangweilt, auch wenn das Buch durchaus ein paar Lngen aufweist. Einzig das Ende konnte mich leider nicht ganz berzeugen, da es wohl einfach nicht mein Geschmack war. Ich habe nicht mit einem Happy End gerechnet, da das wohl kaum dem Buch gerecht werden wrde, aber etwas weniger offen und ein wenig hoffnungsvoller htte mir schon gefallen.
WTF THIS ENDING I CANT EVEN „Sag nicht was du tun oder lassen würdest, Schätzchen. Weil du es eines Tages vielleicht musst.“ „WAS?!“ – so sah meine Reaktion bei Beenden des Buchs aus, inklusive Einrollen in Embryonalstellung und leisem Wimmern. Doch spulen wir mal ein wenig zurück. Das bereits 2000 erschienene Werk „Fay“ von Larry Brown hat es zu uns nach Deutschland geschafft. Ich hatte noch nichts vom Autor gelesen, der Name sagte mir auch überhaupt nichts, und das Thema war etwas außerhalb meiner gemütlichen Lese-Komfortzone. Es geht um die 17-jährige Fay, die aus ihrem Leben bei ihrer Familie in einer Hütte im Wald, Arbeit seit Kindertagen und… nun ja, „unkompetenten“ Eltern, ausbrechen will und mit nichts außer zwei Dollar und einer halben Schachtel Kippen lostrampt. Richtung Biloxi, denn sie hat gehört da soll es schön sein. Doch leider hat die etwas hinterwäldlerische Fay noch nichts von dem Unheil gehört, das außerhalb ihres doch irgendwie geschützten Umfelds seinen Lauf nimmt. Männer meinen es leider nicht immer gut mit einem, vor allem wenn man so hübsch ist wie Fay. Nachdem sie zunächst bei drei Kerlen in einem Trailer landet, gabelt sie auf dem Highway der Polizist Sam auf. Sam lebt etwas abgeschieden mit seiner Frau Amy am See und verbringt seine Freizeit mit Angeln. Die beiden nehmen Fay auf, als wäre sie ihre eigene Tochter. Hier könnte die Geschichte enden, tut sie aber nicht. Dinge laufen schief, ein Mensch stirbt, Fay bekommt Angst und zieht, während Sam arbeiten ist, weiter. Immer weiter Richtung Biloxi. Dort lernt sie die junge Kellnerin und Stripperin Reena kennen, die für Geld auch noch andere Dinge tut, und den Bruder des Stripschuppen-Besitzers, Aaron. Anfangs ist sie noch ziemlich eingeschüchtert von diesem Koloss von Mann, doch nach einer Weile beginnt sie, ihm zu gefallen. Und er ihr. Währenddessen findet man eine Leiche, Sam sucht verzweifelt nach Fay, die sich in den Armen von Aaron immer noch liebevoll an ihn erinnert. Dinge nehmen ihren Lauf und leider kommt nicht jeder lebend aus dieser Geschichte heraus. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com
4✨ - "Fay" hat mich sehr beeindruckt und sprachlos zurückgelassen! Larry Browns Schreibstil ist unglaublich eindringlich, wodurch man den Charakteren und ihrer Welt ganz nah kommt. Der Autor verwendet eine äußerst derbe Ausdrucksweise, woran ich mich zunächst gewöhnen musste - allerdings hat diese Sprache auch maßgeblich zur Atmosphäre beigetragen. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so "echt", so authentisch und realistisch wirkte. Die Geschichte erzählt von Gewalt, Drogen, Alkohol, Missbrauch, und weiteren Abgründen des menschlichen Lebens, sodass ich manchmal einfach nur geschockt war. Das Ende war mehr oder weniger offen, aber dennoch perfekt! "Fay" wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben...Einziger Kritikpunkt: Larry Brown hat sich oftmals in seinen ausschweifenden und detailreichen Schilderungen verloren, wodurch der Geschichte einiges an Tempo genommen wurde.
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Larry Brown, geboren 1951 in Oxford, Mississippi, begann seine Schriftstellerkarriere als schreibender Feuerwehrmann. Nachdem er jahrelang erfolglos versucht hatte, seine Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht zu bekommen, erschien 1988 unter dem Titel Facing The Music seine erste Kurzgeschichtensammlung. Weitere Short Storys und fünf Romane komplettieren das Werk des Mannes aus Mississippi, der auch außerhalb der Südstaaten Kultstatus besaß und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seinem Werk beeinflusste er viele Songwriter, von denen einige ihm nach seinem Tod infolge eines Herzinfarkts im November 2004 mit dem Tribute-Album Just One More die Ehre erwiesen. Fay war 2017 der erste ins Deutsche übersetzte Roman.
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Grandios und zermürbend zugleich, absolutes Highlight für all diejenigen, die Südstaaten Romane lieben.
Können wir dem Leben entfliehen, in das wir geboren wurden? In der sengenden Hitze des amerikanischen Südens setzt Fay einen Fuß vor den anderen. Mit abgetragenen Kleidern am Leib und einer Handtasche über dem Arm, der ihren ganzen Besitz in Form von zwei Dollarscheinen und wenigen Zigaretten enthält, läuft Fay die Straße entlang. Dort wo sie herkam, kann sie nicht mehr bleiben. Mit der familiären Bruchbude im Wald lässt sie Gewalt und Armut zurück. Zumindest für eine Weile. Fay trampt, eine Küstenstadt als Ziel, dessen Namen sie mal aufgeschnappt hat und schlittert in die verschiedenen Schicksale der Menschen, die ihr Essen und eine Übernachtung gewähren. So viel Glück wie sie hat, an einen gutherzigen Polizisten zu geraten, der sie bei sich und seiner Frau aufnimmt, so viel Pech widerfährt ihr auch. Sie kostet von einem Leben, fürsorglich umsorgt, mit einem guten Dach über dem Kopf, in einem Haus direkt am See. Doch so ausgiebig sie auch badet, sich in neue Kleider steckt und gutes Essen kostet, ihre Identität klebt an ihr und lässt seine schmutzigen Finger nicht los. Und so muss Fay wieder und wieder staubige Straßen entlang laufen, auf dem Weg zum nächsten Laden, für ein paar Bier, Zigaretten und ein Sandwich, auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Die Männer die sie berührt zieht sie mit sich und steuert auf einen Schlusspunkt zu, der nur schwarz oder weiß enden kann. Der Roman „Fay“ des Autors Larry Brown wurde 2000 veröffentlicht. Das Cover prägt ein Getreidefeld unter blauem Himmel, ein einzelnes Farmhaus mit Pick Up am Horizont. Mehr braucht es nicht, um mich zu reizen, denn der amerikanische Süden ist mein absoluter Sehnsuchtsort, den ich in Romanen liebe zu erkunden. So haben mich auch die 650 Seiten nicht abgeschreckt – zum Glück- denn ich wurde mit einer intensiven Geschichte belohnt. Larry Brown beschreibt die einzelnen Stationen seines Handlungsstranges so ausführlich, dass ich das Gefühl habe, ich sei selbst dort gewesen. In all den Trailern, auf der Fahrt im Pick Up über den Highway, im rauchverhangenen Striplokal, draußen auf dem See in einem Boot. „Fay“ ist grandios und zermürbend zugleich und reiht sich nach Abschluss ins Regal meiner Lieblinge ein. Übersetzt von Thomas Gunkel Larry Brown starb im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt, R.I.P
!!!VORSICHT SPOILER!!! ...nach knapp 400 Seiten abgebrochen... Der Fokus, der hier auf sexuellen Handlungen wirklich jeglicher Art liegt geht für mich einfach nicht mehr, alle 2,3 Seiten kommt in der Hinsicht wieder so eine Szene, meist Vergewaltigung etc. ... die Handlungen der Protagonisten sind oft nicht nachvollziehbar und Charaktertiefe könnte ich ebenfalls nicht finden ... Sehr schade ...
4,5 Sterne Äußerst fesselnd in einer sehr präzisen Sprache erzählt der Autor die Geschichte von einem 17jährigen Mädchen aus den Südstaaten. Fay ist in so armen und gewalttätigen Verhältnissen aufgewachsen, wie ich es mir kaum vorstellen kann. Als es unerträglich wird, flieht sie nur mit ein paar Zigaretten und 2 Dollar in der Tasche. Es beginnt eine spannende Reise, auf der sie einige Erfahrungen macht. Einige Kleinigkeiten hatte ich auszusetzen, besonders gegen Ende, deshalb ein halber Stern Abzug. Ich habe es sehr genossen, Fay zu begleiten und der Autor hat so eine Art, Sätze in einen Text einzuschieben, die nichts mit der Szene zu tun hat und man rätselt warum, bis es sich einem erschließt. Das fand ich außergewöhnlich und spannend.
Fay erzhlt die Geschichte des gleichnamigen Mdchens, die aufgrund schwerer Familienverhltnisse entscheidet, wegzulaufen. Die Geschichte ist eine Kombination aus Coming-of-Age und Roadmovie, gespickt mit viel Leid, Perspektivlosigkeit und allgemein der dunklen Seite des Lebens. Fay ist ein Roman aus der Feder des bereits 2004 verstorbenen Autors Larry Brown. Das Buch wurde bereits 2000 verffentlich, jetzt endlich hat es den Weg auch in den deutschsprachigen Raum gefunden. Inhaltlich konnte ich einige Parallelen zu dem Film Runaway Girl finden, welcher auch auf einem Roman basiert dem 2007 erschienen Hick von Andrea Portes. Die hnlichkeiten beruhen aber vor allem auf der Grundthematik und der gezeigten Gesellschaftsschicht. Sogenannte Bcher aus dem Country Noir Genre ben eine Faszination auf mich aus, die ich nicht mal in Worte packen kann. Mich interessieren die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Da das Buch auch noch in einem meiner Lieblingsverlage, Heyne Hardcore, erschienen ist, brauchte ich nicht mehr viel Anreiz und war sofort interessiert. Bereits zu Beginn der Geschichte wird klar, dass uns hier eine soziale Randgruppe dargestellt wird. Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Drogen, sexuelle Gewalt all dies scheint in Fays Welt an der Tagesordnung zu stehen. Fay mchte ausbrechen und beschliet, ihrer Familie den Rcken zu kehren. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen, die es tatschlich nicht immer gut mit ihr meinen. Fay wird als eine sehr gefasste, pragmatische, aber doch naive junge Frau dargestellt, die gerne an das Gute im Menschen glauben will. Doch auch bei ihr hat das verrohte Leben schon Spuren hinterlassen und sie wird zunehmend misstrauischer mit jeder schlechten Erfahrung. Trotz ihrer aufgeschlossenen und netten Art, wei sich Fay zu helfen, wenn sie in Bedrngnis gert und ist alles andere als eine leichte Beute. Doch Fay trifft leider nicht immer gute Entscheidungen, was wohl vor allem an ihrer Naivitt liegt. Fr mich als Leser nicht unbedingt nachvollziehbar, aber aus Fays Sicht durchaus. So ist es sogar vorgekommen, dass Fay aus meiner Sicht eine total dumme Entscheidung trifft, die ich berhaupt nicht mochte. Im Verlauf der Story verschlechtert sich aber alles so sehr, dass der vermeintliche Fehler vorher, eher einer Rettung gleichkommt. Die Geschichte selbst hat nicht unbedingt hervorstechende Highlights und fliet eher vor sich hin, jedoch war ich niemals gelangweilt, auch wenn das Buch durchaus ein paar Lngen aufweist. Einzig das Ende konnte mich leider nicht ganz berzeugen, da es wohl einfach nicht mein Geschmack war. Ich habe nicht mit einem Happy End gerechnet, da das wohl kaum dem Buch gerecht werden wrde, aber etwas weniger offen und ein wenig hoffnungsvoller htte mir schon gefallen.
WTF THIS ENDING I CANT EVEN „Sag nicht was du tun oder lassen würdest, Schätzchen. Weil du es eines Tages vielleicht musst.“ „WAS?!“ – so sah meine Reaktion bei Beenden des Buchs aus, inklusive Einrollen in Embryonalstellung und leisem Wimmern. Doch spulen wir mal ein wenig zurück. Das bereits 2000 erschienene Werk „Fay“ von Larry Brown hat es zu uns nach Deutschland geschafft. Ich hatte noch nichts vom Autor gelesen, der Name sagte mir auch überhaupt nichts, und das Thema war etwas außerhalb meiner gemütlichen Lese-Komfortzone. Es geht um die 17-jährige Fay, die aus ihrem Leben bei ihrer Familie in einer Hütte im Wald, Arbeit seit Kindertagen und… nun ja, „unkompetenten“ Eltern, ausbrechen will und mit nichts außer zwei Dollar und einer halben Schachtel Kippen lostrampt. Richtung Biloxi, denn sie hat gehört da soll es schön sein. Doch leider hat die etwas hinterwäldlerische Fay noch nichts von dem Unheil gehört, das außerhalb ihres doch irgendwie geschützten Umfelds seinen Lauf nimmt. Männer meinen es leider nicht immer gut mit einem, vor allem wenn man so hübsch ist wie Fay. Nachdem sie zunächst bei drei Kerlen in einem Trailer landet, gabelt sie auf dem Highway der Polizist Sam auf. Sam lebt etwas abgeschieden mit seiner Frau Amy am See und verbringt seine Freizeit mit Angeln. Die beiden nehmen Fay auf, als wäre sie ihre eigene Tochter. Hier könnte die Geschichte enden, tut sie aber nicht. Dinge laufen schief, ein Mensch stirbt, Fay bekommt Angst und zieht, während Sam arbeiten ist, weiter. Immer weiter Richtung Biloxi. Dort lernt sie die junge Kellnerin und Stripperin Reena kennen, die für Geld auch noch andere Dinge tut, und den Bruder des Stripschuppen-Besitzers, Aaron. Anfangs ist sie noch ziemlich eingeschüchtert von diesem Koloss von Mann, doch nach einer Weile beginnt sie, ihm zu gefallen. Und er ihr. Währenddessen findet man eine Leiche, Sam sucht verzweifelt nach Fay, die sich in den Armen von Aaron immer noch liebevoll an ihn erinnert. Dinge nehmen ihren Lauf und leider kommt nicht jeder lebend aus dieser Geschichte heraus. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com
4✨ - "Fay" hat mich sehr beeindruckt und sprachlos zurückgelassen! Larry Browns Schreibstil ist unglaublich eindringlich, wodurch man den Charakteren und ihrer Welt ganz nah kommt. Der Autor verwendet eine äußerst derbe Ausdrucksweise, woran ich mich zunächst gewöhnen musste - allerdings hat diese Sprache auch maßgeblich zur Atmosphäre beigetragen. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so "echt", so authentisch und realistisch wirkte. Die Geschichte erzählt von Gewalt, Drogen, Alkohol, Missbrauch, und weiteren Abgründen des menschlichen Lebens, sodass ich manchmal einfach nur geschockt war. Das Ende war mehr oder weniger offen, aber dennoch perfekt! "Fay" wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben...Einziger Kritikpunkt: Larry Brown hat sich oftmals in seinen ausschweifenden und detailreichen Schilderungen verloren, wodurch der Geschichte einiges an Tempo genommen wurde.










