Etwas verborgen Schönes

Etwas verborgen Schönes

Softcover
3.19

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Description

„Wenn man dem Herzen keinen Raum gibt, stirbt es.“

Uckermark, 2022: Ein altes Gutshaus nicht weit vom Nirgendwo entfernt, mitten im Juli. Die Neunzigjährige Ottilie Rabe versammelt ihre weit verzweigte Verwandtschaft, um ihren Nachlass zu regeln. Doch das Treffen reißt alte Wunden auf. Vor allem will sie einem blinden Fleck in ihrer Erinnerung nachgehen. Denn Ottilie hat über Jahrzehnte etwas verheimlicht, und das ist so ungeheuerlich, dass es ihrer aller Leben für immer verändern wird.

Berlin, 1944: Ein hochrangiger Gestapo-Offizier wird tot in seiner Wohnung aufgefunden, er wurde mit einem Hammer erschlagen. Der ermittelnde Kriminalrat Werner Beltheim steht unter großem Druck, den Fall rasch aufzuklären. Dringend tatverdächtig ist die Tochter des Toten, die neben ihm auf einem Hocker sitzt. Ihr Name ist Ottilie Rabe …

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
576
Price
16.50 €

Author Description

Arne Jensen war lange Arzt und in der Traumatherapie tätig und interessierte sich schon früh für die jüngere deutsche Geschichte und deren Folgen für die Nachkriegsgeneration. „Etwas verborgen Schönes“ ist sein erster Roman im Heyne Verlag, in den er sein Spezialgebiet familiäre Kriegstraumata einfließen lässt. Arne Jensen lebt mit seiner Familie in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Posts

5
All
2.5

Langatmig....

Leider hat mich das Buch so gar nicht abgeholt. Lediglich die Rückblenden waren einigermaßen spannend. Das Familientreffen in der Jetzt-Zeit und die psychologischen Ergüsse jedes Familienmitgliedes haben mich irgendwann sehr genervt. Ohne Frage ging es in der Geschichte um ein wichtiges Thema. Trotzdem hätten 200 Seiten weniger sicher nicht geschadet.

2

Leider extrem zäh

Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Buch wahnsinnig schwer getan habe. Immer wieder habe ich es zur Seite gelegt, weil ich einfach so überhaupt nicht in die Geschichte gefunden habe. Für mich waren die Charaktere sehr unnahbar und ich konnte mich in keinen wirklich hineinversetzen. Ottilie mit ihren 90 Jahren stand viel zu sehr auf einem goldenen Podest, macht alles richtig und ist in allen Fragen immer aufgeschlossen und erhaben, das war mir einfach zu unrealistisch. Ihre Enkelin Nairi und der Rest der Verwandtschaft bedienen sich teils abgedroschener Stereotype, teils sind sie einfach sehr wenig ausgearbeitet. Die Geschichte an sich ist eigentlich interessant, es werden sehr wichtige Themen angesprochen. Allerdings wirkte auf mich alles viel zu konstruiert und wirr. Alles lief wahnsinnig zäh und langatmig ab. Für mich entstand einfach keinerlei Sog, keine Spannung, was ich wirklich schade fand, weil die Geschichte eigentlich so viel Potential hat. Vielleicht lag es auch an mir, aber ich habe zu dem Buch leider so gar keinen Zugang gefunden und wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre, hätte ich es vielleicht auch abgebrochen.

Leider extrem zäh
3

Darum geht es: Die 94-jährige Ottilie Rabe möchte mit ihrer Vergangenheit aufräumen und sich dieser stellen. Sie möchte die Aufklärung der ungeklärten Todesumstände ihres Vaters im Jahr 1944, damals ein hochrangiger Gestapo-Offizier, vorantreiben. Außerdem muss sie dringend ihren Nachlass regeln. Das Treffen mit weit verzweigten Verwandten reißt alte Wunden auf. Die damals 16-jährige Ottilie musste Schreckliches erleben. Ihr Vater wurde erschlagen im Bett aufgefunden. Das junge Mädchen saB auf einem Hocker daneben. Sie wurde sofort verdächtigt, konnte sich aber an nichts erinnern. Mein Leseeindruck: Das Buch hat mich durch den Klappentext unheimlich angesprochen und neugierig gemacht. Leider wurde ich enttäuscht. Das war nicht so ganz meine Geschichte. Die Grundidee und die Thematik haben mir außergewöhnlich gut gefallen. Bedauerlicherweise ist die Handlung nur so vor sich her geplätschert. Insgesamt fehlte es mir an Spannung und Dynamik. Das mitreißende Gefühl blieb beim Lesen aus. Die erwartete Dramatik kam nicht. Nach weit über der Hälfte der 576 Seiten nimmt die Spannung so weit zu, dass ich gerne zum Roman gegriffen habe. Der Schreibstil ist flüssig und sehr ausführlich, oftmals etwas zu ausführlich. Das Finden der Wahrheit erfolgt etappenweise im Wechsel zwischen der Gegenwart (2022) und der Vergangenheit (1944). Man spürt, dass Arne Jensen für die deutsche Geschichte und deren Folgen für die Nachkriegsgeneration brennt. Die Stimmung im Jahr 1944 fängt der Autor hervorragend ein. Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen. Fazit: 3/5⭐️ Mir fehlte die Dynamik und Spannung.

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3.5

Es hat sich doch schon stellenweise etwas gezogen.Bin GDS durch.Nach 10 Tagen.😱

4.5

Als ich den Klappentext kurz überflogen hatte, dachte ich, Oh Prima. Das klingt nach einer spannenden Kriminalgeschichte. Nach den Familiengeheimnissen, die ich so gerne in Romanen suche und nach denen ich meine Lektüre auch oft auswähle. Was ich bekommen habe, ist dann einerseits genau das was ich suche, aber andererseits auch ganz anders als erwartet. An vielen Stellen merkt man den Therapeuten hinter dem Roman. Arne Jensen hat Jahrelang als Therapeut gearbeitet und man merkt, das er sich insbesondere mit Traumata die über Generationen vererbt werden, sehr gut auskennt. Aber auch mit Menschen und ihren Problemen im allgemeinen. Die Menschen im Roman wirken sicher auch deshalb so lebendig. Der Fokus liegt dabei spannenderweise auf der Familiendynamik. Diese ergibt sich , weil Lili beschlossen hat, sich einigen Fragen aus der Vergangenheit zu stellen und einige der Familienmitglieder das erste Mal seit über 20-30 Jahren überhaupt wiedersieht. Wärend ihre Enkelin diese sogar noch nie gesehen hatte. Ich fand allerdings das der Erzählstrang rund um Nairis Vater es aufgezwungen wirkte, sicher auch weil der Fokus an sich eigentlich auf Lilli und ihrer Geschichte lag. Der Roman springt dabei in verschiedene Zeiten zwischen 1944 und 2022, um nach und nach auf zu dröseln, was hinter Lillis Wunsch ihrer Familie zusammen zu bringen und Gut Torgau zu kaufen wirklich steckt. Dabei verbindet Jensen die verschiedenen Zeiten ziemlich schlau miteinander, manches sind Erinnerungen, manches Rekonstruktionen eines Privatermittlers. "Etwas verborgen Schönes" erzählt in sehr unkitschiger Weise von der Suche nach der eigenen Identität. Was passiert wenn man sich endlich der eigenen Geschichte stellt? Lilli entscheidet ziemlich frei heraus, das man das auch mit 90 Jahren noch kann und es nie zu spät dafür ist. Außerdem gibt sie den Familienmitgliedern die Möglichkeit, auch sich selbst in ihrer Familiengeschichte zu verorten. Manchmal war ich allerdings wirklich froh, das dem Roman ein kleiner Stammbaum vorangestellt wurde, da ich öfter mal überlegen musste, wer noch mal wer mit wem und wie verwandt war. Außerdem finde ich das Jensen gerade auch die Polizeiarbeit im Dritten Reich glaubwürdig erzählt hat und auch, wie das Menschenbild jener Zeit diese beeinflusst hat. Auch im Hinblick auf den Mordfall der Lillis Leben maßgeblich beeinflusst hat. Auf der Rückseite des Buches steht das es um die Suche nach einem selbst bestimmten Leben geht. Und das trifft es tatsächlich ziemlich gut, auch wenn mir das erst im nachhinein wirklich klar wurde. Man muss sich darauf einlassen, das Jensen manchmal etwas ausladend erzählt und er seine Zeit braucht um auf zu dröseln, was hinter allem steckt. Und man muss sich finde ich auch darauf einlassen, das man eben nicht weiß, worauf das ganze hinauslaufen wird^^ oder welche Themen aufgegriffen werden (das wäre hier ein massiver Spoiler und würde meiner Meinung nach einen Teil der Geschichte kaputt machen.) Ich habe während dem Lesen immer wieder inne gehalten, weil ich nicht richtig sicher war, wie ich den Roman nun eigentlich finde. Denn manches war mir zu oberflächlich, manches hatte mir gefehlt. Aber je mehr ich darüber nach denke. Und auch beim schreiben dieses Textes... Ich glaube ich mag ihn mehr, als ich dachte lol Es kann gut sein, das ich meine Bewertung noch einmal verändere irgendwann.^^

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