Entzug
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Description
„Entzug“ beginnt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch einer dreiköpfigen Familie an einem Montagmittag – und der Frage, wie sie da hingekommen ist. Hat der Erzähler sie allen Ernstes dort vergessen, während Frau und Kind auf dem Spielplatz waren? Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: Trinken und sterben oder aufhören und leben? Er beschließt, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. „Entzug“ ist ein schonungslos ehrlicher Roman, er handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den Menschen, die einem am wichtigsten sind, vom Betrug an sich selbst. Und er erzählt voller Hoffnung vom Weg heraus aus der Hölle der Sucht, zurück in ein Leben, das auch nüchtern wert ist, gelebt zu werden.
»Der Autor hat sich durch die Geschichte dieses Entzugs geschrieben, wie ein Tunnelbohrer sich durchs dunkle Erdreich wühlt. Mit Eleganz, Witz und großer Selbstdistanz (…).« Spiegel+
Book Information
Author Description
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Er ist Autor zahlreicher Romane und Erzählungsbände und wurde für seine Bücher vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2018), dem Thomas-Valentin-Literaturpreis der Stadt Lippstadt (2021), dem Niederrheinischen Literaturpreis (1999 und 2022) sowie dem Schubart-Literaturpreis (2025). Christoph Peters lebt in Berlin. Zuletzt erschien bei Luchterhand mit "Innerstädtischer Tod" (2025) der letzte Teil einer an Wolfgang Koeppen angelehnten Trilogie.
Posts
Der Erzähler beschreibt sehr ehrlich und authentisch seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, seine Zweifel, Hoffnungen und Enttäuschungen auf dem Weg in die Abstinenz. Dabei beschreibt er die körperlichen, schmerzhaften Beschwerden und auch die Gedanken, Depressionen. Er beschönigt nichts, bleibt auf sachlicher Ebene, erzählt vom langen Weg, von Hoffnungen und Verzagen. Dies erzählt er für sich und für alle Betroffenen und deren Angehörige. Dazu gibt er auch tiefe Einblicke in das, was die Angehörige zu tragen und auszuhalten haben. Er erzählt vom Entzug und von seiner Entlassung aus der Klinik und so kommt die Frage auf: wie geht es weiter? Wird es einen Teil 2 zum Entzug geben? Ein wertvolles Buch, das Suchterkrankung sachlich und ehrlich beschreibt. Es öffnet die Augen und macht sensibel für den Umgang mit dem Suchtmittel Alkohol. Und ein richtig gutes, wichtiges Buch, noch dazu leicht und flüssig lesbar. Leseempfehlung für jedermann, egal ob betroffen oder nicht.
📚 Rezension 📖 „Entzug“ von Christopher Peters. Mit „Entzug“ setzt sich Christoph Peters schonungslos ehrlich mit seiner Alkoholabhängigkeit auseinander und beschreibt den langen, schmerzhaften Weg aus der Sucht. Das Buch beginnt mit der Erkenntnis, dass der Alkohol längst nicht mehr nur Begleiter seines Alltags ist, sondern sein gesamtes Leben bestimmt. Aus dieser Einsicht heraus entsteht der Versuch, sich dem eigenen Konsum, den Ursachen der Abhängigkeit und den Folgen für Körper und Psyche wirklich zu stellen. Im Verlauf des Buches schildert Peters nicht nur den eigentlichen körperlichen Entzug, sondern auch die gedanklichen Prozesse dahinter: Erinnerungen, Selbstzweifel, Scham, Rechtfertigungen und die ständige innere Auseinandersetzung mit sich selbst. Dabei beschreibt er sehr eindringlich, wie tief die Sucht in den Alltag eingreift und wie schwer es ist, alte Muster zu durchbrechen. Immer wieder verbindet er persönliche Erfahrungen mit reflektierten Gedanken über Wahrnehmung, Isolation und die Frage, ob man nach Jahren der Abhängigkeit überhaupt wieder zu einem stabilen Leben zurückfinden kann. Das Buch endet nicht mit einer einfachen Lösung oder einem vollkommenen Neuanfang, sondern mit einem ehrlichen und realistischen Blick darauf, dass ein Entzug kein klar abgeschlossener Prozess ist, sondern etwas, das einen weiterhin begleitet. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, vor allem wegen der Offenheit und Intensität, mit der Christoph Peters schreibt. Man merkt beim Lesen, wie tiefgehend und persönlich diese Auseinandersetzung für ihn ist. Besonders beeindruckt hat mich, wie präzise er Gedanken, Gefühle und innere Konflikte beschreibt, ohne dabei beschönigend zu wirken. Etwas herausfordernd fand ich allerdings den Schreibstil. Viele Sätze sind extrem verschachtelt und teilweise über eine ganze Seite lang. Dadurch musste ich manche Abschnitte zwei- oder sogar dreimal lesen, um wirklich folgen zu können. Gleichzeitig hat genau diese dichte, beinahe atemlose Sprache aber auch viel zur Stimmung des Buches beigetragen und die innere Unruhe und Schwere der Thematik spürbar gemacht.
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„Entzug“ beginnt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch einer dreiköpfigen Familie an einem Montagmittag – und der Frage, wie sie da hingekommen ist. Hat der Erzähler sie allen Ernstes dort vergessen, während Frau und Kind auf dem Spielplatz waren? Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: Trinken und sterben oder aufhören und leben? Er beschließt, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. „Entzug“ ist ein schonungslos ehrlicher Roman, er handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den Menschen, die einem am wichtigsten sind, vom Betrug an sich selbst. Und er erzählt voller Hoffnung vom Weg heraus aus der Hölle der Sucht, zurück in ein Leben, das auch nüchtern wert ist, gelebt zu werden.
»Der Autor hat sich durch die Geschichte dieses Entzugs geschrieben, wie ein Tunnelbohrer sich durchs dunkle Erdreich wühlt. Mit Eleganz, Witz und großer Selbstdistanz (…).« Spiegel+
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Author Description
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Er ist Autor zahlreicher Romane und Erzählungsbände und wurde für seine Bücher vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2018), dem Thomas-Valentin-Literaturpreis der Stadt Lippstadt (2021), dem Niederrheinischen Literaturpreis (1999 und 2022) sowie dem Schubart-Literaturpreis (2025). Christoph Peters lebt in Berlin. Zuletzt erschien bei Luchterhand mit "Innerstädtischer Tod" (2025) der letzte Teil einer an Wolfgang Koeppen angelehnten Trilogie.
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Der Erzähler beschreibt sehr ehrlich und authentisch seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, seine Zweifel, Hoffnungen und Enttäuschungen auf dem Weg in die Abstinenz. Dabei beschreibt er die körperlichen, schmerzhaften Beschwerden und auch die Gedanken, Depressionen. Er beschönigt nichts, bleibt auf sachlicher Ebene, erzählt vom langen Weg, von Hoffnungen und Verzagen. Dies erzählt er für sich und für alle Betroffenen und deren Angehörige. Dazu gibt er auch tiefe Einblicke in das, was die Angehörige zu tragen und auszuhalten haben. Er erzählt vom Entzug und von seiner Entlassung aus der Klinik und so kommt die Frage auf: wie geht es weiter? Wird es einen Teil 2 zum Entzug geben? Ein wertvolles Buch, das Suchterkrankung sachlich und ehrlich beschreibt. Es öffnet die Augen und macht sensibel für den Umgang mit dem Suchtmittel Alkohol. Und ein richtig gutes, wichtiges Buch, noch dazu leicht und flüssig lesbar. Leseempfehlung für jedermann, egal ob betroffen oder nicht.
📚 Rezension 📖 „Entzug“ von Christopher Peters. Mit „Entzug“ setzt sich Christoph Peters schonungslos ehrlich mit seiner Alkoholabhängigkeit auseinander und beschreibt den langen, schmerzhaften Weg aus der Sucht. Das Buch beginnt mit der Erkenntnis, dass der Alkohol längst nicht mehr nur Begleiter seines Alltags ist, sondern sein gesamtes Leben bestimmt. Aus dieser Einsicht heraus entsteht der Versuch, sich dem eigenen Konsum, den Ursachen der Abhängigkeit und den Folgen für Körper und Psyche wirklich zu stellen. Im Verlauf des Buches schildert Peters nicht nur den eigentlichen körperlichen Entzug, sondern auch die gedanklichen Prozesse dahinter: Erinnerungen, Selbstzweifel, Scham, Rechtfertigungen und die ständige innere Auseinandersetzung mit sich selbst. Dabei beschreibt er sehr eindringlich, wie tief die Sucht in den Alltag eingreift und wie schwer es ist, alte Muster zu durchbrechen. Immer wieder verbindet er persönliche Erfahrungen mit reflektierten Gedanken über Wahrnehmung, Isolation und die Frage, ob man nach Jahren der Abhängigkeit überhaupt wieder zu einem stabilen Leben zurückfinden kann. Das Buch endet nicht mit einer einfachen Lösung oder einem vollkommenen Neuanfang, sondern mit einem ehrlichen und realistischen Blick darauf, dass ein Entzug kein klar abgeschlossener Prozess ist, sondern etwas, das einen weiterhin begleitet. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, vor allem wegen der Offenheit und Intensität, mit der Christoph Peters schreibt. Man merkt beim Lesen, wie tiefgehend und persönlich diese Auseinandersetzung für ihn ist. Besonders beeindruckt hat mich, wie präzise er Gedanken, Gefühle und innere Konflikte beschreibt, ohne dabei beschönigend zu wirken. Etwas herausfordernd fand ich allerdings den Schreibstil. Viele Sätze sind extrem verschachtelt und teilweise über eine ganze Seite lang. Dadurch musste ich manche Abschnitte zwei- oder sogar dreimal lesen, um wirklich folgen zu können. Gleichzeitig hat genau diese dichte, beinahe atemlose Sprache aber auch viel zur Stimmung des Buches beigetragen und die innere Unruhe und Schwere der Thematik spürbar gemacht.







