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📬 Reziexemplar=Werbung 📬 Engel der letzten Nacht hat mich auf vielen Wegen überrascht. Entdeckt habe ich es im newsletter von Fischer Sauerländer. Ich dachte erst an „Und täglich grüßt das Murmeltier“, dicht gefolgt von „Schwieriges Thema. Interessanter Ansatz!“ Wenn ein Mensch entschließtt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, bleiben die Hinterbliebenen oft mit Fragen zurück, die meist nicht alle zufriedenstellend beantwortet werden können. Je nach Umstand tröstet man sich mit Gedanken, dass derjenige sein Leben bis zu diesem Zeitpunkt ausgiebig gelebt hat oder nun von Schmerzen befreit ist. Im Laufe des Trauerprozesses stößt man früher oder später auf das „Warum?“ und das unvermeidliche „Was wäre gewesen, wenn…?“ Dieses Kreisen im Konjunktiv, das mürbe macht: Warum konnten wir nicht helfen? Hätte ich irgendetwas tun können? Was hat ihn nur dazu getrieben? In „Engel der letzten Nacht“ erzählt uns Nils Mohl die Geschichte des 17-jährigen Kester, der gerade seinen Schulabschluss in der Tasche hat und am Beginn seines selbstbestimmten Lebens steht. Doch statt zu feiern und sich auf seine Zukunft zu freuen, denkt er über das Ende seines Lebens nach. Er macht sich auf nach Hamburg, wo er eigentlich in einen Club möchte, doch wie so oft im Leben, kommt es anders als geplant. Und so streift er durch Hamburg, trifft auf unterschiedlichste Menschen und bekommt einen Einblick in deren Leben. Aufbau und Schreibstil sind nicht alltäglich. An beides musste ich mich erst gewöhnen, vor allem an den Schreibstil. Der wirkte auf mich anfangs abgehackt und neutral, was ich gar nicht in Einklang mit dem Inhalt bringen konnte. Doch irgendwann habe ich bemerkt, dass mich das Buch quasi dadurch auf Distanz hielt und ich so viel mehr darüber nachdachte, was ich lese. Das war sehr faszinierend. Engel der letzten Nacht ist definitiv kein Roman, den man eben mal wegliest. Das Buch gibt das Tempo vor und das muss man akzeptieren. Es beschäftigt, wühlt auf und tröstet gleichermaßen. Außerdem zeigt es auf eindrucksvolle Weise, wie Begegnungen unser Leben beeinflussen und dass Worte und kleine Taten einen Unterschied bewirken können. Vielen Dank @fischer.sauerlaender ❤️
Mar 28, 2025
📬 Reziexemplar=Werbung 📬 Engel der letzten Nacht hat mich auf vielen Wegen überrascht. Entdeckt habe ich es im newsletter von Fischer Sauerländer. Ich dachte erst an „Und täglich grüßt das Murmeltier“, dicht gefolgt von „Schwieriges Thema. Interessanter Ansatz!“ Wenn ein Mensch entschließtt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, bleiben die Hinterbliebenen oft mit Fragen zurück, die meist nicht alle zufriedenstellend beantwortet werden können. Je nach Umstand tröstet man sich mit Gedanken, dass derjenige sein Leben bis zu diesem Zeitpunkt ausgiebig gelebt hat oder nun von Schmerzen befreit ist. Im Laufe des Trauerprozesses stößt man früher oder später auf das „Warum?“ und das unvermeidliche „Was wäre gewesen, wenn…?“ Dieses Kreisen im Konjunktiv, das mürbe macht: Warum konnten wir nicht helfen? Hätte ich irgendetwas tun können? Was hat ihn nur dazu getrieben? In „Engel der letzten Nacht“ erzählt uns Nils Mohl die Geschichte des 17-jährigen Kester, der gerade seinen Schulabschluss in der Tasche hat und am Beginn seines selbstbestimmten Lebens steht. Doch statt zu feiern und sich auf seine Zukunft zu freuen, denkt er über das Ende seines Lebens nach. Er macht sich auf nach Hamburg, wo er eigentlich in einen Club möchte, doch wie so oft im Leben, kommt es anders als geplant. Und so streift er durch Hamburg, trifft auf unterschiedlichste Menschen und bekommt einen Einblick in deren Leben. Aufbau und Schreibstil sind nicht alltäglich. An beides musste ich mich erst gewöhnen, vor allem an den Schreibstil. Der wirkte auf mich anfangs abgehackt und neutral, was ich gar nicht in Einklang mit dem Inhalt bringen konnte. Doch irgendwann habe ich bemerkt, dass mich das Buch quasi dadurch auf Distanz hielt und ich so viel mehr darüber nachdachte, was ich lese. Das war sehr faszinierend. Engel der letzten Nacht ist definitiv kein Roman, den man eben mal wegliest. Das Buch gibt das Tempo vor und das muss man akzeptieren. Es beschäftigt, wühlt auf und tröstet gleichermaßen. Außerdem zeigt es auf eindrucksvolle Weise, wie Begegnungen unser Leben beeinflussen und dass Worte und kleine Taten einen Unterschied bewirken können. Vielen Dank @fischer.sauerlaender ❤️
Mar 28, 2025







