Elbwärts

Elbwärts

Hardback
2.84
FreundschaftBunderepublikWenn Es GewittertDdr

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Description

Wie begegnet man seiner fremd gewordenen Herkunft? – Thilo Krauses eindringlicher Roman über unser Land und unsere Zeit Ein junges Paar kehrt nach Jahren zurück ins Felsland der Sächsischen Schweiz. Der Wunsch, sich an den Kindheitsorten ein neues Leben aufzubauen, mündet in die Konfrontation mit der Herkunft, aber auch mit einer neuen Fremdheit. Der Erzähler erinnert sich: an den Schulfreund, der damals beim gemeinsamen Klettern sein Bein verlor. An den öffentlichen Tadel in der Schule beim sozialistischen Fahnenappell. Thilo Krauses erster Roman erzählt vom Versuch der Heimkehr in ein fremdgewordenes Land. Es gibt nicht nur Apfelbäume und Elbwiesen, es gibt auch das Sommercamp der Neonazis, und am Misstrauen des Dorfes droht auch das Paar zu scheitern. Ein intensiver Roman über unser Land und unsere Zeit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
208
Price
22.70 €

Author Description

Thilo Krause, geboren 1977 in Dresden, lebt und arbeitet in Zürich. Seit 2005 veröffentlicht er literarische Texte in Zeitschriften (u.a. Akzente, Sinn und Form), Zeitungen (u.a. Die Zeit, Zürcher Tagesanzeiger) und Anthologien. Für seine Gedichte wurde Thilo Krause 2012 mit dem Schweizer Literaturpreis und 2016 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg sowie dem ZKB Schillerpreis ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen sein Gedichtband »Was wir reden, wenn es gewittert« (2018), für den er den Peter-Huchel-Preis erhielt, sein Roman »Elbwärts« (2020), der mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet wurde, und zuletzt der Gedichtband »Dass uns findet, wer will« (2023).

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Meine vollständige Rezension findet sich in der Leipziger Zeitung Nr. 82 (http://www.leipziger-zeitung.info/die-neue-leipziger-zeitung-nr-82-grosse-anspannung-und-bewegte-buerger/). Hier nur so viel: Ein Mann zieht mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in ein Dorf in der Sächsischen Schweiz. Die Frau heißt Christina, die Tochter wird immer nur „die Kleine“ genannt und das Dorf liegt neben jenem, in dem der Mann aufgewachsen ist. Der Erzähler trifft dort alte und neue Freunde, verliert sich in Erinnerungen und versucht beim Streunern durch die Dörfer, die sogenannte Stadt-die-keine-ist und das Elbsandsteingebirge seinen Platz zu finden ─ in diesen Orten, dieser Gesellschaft und seiner Familie. Thilo Krauses neuer Roman „Elbwärts“ porträtiert eine Region und ihre Menschen, ohne auf Vollständigkeit zu bestehen. Anschaulich und genau setzt Krause kurze, prägnante Sätze, die an Schritte erinnern, die wir als Leserinnen und Leser gemeinsam mit dem zugezogenen Mann gehen. Sie sind alles andere als zielgerichtet, vielmehr ein planloses Durch-die-Gegend-Ziehen. So fängt der Roman, obwohl aus der Perspektive eines jungen Vaters geschrieben, die Stimmung einer traurig-schönen Kindheit und Jugend auf dem Dorf ein. Hier ist man trotz der leerstehenden Häuser und der Weite der Natur nie allein. „Und ich wusste auch, dass das Dorf mir folgte. Gardinen hoben sich oder wehten ins Freie. Köpfe erschienen im Halbdunkel und verschwanden. Ich beobachtete und wurde beobachtet.“

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