Eines Tages in Paris
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Description
Book Information
Author Description
Juliet Blackwell wuchs in Kalifornien auf. Nach ihrem Studium der Anthropologie arbeitete sie als Sozialarbeiterin, Englischlehrerin sowie als freischaffende Künstlerin und Autorin, unter anderem in New York, Kuba und Frankreich. Sie hat zahlreiche Romane veröffentlicht, die es auf die New York Times Bestsellerliste geschafft haben. Heute lebt und schreibt sie in einem hundertjährigen Haus in ihrer Heimat, dem Sonnenstaat Kalifornien.
Posts
Hinter jedem Pariser Geheimnis steckt ein amerikanischer Traum ...
Naja, wo soll ich anfangen? Die grundsätzliche Idee der Geschichte, das Mysterium, das sich um L'inconnue rankt, zu thematisieren ist wunderbar und unglaublich interessant. Die Autorin hat den Ereignissen von damals ihre eigene Geschichte gegeben und so eine eigene Realität der Unbekannten aus der Seine erschaffen. Dennoch hat mich die Geschichte nicht erreichen können. Der Schreibstil liest sich für mich etwas aus der Mode gekommen und enthält vor allem eins: steife, gestellte Dialoge und ewig lange Passagen mit ausufernden Beschreibungen absolut banaler Dinge. Teilweise passieren in beiden Zeitsträgen auch fast die gleichen Dinge, was am Anfang noch interessant war, im Lauf der Geschichte aber extrem konstruiert und nervig wirkte. Zudem fand ich es auch interessant, wie oft die Autorin in ihre Geschichte einstreuen musste, dass die Amerikaner - jawohl, die Amerikaner - Frankreich von den Nazis befreit und den zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Als Claire in Paris ankam und dort die Stadt erkundete und langsam Hunger bekam führte ihr Weg selbstverständlich nicht zu den dutzenden leckeren Geschäften auf der Champs Elysee, sondern, wie sollte es anders sein, zu McDonald's. Allgemein scheint die Autorin die USA als das Land schlecht hin zu sehen, dem alle anderen Länder huldigen. Es ist unglaublich, was die Autorin für einen Patriotismus und eine kulturellen Überschätzung der USA an den Tag legt: in der Geschichte stellt sich ein Mann amerikanische Häuser vor (warum auch immer man das tun sollte) und er stellt sie sich so solide und stark und vor Kraft strotzend vor, wie die amerikanischen Soldaten, die Paris befreit haben. Und alle Franzosen sind auch heute noch den Amerikanern aus tiefsten Herzen dankbar und diese Dankbarkeit bringen sie natürlich Claire entgegen (die selbst aber nichts mit dem Krieg und der Befreiung zu tun hatte). Auch das inszenierte Drama am Schluss war wenig nachvollziehbar und unnötig und ebenso unverständlich wie die plötzliche Liebesgeschichte. Alles in allem kann ich nur vom Lesen dieses Buches abraten, es war eine der langweiligsten und banalsten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe.
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Juliet Blackwell wuchs in Kalifornien auf. Nach ihrem Studium der Anthropologie arbeitete sie als Sozialarbeiterin, Englischlehrerin sowie als freischaffende Künstlerin und Autorin, unter anderem in New York, Kuba und Frankreich. Sie hat zahlreiche Romane veröffentlicht, die es auf die New York Times Bestsellerliste geschafft haben. Heute lebt und schreibt sie in einem hundertjährigen Haus in ihrer Heimat, dem Sonnenstaat Kalifornien.
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Hinter jedem Pariser Geheimnis steckt ein amerikanischer Traum ...
Naja, wo soll ich anfangen? Die grundsätzliche Idee der Geschichte, das Mysterium, das sich um L'inconnue rankt, zu thematisieren ist wunderbar und unglaublich interessant. Die Autorin hat den Ereignissen von damals ihre eigene Geschichte gegeben und so eine eigene Realität der Unbekannten aus der Seine erschaffen. Dennoch hat mich die Geschichte nicht erreichen können. Der Schreibstil liest sich für mich etwas aus der Mode gekommen und enthält vor allem eins: steife, gestellte Dialoge und ewig lange Passagen mit ausufernden Beschreibungen absolut banaler Dinge. Teilweise passieren in beiden Zeitsträgen auch fast die gleichen Dinge, was am Anfang noch interessant war, im Lauf der Geschichte aber extrem konstruiert und nervig wirkte. Zudem fand ich es auch interessant, wie oft die Autorin in ihre Geschichte einstreuen musste, dass die Amerikaner - jawohl, die Amerikaner - Frankreich von den Nazis befreit und den zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Als Claire in Paris ankam und dort die Stadt erkundete und langsam Hunger bekam führte ihr Weg selbstverständlich nicht zu den dutzenden leckeren Geschäften auf der Champs Elysee, sondern, wie sollte es anders sein, zu McDonald's. Allgemein scheint die Autorin die USA als das Land schlecht hin zu sehen, dem alle anderen Länder huldigen. Es ist unglaublich, was die Autorin für einen Patriotismus und eine kulturellen Überschätzung der USA an den Tag legt: in der Geschichte stellt sich ein Mann amerikanische Häuser vor (warum auch immer man das tun sollte) und er stellt sie sich so solide und stark und vor Kraft strotzend vor, wie die amerikanischen Soldaten, die Paris befreit haben. Und alle Franzosen sind auch heute noch den Amerikanern aus tiefsten Herzen dankbar und diese Dankbarkeit bringen sie natürlich Claire entgegen (die selbst aber nichts mit dem Krieg und der Befreiung zu tun hatte). Auch das inszenierte Drama am Schluss war wenig nachvollziehbar und unnötig und ebenso unverständlich wie die plötzliche Liebesgeschichte. Alles in allem kann ich nur vom Lesen dieses Buches abraten, es war eine der langweiligsten und banalsten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe.




