Eine Nacht im November

Eine Nacht im November

Softcover
3.921
GenerationengeschichteMusikKlavierNs-Zeit

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Description

Als Sarah die plötzliche Nachricht vom Tod ihrer Mutter erreicht, entschließt sie sich, nach Paris zu fliegen, um endlich das Schweigen zu durchbrechen, das seit Jahren über deren Verschwinden liegt. Schon bei der Beerdigung schlägt Sarah offener Hass entgegen, als eine alte Frau sie als Tochter ›des Nazis‹ bezeichnet.
Sarah ist zutiefst getroffen und ihre Verunsicherung wächst, als sie im Haus ihrer Mutter ein altes Foto aus dem Jahr 1932 entdeckt: Es zeigt ein Liebespaar: die junge Frau ist ihre Großmutter und der junge Mann ist ihr Vater.
Sarah entschließt sich, in Frankreich zu bleiben, um endlich das Geheimnis ihrer Familie zu lüften.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
432
Price
11.30 €

Author Description

Katja Maybach war bereits als Kind eine echte „Suchtleserin“, was beinahe automatisch zum eigenen Schreiben führte. Schon mit zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Roman und einige Kurzgeschichten. Doch sie hatte immer schon eine zweite Leidenschaft: die Mode. Und so gewann sie mit fünfzehn Jahren den Designerpreis einer großen deutschen Frauenzeitschrift für den Entwurf eines Abendkleides. Mit siebzehn ging sie nach Paris und wurde zuerst Model in einem Couture Haus, später eine erfolgreiche Designerin. Nach einer schweren Krankheit begann sie, Romane zu schreiben. Bereits ihr Debüt „Eine Nacht im November“ war ein großer Erfolg und wurde in Frankreich ein Bestseller. Heute lebt die Autorin in München, sie hat zwei erwachsene Kinder.

Posts

4
All
3.5

Familiengeheimnisse zur Zeit des Nationalsozialismus

Auch dieser Roman hat sehr gut die Geschichte und Bedeutung des Nationalsozialismus für Deutschland aufgegriffen. Im Zentrum stehen zwei Familien, die zu einer werden und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Schön waren die Kapitel aus der Vergangenheit aus unterschiedlichen Perspektiven. Rebecca, die schöne Jüdin, die sich in Rolf, den Sohn begeisterter Nationalsozialisten, verliebt. Arrangierte Ehen, ein Mord, häusliche Gewalt, ungewollte Kinder und immer wieder Hitler, Deportationen und Hass gegenüber Juden spielen eine große Rolle. Nicht so gut gefallen haben mir die Kapitel aus der Gegenwart mit der Protagonistin Sarah. Sie ist mir persönlich zu unstet und willenlos, lässt sich immer wieder wie eine Fahne im Wind rumreißen und ich konnte mich so gar nicht in sie hineinversetzen. Doch eine wichtige Erkenntnis hat sie: Nur weil sie schon Generationen von der Zeit des Nationalsozialsmus entfernt ist und viel darüber damals in der Schule gelernt hat, kann man die Zeit nicht ignorieren und einfach wegsehen. Denn sonst wiederholt sich die Geschichte.

5

Meine Meinung unter: http://juliasbuecherkiste.blogspot.de/2013/03/rezension-eine-nacht-im-november.html

1

Schwieriges Thema

Um das Buch aus meiner Sicht zu beurteilen, muss ich den historischen Hintergrund von der Geschichte der Personen im Buch trennen. Bis auf Rebecca sind eigentlich alle Personen unsympathisch und unangenehm. Lea war auch vor ihrem traumatischen Erlebnis schon eine selbstgefällige, eifersüchtige und hasserfüllte Person. Das Trauma hat sie nur noch gemeiner, hasserfüllter gemacht aber gewesen war sie schon vorher. Mirjam geht voll in ihrem Leid auf, sie suhlt sich geradezu darin um keine Verantwortung für sich selbst übernehmen zu müssen. Sie ist nicht in der Lage sich selbst zu reflektieren und durchweg eifersüchtig und selbstsüchtig. Sarah ist aber die schlimmste von allen. Mit 34 Jahre hat sie es nicht geschafft erwachsen zu werden und selbständig zu denken? Schiebt das dann auf einen kontrollsüchtigen Vater? Meines Erachtens leiden die Frauen alle samt an einer Impulskontrollstörung. Sarah ist unausgeglichen, kindisch, unfähig mit sich selbst klar zu kommen und sucht die Fehler immer bei den anderen. Sie ist nichts selber schuld und kann nichts dafür, dass sie in 34 Jahre sich nicht abkapseln konnte vom Vater, nicht über ihre Mutter hinweg kam und ist nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen. Ständig springt sie auf und läuft davon. Ich finde es höchst unrealistisch, dass der Anwalt sich in sie verliebt hat. Bin sehr unzufrieden mit dem Buch..

3

Es ist ein schwieriges/heikles Thema, welches die Autorin dort erzählt. Mir persönlich ist der Roman teilweise zu klischeehaft und das Geheimnis der Geschichte schnell herauskristallisiert. Außerdem habe ich ein Problem mit der Hauptfigur, die mir oft zu schwach, oft zu unselbständig und plötzlich zu willensstark erscheint. Diese Entwicklung in nur wenigen Tagen ist unglaubwürdig. Auch werden zu viele Probleme angesprochen, die es für mich unrealistisch machen. Was ich schade finde, weil mir die Grundidee recht gut gefallen hat.

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