Ein unvorhersehbares Ereignis
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Description
»Es war unvorhersehbar. Die Natur hat uns übel mitgespielt. Es gab nicht die geringsten Andeutungen. Kein Mensch konnte so etwas erwarten.«
Zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll lösen sich am 30. August 1965 in den Walliser Alpen vom Allalingletscher und stürzen ins Tal. Sie begraben das Barackendorf einer Staudamm-Baustelle unter sich. 88 Menschen sterben.
Trägt wirklich niemand die Schuld an dieser verheerenden Katastrophe in Mattmark, wie es nachher heißt? Um diese Frage, seine Freundschaft zu Mario und seine Liebe zu Seraina dreht sich die Geschichte des Ingenieurs Hans-Rudolf Hilfinger, die er niederschreibt und in einem Verlag veröffentlichen möchte.
Das Manuskript geht jedoch vergessen und taucht erst Jahre später wieder auf, als der Verlagsleiter Florian Steiger seinen Arbeitsplatz räumen muss.
In seinem Roman zeichnet Urs Hardegger entlang seiner Figuren ein lebendiges Bild der Wachstumseuphorie der 1960er Jahre und deren Auswirkungen auf Mensch und Natur. Themen, die bis heute nachwirken und noch immer hochaktuell sind.
Book Information
Author Description
Urs Hardegger lebt und arbeitet in Zürich. Er war Mitarbeiter am Institut für Historische Bildungsforschung, Dozent an Pädagogischen Hochschulen und leitete eine private Schule. Er greift in seinen Romanen historische und aktuelle Themen auf. Bisher sind von ihm »Die Akte der Luisa de Agostini« (2012), »Es gilt die Tat« (2017), »Spanische Erde« (2019), »Von Quatana nach Darmstadt« (mit Germaine Stucki, 2019) und »Für einen Pass und etwas Leben« (2022) erschienen.
Posts
Die Last der Vergangenheit in den Schweizer Alpen
In seinem Roman “Ein unvorhersehbares Ereignis” erzählt Urs Hardenegger von einer grossen Katastrophe in der Schweizer Baugeschichte. Der Autor wählt zwei Erzählstränge, die sich gegenseitig ergänzen. Der Lektor Steiger liest ein Manuskript des Ingenieurs Hilfinger, der 1965 beteiligt war, als ein herabrutschender Gletscher ein Bergdorf unter sich begrub. 88 Menschen kamen dabei ums Leben. Dieses Ereignis lässt Hilfinger sein Leben lang nicht mehr los. Man erfährt viel über das Leben Mitte der sechziger Jahre in den Bergen. Neben seinem Beruf ist Hilfinger auch die Beziehung zu Seraina wichtig. Leider ist diese Beziehung schwierig und hilft ihm nicht, seine Krise zu überwinden. Urs Hardenegger beschreibt detailliert die dramatischen Ereignisse und ihre Folgen für die Figuren. Die Hauptcharaktere sind glaubwürdig dargestellt, insbesondere Hilfinger, dessen Lebenslauf mit seinen Schuldgefühlen eindrucksvoll geschildert wird. Dank dieses Romans konnte ich etwas über die Schweizer Geschichte lernen, das mir bisher unbekannt war. Der Roman hat mich berührt und zum Nachdenken angeregt.

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»Es war unvorhersehbar. Die Natur hat uns übel mitgespielt. Es gab nicht die geringsten Andeutungen. Kein Mensch konnte so etwas erwarten.«
Zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll lösen sich am 30. August 1965 in den Walliser Alpen vom Allalingletscher und stürzen ins Tal. Sie begraben das Barackendorf einer Staudamm-Baustelle unter sich. 88 Menschen sterben.
Trägt wirklich niemand die Schuld an dieser verheerenden Katastrophe in Mattmark, wie es nachher heißt? Um diese Frage, seine Freundschaft zu Mario und seine Liebe zu Seraina dreht sich die Geschichte des Ingenieurs Hans-Rudolf Hilfinger, die er niederschreibt und in einem Verlag veröffentlichen möchte.
Das Manuskript geht jedoch vergessen und taucht erst Jahre später wieder auf, als der Verlagsleiter Florian Steiger seinen Arbeitsplatz räumen muss.
In seinem Roman zeichnet Urs Hardegger entlang seiner Figuren ein lebendiges Bild der Wachstumseuphorie der 1960er Jahre und deren Auswirkungen auf Mensch und Natur. Themen, die bis heute nachwirken und noch immer hochaktuell sind.
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Urs Hardegger lebt und arbeitet in Zürich. Er war Mitarbeiter am Institut für Historische Bildungsforschung, Dozent an Pädagogischen Hochschulen und leitete eine private Schule. Er greift in seinen Romanen historische und aktuelle Themen auf. Bisher sind von ihm »Die Akte der Luisa de Agostini« (2012), »Es gilt die Tat« (2017), »Spanische Erde« (2019), »Von Quatana nach Darmstadt« (mit Germaine Stucki, 2019) und »Für einen Pass und etwas Leben« (2022) erschienen.
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Die Last der Vergangenheit in den Schweizer Alpen
In seinem Roman “Ein unvorhersehbares Ereignis” erzählt Urs Hardenegger von einer grossen Katastrophe in der Schweizer Baugeschichte. Der Autor wählt zwei Erzählstränge, die sich gegenseitig ergänzen. Der Lektor Steiger liest ein Manuskript des Ingenieurs Hilfinger, der 1965 beteiligt war, als ein herabrutschender Gletscher ein Bergdorf unter sich begrub. 88 Menschen kamen dabei ums Leben. Dieses Ereignis lässt Hilfinger sein Leben lang nicht mehr los. Man erfährt viel über das Leben Mitte der sechziger Jahre in den Bergen. Neben seinem Beruf ist Hilfinger auch die Beziehung zu Seraina wichtig. Leider ist diese Beziehung schwierig und hilft ihm nicht, seine Krise zu überwinden. Urs Hardenegger beschreibt detailliert die dramatischen Ereignisse und ihre Folgen für die Figuren. Die Hauptcharaktere sind glaubwürdig dargestellt, insbesondere Hilfinger, dessen Lebenslauf mit seinen Schuldgefühlen eindrucksvoll geschildert wird. Dank dieses Romans konnte ich etwas über die Schweizer Geschichte lernen, das mir bisher unbekannt war. Der Roman hat mich berührt und zum Nachdenken angeregt.





