Ein bitterkalter Nachmittag

Ein bitterkalter Nachmittag

Softcover
2.01
KriegGrabSoldatGespräch

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Description

Ein Nachmittag in einem Dorf irgendwo im winterlichen Europa. Ein Mann gräbt auf einem Feld ein großes Loch, ein anderer wacht über ihn. Der Schnee fällt, Soldaten marschieren vorbei, Lastwagen karren Dorfbewohner an den Waldrand. Während rings umher ein Bürgerkrieg tobt, beginnen die beiden Männer miteinander zu reden … Der aufsehenerregende Debütroman von Gerard Donovan erzählt von Gut und Böse, von Kälte und Gewalt und von den Abgründen, die sich seit Jahrhunderten zwischen den Menschen auftun, immer wieder.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
336
Price
12.40 €

Author Description

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.

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Zwei Männer. Einer Bäcker, einer Geschichtslehrer. Einer gräbt ein Loch, der andere schaut von außen zu. Es ist Winter, Schnee fällt, es ist kalt. Zeit vergeht. Ein Bürgerkrieg wütet. Lastwagen kommen, laden Menschen ab, fahren wieder. Soldaten rundherum. Während der eine so vor sich hin gräbt und der andere den Fortschritt beobachtet, kommen die beiden Männer ins Gespräch. Die Themen oft geschichtsträchtig, unbequem - es geht um Massaker, um Kriegsführung, um große Herrscher und Eroberer, um Gewalt. Permanent schwingen philosophische Gedanken mit, konfrontieren den Leser mit ethischen und moralischen Aspekten und stellen unweigerlich die Frage nach Gut und Böse, Richtig und Falsch. Kann der Zweck die Mittel heiligen? Ist ein Leben mehr wert als einhundert? Und langsam aber sicher wächst das Loch, breitet sich aus, lässt immer mehr Nichts hinein und dabei kaum Zweifel an seinem Zweck. ⠀⠀ Leider, leider gefiel mir das Buch nicht so gut wie ich es erwartet hätte. Die Dispute der beiden und deren kreative Umsetzung in Form von Berichten, kleinen Schauspielen oder spontanen Märchen waren anfangs spannend, wurden mir mit er Zeit jedoch einfach zu viel. Mir fehlte das Gefühl, in der Handlung vorwärts zu kommen und auch wenn das Aufarbeiten der unterschiedlichen geschichtlichen Szenen wirklich interessant war, vermisste ich ab ungefähr der Hälfte des Buches die Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt. Ich bin mir sicher, dass sie da ist, aber für mich einfach nicht spürbar. Das hatte zur Folge, dass ich mich „verloren“ fühlte und dem Ganzen vermutlich auch nicht mehr mit der nötigen Aufmerksamkeit folgen konnte. Ich würde das Buch nichtsdestotrotz als lesenswert empfehlen. Würde man mich jedoch fragen, welches Buch von Gerard Donovan man gelesen haben muss, lautete meine Antwort ohne Zögern „Winter in Maine“.

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