EG-Binnenmarkt. Kooperation und Konkurrenz
by Hans Kluvich
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Description
EG-Binnenmarkt. Kooperation und Konkurrenz
Die organisatorische Erschließung des Europäischen Binnenmarktes mittels Verbundformen bzw. Assoziationen ist Gegenstand der Arbeit. Derartige Verbindungen lassen sich grob in kooperative Varianten (z. B. Joint Venture, Lizenz- und Kompensationsgeschäft) und kompetitive Varianten einteilen und werden nicht nur zwischen Beteiligten aus den EG-Mitgliedsländern abgeschlossen. In gleicher Weise gilt es Assoziationen mit Unternehmen aus Drittstaaten bzw. zwischen Firmen aus den Drittstaaten zu berücksichtigen. Die Verbundformen gilt es dabei über das zugrunde gelegte theoretische Konstrukt, dem Assoziationsstern, zu analysieren und zu gestalten.
Der Assoziationsstern ist so aufgebaut, daß er sich auf einige wenige zentrale Basisdimensionen einer Beziehung konzentriert, den Interdependenzgrad (Enge der Geschäftsbeziehung), den Symmetriegrad (Machtgefälle zwischen den Parteien) und den Integrationsgrad (Maß an Übereinstimmung in den Zielen, Einstellungen, Methodiken, Arbeitsweisen, Kulturen etc.). Jede dieser Strukturdimensionen bzw. -parameter erfaßt einen Aspekt dessen, was man als die Stärke einer Verbindung bezeichnet. Das Volumen wird bei allen drei Parametern auf drei unterschiedlichen Maßskalen (Erfolgsdeterminanten) erfaßt, nämlich der Intensität (Tiefe), der Extensität (Weite) und der Spezifität (Strenge).
Das Management derartiger Assoziationen betrifft nicht nur das Konfigurieren der Verbundformen und das Handling einer Verbindung während des Lebenszyklusses. Es erstreckt sich in gleicherweise auf die Eignungsprüfung in Frage kommender Partner für die Verbindung, wie Kunden, Konkurrenten, Lizenzgeber, logistische Dienstleister etc. für das beabsichtigte Binnenmarktengagement.
Der Fokus der Erschließung ist nicht auf das einzelne Mitgliedsland gerichtet, sondern auf die Regionen innerhalb der Länder. Organisatorische Probleme, die sich hieraus für die Verbundform und die Parteienkonstellation sowie für die Implementierung in der Stammhausorganisation stellen, sind sowohl EG-spezifischer Art als auch generischer Art. Ersteres ergibt sich zum einen aus dem Mangel an durchgängigen Rechtsnormen zwischen den Mitgliedsländern. Es äußert sich auf der Unternehmensebene im Timing des Aufbaus einer Assoziation und der in der Verteilung der Wertschöpfungsstufen zwischen den Regionen. EG-Spezifikas sind zum anderen dadurch gegeben, daß die beteiligten Firmen, je nach internationalem Reifegrad, nicht nur eine Spielart, sondern mehrere Spielarten auf dem Binnenmarkt praktizieren können und dies bei der Wahl und Ausgestaltung der Verbindung einfließen lassen.
Demgegenüber treten generische Probleme in einer Assoziation dann in Erscheinung, wenn (allgemein) regionen- bzw. kulturübergreifende Verbindungen eingegangen werden. Diese äußern sich in Abhängigkeit von der beabsichtigten Integrationsstufe (Akkulturation vs. Assimilation) im Mix an unterschiedlichen Integrationswerkzeugen. Mit zunehmender Integration kommen weniger technokratische und strukturelle Werkzeuge, sondern verstärkt personelle bzw. kulturelle Werkzeuge zum Einsatz.
Book Information
Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Book
Pages
370
Price
53.50 €
Description
EG-Binnenmarkt. Kooperation und Konkurrenz
Die organisatorische Erschließung des Europäischen Binnenmarktes mittels Verbundformen bzw. Assoziationen ist Gegenstand der Arbeit. Derartige Verbindungen lassen sich grob in kooperative Varianten (z. B. Joint Venture, Lizenz- und Kompensationsgeschäft) und kompetitive Varianten einteilen und werden nicht nur zwischen Beteiligten aus den EG-Mitgliedsländern abgeschlossen. In gleicher Weise gilt es Assoziationen mit Unternehmen aus Drittstaaten bzw. zwischen Firmen aus den Drittstaaten zu berücksichtigen. Die Verbundformen gilt es dabei über das zugrunde gelegte theoretische Konstrukt, dem Assoziationsstern, zu analysieren und zu gestalten.
Der Assoziationsstern ist so aufgebaut, daß er sich auf einige wenige zentrale Basisdimensionen einer Beziehung konzentriert, den Interdependenzgrad (Enge der Geschäftsbeziehung), den Symmetriegrad (Machtgefälle zwischen den Parteien) und den Integrationsgrad (Maß an Übereinstimmung in den Zielen, Einstellungen, Methodiken, Arbeitsweisen, Kulturen etc.). Jede dieser Strukturdimensionen bzw. -parameter erfaßt einen Aspekt dessen, was man als die Stärke einer Verbindung bezeichnet. Das Volumen wird bei allen drei Parametern auf drei unterschiedlichen Maßskalen (Erfolgsdeterminanten) erfaßt, nämlich der Intensität (Tiefe), der Extensität (Weite) und der Spezifität (Strenge).
Das Management derartiger Assoziationen betrifft nicht nur das Konfigurieren der Verbundformen und das Handling einer Verbindung während des Lebenszyklusses. Es erstreckt sich in gleicherweise auf die Eignungsprüfung in Frage kommender Partner für die Verbindung, wie Kunden, Konkurrenten, Lizenzgeber, logistische Dienstleister etc. für das beabsichtigte Binnenmarktengagement.
Der Fokus der Erschließung ist nicht auf das einzelne Mitgliedsland gerichtet, sondern auf die Regionen innerhalb der Länder. Organisatorische Probleme, die sich hieraus für die Verbundform und die Parteienkonstellation sowie für die Implementierung in der Stammhausorganisation stellen, sind sowohl EG-spezifischer Art als auch generischer Art. Ersteres ergibt sich zum einen aus dem Mangel an durchgängigen Rechtsnormen zwischen den Mitgliedsländern. Es äußert sich auf der Unternehmensebene im Timing des Aufbaus einer Assoziation und der in der Verteilung der Wertschöpfungsstufen zwischen den Regionen. EG-Spezifikas sind zum anderen dadurch gegeben, daß die beteiligten Firmen, je nach internationalem Reifegrad, nicht nur eine Spielart, sondern mehrere Spielarten auf dem Binnenmarkt praktizieren können und dies bei der Wahl und Ausgestaltung der Verbindung einfließen lassen.
Demgegenüber treten generische Probleme in einer Assoziation dann in Erscheinung, wenn (allgemein) regionen- bzw. kulturübergreifende Verbindungen eingegangen werden. Diese äußern sich in Abhängigkeit von der beabsichtigten Integrationsstufe (Akkulturation vs. Assimilation) im Mix an unterschiedlichen Integrationswerkzeugen. Mit zunehmender Integration kommen weniger technokratische und strukturelle Werkzeuge, sondern verstärkt personelle bzw. kulturelle Werkzeuge zum Einsatz.
Book Information
Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
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Pages
370
Price
53.50 €



