Dunkle Mächte
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Description
Seit Bruno Cavalli als verdeckter Ermittler in die völkisch-esoterische Anastasia-Bewegung eingeschleust wurde, hört Regina Flint kaum noch von ihm. Jeder Kontakt könnte nicht nur die Ermittlungen gefährden, sondern auch Cavallis Leben – denn ein Journalist, der zu viel wusste, wurde brutal ermordet.
Um an die Wahrheit zu kommen, muss Cavalli das Vertrauen einer Frau aus der Bewegung gewinnen. Während er sich ihren Regeln unterwirft, taucht er immer tiefer in eine Gemeinschaft ein, die von Reinheit, Rückbesinnung und gefährlichem Fanatismus geprägt ist. Wie weit kann er gehen? Und was, wenn Flint ihn nicht mehr rechtzeitig zurückholen kann?
Flint und Cavalli ermitteln in ihrem zehnten gemeinsamen Fall – doch stehen sie noch auf derselben Seite?
Book Information
Author Description
Petra Ivanov verbrachte ihre Kindheit in New York. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz absolvierte sie die Dolmetscherschule und arbeitete als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Journalistin. Heute ist sie als Autorin tätig und gibt Schreibkurse an Schulen und anderen Institutionen. Ihr Debütroman Fremde Hände erschien 2005. Ihr Werk umfasst Kriminalromane, Thriller, Liebesromane, Jugendbücher, Kurzgeschichten und Kolumnen. Petra Ivanov hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. zweimal den Zürcher Krimipreis (2010 und 2022).
Posts
Wenn Ideologie zur tödlichen Falle wird
Dunkle Mächte fühlt sich an wie ein Krimi, der einem langsam die Luft abdrückt. Kein reißerisches Geballer, sondern dieses stetige, unangenehme Ziehen im Bauch, wenn klar wird: Hier geht es nicht um Spinner am Rand, sondern um Ideologien, die leise wachsen und tödlich enden können. Genau diese Nähe zur Realität macht das Buch so verdammt wirkungsvoll. Bruno Cavalli verschwindet in einer völkisch-esoterischen Parallelwelt, und mit jeder Seite wird spürbarer, wie dünn die Grenze zwischen Beobachten und Verlorengehen ist. Die Regeln, die Rituale, das Gerede von Reinheit – das alles wirkt erschreckend plausibel. Petra Ivanov gelingt es, diese Szene ohne sensationslüsterne Überzeichnung darzustellen. Kein plattes Bösewicht-Theater, sondern Menschen, die glauben, im Recht zu sein. Und genau das macht Angst. Regina Flint steht daneben, außen vor, abgeschnitten. Dieses Nichtstun-Müssen, dieses Warten, ob der andere noch lebt, frisst sich tief ins Herz der Geschichte. Die Dynamik zwischen Flint und Cavalli trägt den Roman emotional und hebt ihn deutlich über den klassischen Ermittlerkrimi hinaus. Da ist Vertrauen, da ist Zweifel, da ist diese leise Frage, ob beide noch dasselbe Ziel haben. Sprachlich sitzt das alles trocken, präzise und ohne unnötige Umwege. Der Plot entwickelt sich kontrolliert, fast kühl, und schlägt dann punktgenau zu. Kein Wohlfühlkrimi, sondern einer, der hängen bleibt, weil er unangenehme Fragen stellt. Genau deshalb wirkt dieser zehnte Fall so stark und so aktuell. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern nachhallt. Und das ist im Krimi-Genre alles andere als selbstverständlich.

Spannung in geschlossener Gemeinschaft
„Dunkle Mächte“ von Petra Ivanov Bruno Cavalli arbeitet als verdeckter Ermittler, um das Verschwinden eines Mannes und den Tod eines anderen im Umfeld einer sektenähnlichen Glaubensgemeinschaft aufzuklären. Solange darf kein Kontakt zu seiner Familie bestehen und Regina Flint muss mit der gemeinsamen Tochter sehen, wie sie ohne Bruno Beruf und Familie unter einen Hut bekommt. Die Gemeinschaft der Anastasia-Jünger leben ein althergebrachtes Rollenmodell und fühlen sich stark mit der Natur im Einklang. Auch die Siena lebt auf einer Art Bauernhof zusammen mit ihren beiden Kindern Noah und Emilia und muss nach dem Verschwinden ihres Mannes sehen, wie sie zurechtkommt. Eng verbunden fühlt sie sich dem selbsternannten Leiter der Gemeinschaft Kasimir. Bruno schafft es eine Verbindung zu Siena aufzubauen und zieht mit seiner Jurte auf ihr Grundstück, so dass er ihr sehr nahekommt, vielleicht sogar zu nahe? Denn Kasimir sucht auch die Nähe von Siena und reagiert schon rasch eifersüchtig. Immer wieder fließen Ausschnitte aus den Aufzeichnungen eines Dokumentarfilmers ein, der im Rahmen des Drehs getötet wurde. Das bringt eine neue Sichtweise auf die verschiedenen Personen und macht gleichzeitig die Gefahr deutlich, in der sich Bruno durch die Nähe zur Anastasia-Bewegung befindet. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und fand gerade die Einblicke in diese mir völlig fremde Lebens- und Glaubensart sehr spannend. Auch wenn es schon der zehnte Teil der Reihe um Cavalli und Flint ist, so lies er sich sehr gut für mich als Einsteigerin in die Reihe lesen. Eine Krimiempfehlung für alle, die gut recherchierte Spannung mit nahbaren Ermittlern rund um ein aktuelles Thema lesen. Mir hat schon die Kryo-Trilogie von Petra Ivanov sehr gut gefallen und auch dieses Buch bekommt eine klare Empfehlung von mir. Erschienen am 20. September 2025 mit 381 Seiten im Hardcover im Unionsverlag.
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Seit Bruno Cavalli als verdeckter Ermittler in die völkisch-esoterische Anastasia-Bewegung eingeschleust wurde, hört Regina Flint kaum noch von ihm. Jeder Kontakt könnte nicht nur die Ermittlungen gefährden, sondern auch Cavallis Leben – denn ein Journalist, der zu viel wusste, wurde brutal ermordet.
Um an die Wahrheit zu kommen, muss Cavalli das Vertrauen einer Frau aus der Bewegung gewinnen. Während er sich ihren Regeln unterwirft, taucht er immer tiefer in eine Gemeinschaft ein, die von Reinheit, Rückbesinnung und gefährlichem Fanatismus geprägt ist. Wie weit kann er gehen? Und was, wenn Flint ihn nicht mehr rechtzeitig zurückholen kann?
Flint und Cavalli ermitteln in ihrem zehnten gemeinsamen Fall – doch stehen sie noch auf derselben Seite?
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Author Description
Petra Ivanov verbrachte ihre Kindheit in New York. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz absolvierte sie die Dolmetscherschule und arbeitete als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Journalistin. Heute ist sie als Autorin tätig und gibt Schreibkurse an Schulen und anderen Institutionen. Ihr Debütroman Fremde Hände erschien 2005. Ihr Werk umfasst Kriminalromane, Thriller, Liebesromane, Jugendbücher, Kurzgeschichten und Kolumnen. Petra Ivanov hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. zweimal den Zürcher Krimipreis (2010 und 2022).
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Wenn Ideologie zur tödlichen Falle wird
Dunkle Mächte fühlt sich an wie ein Krimi, der einem langsam die Luft abdrückt. Kein reißerisches Geballer, sondern dieses stetige, unangenehme Ziehen im Bauch, wenn klar wird: Hier geht es nicht um Spinner am Rand, sondern um Ideologien, die leise wachsen und tödlich enden können. Genau diese Nähe zur Realität macht das Buch so verdammt wirkungsvoll. Bruno Cavalli verschwindet in einer völkisch-esoterischen Parallelwelt, und mit jeder Seite wird spürbarer, wie dünn die Grenze zwischen Beobachten und Verlorengehen ist. Die Regeln, die Rituale, das Gerede von Reinheit – das alles wirkt erschreckend plausibel. Petra Ivanov gelingt es, diese Szene ohne sensationslüsterne Überzeichnung darzustellen. Kein plattes Bösewicht-Theater, sondern Menschen, die glauben, im Recht zu sein. Und genau das macht Angst. Regina Flint steht daneben, außen vor, abgeschnitten. Dieses Nichtstun-Müssen, dieses Warten, ob der andere noch lebt, frisst sich tief ins Herz der Geschichte. Die Dynamik zwischen Flint und Cavalli trägt den Roman emotional und hebt ihn deutlich über den klassischen Ermittlerkrimi hinaus. Da ist Vertrauen, da ist Zweifel, da ist diese leise Frage, ob beide noch dasselbe Ziel haben. Sprachlich sitzt das alles trocken, präzise und ohne unnötige Umwege. Der Plot entwickelt sich kontrolliert, fast kühl, und schlägt dann punktgenau zu. Kein Wohlfühlkrimi, sondern einer, der hängen bleibt, weil er unangenehme Fragen stellt. Genau deshalb wirkt dieser zehnte Fall so stark und so aktuell. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern nachhallt. Und das ist im Krimi-Genre alles andere als selbstverständlich.

Spannung in geschlossener Gemeinschaft
„Dunkle Mächte“ von Petra Ivanov Bruno Cavalli arbeitet als verdeckter Ermittler, um das Verschwinden eines Mannes und den Tod eines anderen im Umfeld einer sektenähnlichen Glaubensgemeinschaft aufzuklären. Solange darf kein Kontakt zu seiner Familie bestehen und Regina Flint muss mit der gemeinsamen Tochter sehen, wie sie ohne Bruno Beruf und Familie unter einen Hut bekommt. Die Gemeinschaft der Anastasia-Jünger leben ein althergebrachtes Rollenmodell und fühlen sich stark mit der Natur im Einklang. Auch die Siena lebt auf einer Art Bauernhof zusammen mit ihren beiden Kindern Noah und Emilia und muss nach dem Verschwinden ihres Mannes sehen, wie sie zurechtkommt. Eng verbunden fühlt sie sich dem selbsternannten Leiter der Gemeinschaft Kasimir. Bruno schafft es eine Verbindung zu Siena aufzubauen und zieht mit seiner Jurte auf ihr Grundstück, so dass er ihr sehr nahekommt, vielleicht sogar zu nahe? Denn Kasimir sucht auch die Nähe von Siena und reagiert schon rasch eifersüchtig. Immer wieder fließen Ausschnitte aus den Aufzeichnungen eines Dokumentarfilmers ein, der im Rahmen des Drehs getötet wurde. Das bringt eine neue Sichtweise auf die verschiedenen Personen und macht gleichzeitig die Gefahr deutlich, in der sich Bruno durch die Nähe zur Anastasia-Bewegung befindet. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und fand gerade die Einblicke in diese mir völlig fremde Lebens- und Glaubensart sehr spannend. Auch wenn es schon der zehnte Teil der Reihe um Cavalli und Flint ist, so lies er sich sehr gut für mich als Einsteigerin in die Reihe lesen. Eine Krimiempfehlung für alle, die gut recherchierte Spannung mit nahbaren Ermittlern rund um ein aktuelles Thema lesen. Mir hat schon die Kryo-Trilogie von Petra Ivanov sehr gut gefallen und auch dieses Buch bekommt eine klare Empfehlung von mir. Erschienen am 20. September 2025 mit 381 Seiten im Hardcover im Unionsverlag.





