Dunkelglühen
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Description
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass dies einer der Bücher sein wird, dass ich nicht mehr aufhören kann zu lesen. Nach dem ersten Kapitel war klar, dies wird ein Highlight. Das Buch war einfach so unfassbar gut geschrieben und ich lieb alle Charaktere einfach sehr. Jeder Charakter ist auf eine seine Weise einzigartig. Maya ist eine tolle Protagonistin, die erfrischend anders ist, als die die man sonst so kennt. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben auf der Erde und vor allem auch das der Starship. Die Welt ist toll aufgebaut und anders als sonst fand ich es gut dass sich die Geschichte langsam entwickelt. Das i-Tüpfelchen war, dass man mit gefiebert hat in den Begegnungen und Dialogen zwischen Maya und Jordan, aber die Liebesgeschichte nicht das zentrale Thema war, sondern wirklich das Leben auf dem Schiff sowie seine Bewohner. Die Entwicklung die in dem Buch passiert und die Probleme die auf dem Schiff herrschen runden die Geschichte ab. Was zusätzlich ein riesiger Pluspunkt ist,dass man das Buch wirklich sowohl für Neueinsteiger/unerfahrene in diesem Genre ist als auch für absolute Liebhaber.
Ich habe schon öfters Science-Fiction-Bücher gelesen, aber gerade macht es mir richtig Spaß. Die Möglichkeiten, die Ideen der Autor*innen, die unendlichen Weiten des Weltraums. Wobei letzteres ja nicht unbedingt zwingend ist. Sarah Scheumer entführt mit ihrem Trilogieauftakt ‚Dunkelglühen‘ aber genau dahin, denn wir folgen Protagonistin Maya auf das Starship und erleben ein actionreiches und spannendes Abenteuer, das mich unglaublich in seinen Bann gezogen hat. Mein erstes Buch der Autorin ist sicher nicht mein letztes, ich werde auf alle Fälle weiterlesen. Der Schreibstil ist einnehmend und flüssig, selbst technische und wissenschaftliche Beschreibungen werden so präsentiert, dass ich meine, sie zu verstehen. Selbst wenn das nicht der Fall ist. Denn Physik, Technik, eigentlich Wissenschaft im Allgemeinen, ist abstrakt für mich. Zumindest wenn es ein Raumschiff betrifft. Doch ich muss es auch nicht verstehen oder gar beurteilen, ob alles, was geschildert wird, realistisch ist. Es ist sind schließlich auch Spekulationen, Zukunftsträume. Ich muss mich also einfach nur von der Geschichte einfangen und treiben lassen. Der Start der Geschichte ist noch auf unserer Erde, deren letzte Tage jedoch gezählt sind. Die Vernichtung des Planeten durch einen Asteroiden steht kurz bevor und es gibt nur ein Rettungsschiff, das die Erde verlassen wird. Die 300.000 Plätze sind schon alle vergeben und viele versuchen auf illegalen Wegen, einen Platz zu ergattern. Ich hätte gerne noch mehr über die Situation der Menschen auf der Erde gelesen, doch das füllt wahrscheinlich eine eigene dystopische Trilogie und der Fokus dieser Geschichte liegt nun mal auf etwas anderem. Aber eigentlich ein gutes Zeichen, wenn ich gleich zu Beginn so fasziniert bin und mehr Details lesen möchte. Aber so wird „nur“ Mayas unmittelbare Umgebung beschrieben, die zusammen mit ihrer kleinen Schwester Lia ums Überleben kämpft. Maya würde alles tun, um sie zu beschützen, nachdem sie beide auf sich alleine gestellt sind, ohne ihre Eltern oder anderweitige Hilfe. Maya ist eine der Protagonistinnen, die ich vom Fleck weg mag. Empathisch und mutig, loyal und bodenständig. Ich habe mich oft bei dem Gedanken ertappt, dass ich in vielen Situationen genauso wie sie reagiert oder gehandelt hätte, wobei ich an vielen Stellen ihr Mut nur bewundern konnte. Doch die Identifikation mit einer Figur macht es mir noch einfacher, ins Geschehen abzutauchen. Schon die Ausgangssituation ist also spannungsgeladen, der Überlebenskampf, die Hoffnungslosigkeit und das Chaos auf der Erde. Doch als der Schauplatz wechselt und sich dort auf dem Starship ganz neue Dynamiken ergeben, konnte ich kaum mehr aufhören zu Lesen. Obwohl, neu sind die sich auf dem Schiff ergebenden Beziehungen eigentlich nicht, denn dort wo Menschen unterschiedlichster Schichten aufeinandertreffen, ergeben sich zwangsläufig Differenzen. Vor allem, wenn man wie Maya illegal auf dem Schiff ist und sie dadurch Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird. Es war unglaublich spannend, dem Alltag auf dem Starship zu folgen, von den Beschreibungen des Schiffs zu lesen, dem Aufbau und den einzelnen Dingen, die sich die Autorin für ein Leben im Weltall ausgedacht hat. Sei es die Kommunikation, die Luftzufuhr, die Transportmittel oder auch die Lebensmittelversorgung, Sarah Scheumer beschreibt sehr detailliert und schlüssig, wie sie sich ein Leben fernab unserer Erde vorstellt. Das mag ich mittlerweile so sehr an diesem Genre, die unendlichen Möglichkeiten und die Vorfreude darauf, wie Autor*innen die Zukunft sehen und gestalten, wie sie fremde Zivilisationen formen und wie sie die Raumfahrtthemen umsetzen. Sarah Scheumer ist das alles sowas von gelungen, verpackt in einer Geschichte, die spannender nicht sein kann. Voller Konflikte, Probleme und Geheimnissen, voller technischer Details und aufregender Weltraumspaziergänge. Doch auch das Menschliche fehlt natürlich nicht, denn weit entfernt von unserer Heimat sind neben all dem Wissenschaftlichen und Technischen vor allem die Eigenschaften wichtig, die den Menschen ausmachen: Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Loyalität, Mut und die Fähigkeit, zu lieben, Freundschaften zu schließen und zusammenzuhalten. 5 Sterne.
Mein erstes Selfpublishing-Taschenbuch war ein absoluter Glücksgriff, denn das war mein absolutes SciFi-Jahreshighlight, wenn nicht gar genreunabhängiges Jahreshighlight! Die Erde wird bald untergehen. Die einzige Rettung ist das Starship, dessen Plätze aber streng limitiert sind. Für Maya und ihre kleine Schwester Lia gibt es daher wenig Hoffnung, doch Maya gibt nicht auf. Von den harschen Zuständen auf der Erde, auf der jeder nur noch um sein Überleben kämpft und darum, einem Raumhafen möglichst nahe zu kommen, sind beide gezeichnet. Ich hätte noch viel mehr über die Erde lesen können! Doch Sarah Scheumer erzählt nie zu langatmig, sondern immer mit der richtigen Portion Spannung und Action. Bereits der Klappentext verrät ja, dass Maya und Lia es aufs Raumschiff schaffen - aber das ist noch lange nicht ihr Happy End! Gemeinsam mit Maya lernt man das Starship kennen und begleitet es, während es sich in sichere Entfernung zur Erde bringt. Der Planet ist dem Untergang geweiht, doch so einen richtigen Plan gibt es wohl nicht - zumindest spielt er für diejenigen, die jetzt auf dem Starship sind, keine Rolle. Generationen werden vergehen, in denen die Menschheit allein auf dem Starship überlebt. Falls das Starship bestehen bleibt ... Ferne Planeten und Alienspezies tauchen in diesem Science Fiction-Roman nicht auf. Dafür gibt es neben dem anfänglichen Weltuntergangsszenario noch jede Menge Raumschiffflair. Technisch Versierte dürften auch auf ihre Kosten kommen, denn so weit ich es überblicke, wurde alles haargenau recherchiert und plausibel erklärt. Daneben liegt aber ein großer Fokus auf Maya und ihrem Umfeld: wie sie sich auf dem Starship einlebt, wo die Kluft zwischen denen, die schon Jahre hier leben und das Chaos auf der Erde so gar nicht mitbekommen haben, und denen, die durch Losverfahren gekommen sind oder erst ganz zum Schluss, für Spannungen sorgt. Zudem gibt es ein absolutes Highlight, das jedoch auch spoilert (also Achtung): Dass mit der Mare ein zweites Raumschiff auftaucht, ist ein perfekter Twist! Die Marer sind mysteriös und nicht leicht zu durchschauen, aber sie wollen schließlich wie die Bewohner des Starships auch der Zerstörung der Erde entfliehen - oder? Was das Buch für mich so grandios gemacht hat: Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres scheint es genau für mich geschrieben. Für mich, die in Physik grottenschlecht war, aber vom Weltraum träumt. Die zwar gern Liebesgeschichten liest, aber auch gern Bücher ohne hat, vor allem bevor die Liebesgeschichte gezwungen und übersexualisiert wird. Die nicht in den 70ern großgeworden ist und daher ausnehmend genervt von SciFi-Büchern, in denen Frauen dann doch wieder nur die Rolle der Damsel in Distress oder Sexobjekt haben. Ich will SciFi-Bücher, die das widerspiegeln, was einige Serien doch bereits super umsetzen! Vielschichte, liebenswerte Charaktere wie in Firefly (ok, die Serie ist schon älter, aber ich kann doch kein überschwänglich lobendes SciFi-Review schreiben ohne sie zu erwähnen *hust*)! Starke Heldinnen an vorderster Front wie in Star Trek Discovery! Mal familienzentriert, wie Lost in Space! Divers, positiv, spannend, ohne Sexismus, Rassismus und sonstige -smen. Und genau dieses Buch, das ich mir vorher so verzweifelt gewünscht habe, ist Dunkelglühen. Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, die meinen unausgesprochenen Wunsch erhört hat und freue mich unglaublich, dass auch der zweite Teil schon erschienen ist und ich bald weiterlesen kann. Kurze Notiz am Ende zum Thema Selfpublishing: Fehlertechnisch besser als manches Lektoratsbuch. Lediglich der Druck hat mich irritiert, weil er ziemlich häufig von schwarz zu dunkelgrau gewechselt hat ... was hat der Anbieter da veranstaltet? Soll das so sein? Muss man damit leben, wenn man Selfpublishingbücher kauft? Hm.
Die 17-jährige Maya und ihre kleine Schwester Lia versuchen so gut es geht auf der Erde zurecht zu kommen. Denn es herrschen hier Ausnahmezustände, jeder denkt nur an sich, denn die Erde steht kurz vor ihrer Vernichtung durch Asteroiden. Nur ca. 300.000 Menschen haben die Chance, einen Platz auf einem Raumschiff zu ergattern. Die Chance sind so gering, dass sich Maya wenig Chancen macht. Aber dann gelangt sie tatsächlich an einen gestohlenen Chip, der ihr einen der ersehnten Plätze verschaffen kann. Aber auch ihre Schwester muss, was eine Herausforderung für Maya ist. Dieses Buch hat mich auf jeden Fall positiv überrascht. Schon im Vorfeld war ich sehr neugierig, denn ich mag Science Fiction und dieses Buch fällt genau in mein Beuteschema. Die Handlung wird aus der Sicht von Maya erzählt und fängt auf der Erde an. Später wechselt die Handlung dann auf ein Raumschiff und Maya erlebt hier unglaubliche Dinge. Mir hat dieser erste Teil unheimlich gut gefallen. Die Geschichte war sehr spannend, die Autorin schafft es sehr gut, die Leser zu fesseln. Der Science Fiction-Anteil ist doch recht hoch und man sollte so etwas schon mögen. Die Autorin erklärt viele technische Details, was mir sehr gut gefallen hat. Das Ganze scheint sehr gut recherchiert zu sein und wirkt sehr realistisch. Maya macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Anfangs ist sie sehr verunsichert, was sich im Laufe der Handlung ändert. Das Leben auf dem Raumschiff ist für sie eine Herausforderung, der sie sich stellt. Romantik gibt es übrigens auch, die aber nicht zu aufdringlich ist und gut zur gesamten Geschichte passt. Neben Maya gibt es noch einige interessante Nebencharaktere, über die man als Leser im Laufe der Handlung mehr erfährt. Für mich ist dieser Buch auf jeden Fall mein erstes Highlight in diesem Monat und bekommt natürlich die volle Punktzahl.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass dies einer der Bücher sein wird, dass ich nicht mehr aufhören kann zu lesen. Nach dem ersten Kapitel war klar, dies wird ein Highlight. Das Buch war einfach so unfassbar gut geschrieben und ich lieb alle Charaktere einfach sehr. Jeder Charakter ist auf eine seine Weise einzigartig. Maya ist eine tolle Protagonistin, die erfrischend anders ist, als die die man sonst so kennt. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben auf der Erde und vor allem auch das der Starship. Die Welt ist toll aufgebaut und anders als sonst fand ich es gut dass sich die Geschichte langsam entwickelt. Das i-Tüpfelchen war, dass man mit gefiebert hat in den Begegnungen und Dialogen zwischen Maya und Jordan, aber die Liebesgeschichte nicht das zentrale Thema war, sondern wirklich das Leben auf dem Schiff sowie seine Bewohner. Die Entwicklung die in dem Buch passiert und die Probleme die auf dem Schiff herrschen runden die Geschichte ab. Was zusätzlich ein riesiger Pluspunkt ist,dass man das Buch wirklich sowohl für Neueinsteiger/unerfahrene in diesem Genre ist als auch für absolute Liebhaber.
Ich habe schon öfters Science-Fiction-Bücher gelesen, aber gerade macht es mir richtig Spaß. Die Möglichkeiten, die Ideen der Autor*innen, die unendlichen Weiten des Weltraums. Wobei letzteres ja nicht unbedingt zwingend ist. Sarah Scheumer entführt mit ihrem Trilogieauftakt ‚Dunkelglühen‘ aber genau dahin, denn wir folgen Protagonistin Maya auf das Starship und erleben ein actionreiches und spannendes Abenteuer, das mich unglaublich in seinen Bann gezogen hat. Mein erstes Buch der Autorin ist sicher nicht mein letztes, ich werde auf alle Fälle weiterlesen. Der Schreibstil ist einnehmend und flüssig, selbst technische und wissenschaftliche Beschreibungen werden so präsentiert, dass ich meine, sie zu verstehen. Selbst wenn das nicht der Fall ist. Denn Physik, Technik, eigentlich Wissenschaft im Allgemeinen, ist abstrakt für mich. Zumindest wenn es ein Raumschiff betrifft. Doch ich muss es auch nicht verstehen oder gar beurteilen, ob alles, was geschildert wird, realistisch ist. Es ist sind schließlich auch Spekulationen, Zukunftsträume. Ich muss mich also einfach nur von der Geschichte einfangen und treiben lassen. Der Start der Geschichte ist noch auf unserer Erde, deren letzte Tage jedoch gezählt sind. Die Vernichtung des Planeten durch einen Asteroiden steht kurz bevor und es gibt nur ein Rettungsschiff, das die Erde verlassen wird. Die 300.000 Plätze sind schon alle vergeben und viele versuchen auf illegalen Wegen, einen Platz zu ergattern. Ich hätte gerne noch mehr über die Situation der Menschen auf der Erde gelesen, doch das füllt wahrscheinlich eine eigene dystopische Trilogie und der Fokus dieser Geschichte liegt nun mal auf etwas anderem. Aber eigentlich ein gutes Zeichen, wenn ich gleich zu Beginn so fasziniert bin und mehr Details lesen möchte. Aber so wird „nur“ Mayas unmittelbare Umgebung beschrieben, die zusammen mit ihrer kleinen Schwester Lia ums Überleben kämpft. Maya würde alles tun, um sie zu beschützen, nachdem sie beide auf sich alleine gestellt sind, ohne ihre Eltern oder anderweitige Hilfe. Maya ist eine der Protagonistinnen, die ich vom Fleck weg mag. Empathisch und mutig, loyal und bodenständig. Ich habe mich oft bei dem Gedanken ertappt, dass ich in vielen Situationen genauso wie sie reagiert oder gehandelt hätte, wobei ich an vielen Stellen ihr Mut nur bewundern konnte. Doch die Identifikation mit einer Figur macht es mir noch einfacher, ins Geschehen abzutauchen. Schon die Ausgangssituation ist also spannungsgeladen, der Überlebenskampf, die Hoffnungslosigkeit und das Chaos auf der Erde. Doch als der Schauplatz wechselt und sich dort auf dem Starship ganz neue Dynamiken ergeben, konnte ich kaum mehr aufhören zu Lesen. Obwohl, neu sind die sich auf dem Schiff ergebenden Beziehungen eigentlich nicht, denn dort wo Menschen unterschiedlichster Schichten aufeinandertreffen, ergeben sich zwangsläufig Differenzen. Vor allem, wenn man wie Maya illegal auf dem Schiff ist und sie dadurch Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird. Es war unglaublich spannend, dem Alltag auf dem Starship zu folgen, von den Beschreibungen des Schiffs zu lesen, dem Aufbau und den einzelnen Dingen, die sich die Autorin für ein Leben im Weltall ausgedacht hat. Sei es die Kommunikation, die Luftzufuhr, die Transportmittel oder auch die Lebensmittelversorgung, Sarah Scheumer beschreibt sehr detailliert und schlüssig, wie sie sich ein Leben fernab unserer Erde vorstellt. Das mag ich mittlerweile so sehr an diesem Genre, die unendlichen Möglichkeiten und die Vorfreude darauf, wie Autor*innen die Zukunft sehen und gestalten, wie sie fremde Zivilisationen formen und wie sie die Raumfahrtthemen umsetzen. Sarah Scheumer ist das alles sowas von gelungen, verpackt in einer Geschichte, die spannender nicht sein kann. Voller Konflikte, Probleme und Geheimnissen, voller technischer Details und aufregender Weltraumspaziergänge. Doch auch das Menschliche fehlt natürlich nicht, denn weit entfernt von unserer Heimat sind neben all dem Wissenschaftlichen und Technischen vor allem die Eigenschaften wichtig, die den Menschen ausmachen: Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Loyalität, Mut und die Fähigkeit, zu lieben, Freundschaften zu schließen und zusammenzuhalten. 5 Sterne.
Mein erstes Selfpublishing-Taschenbuch war ein absoluter Glücksgriff, denn das war mein absolutes SciFi-Jahreshighlight, wenn nicht gar genreunabhängiges Jahreshighlight! Die Erde wird bald untergehen. Die einzige Rettung ist das Starship, dessen Plätze aber streng limitiert sind. Für Maya und ihre kleine Schwester Lia gibt es daher wenig Hoffnung, doch Maya gibt nicht auf. Von den harschen Zuständen auf der Erde, auf der jeder nur noch um sein Überleben kämpft und darum, einem Raumhafen möglichst nahe zu kommen, sind beide gezeichnet. Ich hätte noch viel mehr über die Erde lesen können! Doch Sarah Scheumer erzählt nie zu langatmig, sondern immer mit der richtigen Portion Spannung und Action. Bereits der Klappentext verrät ja, dass Maya und Lia es aufs Raumschiff schaffen - aber das ist noch lange nicht ihr Happy End! Gemeinsam mit Maya lernt man das Starship kennen und begleitet es, während es sich in sichere Entfernung zur Erde bringt. Der Planet ist dem Untergang geweiht, doch so einen richtigen Plan gibt es wohl nicht - zumindest spielt er für diejenigen, die jetzt auf dem Starship sind, keine Rolle. Generationen werden vergehen, in denen die Menschheit allein auf dem Starship überlebt. Falls das Starship bestehen bleibt ... Ferne Planeten und Alienspezies tauchen in diesem Science Fiction-Roman nicht auf. Dafür gibt es neben dem anfänglichen Weltuntergangsszenario noch jede Menge Raumschiffflair. Technisch Versierte dürften auch auf ihre Kosten kommen, denn so weit ich es überblicke, wurde alles haargenau recherchiert und plausibel erklärt. Daneben liegt aber ein großer Fokus auf Maya und ihrem Umfeld: wie sie sich auf dem Starship einlebt, wo die Kluft zwischen denen, die schon Jahre hier leben und das Chaos auf der Erde so gar nicht mitbekommen haben, und denen, die durch Losverfahren gekommen sind oder erst ganz zum Schluss, für Spannungen sorgt. Zudem gibt es ein absolutes Highlight, das jedoch auch spoilert (also Achtung): Dass mit der Mare ein zweites Raumschiff auftaucht, ist ein perfekter Twist! Die Marer sind mysteriös und nicht leicht zu durchschauen, aber sie wollen schließlich wie die Bewohner des Starships auch der Zerstörung der Erde entfliehen - oder? Was das Buch für mich so grandios gemacht hat: Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres scheint es genau für mich geschrieben. Für mich, die in Physik grottenschlecht war, aber vom Weltraum träumt. Die zwar gern Liebesgeschichten liest, aber auch gern Bücher ohne hat, vor allem bevor die Liebesgeschichte gezwungen und übersexualisiert wird. Die nicht in den 70ern großgeworden ist und daher ausnehmend genervt von SciFi-Büchern, in denen Frauen dann doch wieder nur die Rolle der Damsel in Distress oder Sexobjekt haben. Ich will SciFi-Bücher, die das widerspiegeln, was einige Serien doch bereits super umsetzen! Vielschichte, liebenswerte Charaktere wie in Firefly (ok, die Serie ist schon älter, aber ich kann doch kein überschwänglich lobendes SciFi-Review schreiben ohne sie zu erwähnen *hust*)! Starke Heldinnen an vorderster Front wie in Star Trek Discovery! Mal familienzentriert, wie Lost in Space! Divers, positiv, spannend, ohne Sexismus, Rassismus und sonstige -smen. Und genau dieses Buch, das ich mir vorher so verzweifelt gewünscht habe, ist Dunkelglühen. Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, die meinen unausgesprochenen Wunsch erhört hat und freue mich unglaublich, dass auch der zweite Teil schon erschienen ist und ich bald weiterlesen kann. Kurze Notiz am Ende zum Thema Selfpublishing: Fehlertechnisch besser als manches Lektoratsbuch. Lediglich der Druck hat mich irritiert, weil er ziemlich häufig von schwarz zu dunkelgrau gewechselt hat ... was hat der Anbieter da veranstaltet? Soll das so sein? Muss man damit leben, wenn man Selfpublishingbücher kauft? Hm.
Die 17-jährige Maya und ihre kleine Schwester Lia versuchen so gut es geht auf der Erde zurecht zu kommen. Denn es herrschen hier Ausnahmezustände, jeder denkt nur an sich, denn die Erde steht kurz vor ihrer Vernichtung durch Asteroiden. Nur ca. 300.000 Menschen haben die Chance, einen Platz auf einem Raumschiff zu ergattern. Die Chance sind so gering, dass sich Maya wenig Chancen macht. Aber dann gelangt sie tatsächlich an einen gestohlenen Chip, der ihr einen der ersehnten Plätze verschaffen kann. Aber auch ihre Schwester muss, was eine Herausforderung für Maya ist. Dieses Buch hat mich auf jeden Fall positiv überrascht. Schon im Vorfeld war ich sehr neugierig, denn ich mag Science Fiction und dieses Buch fällt genau in mein Beuteschema. Die Handlung wird aus der Sicht von Maya erzählt und fängt auf der Erde an. Später wechselt die Handlung dann auf ein Raumschiff und Maya erlebt hier unglaubliche Dinge. Mir hat dieser erste Teil unheimlich gut gefallen. Die Geschichte war sehr spannend, die Autorin schafft es sehr gut, die Leser zu fesseln. Der Science Fiction-Anteil ist doch recht hoch und man sollte so etwas schon mögen. Die Autorin erklärt viele technische Details, was mir sehr gut gefallen hat. Das Ganze scheint sehr gut recherchiert zu sein und wirkt sehr realistisch. Maya macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Anfangs ist sie sehr verunsichert, was sich im Laufe der Handlung ändert. Das Leben auf dem Raumschiff ist für sie eine Herausforderung, der sie sich stellt. Romantik gibt es übrigens auch, die aber nicht zu aufdringlich ist und gut zur gesamten Geschichte passt. Neben Maya gibt es noch einige interessante Nebencharaktere, über die man als Leser im Laufe der Handlung mehr erfährt. Für mich ist dieser Buch auf jeden Fall mein erstes Highlight in diesem Monat und bekommt natürlich die volle Punktzahl.








