Düsteres Tal

Düsteres Tal

Paperback
4.212

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Description

Bist du bereit, deine Liebsten zu opfern, um dich selbst zu retten?

Clara Lofthus glaubt, dass sie ihren alten Sünden entkommen ist. Sie liebt das Leben in Nairobi, wo sie ein Hilfsprojekt leitet und mit ihrem Lebensgefährten Axel und ihren zwei Söhnen lebt. Während eines Terroranschlags vollbringt sie eine Heldentat. Die Medienaufmerksamkeit ist enorm, und sie wird zur Heldin in ihrer Heimat Norwegen. Zurück in Oslo bietet der Ministerpräsident ihr den Posten als Justizministerin an – endlich ihre Chance auf Macht. Doch dann taucht eine Leiche auf. Eine Podcast-Redaktion recherchiert und kommt der Justizministerin und ihrer dunklen Vergangenheit auf die Spur. Clara erkennt, dass viele etwas über sie wissen. Vielleicht kann sie niemandem trauen, nicht einmal ihrer Familie?

Begeisterte Stimmen zum Buch:

»Ein nervenzerreißender Thriller mit literarischer Wucht – und einem Blick in die dunkelsten Winkel der menschlichen Psyche.« NRK

»Ein packender Thriller mit eindringlicher Warnung vor den Abgründen familiärer Gewalt.« Bergens Tidende

»Das beklemmende Gefühl der Jagd verfolgt einen weit über die letzte Seite hinaus. Kristallklare Handlung, unwiderstehliche Sogwirkung – Ein psychologischer Thriller der Extraklasse.« Tine Sundal

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
Psychological
Format
Paperback
Pages
368
Price
17.50 €

Author Description

Ruth Lillegraven wurde 1978 in Hardanger geboren und lebt heute in Bærum. 2005 debütierte sie mit einer Gedichtsammlung. Seitdem veröffentlichte sie Lyrik, Kinderbücher, ein Theaterstück und Romane. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie den Brage-Preis und den Nynorsk Literaturpreis.

Posts

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[ Rezensionsexemplar ] Clara Lofthus ist eine ehemalige norwegische Autorin Ministerin und arbeitet nun als Botschafterin in Kenia. Nach einem Terroranschlag, wird sie als Heldin gefeiert und bekommt erneut die Stelle als Ministerin in Norwegen. Doch Clara hat eine dunkle Vergangenheit, die sie mühsam versucht zu verbergen. Erich Heier - ein Investigativjournalist, ist den Geheimnissen auf der Spur. Was mir direkt zu Beginn gefallen hat war der Schreibstil. Wer große Emotionen und Beschreibungen mag, ist hier fehl am Platz. Die Kapitel sind sehr kurz und nach drei Perspektiven benannt, die im Wechsel die Geschichte erzählen. Die Hauptcharakterin - Clara wird ziemlich negativ dargestellt, trotz ihrer guten Handlungen und Absichten nach Außen. Sie ist eine Karrierefrau, die ihre Kinder und Familie vernachlässigt und buchstäblich über Leichen geht, um ihre Ziele zu erreichen. Ihr Ehemann Axel ist dagegen ein Ja-Sager. Geblendet von der Liebe zu Clara, ignoriert er alle Hinweise. Und dann gibt es noch Heier - den alternden TV Star, der seinen Untergang nicht akzeptieren mag und nun als investigativer Journalist durchstarten möchte. Ein ziemlich bunter Haufen negativer Charaktere, die leider ziemlich blass erscheinen. Die Geschichte fängt mit dem Tag des Anschlags an und setzt einiges an Spannung voraus. Leider hält diese nicht lange an. Der Kreis um die Protagonistin wird zwar mit der Zeit enger. Jedoch bringt es wenig, wenn am Ende keine Aufklärung folgt und sehr viele wichtige Fragen offen bleiben. Ebenfalls weist die Handlung einige Logikfehler auf, die sich vor allem gegen Ende häufen. Es war nett zu lesen, mehr aber leider auch nicht. Ich würde das Buch nicht weiter empfehlen.

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"Meine Kreise sind immer enger geworden, alles zieht sich zusammen."

Ich habe das Buch "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven als Rezensionsexemplar via Vorablesen erhalten und muss dazu sagen, dass ich die vorherigen Teile nicht gelesen habe. Und da lag bereits ein Problem. Als ich das Buch erhielt, erfolgte kein Hinweis auf vorherige Bände. Ja, das Buch lässt sich auch separat lesen, aber mehr Vorgeschichte hätte die Story deutlich aufgewertet. So wurde ich als Leser in das Geschehen geworfen und wurde das Gefühl nicht los, dass mir wichtige Infos fehlen. Die Figuren blieben für mich farblos und flach, lediglich unsympathisch waren sie alle miteinander. Die Handlung ist völlig vorhersehbar und es gibt auch leider keine großen Überraschungen oder Plottwists. Durch den super angenehmen Schreibstil und die kurzen Kapitel kam ich trotzdem sehr gut durch die Geschichte. Das Tempo ist angenehm und es gibt keine Längen. Das Ende hat mich nicht ganz zufrieden gestellt, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Ich mag Stories komplett in sich abgeschlossen. An sich kein schlechter Thriller, aber eher für Leser geeignet, die bereits die vorherigen Bände gelesen haben und hiermit ihr Finale bekommen.

"Meine Kreise sind immer enger geworden, alles zieht sich zusammen."
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In Nairobi hat sich Clara Lofthus ein neues Leben aufgebaut. Sie leitet für UNICEF den Aufbau einer Schule, ihr Lebensgefährte Axel betreut die Zwillinge Andreas und Nikolei. Seit fünf Jahren lebt die Familie nun in Kenia. Bei einem Terroranschlag im Schulgebäude wird unter anderem der norwegische Entwicklungshilfeminister getötet. Clara erlangt Heldenstatus, ihre Rettung von vielen Kindern bei diesem Anschlag schwappt bis nach Oslo. Indessen will man in Norwegen Carla unbedingt wieder in einer Führungsposition sehen und ihr wird der Posten als Justizministerin angeboten. Ein Leichenfund im Keller eines alten Industriegebäudes in Oslo setzt Clara jedoch unter Druck. Denn auf einen Schlag holt ihre Vergangenheit sie erneut ein. Nach "Tiefer Fjord" und "Dunkler Abgrund" ist dieser vorliegende Band der Abschluss der dreiteiligen Serie. Ganz klar benötigt man Vorwissen um folgen zu können. Denn nur so kann man erfassen, was es mit dem Leichenfund auf sich hat. Was ich im ersten und zweiten Band noch an Verständnis für die Protagonistin Carla aufbringen konnte, war hier quasi nicht vorhanden. Meiner Meinung nach hat sie sich sehr zu ihrem Nachteil entwickelt. Jetzt kann man ihr natürlich zugestehen, dass sie so ist, wie sie ist, da sie in die Enge getrieben und ein traumatisches Erlebnis, den Terroranschlag, verdauen muss. Doch zeitweise ist sie richtiggehend eklig und respektlos zu ihrem Lebensgefährten und den Söhnen. Wieder wendet Clara Gesetze und Verurteilungen an, wie sie ihr gerade so in den Kram passen. Dieser Teil startet in Nairobi und endet in Oslo. Als Leser macht man zusammen mit Clara eine weite Reise und etliche Male hatte ich den Eindruck, sie schafft alles (zu) mühelos. Erst beschliesst sie nach fünf Jahren mit Kind und Kegel wieder nach Oslo zu ziehen und dann wird ihr natürlich gleich eine prominente Führungsposition angeboten. Da fügt sich schon einiges nahtlos zusammen. Sehr gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen. In wechselnden Kapiteln wird aus der Sicht von drei Figuren die Handlung beleuchtet. So steht Clara selbst, ihr Lebensgefährte Axel, sowie der Journalist Erik Hayer, der einen Podcast über sie macht, im Zentrum. Mit "Düsteres Tal" endet die Trilogie mit einem überraschendem Finale. Da die Hauptfigur polarisiert hat, finde ich diesen Schluss stimmig.

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Spannender Krimi mit ambivalenter Heldin. Es ist der letzte Teil einer Trilogie. Ich habe das Buch in Unkenntnis der Vorgänger -Bände gelesen, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tat. Aber möglicherweise hätte ich durch Kenntnis der zwei anderen Teile besser Zugang zu der rätselhaften Protagonistin Clara Lofthus gefunden. Trotzdem eine klare Leseempfehlung von mir!

4

Moralisch fragwürdige Protagonistin

Clara Lofthus lebt mit ihren beiden Söhnen und ihrem Lebensgefährten in Nairobi und leitet dort eine Schule, bis es einen Terroranschlag auf diese gibt. Danach kehrt sie mit ihrer Familie nach Oslo zurück. Clara ist eine moralisch sehr fragwürdige Protagonistin. Ich muss sagen, so wirklich sympathisch ist sie mir im Ganzen Verlauf des Buches auch nicht geworden. Möglicherweise liegt es auch daran, dass wir nur Claras Perspektive in der Ich-Perspektive zu lesen bekommen, während alle anderen Perspektiven in der dritten Person geschrieben sind. Aber Clara kam mir sehr ich-bezogen und egoistisch vor. Ihr Lebensgefühl dachte zwar, sie sei auf seinen Wunsch in Oslo geblieben, aber so ist es ja nicht. Es sind ihren Plänen, weshalb sie blieben und sich sonst handelt sie sehr egoistisch. Mir wurde sie daher immer unsympathischer. Das Buch hat sich aber wirklich gut lesen lassen und es wurde auch nicht langweilig, aber richtig fesselnd und spannend fand ich es auch nicht. Da es für mich das erste Buch der Reihe war, werde ich nun mal Ausschau nach den anderen halten und vielleicht wird mir Clara dann ja doch noch sympathischer!

4

Atmosphärisch, geheimnisvoll und bedrückend intensiv

Düsteres Tal von Ruth Lillegraven ist kein typischer Pageturner – aber genau das macht seinen Reiz aus. Als junge Frau, die vor allem emotionale Tiefe und psychologische Spannung in Büchern sucht, hat mich dieser Roman überrascht und bewegt. Die Geschichte spielt in einem abgelegenen norwegischen Tal, das fast selbst zur Figur wird: rau, kalt, wunderschön – aber auch unheimlich. Die Sprache ist klar und poetisch, manchmal fast kühl, aber immer treffend. Man spürt, dass hier nichts zufällig ist. Die Figuren sind leise, vielschichtig und nicht leicht zu greifen – genau das mochte ich. Vor allem die weibliche Hauptfigur hat mich fasziniert: Ihre Vergangenheit, ihre inneren Kämpfe und die Art, wie sie mit ihrer Umgebung ringt, haben mich bis zur letzten Seite beschäftigt. Es ist kein Buch für nebenbei, aber eines, das bleibt. Wer düstere Stimmung, psychologische Tiefe und nordische Erzählkunst liebt, sollte es definitiv lesen.

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