Drachenkönigin
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Description
Book Information
Posts
Kurzweilig wie ein Kinofilm
Der Plot war spannend und unterhaltsam und hat mich in der Schnelllebigkeit und geringen Tiefe an einen Kinofilm erinnert, vielleicht auch wegen der kurzen Szenen und Kapitel. China in seinen vielen Farben und Facetten wurde sehr schön dargestellt und da habe ich mich wirklich auch durch die vielen Details sehr abgeholt gefühlt. Ich fand auch die Charakterentwicklung von Jade ganz toll, wurde aber nicht so richtig warm mit den Beziehungen der einzelnen Protas untereinander. Das ging manchmal schon sehr schnell und hat durch oberflächliche Feststellungen nicht so ganz gewirkt. Die poetische Sprache fand ich insgesamt sehr schön, manchmal fand ich’s aber auch etwas fehl am Platz und es wirkte ein bisschen sehr gewollt. Als kleiner Kung Fu Nerd (ich trainiere seid 6 Jahren) habe ich mich über einige Stellen sehr gefreut und mich an andern gewundert, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau und anderen wird das bestimmt gar nicht auffallen ;)
Die Studentin Jade ist laut den Aufzeichnungen ihres Großvaters die Drachenkönigin, die die verzauberten Jadedrachen freisetzen kann. Widerwillig macht sich die Eigenbrötlerin auf nach China… Mit „Drachenkönigin“ hat Charlotte Charonne einen kurzweiligen Urban Fantasy-Roman geschrieben, der auch mit einer leicht zugänglichen Sprache punkten kann. So ist alles recht einfach in kurzen Sätzen, aber auch kurzen Kapiteln geschrieben. Schön sind auch die bildreichen Vergleiche, die dem Ganzen auch einen Hauch von Poesie geben. Die Handlung ist jetzt vielleicht nicht unbedingt neu, schmeichelt aber dennoch das Herz. Die Charakterentwicklung Jades von der sturen, abweisenden Einzelkämpferin hin zu einer Person, die sich auch anderen Menschen öffnen und Vertrauen und Freundschaft entwickeln kann, ist wirklich schön zu lesen. Ansonsten ist der weitere Verlauf relativ geradlinig und auch ein Stück weit vorhersehbar. So ist „Drachenkönigin“ ein schöner Roman für zwischendurch, der besonders durch seine leichte Zugänglichkeit und die Charakterentwicklung der Protagonistin punkten kann und somit ein kleiner Geheimtipp ist.
Seit Jades Vater von einer Geschäftsreise in China nicht zurück gekehrt ist, hat sie ihr Vertrauen in andere Menschen verloren. Selbst ihre chinesische Mutter und ihren chinesischen Großvater hält sie auf Abstand. Sie traut nur sich selbst und ihren Kampfsportkünsten, die ihr einziger Lebensinhalt sind. Dies ändert sich an dem Tag, an dem ihr Großvater ihr ein großes Familienvermächtnis anvertraut und sie bittet, einen Auftrag in China zu erfüllen, den nur sie ausführen kann. Skeptisch und voller Vorurteile macht sie sich – ihrem Großvater zuliebe – auf den Weg. Ihr eigentliches Ziel ist es, ihre Kampfsporttechnik auszubauen und weiter zu verfeinern. Der Auftrag ihres Großvaters wird aber ihr Leben und ihre Grundsätze durcheinander wirbeln. Als Leser ist man hauptsächlich an Jades Seite und sieht die Welt durch ihre Augen. Man erfährt beim Lesen ganz nebenbei eine Menge über die chinesische Kultur, ihre Mythen und Unterschiede zur westlichen Lebensweise. Außerdem sind die Themen Freundschaft und (Selbst-)Liebe in dieser Geschichte wichtig. Der Schreibstil ist leicht lesbar und durch die poetische Sprache ein richtiges Lesevergnügen. Mein Kopfkino hat mir großartige Bilder gezaubert und durch die Abläufe der Geschichte, die teilweise durch kurze Zeitsprünge voran getrieben werden, kommt keine Langeweile auf. Spannung und auch Gefühle kommen nicht zu kurz, aber nehmen auch nicht zu viel Raum ein. Für mich ist diese Urban Fantasy gut ausgewogen und fesselnd geschrieben. WAS NOCH? Eine Nebengeschichte handelt von Schattenkindern. Das sind Kinder, die zur Zeit der 1-Kind-Politik in China nicht existieren durften und viele Eltern vor große Schwierigkeiten stellten. Dieser Teil der Geschichte öffnet den Blick auf das Schicksal von Millionen Menschen, die ihr Leben in der Illegalität verbringen müssen. Oft werden sie Opfer von Kindeshandel und Misshandlungen. Dieser Teil ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Die Geschichte verknüpft chinesische Mythen mit der westlichen Welt und wie Jade lernt, lohnt es sich, sich auf Land und Leute einzulassen. Man merkt, dass die Autorin einige Zeit in Shanghai gelebt hat, da sie ihre Erfahrungen in Jades Erlebnisse einfließen lässt. Ich kann die Lektüre also guten Gewissens allen empfehlen, die gerne in fantastische Welten eintauchen, die unserer Welt sehr ähnlich sind. HINWEIS: Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich nochmals bedanken und darauf hinweisen, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wurde.
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Kurzweilig wie ein Kinofilm
Der Plot war spannend und unterhaltsam und hat mich in der Schnelllebigkeit und geringen Tiefe an einen Kinofilm erinnert, vielleicht auch wegen der kurzen Szenen und Kapitel. China in seinen vielen Farben und Facetten wurde sehr schön dargestellt und da habe ich mich wirklich auch durch die vielen Details sehr abgeholt gefühlt. Ich fand auch die Charakterentwicklung von Jade ganz toll, wurde aber nicht so richtig warm mit den Beziehungen der einzelnen Protas untereinander. Das ging manchmal schon sehr schnell und hat durch oberflächliche Feststellungen nicht so ganz gewirkt. Die poetische Sprache fand ich insgesamt sehr schön, manchmal fand ich’s aber auch etwas fehl am Platz und es wirkte ein bisschen sehr gewollt. Als kleiner Kung Fu Nerd (ich trainiere seid 6 Jahren) habe ich mich über einige Stellen sehr gefreut und mich an andern gewundert, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau und anderen wird das bestimmt gar nicht auffallen ;)
Die Studentin Jade ist laut den Aufzeichnungen ihres Großvaters die Drachenkönigin, die die verzauberten Jadedrachen freisetzen kann. Widerwillig macht sich die Eigenbrötlerin auf nach China… Mit „Drachenkönigin“ hat Charlotte Charonne einen kurzweiligen Urban Fantasy-Roman geschrieben, der auch mit einer leicht zugänglichen Sprache punkten kann. So ist alles recht einfach in kurzen Sätzen, aber auch kurzen Kapiteln geschrieben. Schön sind auch die bildreichen Vergleiche, die dem Ganzen auch einen Hauch von Poesie geben. Die Handlung ist jetzt vielleicht nicht unbedingt neu, schmeichelt aber dennoch das Herz. Die Charakterentwicklung Jades von der sturen, abweisenden Einzelkämpferin hin zu einer Person, die sich auch anderen Menschen öffnen und Vertrauen und Freundschaft entwickeln kann, ist wirklich schön zu lesen. Ansonsten ist der weitere Verlauf relativ geradlinig und auch ein Stück weit vorhersehbar. So ist „Drachenkönigin“ ein schöner Roman für zwischendurch, der besonders durch seine leichte Zugänglichkeit und die Charakterentwicklung der Protagonistin punkten kann und somit ein kleiner Geheimtipp ist.
Seit Jades Vater von einer Geschäftsreise in China nicht zurück gekehrt ist, hat sie ihr Vertrauen in andere Menschen verloren. Selbst ihre chinesische Mutter und ihren chinesischen Großvater hält sie auf Abstand. Sie traut nur sich selbst und ihren Kampfsportkünsten, die ihr einziger Lebensinhalt sind. Dies ändert sich an dem Tag, an dem ihr Großvater ihr ein großes Familienvermächtnis anvertraut und sie bittet, einen Auftrag in China zu erfüllen, den nur sie ausführen kann. Skeptisch und voller Vorurteile macht sie sich – ihrem Großvater zuliebe – auf den Weg. Ihr eigentliches Ziel ist es, ihre Kampfsporttechnik auszubauen und weiter zu verfeinern. Der Auftrag ihres Großvaters wird aber ihr Leben und ihre Grundsätze durcheinander wirbeln. Als Leser ist man hauptsächlich an Jades Seite und sieht die Welt durch ihre Augen. Man erfährt beim Lesen ganz nebenbei eine Menge über die chinesische Kultur, ihre Mythen und Unterschiede zur westlichen Lebensweise. Außerdem sind die Themen Freundschaft und (Selbst-)Liebe in dieser Geschichte wichtig. Der Schreibstil ist leicht lesbar und durch die poetische Sprache ein richtiges Lesevergnügen. Mein Kopfkino hat mir großartige Bilder gezaubert und durch die Abläufe der Geschichte, die teilweise durch kurze Zeitsprünge voran getrieben werden, kommt keine Langeweile auf. Spannung und auch Gefühle kommen nicht zu kurz, aber nehmen auch nicht zu viel Raum ein. Für mich ist diese Urban Fantasy gut ausgewogen und fesselnd geschrieben. WAS NOCH? Eine Nebengeschichte handelt von Schattenkindern. Das sind Kinder, die zur Zeit der 1-Kind-Politik in China nicht existieren durften und viele Eltern vor große Schwierigkeiten stellten. Dieser Teil der Geschichte öffnet den Blick auf das Schicksal von Millionen Menschen, die ihr Leben in der Illegalität verbringen müssen. Oft werden sie Opfer von Kindeshandel und Misshandlungen. Dieser Teil ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Die Geschichte verknüpft chinesische Mythen mit der westlichen Welt und wie Jade lernt, lohnt es sich, sich auf Land und Leute einzulassen. Man merkt, dass die Autorin einige Zeit in Shanghai gelebt hat, da sie ihre Erfahrungen in Jades Erlebnisse einfließen lässt. Ich kann die Lektüre also guten Gewissens allen empfehlen, die gerne in fantastische Welten eintauchen, die unserer Welt sehr ähnlich sind. HINWEIS: Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich nochmals bedanken und darauf hinweisen, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wurde.








