Die Wölfe unter uns
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Description
Ein Wildhüter und ein Flüchtlingsjunge auf der Spur eines Mythos
Fichtelgebirge, 1630. Die calvinistische Familie des jungen Johann versucht, sich eine neue Existenz in einem entlegenen Dorf aufzubauen. Unterdessen grübelt der Junge über das Schicksal der Kinder des Ortes. Wer oder was hat zwei von ihnen getötet und wohin sind alle anderen verschwunden? War es der legendenumwobene »Wilde Jäger« – ein Wolfsmann, der im dicht bewaldeten Gebirge sein Unwesen treiben soll? Parallel trifft der wortkarge Wildhüter Hildner ein – ein roher Ex-Söldner, vom Markgrafen entsandt, um für Ruhe in der Gegend zu sorgen. Als Johann den Wilden Jäger mit eigenen Augen sieht, schweißt das Wildhüter und Knaben zusammen: Gemeinsam begeben sie sich auf die Spur des nebulösen Wesens und blicken in ungeahnte Abgründe.
»Abrupt blieb Johann stehen und der Wagen rumpelte vor ihm weiter über den sandigen Waldboden davon. Ihm war schlagartig klar geworden, was so anders an diesem Ort war. Warum war ihm das nicht früher aufgefallen? Das Dorf war nicht nur klein. Es war ein Dorf ohne Kinder.«
Mystisches Setting und Atmosphäre: ein entlegenes Dorf ohne Kinder im Fichtelgebirge und ein unheimliches Wesen, das nachts die bewaldeten Höhen durchstreift
Nominiert für den GLAUSER 2026 in der Kategorie »Debütroman«
Book Information
Author Description
Nach einer Ausbildung zum Buchhändler und dem Studium der Geschichte und Germanistik begann der gebürtige Erlanger Tim Sünderhauf seine Laufbahn als freier Journalist, leitete Stadtrundgänge und hielt Vorträge mit Schwerpunkt bayerische und fränkische Landeshistorie. Nach einem Zwischenstopp als Lektor in einem Jugendsachbuch-Verlag schrieb er viele Jahre als Redakteur für ein Filmmagazin. Heute arbeitet er in der PR. Sein Romandebüt ›Die Wölfe unter uns‹ ist für den GLAUSER 2026 nominiert.
Posts
Highlight! Super geschriebener, historischer Roman mit spannendem Kriminalfall, faszinierenden Charakteren und düsterer Atmosphäre. Großartig!
Ich lese selten historische Romane, aber hier hat mich das Setting angesprochen. 30jähriger Krieg, ein Dorf in den Bergen und verschwundene Kinder. Sprachlich fand ich den Balanceakt zwischen moderner, gut lesbarer Sprache und der Verwendung alter Wörter und Ausdrucksweisen sehr gelungen. Man hatte eine authentische Atmosphäre, ohne im Lesefluss gebremst zu werden. Die Lebensweise der einfachen Bevölkerung zwischen Alltag und immer wieder marodenden Söldnern bleibt immer gewahr und erklärt zum Teil auch die Abgestumpftheit gegenüber Gewalt. Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich Johann, der Sohn eines calvinistischen Müllers. Gottesfürchtig, klug und in besonderer Beziehung zur Natur stehend. Johann ahnt, dass dem Verschwinden der Kinder ein Geheimnis zugrunde liegt und er setzt alles daran, dieses zu ergründen. In seiner kindlichen Unbedarftheit gelingt es ihm, sich mit dem hünenhaften, ehemaligen Wildhüter Hildner anzufreunden. Ich fand das Buch von Anfang an spannend und sehr atmosphärisch. Gelegentlich habe ich mir Zeit und Ort ergoogelt, um die historischen Zusammenhänge besser zu erfassen, die nicht im Fokus liegen. (Das ist allerdings eher meinem persönlichen Interesse geschuldet.) Ich habe mit den Figuren gelitten und gebangt. Der Zeit entsprechend ist das zum Teil echt harter Tobak - den Menschen damals wurde nichts geschenkt. Trotzdem habe ich das Buch durchgehend gern gelesen und bin immer noch ganz beglückt, dieses Buch gelesen zu haben. Absolute Empfehlung!
Spannend, rätselhaft, düster, fesselnd und nachdenklich. Zum Anfang hatte ich kleine Probleme um in die Geschichte rein zu kommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Mit der Auflösung habe ich so nicht gerechnet. Die Geschichte um Johann und dem Wildhüter Hildner, sowie den verschwundenen Kindern hat mir richtig gut gefallen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Das war mal was ganz anderes 🐺
Am Anfang der Geschichte war ich noch skeptisch. Ich musste mich an den Schreibstil gewöhnen und mich darauf einlassen aber ich habe diesen Stil wirklich lieben gelernt. Mir hat die Story gut gefallen und ich bin viel ins grübeln gekommen wie wohl was mit wem zusammenhängen wird. Ich liebe das Setting, die Natur, das Gebirge, die wilden Hunde. Das hat mich beim lesen teilweise sehr entschleunigt. 🌲🌳🌲 Ich liebe Hildner, den anfangs unnahbaren Wildhüter der Geschichte. Ein knallharter Hühne, mit einer tiefengehenden Vergangenheit. 💚 Das Ende war spannend und ich finde der Autor hat die Story gut und ausschmückend zum Ende gebracht. Trotzdem war ich etwas traurig. Ich werde nun aber nicht spoilern. Ich persönlich verbinde nicht viel mit dem Thema Religion. Ich fand die religiösen Aspekte in dem Buch aber keinesfalls störend. Ich fand es eher spannend zu erfahren wie Johann mit seinem Glauben aufwächst und dieser ihn durch sein Leben leitet/begleitet. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der auch auf harte Kost steht. In manchen Kapiteln geht es um Gewalt, Missbrauch etc. Ich finde die Geschichte gelungen und mich hat das Buch positiv jedoch auch nachdenklich gestimmt. 💚
Wunderbare Geschichte über einen Mythos zu Zeiten des 30jährigen Krieges
Kinder verschwinden. Leichen werden gefunden. Der Werwolf geht um. Wie das alles in einen Historischen Roman passt, der keinesfalls in die Phantastik abgleitet, das erzählt der Autor in seinem knackig kurzen Zeitportrait, in unter 400 Seiten. Tim Sünderhauf gelingt es hervorragend, Land und Leute in den historischen Kontext zu packen. In Zeiten der Reformation kämpfen Katholiken und Protestanten verbittert gegeneinander. Der Autor beleuchtet Mythen und Ängste der Bevölkerung eines kleinen Dorfes im Fichtelgebirge und die üblen Folgen von Aberglauben und religiösem Übereifer. Bis auf den fiktiven Haupthandlungsort wurden alle geographischen sowieso politischen Zustände originalgetreu wieder gegeben. Die Geschichte hat mich jederzeit mitgerissen. Der phänomenal gute Weltenbau ließ mich die Atmosphäre des Waldes gewissermaßen mit atmen. Die ungewisse Bedrohung im Hintergrund, verursacht von Land, Leuten und der Tierwelt, sorgte für Dauerspannung. Es war alles drin, was ich mir gewünscht hatte. Emotionale Schockmomente inklusive. Danke für die Reisebegleitung. Der 30jährige Krieg und seine katastrophalen Folgen für die Menschen hat mich schwer beschäftigt. Auch nachhaltig!
Eines meiner Lesehighlights 2025!
Bei dem Buch handelt es sich um einen historischen Roman, bei dem man schnell in der Geschichte rund um die verschwundenen Kinder sowie Johann und den Wildhüter Hildner drin ist. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So wechseln sich die Perspektiven von Johann und Hildner immer wieder ab, inkl. kleinerer Cliffhanger. Durch diese liest man den Roman zügig, weil man wissen möchte, wie es Johann und den Wildhüter weiter ergeht und sich die Geschichte entwickelt. Im Buch taucht aber auch immer wieder ein unbekanntes Wesen auf und es wird eine Handlung aus seiner Sicht erzählt. Da man lange Zeit nicht weiß, wer dieses Wesen ist, wird darüber eine wunderbare Spannung aufgebaut, die auch über lange Strecken konstant hoch bleibt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, ab dem mich das Buch gefesselt hat und ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte. Man möchte wissen, wie die Geschichte ausgeht, blickt zum Ende hin in Abgründe, die man nicht vermutet hat, und möchte vor allem auch wissen, was es mit dem Wesen auf sich hat, das lange Zeit unbekannt bleibt. Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass das Ende dann aus meiner Sicht doch etwas zu schnell kam und das Buch etwas abrupt endet. „Die Wölfe unter uns“ ist aber alles in allem ein packender Roman, der auch stellenweise nachdenklich macht und einen am Ende auch nachdenklich zurücklässt. Auf jeden Fall ist es eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr!

"Was er nicht mehr hörte, war das vernehmliche Rascheln und Knacken, als sich gleich darauf etwas aus dem nahegelegenen Unterholz davonmachte."
"Die Wölfe unter uns" erzählt von Johann, einem Müllerssohn, der mit seiner Familie während der Wirren des dreißigjährigen Krieges die leerstehende Mühle des Dörfchens Albrechtsreut bezieht, welche vom letzten Pächter in einem Anfall von Wahnsinn niedergebrannt wurde, kurz nachdem er seine ganze Familie dahin geschlachtet hat. Schnell beginnt man an der Geschichte zu zweifeln, denn in dem Örtchen stimmt so einiges nicht - unter anderem die Tatsache, dass der Ort über keine Kinder verfügt. Alle angeblich geholt vom "Wilden Jäger", einem Wiedergänger in der Gestalt eines Wolfsmenschen, der in den Wäldern sein Unwesen treiben soll. Während Johann noch zwischen Zweifel, Angst und Aberglauben schwankt, trifft er auf den Hildner, einen hünenhaften, bärtigen Wildhüter, entsandt um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen und das Geheimnis um die Ortschaft und deren Kinder zu lüften. Das Ungleiche Paar scheint zunächst nicht miteinander auszukommen, jedoch zeigt sich schnell, dass beide einander mehr brauchen als sie glauben. Während der gesamten Geschichte baut sich immer wieder ein gewisser Spannungsbogen auf und der Autor versteht es, immer und immer wieder eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen und somit hat man als Leser teilweise selbst ein komisches Gefühl wenn die Nacht hereinbricht. Auch die gesellschaftlichen Umstände jener Zeit und das harte Leben des einfachen Bürgers werden wirklich lebhaft dargestellt. Mir persönlich fehlt es in der Figur des Hildners ein wenig an Tiefe, jedoch ist dies sicherlich vom Autor so gewollt, um ihn noch geheimnisvoller und respekteinflößender wirken zu lassen, somit also wirklich meine eigene Meinung. Was mich jedoch sehr stört ist die Tatsache, dass diese so spannende Geschichte, die wirklich die ein oder andere Überraschung bietet, dann doch so abrupt endet. Gefühlt mit 180km/h vor den Pfeiler. Dennoch - sehr empfehlenswert für jeden, der historische Romane, schaurige Atmosphäre und einen der Handlungszeit entsprechenden Sprachstil mag.

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Ein Wildhüter und ein Flüchtlingsjunge auf der Spur eines Mythos
Fichtelgebirge, 1630. Die calvinistische Familie des jungen Johann versucht, sich eine neue Existenz in einem entlegenen Dorf aufzubauen. Unterdessen grübelt der Junge über das Schicksal der Kinder des Ortes. Wer oder was hat zwei von ihnen getötet und wohin sind alle anderen verschwunden? War es der legendenumwobene »Wilde Jäger« – ein Wolfsmann, der im dicht bewaldeten Gebirge sein Unwesen treiben soll? Parallel trifft der wortkarge Wildhüter Hildner ein – ein roher Ex-Söldner, vom Markgrafen entsandt, um für Ruhe in der Gegend zu sorgen. Als Johann den Wilden Jäger mit eigenen Augen sieht, schweißt das Wildhüter und Knaben zusammen: Gemeinsam begeben sie sich auf die Spur des nebulösen Wesens und blicken in ungeahnte Abgründe.
»Abrupt blieb Johann stehen und der Wagen rumpelte vor ihm weiter über den sandigen Waldboden davon. Ihm war schlagartig klar geworden, was so anders an diesem Ort war. Warum war ihm das nicht früher aufgefallen? Das Dorf war nicht nur klein. Es war ein Dorf ohne Kinder.«
Mystisches Setting und Atmosphäre: ein entlegenes Dorf ohne Kinder im Fichtelgebirge und ein unheimliches Wesen, das nachts die bewaldeten Höhen durchstreift
Nominiert für den GLAUSER 2026 in der Kategorie »Debütroman«
Book Information
Author Description
Nach einer Ausbildung zum Buchhändler und dem Studium der Geschichte und Germanistik begann der gebürtige Erlanger Tim Sünderhauf seine Laufbahn als freier Journalist, leitete Stadtrundgänge und hielt Vorträge mit Schwerpunkt bayerische und fränkische Landeshistorie. Nach einem Zwischenstopp als Lektor in einem Jugendsachbuch-Verlag schrieb er viele Jahre als Redakteur für ein Filmmagazin. Heute arbeitet er in der PR. Sein Romandebüt ›Die Wölfe unter uns‹ ist für den GLAUSER 2026 nominiert.
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Highlight! Super geschriebener, historischer Roman mit spannendem Kriminalfall, faszinierenden Charakteren und düsterer Atmosphäre. Großartig!
Ich lese selten historische Romane, aber hier hat mich das Setting angesprochen. 30jähriger Krieg, ein Dorf in den Bergen und verschwundene Kinder. Sprachlich fand ich den Balanceakt zwischen moderner, gut lesbarer Sprache und der Verwendung alter Wörter und Ausdrucksweisen sehr gelungen. Man hatte eine authentische Atmosphäre, ohne im Lesefluss gebremst zu werden. Die Lebensweise der einfachen Bevölkerung zwischen Alltag und immer wieder marodenden Söldnern bleibt immer gewahr und erklärt zum Teil auch die Abgestumpftheit gegenüber Gewalt. Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich Johann, der Sohn eines calvinistischen Müllers. Gottesfürchtig, klug und in besonderer Beziehung zur Natur stehend. Johann ahnt, dass dem Verschwinden der Kinder ein Geheimnis zugrunde liegt und er setzt alles daran, dieses zu ergründen. In seiner kindlichen Unbedarftheit gelingt es ihm, sich mit dem hünenhaften, ehemaligen Wildhüter Hildner anzufreunden. Ich fand das Buch von Anfang an spannend und sehr atmosphärisch. Gelegentlich habe ich mir Zeit und Ort ergoogelt, um die historischen Zusammenhänge besser zu erfassen, die nicht im Fokus liegen. (Das ist allerdings eher meinem persönlichen Interesse geschuldet.) Ich habe mit den Figuren gelitten und gebangt. Der Zeit entsprechend ist das zum Teil echt harter Tobak - den Menschen damals wurde nichts geschenkt. Trotzdem habe ich das Buch durchgehend gern gelesen und bin immer noch ganz beglückt, dieses Buch gelesen zu haben. Absolute Empfehlung!
Spannend, rätselhaft, düster, fesselnd und nachdenklich. Zum Anfang hatte ich kleine Probleme um in die Geschichte rein zu kommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Mit der Auflösung habe ich so nicht gerechnet. Die Geschichte um Johann und dem Wildhüter Hildner, sowie den verschwundenen Kindern hat mir richtig gut gefallen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Das war mal was ganz anderes 🐺
Am Anfang der Geschichte war ich noch skeptisch. Ich musste mich an den Schreibstil gewöhnen und mich darauf einlassen aber ich habe diesen Stil wirklich lieben gelernt. Mir hat die Story gut gefallen und ich bin viel ins grübeln gekommen wie wohl was mit wem zusammenhängen wird. Ich liebe das Setting, die Natur, das Gebirge, die wilden Hunde. Das hat mich beim lesen teilweise sehr entschleunigt. 🌲🌳🌲 Ich liebe Hildner, den anfangs unnahbaren Wildhüter der Geschichte. Ein knallharter Hühne, mit einer tiefengehenden Vergangenheit. 💚 Das Ende war spannend und ich finde der Autor hat die Story gut und ausschmückend zum Ende gebracht. Trotzdem war ich etwas traurig. Ich werde nun aber nicht spoilern. Ich persönlich verbinde nicht viel mit dem Thema Religion. Ich fand die religiösen Aspekte in dem Buch aber keinesfalls störend. Ich fand es eher spannend zu erfahren wie Johann mit seinem Glauben aufwächst und dieser ihn durch sein Leben leitet/begleitet. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der auch auf harte Kost steht. In manchen Kapiteln geht es um Gewalt, Missbrauch etc. Ich finde die Geschichte gelungen und mich hat das Buch positiv jedoch auch nachdenklich gestimmt. 💚
Wunderbare Geschichte über einen Mythos zu Zeiten des 30jährigen Krieges
Kinder verschwinden. Leichen werden gefunden. Der Werwolf geht um. Wie das alles in einen Historischen Roman passt, der keinesfalls in die Phantastik abgleitet, das erzählt der Autor in seinem knackig kurzen Zeitportrait, in unter 400 Seiten. Tim Sünderhauf gelingt es hervorragend, Land und Leute in den historischen Kontext zu packen. In Zeiten der Reformation kämpfen Katholiken und Protestanten verbittert gegeneinander. Der Autor beleuchtet Mythen und Ängste der Bevölkerung eines kleinen Dorfes im Fichtelgebirge und die üblen Folgen von Aberglauben und religiösem Übereifer. Bis auf den fiktiven Haupthandlungsort wurden alle geographischen sowieso politischen Zustände originalgetreu wieder gegeben. Die Geschichte hat mich jederzeit mitgerissen. Der phänomenal gute Weltenbau ließ mich die Atmosphäre des Waldes gewissermaßen mit atmen. Die ungewisse Bedrohung im Hintergrund, verursacht von Land, Leuten und der Tierwelt, sorgte für Dauerspannung. Es war alles drin, was ich mir gewünscht hatte. Emotionale Schockmomente inklusive. Danke für die Reisebegleitung. Der 30jährige Krieg und seine katastrophalen Folgen für die Menschen hat mich schwer beschäftigt. Auch nachhaltig!
Eines meiner Lesehighlights 2025!
Bei dem Buch handelt es sich um einen historischen Roman, bei dem man schnell in der Geschichte rund um die verschwundenen Kinder sowie Johann und den Wildhüter Hildner drin ist. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. So wechseln sich die Perspektiven von Johann und Hildner immer wieder ab, inkl. kleinerer Cliffhanger. Durch diese liest man den Roman zügig, weil man wissen möchte, wie es Johann und den Wildhüter weiter ergeht und sich die Geschichte entwickelt. Im Buch taucht aber auch immer wieder ein unbekanntes Wesen auf und es wird eine Handlung aus seiner Sicht erzählt. Da man lange Zeit nicht weiß, wer dieses Wesen ist, wird darüber eine wunderbare Spannung aufgebaut, die auch über lange Strecken konstant hoch bleibt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, ab dem mich das Buch gefesselt hat und ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte. Man möchte wissen, wie die Geschichte ausgeht, blickt zum Ende hin in Abgründe, die man nicht vermutet hat, und möchte vor allem auch wissen, was es mit dem Wesen auf sich hat, das lange Zeit unbekannt bleibt. Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass das Ende dann aus meiner Sicht doch etwas zu schnell kam und das Buch etwas abrupt endet. „Die Wölfe unter uns“ ist aber alles in allem ein packender Roman, der auch stellenweise nachdenklich macht und einen am Ende auch nachdenklich zurücklässt. Auf jeden Fall ist es eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr!

"Was er nicht mehr hörte, war das vernehmliche Rascheln und Knacken, als sich gleich darauf etwas aus dem nahegelegenen Unterholz davonmachte."
"Die Wölfe unter uns" erzählt von Johann, einem Müllerssohn, der mit seiner Familie während der Wirren des dreißigjährigen Krieges die leerstehende Mühle des Dörfchens Albrechtsreut bezieht, welche vom letzten Pächter in einem Anfall von Wahnsinn niedergebrannt wurde, kurz nachdem er seine ganze Familie dahin geschlachtet hat. Schnell beginnt man an der Geschichte zu zweifeln, denn in dem Örtchen stimmt so einiges nicht - unter anderem die Tatsache, dass der Ort über keine Kinder verfügt. Alle angeblich geholt vom "Wilden Jäger", einem Wiedergänger in der Gestalt eines Wolfsmenschen, der in den Wäldern sein Unwesen treiben soll. Während Johann noch zwischen Zweifel, Angst und Aberglauben schwankt, trifft er auf den Hildner, einen hünenhaften, bärtigen Wildhüter, entsandt um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen und das Geheimnis um die Ortschaft und deren Kinder zu lüften. Das Ungleiche Paar scheint zunächst nicht miteinander auszukommen, jedoch zeigt sich schnell, dass beide einander mehr brauchen als sie glauben. Während der gesamten Geschichte baut sich immer wieder ein gewisser Spannungsbogen auf und der Autor versteht es, immer und immer wieder eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen und somit hat man als Leser teilweise selbst ein komisches Gefühl wenn die Nacht hereinbricht. Auch die gesellschaftlichen Umstände jener Zeit und das harte Leben des einfachen Bürgers werden wirklich lebhaft dargestellt. Mir persönlich fehlt es in der Figur des Hildners ein wenig an Tiefe, jedoch ist dies sicherlich vom Autor so gewollt, um ihn noch geheimnisvoller und respekteinflößender wirken zu lassen, somit also wirklich meine eigene Meinung. Was mich jedoch sehr stört ist die Tatsache, dass diese so spannende Geschichte, die wirklich die ein oder andere Überraschung bietet, dann doch so abrupt endet. Gefühlt mit 180km/h vor den Pfeiler. Dennoch - sehr empfehlenswert für jeden, der historische Romane, schaurige Atmosphäre und einen der Handlungszeit entsprechenden Sprachstil mag.











