Die Unterschätzten
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Description
Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wird immer noch gefragt, wie »der Osten« so tickt. Warum eigentlich? Die Menschen dort haben friedlich die Mauer niedergerissen, unter schwierigsten Bedingungen eine Transformation vollbracht und vielfach Chancen für einen Neubeginn genutzt. Sie sind Vorreiter politischer Trends, haben verkrustete Strukturen der Bundesrepublik reformiert und verschaffen sich zunehmend selbstbewusst Gehör.
Cerstin Gammelin, selbst ost-sozialisiert, versammelt Geschichte(n) und Analysen zu einer Neubewertung. Denn es ist höchste Zeit, den notorisch Unterschätzten eine Stimme zu geben.
Book Information
Author Description
Cerstin Gammelin, aufgewachsen in Sachsen, studierte aufgrund realsozialistischer Umstände Werkstofftechnik an der TU Chemnitz. Als frisch diplomierte Maschinenbauingenieurin wandte sie sich im Jahr des Mauerfalls dem Journalismus zu und arbeitete später als Autorin und freie Journalistin zunächst für den Deutschen Fachverlag in Frankfurt/Main, danach als Hauptstadt-Korrespondentin für die unabhängige Fachzeitung Energie & Management, anschließend für Die Zeit, den Spiegel und die Financial Times Deutschland. Im September 2005 veröffentlichte sie zusammen mit Götz Hamann den Spiegel-Bestseller Die Strippenzieher. Manager, Minister, Medien - wie Deutschland regiert wird im Econ Verlag. Sie wurde Korrespondentin im Hauptstadtbüro der Zeit, bevor sie 2008 dem Ruf der Süddeutschen Zeitung folgte und Europa-Korrespondentin in Brüssel wurde. In dieser Zeit gelang es ihr, die streng vertraulichen EU-Gipfelprotokolle zu kommen, die beweisen, dass die nationalen Staats- und Regierungschefs die einflussreichsten Strippenzieher der EU sind. 2014 legte sie zusammen mit dem österreichischen Kollegen Raimund Löw eine detaillierte Beschreibung der europäischen Schuldenkrise vor. Seit Juni 2015 ist sie stellvertretende Bürochefin im Parlamentsbüro der SZ in Berlin.
Posts
Ich habe vieles über die Geschichte des Wiedervereinigung aber auch die heutige Mentalität der Ostdeutschen gelernt, was ich noch nicht wusste. Das Buch zeigt Zusammenhänge und reichert gefühltes Wissen um Hintergründe an, hat dabei aber handwerkliche Mängel. Insbesondere die starke Konzentration auf Einzelschicksale hat dabei die eigentliche Message von strukturellen Problemen konterkariert. Dennoch eine absolute Empfehlung um den Osten und die bis heute bestehenden Probleme der Wende zu verstehen
Kein besonders gutes Buch. Sehr programmatisch und man merkt dem Buch an, dass sich beim Schreiben nicht viel Zeit gelassen wurde. Manche Passagen tauchen zwei Mal auf, anderes wird aus Interviews direkt übernommen und dann als eigener Gedanke präsentiert. Auch sonst ist es an Stellen nicht stringent argumentiert, wenn zum einen für die Leistung und den Eigensinn der Ostdeutschen argumentiert wird, zum anderen sie dann aber nur als Opfer des bösen Westens portraitiert werden. Auch gefällt mir nicht, dass der Osten also Kollektiv gezeichnet wird, welches ohne Brüche oder innere Differenzlinien existiert. Ein schwaches Buch.
Ich habe vieles über die Geschichte des Wiedervereinigung aber auch die heutige Mentalität der Ostdeutschen gelernt, was ich noch nicht wusste. Das Buch zeigt Zusammenhänge und reichert gefühltes Wissen um Hintergründe an, hat dabei aber handwerkliche Mängel. Insbesondere die starke Konzentration auf Einzelschicksale hat dabei die eigentliche Message von strukturellen Problemen konterkariert. Dennoch eine absolute Empfehlung um den Osten und die bis heute bestehenden Probleme der Wende zu verstehen
Leider hat das Buch die Erwartungen nicht erfüllt. Zuviel Corona, Schäuble und Kemmerich. Dazu das ständige AFD bashing. Also Kind des "Westens" habe ich mir mehr Einblicke in die "Ossis" gewünscht. Die gab es natürlich auch. Und es wurden die Vorzüge beschrieben die ich an meinen "Ossi" Freunden schätze. Aber es waren eben nur kleine Einblicke. Interessant waren auch die politischen Einblicke. Wie mit dem Osten Umgegangen wurde. Aber eben das wiederholt sich immer und immer wieder. Viele Seiten für wenig neues. Im Endeffekt bin ich enttäuscht, da ich mir von dem Titel und der Inhaltsangabe mehr erwartet habe. Hinzu kommt ein Schreibstil, mit ich nichts anfangen kann. Die Sätze waren zum Teil so mühsam zum lesen, dass ich ewig für eine Seite gebracht habe. Ich werde von dieser Autorin kein Buch mehr öffnen, das passt einfach nicht für mich persönlich
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Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wird immer noch gefragt, wie »der Osten« so tickt. Warum eigentlich? Die Menschen dort haben friedlich die Mauer niedergerissen, unter schwierigsten Bedingungen eine Transformation vollbracht und vielfach Chancen für einen Neubeginn genutzt. Sie sind Vorreiter politischer Trends, haben verkrustete Strukturen der Bundesrepublik reformiert und verschaffen sich zunehmend selbstbewusst Gehör.
Cerstin Gammelin, selbst ost-sozialisiert, versammelt Geschichte(n) und Analysen zu einer Neubewertung. Denn es ist höchste Zeit, den notorisch Unterschätzten eine Stimme zu geben.
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Author Description
Cerstin Gammelin, aufgewachsen in Sachsen, studierte aufgrund realsozialistischer Umstände Werkstofftechnik an der TU Chemnitz. Als frisch diplomierte Maschinenbauingenieurin wandte sie sich im Jahr des Mauerfalls dem Journalismus zu und arbeitete später als Autorin und freie Journalistin zunächst für den Deutschen Fachverlag in Frankfurt/Main, danach als Hauptstadt-Korrespondentin für die unabhängige Fachzeitung Energie & Management, anschließend für Die Zeit, den Spiegel und die Financial Times Deutschland. Im September 2005 veröffentlichte sie zusammen mit Götz Hamann den Spiegel-Bestseller Die Strippenzieher. Manager, Minister, Medien - wie Deutschland regiert wird im Econ Verlag. Sie wurde Korrespondentin im Hauptstadtbüro der Zeit, bevor sie 2008 dem Ruf der Süddeutschen Zeitung folgte und Europa-Korrespondentin in Brüssel wurde. In dieser Zeit gelang es ihr, die streng vertraulichen EU-Gipfelprotokolle zu kommen, die beweisen, dass die nationalen Staats- und Regierungschefs die einflussreichsten Strippenzieher der EU sind. 2014 legte sie zusammen mit dem österreichischen Kollegen Raimund Löw eine detaillierte Beschreibung der europäischen Schuldenkrise vor. Seit Juni 2015 ist sie stellvertretende Bürochefin im Parlamentsbüro der SZ in Berlin.
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Ich habe vieles über die Geschichte des Wiedervereinigung aber auch die heutige Mentalität der Ostdeutschen gelernt, was ich noch nicht wusste. Das Buch zeigt Zusammenhänge und reichert gefühltes Wissen um Hintergründe an, hat dabei aber handwerkliche Mängel. Insbesondere die starke Konzentration auf Einzelschicksale hat dabei die eigentliche Message von strukturellen Problemen konterkariert. Dennoch eine absolute Empfehlung um den Osten und die bis heute bestehenden Probleme der Wende zu verstehen
Kein besonders gutes Buch. Sehr programmatisch und man merkt dem Buch an, dass sich beim Schreiben nicht viel Zeit gelassen wurde. Manche Passagen tauchen zwei Mal auf, anderes wird aus Interviews direkt übernommen und dann als eigener Gedanke präsentiert. Auch sonst ist es an Stellen nicht stringent argumentiert, wenn zum einen für die Leistung und den Eigensinn der Ostdeutschen argumentiert wird, zum anderen sie dann aber nur als Opfer des bösen Westens portraitiert werden. Auch gefällt mir nicht, dass der Osten also Kollektiv gezeichnet wird, welches ohne Brüche oder innere Differenzlinien existiert. Ein schwaches Buch.
Ich habe vieles über die Geschichte des Wiedervereinigung aber auch die heutige Mentalität der Ostdeutschen gelernt, was ich noch nicht wusste. Das Buch zeigt Zusammenhänge und reichert gefühltes Wissen um Hintergründe an, hat dabei aber handwerkliche Mängel. Insbesondere die starke Konzentration auf Einzelschicksale hat dabei die eigentliche Message von strukturellen Problemen konterkariert. Dennoch eine absolute Empfehlung um den Osten und die bis heute bestehenden Probleme der Wende zu verstehen
Leider hat das Buch die Erwartungen nicht erfüllt. Zuviel Corona, Schäuble und Kemmerich. Dazu das ständige AFD bashing. Also Kind des "Westens" habe ich mir mehr Einblicke in die "Ossis" gewünscht. Die gab es natürlich auch. Und es wurden die Vorzüge beschrieben die ich an meinen "Ossi" Freunden schätze. Aber es waren eben nur kleine Einblicke. Interessant waren auch die politischen Einblicke. Wie mit dem Osten Umgegangen wurde. Aber eben das wiederholt sich immer und immer wieder. Viele Seiten für wenig neues. Im Endeffekt bin ich enttäuscht, da ich mir von dem Titel und der Inhaltsangabe mehr erwartet habe. Hinzu kommt ein Schreibstil, mit ich nichts anfangen kann. Die Sätze waren zum Teil so mühsam zum lesen, dass ich ewig für eine Seite gebracht habe. Ich werde von dieser Autorin kein Buch mehr öffnen, das passt einfach nicht für mich persönlich






