Die Ungezähmten

Die Ungezähmten

Hardback
3.927

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Description

»Wunderschön, kraftvoll und rebellisch.« Libération

Tief in den Wäldern Kamouraskas lebt Raphaëlle mit ihrer Hündin Coyote. Als Wildhüterin trifft sie täglich auf Bären, Kojoten oder Luchse, kontrolliert Jagdgebiete, und versucht, die Tiere vor Wilderern zu schützen. Als sie vor der Tür ihres Wohnwagens Spuren entdeckt und kurz darauf ihre Hündin verschwindet, ist Raphaëlle beunruhigt. Sie findet Coyote schwer verletzt in einer Falle mitten im Wald. Getrieben von Wut hinterlässt sie dem Wilderer eine Warnung, fordert ihn heraus. In der atemberaubenden Natur Kamouraskas verschmelzen Beute und Raubtier miteinander. Mal poetisch, mal rau erzählt Gabrielle Filteau-Chiba von einer Frau, die ans Äußerste geht, um die Wildnis und ihre Bewohner zu schützen und davon, wer die eigentliche Gefahr für die Natur ist.


»Gabrielle Filteau-Chibas Romane lesen sich wie Gebrauchsanweisungen zum Wider stand.« ARTE

»Mit ansteckender Energie verteidigt Gabrielle Filteau-Chiba ihr Revier: Das der Natur und Tierwelt, die durch die Gier der Männer bedroht sind, und das der Frauen, wo die Raubtiere immer auf der Lauer liegen.« L'Obs

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
336
Price
24.70 €

Author Description

Gabrielle Filteau-Chiba lebt am Ufer des Kamouraska-Flusses. Sie schreibt, übersetzt, illustriert und verteidigt die Wildnis Québecs. Zuletzt erschien ›Bis der Fluss taut‹ (2022). ›Die Ungezähmten‹ war sowohl in Québec als auch in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Posts

6
All
4.5

Ein stiller Schrei für die Natur

Ich mag wütende Bücher – jene, die rebellieren, die Ungerechtigkeit nicht nur beschreiben, sondern körperlich spürbar machen. Und genau das tut dieser Roman. Schon nach wenigen Seiten flammt dieser heiße Ball im Magen auf, der sich wie ein Schrei in mir staut und nach Ausdruck verlangt. Hier geht es nicht nur um harmlose Naturidylle, sondern um das brutale Ringen um Lebensräume, um den verzweifelten Kampf gegen Wilderer, um den Schutz von Tieren, deren Stimme sonst ungehört verhallt. Mit wilder Wut zeigt das Buch, wie skrupellos Ressourcen ausgebeutet werden und wie eine Frau, Wildhüterin und Suchende zugleich, sich dem entgegenstellt. Als schließlich ihre geliebte Hündin verletzt wird, verwandelt sich die Wildhüterin in eine Jägerin. Getrieben von Zorn und Gerechtigkeitssinn heftet sie sich an die Spur der Wilderer, wird selbst zur Bluthündin und das kompromisslos, unaufhaltsam und mit einer Entschlossenheit, die einem den Atem raubt. Doch es ist mehr als eine Geschichte über Naturschutz. Es ist auch ein Roman über Herkunft und Wurzeln, über die Geschichte der Vorfahren und der Ureinwohner, deren Verbindung zur Natur nicht romantisiert, sondern voller Kraft und Schmerz gezeichnet wird. Die Protagonistin sucht nach ihrem Platz in dieser Linie, nach ihrem eigenen Fundament und findet ihn in der unerschütterlichen Liebe zu den Tieren und der Wildnis, die sie umgibt. Die Sprache ist rau, kantig, manchmal fast schroff, und gerade deshalb so ehrlich. Sie macht die Einsamkeit der Wildnis greifbar, lässt die kanadischen Wälder lebendig werden – still, überwältigend, zugleich bedrohlich und wunderschön. Trotz der Themen von Gewalt und Zerstörung ist der Roman kein hektischer Thriller. Er nimmt sich Zeit, schweigt manchmal fast, atmet die Weite der Natur – und wirkt dadurch umso eindringlicher. Die Ungezähmten ist kein bequemes Buch. Es tut weh, es macht zornig, es zwingt zum Hinschauen. Und genau deshalb ist es so wichtig, so berührend, so unvergesslich.

5

Die Ungezähmten ist kompromissloses Nature Writing: rau, bildgewaltig, tief verwurzelt in der Wildnis. Filteau-Chiba erzählt von starken, spröden, zutiefst liebenswerten Frauen, die sich gegen Wilderer und patriarchale Gewalt stellen. Die Natur ist dabei nicht Kulisse, sondern Verbündete, Richterin, Rächerin. Eine Geschichte von Wut und Widerstand, von weiblicher Solidarität und leiser, unaufhaltsamer Rache. Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen!

Die Ungezähmten ist kompromissloses Nature Writing: rau, bildgewaltig, tief verwurzelt in der Wildnis. Filteau-Chiba erzählt von starken, spröden, zutiefst liebenswerten Frauen, die sich gegen Wilderer und patriarchale Gewalt stellen. Die Natur ist dabei nicht Kulisse, sondern Verbündete, Richterin, Rächerin. Eine Geschichte von Wut und Widerstand, von weiblicher Solidarität und leiser, unaufhaltsamer Rache. Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen!
4.5

Rau und poetisch zugleich ist dieser Roman, der in den Wäldern Kamouraskas in Kanada beheimatet ist. So wie die Natur dort, die die Protagonistin und Wildhüterin Raphaëlle zu schützen versucht. Doch als ein Wilderer sie ins Visier nimmt, erwacht Angst, aber auch Rebellion in ihr. Der Roman lebt von seinen Kontrasten, weibliche Wut und der Wunsch nach Rückzug und Isolation , die poetische und dann wieder sehr rohe Sprache, die wunderschöne Natur und die, die gegen die Regeln, diese zu schützen, verstoßen, die Regierung, die zu vieles duldet und an den Jägern verdient Ich bin Raphaëlle sehr gerne gefolgt zu ihren geliebten Tieren und Wäldern, habe ihre Wut gespürt und verstanden , die Ungerechtigkeit hat mich zerrissen und ich habe mit Freude zugesehen, wie sie zart Freundschaft knüpft. Eine Protagonist ganz in meinem Sinne, obwohl ich Gewalt mit Gewalt zu begegnen nicht gut heissen kann, kann ich es doch irgendwie nachvollziehen. Mich hat dieser Roman sehr bewegt und die Naturverbundenheit war so heilend, wie ein ausgiebiger Spaziergang im Wald. Wer das gerade gut gebrauchen kann, sollte diesen Roman lesen :)

3.5

Zwischen Wut, Wildnis und Weiblichkeit

Raphaella lebt zurückgezogen in den Wäldern von Kamouraska in Québec. Um der Einsamkeit etwas entgegenzusetzen, nimmt sie die Husky-Mischlingshündin Coyote bei sich auf. Als Wildhüterin ist sie täglich mit den Missständen im Wald konfrontiert: Jäger, die sich nicht an Regeln und Jagdzeiten halten, sowie Gleichgültigkeit gegenüber Natur und Tieren. Die Sorge um das Leben im Wald lässt sie nicht los. Eines Tages gerät ihre treue Gefährtin in eine illegal ausgelegte Falle. Dieser Schlüsselmoment entfesselt Raphaellas Wut und treibt sie auf einen Weg der Rache. Es entwickelt sich ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Das Buch vereint viele Elemente: weibliche Wut, intensive Natur- und Tierbeschreibungen, subtile Spannung sowie Freundschaft und Liebe. Besonders die beiden letzten Aspekte haben mich überrascht, da sie der Geschichte eine unerwartete Richtung geben. Mit dem Schreibstil hatte ich allerdings zu kämpfen. Die wechselnden Perspektiven innerhalb eines Absatzes, mal „ich“, mal „du“, machten es mir schwer, wirklich in die Handlung einzutauchen. Die Sicht des Jägers bleibt dabei fast völlig ausgespart. Dadurch entsteht einerseits Distanz, gleichzeitig wirkt die Bedrohung umso unbestimmter. Im Mittelteil konnte mich die Geschichte aber wiederum sehr fesseln. Der Roman beschäftigt sich nicht nur mit Wilderei und ihren Folgen. Er erzählt auch von Weiblichkeit, von der Verbindung zur Natur und von den Schwierigkeiten, als Frau allein in der Wildnis zu leben. Gewalt ist überall präsent, in der Zivilisation genauso wie abseits davon. Insgesamt fand ich die Geschichte interessant, auch wenn sie gegen Ende etwas an Spannung verlor und eine Richtung nahm, mit der ich nicht gerechnet hatte. Die Figuren wirkten mit ihren Stärken und Schwächen nahbar und sympathisch. Am Ende bleibe ich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Das Buch weckt Wut, sowohl aus weiblicher Sicht als auch als Tierfreundin. Gleichzeitig frage ich mich, ob Gewalt mit Gegengewalt wirklich der richtige Weg sein kann. Weil das Buch keine einfachen Antworten liefert, wird es die Lesenden vermutlich spalten. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

2

Thematisch ja nicht unspannend aber fand es leider wahnsinnig pathetisch und unrealistisch. Hab mich durchgequält.

4

Wunderschön eins mit der Natur

Raph ist eine Wildhüterin die sich um die Tiere und die Natur dem Wald kümmert. Sie lebt abgeschieden und kämpft täglich mit der Bedrohung durch den Menschen. Die Autorin schildert diese Geschichte so intensiv, das man das Knacken der Äste, den Geruch von Moos sowie die Tiere hört. Ihr Hund wird verletzt von einem Wilderer und ihr wird auch gedroht. Sie sinnt auf Rache. Es entwickelt sich ein gefährliches Katz und Maus Spiel. Aber muss Gewalt mit Gegengewalt gerächt werden? Fazit die wirkliche Bedrohung für die Natur ist der Mensch. Mir hat das Buch sehr gefallen.

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