Die Tyrannei der Minderheit
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Description
Wie kann es uns gelingen, die Demokratie vor radikalen Minderheiten zu schützen, die sie von innen untergraben, destabilisieren und sogar zu zerstören drohen? Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, Autoren des Weltbestsellers »Wie Demokratien sterben«, zeigen am Beispiel der USA, wie die Kräfte entstehen, die unsere demokratischen Prinzipien in ihren Grundfesten erschüttern und autoritären Strömungen den Weg ebnen. Sie beschreiben das große Paradox westlicher Demokratien: dass nämlich Inklusivität und Diversität oft gerade ausgrenzende Gegenbewegungen erzeugen. So wird deutlich: Die Demokratie steht an einem Scheideweg und muss jetzt reformiert werden, wenn sie nicht zu einer Herrschaft der Minderheit verkommen soll. Die Zukunft der Demokratie steht nicht nur bei den US-Wahlen 2024, sondern – angesichts des Aufstiegs der AfD und anderer rechtspopulistischer Parteien – auch in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt auf dem Spiel.
Book Information
Author Description
Steven Levitsky ist Professor für Lateinamerikastudien und Professor für Regierungslehre an der Harvard-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien, Demokratien und Autokratien sowie die Rolle von informellen Institutionen vor allem in Südamerika. Sein gemeinsam mit Daniel Ziblatt verfasstes Buch, der New-York-Times-Bestseller „Wie Demokratien sterben“ (DVA 2018), wurde in über dreißig Sprachen übersetzt und u.a. als bestes Sachbuch des Jahres mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis ausgezeichnet. Ihr neues Buch »Die Tyrannei der Minderheit« wurde in den USA ein New-York-Times-Bestseller und erschien 2024 bei DVA.
Posts
Analyse der Schwächen der amerikanischen Verfassung
Leider lässt einen die Erkenntnis über die bedeutenden Schwächen der amerikanischen Verfassung eher resigniert zurück. Im letzten Teil, noch vor der Wiederwahl Trumps, ist Levitsky optimistisch. Er baut auf den Widerstand der amerikanischen Bürger bei der Verteidigung ihrer Verfassung. Das hat sich leider bis heute, Stand Mai 2025, in keinster Weise bestätigt. Die US-Bürger sind begeistert oder nehmen die Angriffe auf das demokratische System nur resigniert hin, weder die unterlegenen Demokraten noch ihre Wähler zeigen nennenswerten Widerstand. Und die vielgerühmten checks und balances funktionieren eben nur, wenn sie akzeptiert werden. Doch das ist derzeit fraglich, Gerichte oder die Medien werden permanent angegriffen und desavouiert. Erschütternd. Lesenswert.
Ein, nicht nur für die USA, wichtiges Buch
Auch wenn Levitsky und Ziblatt auf ihre Verfassung und ihr Heimatland blicken, ist dieses Buch auch für Demokrat:innen weltweit von erheblicher Bedeutung! Nicht nur nutzen sie viele internationale Demokratien, um gelungene Beispiele für erfolgreiche demokratische Staaten zu zeigen, auch wird immer wieder aufgezeigt, dass es auch Staaten gab und gibt, die nicht erfolgreich waren, eine dauerhafte Demokratie zu etablieren. Gerade aus diesen lassen sich verschiedene Erkenntnisse gewinnen. Zum einen ist die Pflege und Reform einer Demokratie von erheblicher Bedeutung und zum anderen muss halbloyalen Demokrat:innen immer wieder die Grenze gezeigt werden, was sie durch ihr Fehlverhalten dem Staat und der Gesellschaft antun, indem sie mit Demokratiefeind:innen reden, zusammenarbeiten und ihnen schlichtweg dadurch den Weg an die Macht bereiten. Traurig bleibt es, dass Levitsky und Ziblatt so viele gute Reformvorschläge machen und diese aktuell noch zu wenig Gehör finden. Und gerade dadurch leisten sie aber einen wertvollen Debattenbeitrag, der mit der Hoffnung auf bessere und vor allem reformwilligere Zeiten verbunden bleibt.
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Wie kann es uns gelingen, die Demokratie vor radikalen Minderheiten zu schützen, die sie von innen untergraben, destabilisieren und sogar zu zerstören drohen? Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, Autoren des Weltbestsellers »Wie Demokratien sterben«, zeigen am Beispiel der USA, wie die Kräfte entstehen, die unsere demokratischen Prinzipien in ihren Grundfesten erschüttern und autoritären Strömungen den Weg ebnen. Sie beschreiben das große Paradox westlicher Demokratien: dass nämlich Inklusivität und Diversität oft gerade ausgrenzende Gegenbewegungen erzeugen. So wird deutlich: Die Demokratie steht an einem Scheideweg und muss jetzt reformiert werden, wenn sie nicht zu einer Herrschaft der Minderheit verkommen soll. Die Zukunft der Demokratie steht nicht nur bei den US-Wahlen 2024, sondern – angesichts des Aufstiegs der AfD und anderer rechtspopulistischer Parteien – auch in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt auf dem Spiel.
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Steven Levitsky ist Professor für Lateinamerikastudien und Professor für Regierungslehre an der Harvard-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien, Demokratien und Autokratien sowie die Rolle von informellen Institutionen vor allem in Südamerika. Sein gemeinsam mit Daniel Ziblatt verfasstes Buch, der New-York-Times-Bestseller „Wie Demokratien sterben“ (DVA 2018), wurde in über dreißig Sprachen übersetzt und u.a. als bestes Sachbuch des Jahres mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis ausgezeichnet. Ihr neues Buch »Die Tyrannei der Minderheit« wurde in den USA ein New-York-Times-Bestseller und erschien 2024 bei DVA.
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Analyse der Schwächen der amerikanischen Verfassung
Leider lässt einen die Erkenntnis über die bedeutenden Schwächen der amerikanischen Verfassung eher resigniert zurück. Im letzten Teil, noch vor der Wiederwahl Trumps, ist Levitsky optimistisch. Er baut auf den Widerstand der amerikanischen Bürger bei der Verteidigung ihrer Verfassung. Das hat sich leider bis heute, Stand Mai 2025, in keinster Weise bestätigt. Die US-Bürger sind begeistert oder nehmen die Angriffe auf das demokratische System nur resigniert hin, weder die unterlegenen Demokraten noch ihre Wähler zeigen nennenswerten Widerstand. Und die vielgerühmten checks und balances funktionieren eben nur, wenn sie akzeptiert werden. Doch das ist derzeit fraglich, Gerichte oder die Medien werden permanent angegriffen und desavouiert. Erschütternd. Lesenswert.
Ein, nicht nur für die USA, wichtiges Buch
Auch wenn Levitsky und Ziblatt auf ihre Verfassung und ihr Heimatland blicken, ist dieses Buch auch für Demokrat:innen weltweit von erheblicher Bedeutung! Nicht nur nutzen sie viele internationale Demokratien, um gelungene Beispiele für erfolgreiche demokratische Staaten zu zeigen, auch wird immer wieder aufgezeigt, dass es auch Staaten gab und gibt, die nicht erfolgreich waren, eine dauerhafte Demokratie zu etablieren. Gerade aus diesen lassen sich verschiedene Erkenntnisse gewinnen. Zum einen ist die Pflege und Reform einer Demokratie von erheblicher Bedeutung und zum anderen muss halbloyalen Demokrat:innen immer wieder die Grenze gezeigt werden, was sie durch ihr Fehlverhalten dem Staat und der Gesellschaft antun, indem sie mit Demokratiefeind:innen reden, zusammenarbeiten und ihnen schlichtweg dadurch den Weg an die Macht bereiten. Traurig bleibt es, dass Levitsky und Ziblatt so viele gute Reformvorschläge machen und diese aktuell noch zu wenig Gehör finden. Und gerade dadurch leisten sie aber einen wertvollen Debattenbeitrag, der mit der Hoffnung auf bessere und vor allem reformwilligere Zeiten verbunden bleibt.






