Die Tochter des Seidenhändlers
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Description
Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände
Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ...
Farbgewaltige Exotik des Vietnam der 1950er Jahre - Mit "Die Tochter des Seidenhändlers" ist Dinah Jefferies eine mitreißende Geschichte um die Selbstfindung einer Frau, die Rivalität unter Schwestern und eine unmöglich scheinende Liebe gelungen.
Book Information
Posts
Kurzmeinung: Genre: Historischer Roman Handlung: Vietnam 1950 - 1955; Nicole hat es schon immer schwer gehabt. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt. Sie hat somit nie die Liebe ihrer Mutter spüren und erleben dürfen. Dafür aber umso mehr die Vorwürfe ihrer fünf Jahre älteren Schwester Sylvie, die nie müde wurde ihr zu zeigen, dass sie Schuld daran war, dass sie mit 5 Jahren ihre geliebte Mutter verloren hatte. Nicole und Sylvie sind so gegensätzlich wie ihre beiden Elternteile. Nicole geht optisch nach ihrer vietnamesischen Mutter, Sylvie nach ihrem französischen Vater. Sie sieht wie eine Europäerin aus, zudem ist sie noch wunderschön. Nicole kann ihr nicht das Wasser reichen. Der Erste Indochinakrieg ist ausgebrochen und es sieht nicht gut aus für die Franzosen. Es scheint, als würden die Vietminh gewinnen. Nicole muss sich entscheiden, ob sie Vietnamesin oder Französin sein will. Zudem ist da noch der Amerikaner Mark, den beide Schwestern lieben. Doch wen liebt er? Charaktere: Ich konnte mich für keinen der Protagonisten erwärmen, nicht für Nicole, nicht für Sylvie und auch nicht für Mark. Einzig Lisa, Nicoles "Ziehmutter", war mir ans Herz gewachsen. Doch die hatte eher eine Nebenrolle. Die Autorin schaffte es nicht, die Außenseiterrolle Nicoles authentisch darzustellen. Zu oberflächlich wurde der Zwist und die Hintergründe dessen behandelt. Auch konnte ich die Entscheidungen des Vaters nicht verstehen und leider wurde das im Laufe des Buches auch nicht aufgearbeitet. Deswegen konnte ich viele Reaktionen der Figuren nicht nachvollziehen. Dies zog sich leider von Anfang bis zum Ende der Geschichte durch. Spannung: Auch wenn ein Geheimnis über der Geburt von Nicole und gleichzeitig dem Tode der Mutter liegt, begreift man das erst, wenn es dazu kommt. Lisa erzählt Nicole die Wahrheit. Ansonsten ist der Spannungsbogen eher flach, obwohl sich die Lage in Hanoi sehr zuspitzt. Während Nicole noch vor Ort ist weiß sie nicht, wo ihr Vater, ihre Schwester und Mark geblieben sind. Kann sie es noch schaffen das Land zu verlassen? Vor den Vietminh ist sie nicht in Sicherheit, da sie vor ihnen geflohen ist. Wohin wird sie gehen können? Schreibstil: Holprige und anstrengende Dialoge machten das Zuhören nicht wirklich zu einem Genuss. Da bin ich von Dinah Jefferies anderes gewohnt. In "Die Frau des Teehändlers" konnte ich nicht genug von der Geschichte bekommen. Ende: Zum Schluss hin wird es etwas spannender, da Nicoles Leben eine interessante Wendung nimmt, die ich so nicht erwartet hatte. Doch nach kurzer Zeit schafft es die Autorin mit dem Fortlauf der Story dieses wieder kaputt zu machen. Im Epilog bleiben keine Fragen offen, doch ich habe das Gefühl eine seichte Geschichte gelesen bzw. gehört zu haben. Hörbuch: Anja Gräfenstein als Sprecherin kannte ich bisher nicht. Ich habe ihr aber sehr gerne zugehört. Ihr ist es zu verdanken, dass ich das Buch bis zum Ende gehört habe, da es ein Leichtes war, sich von ihrer Stimme in die Geschichte tragen und vorlesen zu lassen. Fazit: Ein leider sehr oberflächliches und unausgewogenes Buch, von dem ich ziemlich enttäuscht war. Immerhin animierte es mich zur weiteren Recherche über die Geschichte Vietnams, die Vietminh, den Indochinakrieg sowie die französische Kolonialherrschaft.
Bei "Die Tochter des Seidenhändlers" handelt es sich um mein erstes Buch von Dinah Jeffries, die auch "Die Frau des Seidenhändlers" und "Bis wir uns wiedersehen" geschrieben hat. Sie führt uns hier nach Vietnam in den 1950er Jahren, als es noch Indochine hieß und unter der französischen Besatzungsmacht stand. Die Protagonistin Nicole ist eine "Metisse", halb Vietnamesin, halb Französin und lebt im Schatten ihrer älteren Schwester Sylvie, die nach ihren französischen Vater kommt. Ihr Leben ist nicht einfach und wird immer komplizierter, durch Mark, den Revolutionären und ihrer Suche nach einer Identität. Zu Anfang konnte mich das Buch richtig gut packen! Die Handlung war aufregend und die Beschreibungen so farbenfroh und interessant, ich war der bunten Welt von Seide und Düften verfallen. Die Autorin besitzt eine sehr schöne Sprache, wenn es ums Beschreiben geht und der Roman liest sich zum größten Teil fliesend. Außerdem wird die Geschichte von Vietnam erzählt, als auch Bräuche und am Ende des Romans gibt es eine Anhang mit "Historischen Abriss", wo die historischen Ereignisse kurz erläutert werden. Nach einem guten Drittel des Buches fing "Die Tochter des Seidenhändlers" an mich zu enttäuschen, weil die Handlung schneller, als auch überstürzter wurde. Es las sich, besonders am Ende, holprig und die bildhaften Beschreibungen fehlten mir. An der Stelle haben für mich rund hundert Seiten gefehlt und die Charaktere bekamen auch einen faden Beigeschmack. Nicole ist gerade mal 18 Jahre alt, als die Geschichte beginnt und fühlt sich von ihrer Familie nicht geliebt und verdrängt. Sie bekommt die Chance sich zu beweisen, durch ihren eigenen Laden und steht schnell zwischen zwei Männern. Sie scheint es endlich zu schaffen Anerkennung zu bekommen, aber sie ist naiv und sehr leicht zu beeinflussen, wodurch sie leicht in gefährliche Situationen gerät. Ein naiver Charakter ist eine Sache, aber nach einigen einschlagenden Momenten in ihrem Leben habe ich als Leser erwartet, dass sie daraus lernt. Aber Nicole hat mich mit ihrer Naivität immer wieder überrascht. Die beiden Männer, Mark und Tran, um sie herum konnte ich so gar nicht durchblicken, geschweige davon nachvollziehen und ich erwartete immer das Gegenteil von ihrem Handeln. Es gibt noch zwei mütterliche Charaktere, die mir sehr sympathisch waren und leider eine zu kleinere Rolle einnahmen. An sich nahm die Geschichte eine Wendung an, die ich so gar nicht erwartet hatte und mit dem Titel des Buches nicht wirklich viel gemeinsam hat. Zum Ende hin war ich gespalten. Der Roman legte einen wunderbaren Start hin, der mich davon überzeugt hat auch andere Bücher von der Autorin mal in Angriff zu nehmen, aber die Richtung der Handlung, als auch Nicole konnte mich nicht vollkommen überzeugen.
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Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände
Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ...
Farbgewaltige Exotik des Vietnam der 1950er Jahre - Mit "Die Tochter des Seidenhändlers" ist Dinah Jefferies eine mitreißende Geschichte um die Selbstfindung einer Frau, die Rivalität unter Schwestern und eine unmöglich scheinende Liebe gelungen.
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Kurzmeinung: Genre: Historischer Roman Handlung: Vietnam 1950 - 1955; Nicole hat es schon immer schwer gehabt. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt. Sie hat somit nie die Liebe ihrer Mutter spüren und erleben dürfen. Dafür aber umso mehr die Vorwürfe ihrer fünf Jahre älteren Schwester Sylvie, die nie müde wurde ihr zu zeigen, dass sie Schuld daran war, dass sie mit 5 Jahren ihre geliebte Mutter verloren hatte. Nicole und Sylvie sind so gegensätzlich wie ihre beiden Elternteile. Nicole geht optisch nach ihrer vietnamesischen Mutter, Sylvie nach ihrem französischen Vater. Sie sieht wie eine Europäerin aus, zudem ist sie noch wunderschön. Nicole kann ihr nicht das Wasser reichen. Der Erste Indochinakrieg ist ausgebrochen und es sieht nicht gut aus für die Franzosen. Es scheint, als würden die Vietminh gewinnen. Nicole muss sich entscheiden, ob sie Vietnamesin oder Französin sein will. Zudem ist da noch der Amerikaner Mark, den beide Schwestern lieben. Doch wen liebt er? Charaktere: Ich konnte mich für keinen der Protagonisten erwärmen, nicht für Nicole, nicht für Sylvie und auch nicht für Mark. Einzig Lisa, Nicoles "Ziehmutter", war mir ans Herz gewachsen. Doch die hatte eher eine Nebenrolle. Die Autorin schaffte es nicht, die Außenseiterrolle Nicoles authentisch darzustellen. Zu oberflächlich wurde der Zwist und die Hintergründe dessen behandelt. Auch konnte ich die Entscheidungen des Vaters nicht verstehen und leider wurde das im Laufe des Buches auch nicht aufgearbeitet. Deswegen konnte ich viele Reaktionen der Figuren nicht nachvollziehen. Dies zog sich leider von Anfang bis zum Ende der Geschichte durch. Spannung: Auch wenn ein Geheimnis über der Geburt von Nicole und gleichzeitig dem Tode der Mutter liegt, begreift man das erst, wenn es dazu kommt. Lisa erzählt Nicole die Wahrheit. Ansonsten ist der Spannungsbogen eher flach, obwohl sich die Lage in Hanoi sehr zuspitzt. Während Nicole noch vor Ort ist weiß sie nicht, wo ihr Vater, ihre Schwester und Mark geblieben sind. Kann sie es noch schaffen das Land zu verlassen? Vor den Vietminh ist sie nicht in Sicherheit, da sie vor ihnen geflohen ist. Wohin wird sie gehen können? Schreibstil: Holprige und anstrengende Dialoge machten das Zuhören nicht wirklich zu einem Genuss. Da bin ich von Dinah Jefferies anderes gewohnt. In "Die Frau des Teehändlers" konnte ich nicht genug von der Geschichte bekommen. Ende: Zum Schluss hin wird es etwas spannender, da Nicoles Leben eine interessante Wendung nimmt, die ich so nicht erwartet hatte. Doch nach kurzer Zeit schafft es die Autorin mit dem Fortlauf der Story dieses wieder kaputt zu machen. Im Epilog bleiben keine Fragen offen, doch ich habe das Gefühl eine seichte Geschichte gelesen bzw. gehört zu haben. Hörbuch: Anja Gräfenstein als Sprecherin kannte ich bisher nicht. Ich habe ihr aber sehr gerne zugehört. Ihr ist es zu verdanken, dass ich das Buch bis zum Ende gehört habe, da es ein Leichtes war, sich von ihrer Stimme in die Geschichte tragen und vorlesen zu lassen. Fazit: Ein leider sehr oberflächliches und unausgewogenes Buch, von dem ich ziemlich enttäuscht war. Immerhin animierte es mich zur weiteren Recherche über die Geschichte Vietnams, die Vietminh, den Indochinakrieg sowie die französische Kolonialherrschaft.
Bei "Die Tochter des Seidenhändlers" handelt es sich um mein erstes Buch von Dinah Jeffries, die auch "Die Frau des Seidenhändlers" und "Bis wir uns wiedersehen" geschrieben hat. Sie führt uns hier nach Vietnam in den 1950er Jahren, als es noch Indochine hieß und unter der französischen Besatzungsmacht stand. Die Protagonistin Nicole ist eine "Metisse", halb Vietnamesin, halb Französin und lebt im Schatten ihrer älteren Schwester Sylvie, die nach ihren französischen Vater kommt. Ihr Leben ist nicht einfach und wird immer komplizierter, durch Mark, den Revolutionären und ihrer Suche nach einer Identität. Zu Anfang konnte mich das Buch richtig gut packen! Die Handlung war aufregend und die Beschreibungen so farbenfroh und interessant, ich war der bunten Welt von Seide und Düften verfallen. Die Autorin besitzt eine sehr schöne Sprache, wenn es ums Beschreiben geht und der Roman liest sich zum größten Teil fliesend. Außerdem wird die Geschichte von Vietnam erzählt, als auch Bräuche und am Ende des Romans gibt es eine Anhang mit "Historischen Abriss", wo die historischen Ereignisse kurz erläutert werden. Nach einem guten Drittel des Buches fing "Die Tochter des Seidenhändlers" an mich zu enttäuschen, weil die Handlung schneller, als auch überstürzter wurde. Es las sich, besonders am Ende, holprig und die bildhaften Beschreibungen fehlten mir. An der Stelle haben für mich rund hundert Seiten gefehlt und die Charaktere bekamen auch einen faden Beigeschmack. Nicole ist gerade mal 18 Jahre alt, als die Geschichte beginnt und fühlt sich von ihrer Familie nicht geliebt und verdrängt. Sie bekommt die Chance sich zu beweisen, durch ihren eigenen Laden und steht schnell zwischen zwei Männern. Sie scheint es endlich zu schaffen Anerkennung zu bekommen, aber sie ist naiv und sehr leicht zu beeinflussen, wodurch sie leicht in gefährliche Situationen gerät. Ein naiver Charakter ist eine Sache, aber nach einigen einschlagenden Momenten in ihrem Leben habe ich als Leser erwartet, dass sie daraus lernt. Aber Nicole hat mich mit ihrer Naivität immer wieder überrascht. Die beiden Männer, Mark und Tran, um sie herum konnte ich so gar nicht durchblicken, geschweige davon nachvollziehen und ich erwartete immer das Gegenteil von ihrem Handeln. Es gibt noch zwei mütterliche Charaktere, die mir sehr sympathisch waren und leider eine zu kleinere Rolle einnahmen. An sich nahm die Geschichte eine Wendung an, die ich so gar nicht erwartet hatte und mit dem Titel des Buches nicht wirklich viel gemeinsam hat. Zum Ende hin war ich gespalten. Der Roman legte einen wunderbaren Start hin, der mich davon überzeugt hat auch andere Bücher von der Autorin mal in Angriff zu nehmen, aber die Richtung der Handlung, als auch Nicole konnte mich nicht vollkommen überzeugen.





