Die Stockholm-Protokolle
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Description
Ein Pageturner über die Abgründe der Macht, die Rücksichtslosigkeit der Politik – und über eine Liebe, die auf eine harte Probe gestellt wird
Die Stockholmer Investigativjournalistin Julia verfolgt eine heiße Spur: Alles deutet darauf hin, dass der charismatische, beliebte Ministerpräsident Schwedens auch dunkle Seiten hat. Der nach außen liebende Familienvater scheint einen Hang zu exzessiven Partys zu haben, die auf Missbrauch schließen lassen. Und er pflegt politische Netzwerke, die einen Rechtsruck bedeuten könnten. Als Julia von ihrem Chefredakteur kaltgestellt wird, ahnt sie, wie hochbrisant die Sache ist. Erst recht als ihr politisch unerfahrener Ehemann, Windkraft-Experte Alfred, plötzlich zum Pressesprecher des Ministerpräsidenten ernannt wird. Julia kann Alfred nicht sagen, was sie sofort vermutet: Dieser Job wurde ihm nur angeboten, um sie endgültig zum Schweigen zu bringen. Trotzdem beschließt sie, weiter zu ermitteln.
Währenddessen schlägt sich Alfred erstaunlich gut im Polit-Dschungel. Doch in den Korridoren der Macht stößt er auf Betrug und Geheimnisse. Er beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass die schmutzigen Geschäfte weit über die Mauern des schwedischen Regierungssitzes Rosenbad hinausreichen ...
Der Auftakt einer neuen Reihe von einem Duo mit geballtem Insiderwissen: Joakim Zander ist EU-Experte und Bestsellerautor, Moa Berglöf war jahrelang Redenschreiberin des schwedischen Ministerpräsidenten.
Book Information
Author Description
Moa Berglöf, geboren 1979 in Hudiksvall, arbeitet als Redakteurin für die schwedischen Zeitungen Sydsvenskan und Helsingborgs Dagblad. Zwischen 1996 und 2014 war sie auf verschiedenen Ebenen in der Partei Moderaterna aktiv, die letzten acht Jahre als politische Expertin und Redenschreiberin für Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt. Sie lebt heute in Skurup und Lund.
Posts
"Die Stockholm-Protokolle" durfte ich als Rezensionsexemplar lesen, erstmal vielen lieben Dank dafür. Nordische Thriller faszinieren mich immer wieder aufs neue und auch in diesem Politthriller wurde ich nicht enttäuscht. Das Autorenduo kannte ich bis Dato noch überhaupt nicht. Der Schreibstiel war flüssig und sehr bildhaft zu lesen. Die Protagonisten sind realistisch und umfassend ausgearbeitet, ein kleiner Kritikpunkt meinerseits sind die vielen Nebenprotagonisten. Durch diese gab es kleinere längen beim lesen. Aber das ist nur meine Meinung und alles in allem haben Moa Berglöf und Joakim Zander ein sehr interessanter und kurzweiliger Politthriller mit realistischem Hintergrund geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Die Politikjournalistin Julia ist einem Skandal um den charismatischen Ministerpräsidenten Christian Bratts auf der Spur. Julia wird von der Zeitung bei der sie arbeitet kaltgestellt. Ihr wird mehr als klar gemacht, dass sie ihre Finger bei sich behalten soll. Zeitgleich wird ihr politisch eher unerfahrener Lebensgefährt Alfred zum neuen Pressesprecher von Christian Bratt angestellt.... Wird es Julia gelingen den Skandal trotz Kaltstellung aufzudecken und übersteht die Beziehung der beiden alles? Lest selbst....
Ein Blick hinter die Kulissen der Macht
"Die Stockholm-Protokolle" von Moa Berglöf und Joakim Zander ist ein Thriller, der aus der Masse herausragt! Er ist der erste Teil einer Reihe. Julia, eine äußerst engagierte Politik-Journalistin wird von ihrer Rdaktion kaltgestellt, da sie mit ihren Ermittlungen offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Sie muss einer hochbrisanten Sache in den höchsten Ebenen der Politik auf die Spur gekommen sein. Als ihr Partner Alfred , im politischen Geschäft unerfahren, überraschend zum Pressesprecher des schwedischen Ministerpräsidenten ernannt wird, sieht sie ihre Vermutung bestätigt.Sie ermittelt weiter, sagt Alfred aber nichts, weder von ihrer Kaltstellung, noch von ihren Ermittlungen. Wir tauchen in diesem Thriller tief in die Ränkespiele der Macht ein. Es ist deutlich zu spüren, dass die Autor*innen selbst lang in diesem Bereich tätig waren. Die Ereignisse werden jeweils aus der Perspektive von Julia und von Alfred beschrieben. Die Charaktere der beiden so unterschiedlichen Menschen sind glaubwürdig dargestellt. Zum einen ist da Julia: sie hat Biss und lässt nicht locker. Ob man für ihr Verhalten Verständnis hat, ist wohl von der Betrachtung der Lesenden abhängig. Dann haben wir es mit Alfred zu tun, der sich in sein neues Arbeitsumfeld einfinden muss. Er muss zum Wolf werden, um nicht als Schaf unterzugehen.Seine Situation wird erschreckend realistisch dargestellt. Der Thriller steigrt sich langsam, dafür aber umso eindringlicher. bis zum (teilweise offenen) Ende. Die Lesenden können durch die leicht verständliche Sprache gut miträtseln. Im Verlauf der Story kommen immer mehr neue Personen in das Geflecht, das sich bis ins Europäische Parlament erstreckt, hinzu. Hier muss man aufmerksam lesen, um nicht den Überblick zu verlieren. Ein Personenverzeichnis am Ende des Thrillers wäre für manchen Lesenden eventuell hilfreich, würde aber auch zum Teil die Spannung wegnehmen. Ich habe den Thriller genossen, auch wenn er sehr realistisch ist. Einige wenige Fragen bleiben offen, diee Lust darauf machen, den nächsten Teil (der hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lässt) zu lesen. Zitat aus dem Nachwort: "Dank an alle Politiker und politischen Beamten, in Schweden und international, die uns zu diesem Buch inspiriert haben. Einige von Euch werden sich vielleicht wiedererkennen. Das ist Absicht." Wie wahr, Parallelen sind durchaus erkennbar... Eine absolute Leseempfehlung von mir nicht nur für politisch Interessierte und die verdienten 5 Sterne gibt es von mir für diesen Thriller!
Realistisches Szenario mit einigen Längen
Heute erscheint "Die Stockholm-Protokolle - Gefährliche Beziehungen" von Moa Berglof und Joakim Zander im Rowohlt Verlag. Schwedische Thriller und ich sind ja fast immer ein Perfect Match, und so freute ich mich darauf, in die Untiefen der schwedischen Politik einzutauchen. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das Autorenduo zog mich mit ihrem guten, flüssigen und bildhaften Schreibstil sofort in den Bann der Geschichte der Reporterin Julia, die einen Skandal rund um den charismatischen Ministerpräsidenten Christian Bratts witterte. Als Julia dann noch von ihrer Zeitung von dieser Recherche abgezogen und degradiert wird, ist sie sich sicher, dass hier etwas verschleiert werden soll. Überraschen wird allerdings ihr politisch völlig unerfahrener Lebensgefährte Alfred, der Pressebesprecher genau dieses Ministerpräsidenten. Der Plot wurde klug durchdacht und gut von den Autoren angelegt. Sofort spüre ich die tiefgründige Spannung und auch die Ränkespiele der Politik. Das von den Autoren entworfene Szenario wirkt äußerst realistisch. Die Protagonisten sind tief und umfassend ausgearbeitet, auch wenn es für meinen Geschmack zu viele Nebendarsteller gab. Die vielen Namen führten ab und an dazu, dass ich den Faden verlor. Der gesamte Thriller wird aus der Sicht von Alfred und Julia erzählt, die mit jeder Seite tiefer in den Sumpf der Politik gezogen werden. Der Erzählstil ist, wie ich es von skandinavischen Thrillern gewohnt bin, eher langsam und ruhig. Auch hier hätte ich mir ab und an mehr Zug im Storytelling gewünscht. Durch diese Erzählweise kam es nämlich in der ersten Hälfte des Buches zu Längen, an denen die Geschichte auf der Stelle trat. Dies führte dazu, dass sich erst sehr spät tiefe Spannung aufbaute und man daher viel Geduld an den Tag legen musste. Das Ende war für mich etwas unbefriedigend, auch wenn es wirklichkeitsnah dargestellt wurde. Im Großen und Ganzen schuf das Autorenduo einen realistischen Plot mit einer überzeugenden Grundidee, die mich aber aufgrund der Längen im Storytelling mit 3 von 5 Sternen nicht gänzlich überzeugen konnte.

✏️Meinung: Ein Politthrillet aus Schweden, Anfang einer neuen Reihe - da war die Erwartungshaltung direkt hoch. Es ist schon noch ausbaufähig, aber ich hab mich insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt. Schreibweise ist flüssig und Sprache sehr lebensnah. Die Hauptfiguren lernt man schnell gut kennen, auch wenn sie auf Anhieb nicht so sympathisch rüberkommen. Es war teilweise schon recht spannend, aber mir fehlten doch ein paar trickreiche Wendungen und insgesamt war die Story etwas zu oberflächlich. Aber ein absolut gelungener Serienauftakt, werd auch jeden Fall dranbleiben.
Ich glaube, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt und dass Leser, die sich stark für politische Themen interessieren, hier mehr herausziehen können. Für mich persönlich war es jedoch zu langatmig und zu wenig fesselnd.
Ich war echt gespannt auf das Buch – ein Politthriller mit brisantem Thema, Machtstrukturen, Geheimnissen und einer investigativen Journalistin im Mittelpunkt. Und ich habe dem Buch auch eine faire Chance gegeben. Die erste Hälfte habe ich gelesen, durchgezogen, gehofft, dass der Knoten platzt. Aber leider ist genau das nicht passiert. Der Einstieg ist sehr politisch geprägt, mit vielen Informationen und Hintergründen, die durchaus interessant sind, aber auch fordern. Man merkt, dass hier viel Insiderwissen steckt und der Inhalt eine gewisse Tiefe hat. Der Schreibstil ist dabei wirklich gut – flüssig, durchdacht und auf einem guten Niveau. Trotzdem hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die eigentliche Spannung auf der Strecke bleibt. Über weite Teile hinweg passiert schlicht zu wenig. Statt eines mitreißenden Plots stehen oft die Konflikte zwischen Julia und Alfred im Vordergrund – wer arbeitet, wer sich um die Kinder kümmert – und genau das ist mir zu sehr in den Fokus gerückt. Gerade für einen Thriller hat mir die Dynamik gefehlt. Nach rund 150 Seiten ohne wirklichen Fortschritt oder packende Wendungen habe ich das Buch schließlich abgebrochen – etwas, das ich wirklich ungern tue. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass es einfach keinen Sinn mehr macht weiterzulesen. Ich glaube, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt und dass Leser, die sich stark für politische Themen interessieren, hier mehr herausziehen können. Für mich persönlich war es jedoch zu langatmig und zu wenig fesselnd. Wirklich schade.
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Ein Pageturner über die Abgründe der Macht, die Rücksichtslosigkeit der Politik – und über eine Liebe, die auf eine harte Probe gestellt wird
Die Stockholmer Investigativjournalistin Julia verfolgt eine heiße Spur: Alles deutet darauf hin, dass der charismatische, beliebte Ministerpräsident Schwedens auch dunkle Seiten hat. Der nach außen liebende Familienvater scheint einen Hang zu exzessiven Partys zu haben, die auf Missbrauch schließen lassen. Und er pflegt politische Netzwerke, die einen Rechtsruck bedeuten könnten. Als Julia von ihrem Chefredakteur kaltgestellt wird, ahnt sie, wie hochbrisant die Sache ist. Erst recht als ihr politisch unerfahrener Ehemann, Windkraft-Experte Alfred, plötzlich zum Pressesprecher des Ministerpräsidenten ernannt wird. Julia kann Alfred nicht sagen, was sie sofort vermutet: Dieser Job wurde ihm nur angeboten, um sie endgültig zum Schweigen zu bringen. Trotzdem beschließt sie, weiter zu ermitteln.
Währenddessen schlägt sich Alfred erstaunlich gut im Polit-Dschungel. Doch in den Korridoren der Macht stößt er auf Betrug und Geheimnisse. Er beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass die schmutzigen Geschäfte weit über die Mauern des schwedischen Regierungssitzes Rosenbad hinausreichen ...
Der Auftakt einer neuen Reihe von einem Duo mit geballtem Insiderwissen: Joakim Zander ist EU-Experte und Bestsellerautor, Moa Berglöf war jahrelang Redenschreiberin des schwedischen Ministerpräsidenten.
Book Information
Author Description
Moa Berglöf, geboren 1979 in Hudiksvall, arbeitet als Redakteurin für die schwedischen Zeitungen Sydsvenskan und Helsingborgs Dagblad. Zwischen 1996 und 2014 war sie auf verschiedenen Ebenen in der Partei Moderaterna aktiv, die letzten acht Jahre als politische Expertin und Redenschreiberin für Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt. Sie lebt heute in Skurup und Lund.
Posts
"Die Stockholm-Protokolle" durfte ich als Rezensionsexemplar lesen, erstmal vielen lieben Dank dafür. Nordische Thriller faszinieren mich immer wieder aufs neue und auch in diesem Politthriller wurde ich nicht enttäuscht. Das Autorenduo kannte ich bis Dato noch überhaupt nicht. Der Schreibstiel war flüssig und sehr bildhaft zu lesen. Die Protagonisten sind realistisch und umfassend ausgearbeitet, ein kleiner Kritikpunkt meinerseits sind die vielen Nebenprotagonisten. Durch diese gab es kleinere längen beim lesen. Aber das ist nur meine Meinung und alles in allem haben Moa Berglöf und Joakim Zander ein sehr interessanter und kurzweiliger Politthriller mit realistischem Hintergrund geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Die Politikjournalistin Julia ist einem Skandal um den charismatischen Ministerpräsidenten Christian Bratts auf der Spur. Julia wird von der Zeitung bei der sie arbeitet kaltgestellt. Ihr wird mehr als klar gemacht, dass sie ihre Finger bei sich behalten soll. Zeitgleich wird ihr politisch eher unerfahrener Lebensgefährt Alfred zum neuen Pressesprecher von Christian Bratt angestellt.... Wird es Julia gelingen den Skandal trotz Kaltstellung aufzudecken und übersteht die Beziehung der beiden alles? Lest selbst....
Ein Blick hinter die Kulissen der Macht
"Die Stockholm-Protokolle" von Moa Berglöf und Joakim Zander ist ein Thriller, der aus der Masse herausragt! Er ist der erste Teil einer Reihe. Julia, eine äußerst engagierte Politik-Journalistin wird von ihrer Rdaktion kaltgestellt, da sie mit ihren Ermittlungen offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Sie muss einer hochbrisanten Sache in den höchsten Ebenen der Politik auf die Spur gekommen sein. Als ihr Partner Alfred , im politischen Geschäft unerfahren, überraschend zum Pressesprecher des schwedischen Ministerpräsidenten ernannt wird, sieht sie ihre Vermutung bestätigt.Sie ermittelt weiter, sagt Alfred aber nichts, weder von ihrer Kaltstellung, noch von ihren Ermittlungen. Wir tauchen in diesem Thriller tief in die Ränkespiele der Macht ein. Es ist deutlich zu spüren, dass die Autor*innen selbst lang in diesem Bereich tätig waren. Die Ereignisse werden jeweils aus der Perspektive von Julia und von Alfred beschrieben. Die Charaktere der beiden so unterschiedlichen Menschen sind glaubwürdig dargestellt. Zum einen ist da Julia: sie hat Biss und lässt nicht locker. Ob man für ihr Verhalten Verständnis hat, ist wohl von der Betrachtung der Lesenden abhängig. Dann haben wir es mit Alfred zu tun, der sich in sein neues Arbeitsumfeld einfinden muss. Er muss zum Wolf werden, um nicht als Schaf unterzugehen.Seine Situation wird erschreckend realistisch dargestellt. Der Thriller steigrt sich langsam, dafür aber umso eindringlicher. bis zum (teilweise offenen) Ende. Die Lesenden können durch die leicht verständliche Sprache gut miträtseln. Im Verlauf der Story kommen immer mehr neue Personen in das Geflecht, das sich bis ins Europäische Parlament erstreckt, hinzu. Hier muss man aufmerksam lesen, um nicht den Überblick zu verlieren. Ein Personenverzeichnis am Ende des Thrillers wäre für manchen Lesenden eventuell hilfreich, würde aber auch zum Teil die Spannung wegnehmen. Ich habe den Thriller genossen, auch wenn er sehr realistisch ist. Einige wenige Fragen bleiben offen, diee Lust darauf machen, den nächsten Teil (der hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lässt) zu lesen. Zitat aus dem Nachwort: "Dank an alle Politiker und politischen Beamten, in Schweden und international, die uns zu diesem Buch inspiriert haben. Einige von Euch werden sich vielleicht wiedererkennen. Das ist Absicht." Wie wahr, Parallelen sind durchaus erkennbar... Eine absolute Leseempfehlung von mir nicht nur für politisch Interessierte und die verdienten 5 Sterne gibt es von mir für diesen Thriller!
Realistisches Szenario mit einigen Längen
Heute erscheint "Die Stockholm-Protokolle - Gefährliche Beziehungen" von Moa Berglof und Joakim Zander im Rowohlt Verlag. Schwedische Thriller und ich sind ja fast immer ein Perfect Match, und so freute ich mich darauf, in die Untiefen der schwedischen Politik einzutauchen. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das Autorenduo zog mich mit ihrem guten, flüssigen und bildhaften Schreibstil sofort in den Bann der Geschichte der Reporterin Julia, die einen Skandal rund um den charismatischen Ministerpräsidenten Christian Bratts witterte. Als Julia dann noch von ihrer Zeitung von dieser Recherche abgezogen und degradiert wird, ist sie sich sicher, dass hier etwas verschleiert werden soll. Überraschen wird allerdings ihr politisch völlig unerfahrener Lebensgefährte Alfred, der Pressebesprecher genau dieses Ministerpräsidenten. Der Plot wurde klug durchdacht und gut von den Autoren angelegt. Sofort spüre ich die tiefgründige Spannung und auch die Ränkespiele der Politik. Das von den Autoren entworfene Szenario wirkt äußerst realistisch. Die Protagonisten sind tief und umfassend ausgearbeitet, auch wenn es für meinen Geschmack zu viele Nebendarsteller gab. Die vielen Namen führten ab und an dazu, dass ich den Faden verlor. Der gesamte Thriller wird aus der Sicht von Alfred und Julia erzählt, die mit jeder Seite tiefer in den Sumpf der Politik gezogen werden. Der Erzählstil ist, wie ich es von skandinavischen Thrillern gewohnt bin, eher langsam und ruhig. Auch hier hätte ich mir ab und an mehr Zug im Storytelling gewünscht. Durch diese Erzählweise kam es nämlich in der ersten Hälfte des Buches zu Längen, an denen die Geschichte auf der Stelle trat. Dies führte dazu, dass sich erst sehr spät tiefe Spannung aufbaute und man daher viel Geduld an den Tag legen musste. Das Ende war für mich etwas unbefriedigend, auch wenn es wirklichkeitsnah dargestellt wurde. Im Großen und Ganzen schuf das Autorenduo einen realistischen Plot mit einer überzeugenden Grundidee, die mich aber aufgrund der Längen im Storytelling mit 3 von 5 Sternen nicht gänzlich überzeugen konnte.

✏️Meinung: Ein Politthrillet aus Schweden, Anfang einer neuen Reihe - da war die Erwartungshaltung direkt hoch. Es ist schon noch ausbaufähig, aber ich hab mich insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt. Schreibweise ist flüssig und Sprache sehr lebensnah. Die Hauptfiguren lernt man schnell gut kennen, auch wenn sie auf Anhieb nicht so sympathisch rüberkommen. Es war teilweise schon recht spannend, aber mir fehlten doch ein paar trickreiche Wendungen und insgesamt war die Story etwas zu oberflächlich. Aber ein absolut gelungener Serienauftakt, werd auch jeden Fall dranbleiben.
Ich glaube, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt und dass Leser, die sich stark für politische Themen interessieren, hier mehr herausziehen können. Für mich persönlich war es jedoch zu langatmig und zu wenig fesselnd.
Ich war echt gespannt auf das Buch – ein Politthriller mit brisantem Thema, Machtstrukturen, Geheimnissen und einer investigativen Journalistin im Mittelpunkt. Und ich habe dem Buch auch eine faire Chance gegeben. Die erste Hälfte habe ich gelesen, durchgezogen, gehofft, dass der Knoten platzt. Aber leider ist genau das nicht passiert. Der Einstieg ist sehr politisch geprägt, mit vielen Informationen und Hintergründen, die durchaus interessant sind, aber auch fordern. Man merkt, dass hier viel Insiderwissen steckt und der Inhalt eine gewisse Tiefe hat. Der Schreibstil ist dabei wirklich gut – flüssig, durchdacht und auf einem guten Niveau. Trotzdem hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die eigentliche Spannung auf der Strecke bleibt. Über weite Teile hinweg passiert schlicht zu wenig. Statt eines mitreißenden Plots stehen oft die Konflikte zwischen Julia und Alfred im Vordergrund – wer arbeitet, wer sich um die Kinder kümmert – und genau das ist mir zu sehr in den Fokus gerückt. Gerade für einen Thriller hat mir die Dynamik gefehlt. Nach rund 150 Seiten ohne wirklichen Fortschritt oder packende Wendungen habe ich das Buch schließlich abgebrochen – etwas, das ich wirklich ungern tue. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass es einfach keinen Sinn mehr macht weiterzulesen. Ich glaube, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt und dass Leser, die sich stark für politische Themen interessieren, hier mehr herausziehen können. Für mich persönlich war es jedoch zu langatmig und zu wenig fesselnd. Wirklich schade.











