Die Singuläre Frau

Die Singuläre Frau

Hardback
4.153

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Description

In dem Bestseller "Generation Ally" beschrieb Katja Kullmann, warum es so kompliziert ist, eine Frau zu sein. Zwanzig Jahre später erzählt sie, wie es ist, eine Frau ohne Begleitung zu sein. Sie ist die Frau, der man nachsagt, dass sie kein Glück in der Liebe hat. Diejenige, die ihr Leben alleine regelt. Die Frau ohne Begleitung. Vom Bürofräulein der Weimarer Republik bis zur angeblich einsamen Akademikerin der Gegenwart – sie ist die wahre Heldin der Moderne: die Singuläre Frau. Kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag stellt Katja Kullmann fest, dass auch sie so eine geworden ist: ein Langzeit-Single. Die Erkenntnis ist ein kleiner Schock. Dann eine Befreiung. Und ein Ansporn – nicht nur für die schonungslose Selbsterkundung, sondern auch für eine Spurensuche. Welche literarischen, sozialen und popkulturellen Zeugnisse hat die Frau ohne Begleitung hinterlassen? Und wie könnte ihre Zukunft aussehen? Leidenschaftlich und eigensinnig führt Katja Kullmann uns zu einer radikalen Neubewertung der alleinstehenden Frau.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
336
Price
24.70 €

Author Description

Katja Kullmann, 1970 geboren, lebt als Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Für den Bestseller "Generation Ally. Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein" erhielt sie 2003 den Deutschen Bücherpreis. Zuletzt erschien 2022 bei Hanser Berlin "Die Singuläre Frau".

Posts

7
All
3.5

Viele neue Erkenntnisse habe ich nicht gewonnen, aber einen ganz guten Überblick erhalten. Es mischen sich eigene Erfahrungen der Autorin mit zahlreichen Querverweisen in Geschichte, Literatur, Musik, Theater... Davon habe ich mindestens so viel mitgenommen, dass ich mir ein weiteres Buch bestellt habe, von dem ich denke, dass es zu meinem eigenen Erleben passt. Ein Teil des Buches widmet sich der Begriffsfindung, die Frau ohne Partner*in, alleinstehend, Single - wird zur Singulären Frau. Weitere besprochene Aspekte, an die ich mich auch nach dem Zuschlagen des Buches erinnere, sind: Karriere, Selbstbewusstsein, erneute Versuche, zukünftige Lebensformen. Alles wird eher angerissen als vollständig ausformuliert. Aber es taugt zum Weiterdenken und sich Wiederfinden.

5

Faszinierendes Porträt über alleinstehende Frauen in der Gesellschaft

Dieses Buch widmet sich ganz dem Thema der singulären also allein lebenden Frau. Kullmann beschreibt die historische Entwicklung allein lebender Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft und macht Mut für diese Lebensform erhobenen Haupts einzustehen - egal in welcher Lebensphase.

5

Letzte Woche habe ich Katja Kullmann auf einer Veranstaltung gesehen, mich aber nicht getraut, sie anzusprechen. Das hat mich aber inspiriert, noch einmal "Die Singuläre Frau" (2022) zu lesen. Darin schreibt Kullmann über das Alleinleben als Frau - ihr eigenes, aber auch das von Romanfiguren, Autor*innen etc. - und über die alleinlebende Frau. Für letztere führt Kullmann den Begriff "singuläre Frau" ein, da existierende Begriffe (single, solo, alleinstehend) ihrer Ansicht nach verschiedene Konnotationen haben, die die Begriffe unzureichend machen. Mit dem Begriff lehnt sie sich an die "Gesellschaft der Singularitäten" von Andreas Reckwitz an. Die singuläre Frau ist laut Kullmann schon lange unter uns, wurde aber bisher oft übersehen. Auch historisch betrachtet gab es Zeiten, in denen viele Frauen alleine lebten - etwa als "Neue Frauen" in den 1920/30ern oder als "Trümmerfrauen" in den 1940ern. Heute jedoch sind die Voraussetzungen dafür so gut wie noch nie. Kullmann propagiert nicht das Alleineleben, sondern berichtet vor allem von ihren eigenen Erfahrungen. Sie betont, dass das Leben alleine nicht besser, aber eben auch nicht schlechter ist als das Leben in einer Paarbeziehung - und gleichermaßen ein komplettes Leben. Es geht ihr vor allem um die Stigmatisierung, das Mitleid, die Abwertung, die Frauen (insbesondere ab ihren 40ern) erfahren, wenn sie singulär sind. Daran zeigt sich, wie starr unsere gesellschaftlichen Vorstellungen davon, wie ein gelungenes (insbesondere weibliches) Leben aussieht, immer noch sind. Als ich das "Kinderfrage"-Seminar bei Sarah Diehl und Anna Schmutte besucht habe, hat eine andere Teilnehmerin "Die Singuläre Frau" erwähnt und gesagt, sie habe es noch nicht gelesen, weil sie Angst habe, es würde sie deprimieren. Genau das Gegenteil war für mich der Fall: ich finde es unglaublich ermutigend, wie bunt und schön und voll Kullmanns Leben wirkt. Natürlich auch mit Momenten der Einsamkeit und Zweifel, aber die gehören ja eh zum Menschsein dazu. Ich habe selten ein Leben beschrieben bekommen und mir dabei so sehr gewünscht, dass mein Leben einmal so aussieht.

4

Ich mochte das Buch sehr gerne — es hatte eine sehr stärkende Wirkung auf mich, hat mich zum Nachdenken und Umdenken angeregt, und trotz wenig Neuheitswert fand ich es irgendwie einfach schön so einen „alternativen“ Lebensweg zu lesen (der viel normaler sein / angesehen werden sollte).

4

Eine sehr interessante Perspektive. Fundierte Gedanken zu einem wichtigen Thema. Sehr persönlich und offen. Ich habs gern gehört und bin dankbar für diese intelligenten, teilweise lustig formulierten Gedanken. Manchmal wars mir ein wenig zu einseitig und abwehrend anderen Modellen gegenüber, aber ich habe einiges dazu gelernt.

4

Durchaus bereichernd.

„Wieder ohne Mann an meiner Seite, war es jedes Mal so, als ob ich endlich wieder nach Hause gekommen wäre. Ich konnte mich wieder sammeln, meine Kräfte, meine Lust, meine Interessen regenerieren und neu auskosten. Mein Leben schien sich tatsächlich jedes Mal (wieder) zu weiten. […] Mein Alleinsein war nie das Ziel. Es ist auch keine Erfolgsgeschichte. Es ist eine Konsequenz.“ Ein historischer Abriss über die Realität der (singulären) Frau der letzten 150 Jahre gespickt mit vielen Zitaten schreibender Frauen und eigenen Erfahrungen der Autorin. Für mich zwar nicht ganz neu, aber immer wieder bestürzend zu sehen, wie unglaublich zäh sich die Wandlung der gesellschaftlichen Position der Frau gestaltet. Die Errungenschaften der Frauen Ende 19. Anfang 20. Jahrhundert frisch vor Augen geführt, frage ich mich wieder, warum wir nicht schon sehr viel weiter sind! Ich habe es gern gelesen und es liest sich auch sehr heiter und flüssig, allein die übertriebene Nutzung kursiver Schrift hat mich mitunter stark irritiert. Fast wie eingespielte Lacher einer mittelmäßigen Sitcom, die einem anzeigen, wann man etwas witzig zu finden hat. Why?

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