Die Schülerin
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Description
Book Information
Author Description
Matthias Wittekindt, geboren 1958 in Bonn, vergisst beim Schreiben oft alles um sich herum. Das passiert ihm in seiner Berliner Stadtwohnung genauso wie im Garten in Schmöckwitz am Zeuthener See, wo er im Sommer gern arbeitet. Aufgewachsen ist Matthias Wittekindt in Hamburg. Nach einem Studium der Architektur und Religionsphilosophie in Berlin und London hat er u. a. als Architekt, Regisseur und Theater- und Hörspielautor gearbeitet. Seit 2011 konzentriert er sich ganz auf seine hochgelobten Kriminalromane. Vor Gericht, der erste Fall für Kriminaldirektor a. D. Manz, stand auf der Shortlist des Crime Cologne Award. Vor Gericht, Die Schülerin und Die rote Jawa wurden auf die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur gewählt, Die rote Jawa erreichte Platz 1. Drei Romane von Matthias Wittekindt erreichten die Top 3 beim Deutschen Krimipreis, zuletzt Hinterm Deich, der 2024 Platz 2 belegte.
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Die Schülerin - Manche Geheimnisse brauchen Jahrzehnte, um an die Oberfläche zu treiben, und doch fühlen sie sich an wie von gestern
Dieser Kriminalroman ist weit mehr als eine bloße Suche nach einem Täter; er ist eine melancholische Reise in die Schichten der Zeit. Im Mittelpunkt steht ein Ermittler im Ruhestand, der durch einen alten, ungeklärten Fall aus den 1970er Jahren zurück in die Provinz und seine eigene Vergangenheit gezogen wird. Es ist die Geschichte eines verschwundenen Mädchens, die wie ein dunkler Schatten über einer scheinbar friedlichen Dorfgemeinschaft liegt. Die Erzählweise besticht durch ihre Ruhe und Präzision. Statt auf effekthascherische Gewalt setzt die Handlung auf eine schleichende Spannung, die aus dem Unausgesprochenen erwächst. Die Wechsel zwischen den Jahrzehnten sind so geschickt verwoben, dass sich das Bild der damaligen Gesellschaft erst nach und nach wie ein Mosaik zusammensetzt. Man spürt förmlich die Enge der dörflichen Strukturen und das beklemmende Netz aus Loyalität und Verrat. Die Sprache ist unaufgeregt, aber von einer hohen atmosphärischen Dichte. Die Landschaft wird hier fast zu einem eigenen Charakter: die tiefen Kiefernwälder, die sandigen Wege und die stillen Seen dienen als perfekte Kulisse für eine Geschichte über Schuld, das Altern und das schmerzhafte Aufarbeiten von Lebenslügen. Der Protagonist agiert dabei nicht als unfehlbarer Held, sondern als ein nachdenklicher Beobachter, dessen eigene Zweifel die Geschichte so greifbar und menschlich machen. Fazit Wer Kriminalromane liebt, die ohne großes Getöse auskommen und stattdessen durch psychologische Tiefe und historische Genauigkeit glänzen, wird hier fündig. Es ist eine intensive Studie über das Schweigen und darüber, wie die Geister der Vergangenheit auch nach Jahrzehnten noch das Handeln der Gegenwart bestimmen. Ein leises, aber ungemein kraftvolles Buch, das den Leser mit einer nachdenklichen Stimmung entlässt. Von mir 8 von 10 P.

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Matthias Wittekindt, geboren 1958 in Bonn, vergisst beim Schreiben oft alles um sich herum. Das passiert ihm in seiner Berliner Stadtwohnung genauso wie im Garten in Schmöckwitz am Zeuthener See, wo er im Sommer gern arbeitet. Aufgewachsen ist Matthias Wittekindt in Hamburg. Nach einem Studium der Architektur und Religionsphilosophie in Berlin und London hat er u. a. als Architekt, Regisseur und Theater- und Hörspielautor gearbeitet. Seit 2011 konzentriert er sich ganz auf seine hochgelobten Kriminalromane. Vor Gericht, der erste Fall für Kriminaldirektor a. D. Manz, stand auf der Shortlist des Crime Cologne Award. Vor Gericht, Die Schülerin und Die rote Jawa wurden auf die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur gewählt, Die rote Jawa erreichte Platz 1. Drei Romane von Matthias Wittekindt erreichten die Top 3 beim Deutschen Krimipreis, zuletzt Hinterm Deich, der 2024 Platz 2 belegte.
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Die Schülerin - Manche Geheimnisse brauchen Jahrzehnte, um an die Oberfläche zu treiben, und doch fühlen sie sich an wie von gestern
Dieser Kriminalroman ist weit mehr als eine bloße Suche nach einem Täter; er ist eine melancholische Reise in die Schichten der Zeit. Im Mittelpunkt steht ein Ermittler im Ruhestand, der durch einen alten, ungeklärten Fall aus den 1970er Jahren zurück in die Provinz und seine eigene Vergangenheit gezogen wird. Es ist die Geschichte eines verschwundenen Mädchens, die wie ein dunkler Schatten über einer scheinbar friedlichen Dorfgemeinschaft liegt. Die Erzählweise besticht durch ihre Ruhe und Präzision. Statt auf effekthascherische Gewalt setzt die Handlung auf eine schleichende Spannung, die aus dem Unausgesprochenen erwächst. Die Wechsel zwischen den Jahrzehnten sind so geschickt verwoben, dass sich das Bild der damaligen Gesellschaft erst nach und nach wie ein Mosaik zusammensetzt. Man spürt förmlich die Enge der dörflichen Strukturen und das beklemmende Netz aus Loyalität und Verrat. Die Sprache ist unaufgeregt, aber von einer hohen atmosphärischen Dichte. Die Landschaft wird hier fast zu einem eigenen Charakter: die tiefen Kiefernwälder, die sandigen Wege und die stillen Seen dienen als perfekte Kulisse für eine Geschichte über Schuld, das Altern und das schmerzhafte Aufarbeiten von Lebenslügen. Der Protagonist agiert dabei nicht als unfehlbarer Held, sondern als ein nachdenklicher Beobachter, dessen eigene Zweifel die Geschichte so greifbar und menschlich machen. Fazit Wer Kriminalromane liebt, die ohne großes Getöse auskommen und stattdessen durch psychologische Tiefe und historische Genauigkeit glänzen, wird hier fündig. Es ist eine intensive Studie über das Schweigen und darüber, wie die Geister der Vergangenheit auch nach Jahrzehnten noch das Handeln der Gegenwart bestimmen. Ein leises, aber ungemein kraftvolles Buch, das den Leser mit einer nachdenklichen Stimmung entlässt. Von mir 8 von 10 P.





