Die Scheinheiligen

Die Scheinheiligen

Hardback
3.76

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

»Brillant! Sprachlich präzise und voller Zärtlichkeit« The Atlantic

Jo Hamya erzählt auf kluge und unterhaltsame Weise von Vätern und Töchtern, von allem, was sie trennt und verbindet, von Generationenunterschieden und großen gesellschaftlichen Fragen, die in der Familie ausgetragen werden.

Sizilien, 2010. Sophia, ein Teenager an der Schwelle zum Erwachsenwerden, verbringt einen Sommer mit ihrem Vater. Er ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der sich mehr für seine eigenen Worte als für seine Tochter interessiert. Im Laufe dieses Urlaubs wird ihre Beziehung Risse bekommen, die nicht mehr so leicht zu kitten sind. London, 2020. Sophias Vater sitzt in einem großen Theater. Er ist aufgeregt, denn er sieht sich das erste Theaterstück seiner Tochter im Westend an. Er wünscht ihr und dem Stück den größtmöglichen Erfolg und hofft, dass sie nun in seine schriftstellerischen Fußstapfen tritt. Doch dann stellt sich heraus, dass das Stück den schicksalhaften sizilianischen Familienurlaub zum Thema hat und ihn zwingen wird, sich mit der Sicht seiner eigenen Tochter auf ihn zu konfrontieren. Mit viel Humor und viel Feingefühl erzählt dieser Roman von Familie und der Frage, wieviel man sich gegenseitig verzeihen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
240
Price
25.70 €

Author Description

Jo Hamya, geb. 1997, lebt in London. Sie ist Autorin und Journalistin und schreibt unter anderem für die New York Times, die Financial Times und den Guardian. Ihr Roman »Die Scheinheiligen« wurde Book of the Year bei Time, Daily Mail, The Idependent und The Atlantic.

Posts

1
All
4

Wenn Familie zur Bühne wird

Manchmal reicht ein Familienurlaub, um Jahre später noch ordentlich Sand im Getriebe zu haben. Die Scheinheiligen klingt erst mal nach Vater-Tochter-Roman, aber da steckt deutlich mehr drin. Familie, Kunst, Erinnerung, verletzter Stolz und diese herrlich unangenehme Frage: Wer darf eigentlich wessen Geschichte erzählen? Sophia verbringt 2010 einen Sommer mit ihrem Vater auf Sizilien. Er ist Schriftsteller, erfolgreich, wortgewandt und offenbar ziemlich verliebt in die eigene Wichtigkeit. Autsch. Zehn Jahre später sitzt genau dieser Vater im Theater und schaut sich das Stück seiner Tochter an. Blöd nur, dass er ziemlich schnell merkt: Moment mal, das bin ja ich. Und zwar nicht gerade in der schmeichelhaften Version. Was mir daran gefällt: Der Roman scheint nicht plump mit dem Finger zu zeigen. Es geht nicht nur darum, wer recht hat und wer danebenlag. Viel spannender ist dieses leise Knirschen zwischen den Perspektiven. Der Vater sieht sich anders, Sophia sieht ihn anders, und irgendwo dazwischen liegt vermutlich die Wahrheit und trinkt genervt einen Espresso. Jo Hamya erzählt das mit Witz, Schärfe und Feingefühl. Nicht alles wirkt nach großer Kuscheldecke, eher nach einem elegant gedeckten Tisch, an dem plötzlich jemand die alten Rechnungen rausholt. Genau das macht den Reiz aus. Für mich ist Die Scheinheiligen ein kluger, leicht bissiger Roman über Familie, Kunst und Vergebung. Kein Buch, das laut schreit, sondern eines, das einem später noch im Kopf herumspukt. Und ja, manchmal sind die scheinheiligsten Menschen eben die, die am schönsten über Wahrheit reden.

Wenn Familie zur Bühne wird
Create Post