Die Romanfabrik von Paris
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Description
Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von " Die drei Musketiere" und " Der Graf von Monte Christo" , die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Gewinner der Abstimmung zum "Buch des Jahres 2020" bei WDR 2
Book Information
Posts
„Das Publikum ist eine unersättliche Bestie.“ - Alexandre Dumas
Ich habe mich riesig auf *Die Romanfabrik von Paris* gefreut, doch leider hat mich das Buch am Ende enttäuscht. 😕 Es geht um die Romanfabrik von Alexandre Dumas im Paris des 19. Jahrhunderts, in welcher von seinen Angestellten die beliebten Kapitel von „Die drei Musketiere“ geschrieben werden. Im Hintergrund werden politische Intrigen und dunkle Geheimnisse gesponnen, die in die Zeilen einfließen. Die Idee klang wirklich faszinierend – vor allem für mich, da ich historische Romane liebe, besonders solche, die im historischen London oder Paris spielen. 🏙️ Aber trotz dieser vielversprechenden Ausgangslage habe ich leider nur schwer Zugang zur Geschichte gefunden. Die Handlung zog sich für mich endlos in die Länge und ich habe ewig gebraucht, um das Buch fertigzulesen. 😅 Noch dazu blieben die Figuren für mich ziemlich flach und farblos, sodass ich keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Das hat es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte einzutauchen. 📖

Verträumte, spannende Geschichte
Das Buch handelt von dem Autor der Drei Musketiere Alexandre Dumas. Dieser wird von der Lehrerin Anna Mol bei den Zensurbehörde angezeigt und von deinem Heiler kaufmännisch abgezogen und manipuliert. Daraufhin beginnt eine Verfolgungsjagd von Frankreich, nach Brüssel, nach London und schließlich zum Showdown nach Sankt Petersburg. Dabei hat das Buch eine verzaubernde Atmosphäre und es gelingt sich komplett in die Geschichte einzuträumen. Während dem Lesen konnte ich mir die Szenarien gut bildlich vorstellen und das Lesen hat dabei viel Spaß gemacht.
„Die Romanfabrik von Paris“ von Dirk Husemann habe ich schon vor ein paar Wochen gelesen, bin jedoch noch nicht zur Rezension gekommen. Der historische Roman hat mich unterhalten, jedoch nicht vom Hocker gerissen. In angenehmem und gut lesbarem Schreibstil berichtet Husemann von der Geschichte Alexandre Dumas, und davon, was ihm durch die Ereignisse in seiner Schreibfabrik widerfährt. Abenteuerliche Reisen, Gefängnis, die Jagd nach dem Widersacher und nach wertvollen Gegenständen bringen Alexandre und Anna in die kuriosesten Situationen und am Ende auch einander näher. Die Begegnung mit einer englischen Gräfin und dem Thronfolger sind nicht weniger spannend als die kuriose Art Dumas, der selbst einen Priester vor seiner Hinrichtung in seine Geschichten einlullt. Abenteuer, eine Prise Selbstbewusstsein, etwas Selbstüberschätzung, mutige Frauen, die für ihr Ziel kämpfen, grenzüberschreitende Verfolgungsjagden und seltsame Begegnungen finden sich mit geheimen Eigenschaften von wertvollen Gegenständen, Massenhypnose und dem zarten Plänzchen der Zuneigung in dem Roman. Fast ein wenig viel für meinen Geschmack, aber nicht so, dass es extrem stören würde. Dafür sorgt eine gehörige Portion Witz. Nette Unterhaltung, aber leider nicht auf meiner Highlight-Liste. Beeindruckend jedoch tatsächlich das ein oder andere historische Detail.
Eine riesengroße Überraschung und Empfehlung ✨️
Ich lese eigentlich keine historischen Romane. Die fand ich bisher immer sehr langatmig und trocken, einfach wenig Handlung. Aber dieses Buch hat mich mehr als positiv überrascht und meine Meinung um 180 Grad gedreht 🤭 Die Romanfabrik ist eine Achterbahnfahrt von Anfang bis Ende und ich fand es so gut. Es war absolut nicht langweilig, auf keiner Seite, ich habe mich die ganze Zeit über wahnsinnig gut unterhalten gefühlt. Die Handlung ist actionreich und spannend und es war so cool, dass man nicht nur in Paris unterwegs war, sondern eine kleine Verfolgungsjagd durch Europa zum Plot gehört 😍 Der Einfluss von wahren, historischen Ereignissen hat mir sehr gut gefallen, war echt interessant und besonders die Ausdrucksweise aus den 1850ern war so witzig. Ein paar Beispiele... "Du Butzenmummel" "schweinehafter Läusefresser" "verräterischer Arschwisch" Ich musste stellenweise so lachen, der Unterhaltungsfaktor ist auf jeden Fall da 😂 Auch die Protagonisten Anna und Alexandre waren perfekt. Ihre Zweckgemeindschaft war ein einziges Chaos, denn da trifft eine gesittete Deutsche auf einen französischen Lebemann und irgendwie beschließen sie gemeinsam einen Staatsverrat aufzudecken. All diese Punkte haben das Buch einfach so unterhaltsam und kurzweilig gemacht, dass ich gar nicht anders kann, als ihm 5 Sterne und eine fette Empfehlung zu geben ❣️
Ich hab das Buch aus einer Ramschkiste mit Mängelexemplaren mitgenommen weil es von außen interessant aussah. Ich habe wenig erwartet weil ich aus den Kisten erwartungsgemäß Schrott ziehe. Beim Lesen wurde ich positiv überrascht. Die Story mag an der ein oder anderen Ecke unschlüssig sein und die Handlungen nicht ganz nachvollziehbar. Aber insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen und ist spannender als erwartet. Deswegen auch die vier Sterne, war einfach unerwartet gut
Das Buch erzählt die fiktive Geschichte des Autors Alexandre Dumas und seiner Romanfabrik, die in Gefahr gerät, als er in einen Skandal um Staatsgeheimnisse verwickelt wird. Um seine Haut zu retten, verbündet er sich mit einer scheinbaren Feindin und kämpft gegen einen gemeinsamen, tatsächlichen Feind. Die Idee war so gut, aber leider hatte die Umsetzung so ihre Schwächen. Alexandre Dumas hatte tatsächlich eine Romanfabrik, in der er andere für ihn hat schreiben lassen, soweit stimmen die Fakten also. Alles, was danach kommt, ist frei erfunden und wirkt sehr konstruiert. Die Geschichte ließ sich zwar schnell weglesen, aber richtig spannend wurde es kaum. Zu viel passierte auf einmal, das meiste war nicht sehr realistisch und zum Teil sogar unpassend. Die Figuren ließen auch zu wünschen übrig, nicht nur, weil sie nicht sonderlich in die Tiefe gingen, sondern auch, weil sie nicht gerade vor Sympathie strotzten. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch und wenn man sich genauer mit Dumas beschäftigt, sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle ganz interessant. Da allerdings wenig Spannung aufkam und ich auch sonst kaum eine Verbindung zur Geschichte herstellen konnte, gibt es von mir nur 2,5 Sterne.
Anstrengend und langatmig Die Romanfabrik von Paris fängt interessant an, wird dann unglaublich anstrengend und langatmig, aber nimmt am Ende wieder Fahrt auf und die Spannung rettet nochmal so einiges. Alexandre Dumas gab es wirklich! Die Geschichte, die hier beschrieben wird, ist daher nicht gänzlich frei erfunden. Anna leider schon, da hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass sie wahr gewesen wäre, denn sie ist eine unglaubliche Person! Was sie hier alles auf die Beine stellt, ist wahnsinnig mutig und ihrer Zeit weit voraus. Die Geschichte selbst ist eher unspektakulär und langatmig. Es war für mich unfassbar anstrengend dem roten Faden zu folgen und ich war froh, immer mal wieder eine Pause machen zu können. Historische Romane, mit ein wenig Fantasyanteil sind eigentlich voll mein Ding, aber hier hat es einfach nicht funktioniert. Trotzdem ist der Plott wirklich gut gewesen und auch die Story an sich war toll, nur das Zwischendurch hat eben irgendwie nicht gepasst. So ist das leider manchmal, aber es kommen auch wieder bessere Bücher und alle die auf historisches stehen mit einem Teil Wahrheit dahinter, sind hier genau richtig.
Dieses Buch wollte ich vor allem deswegen lesen, weil ich ja, wie ihr alle wisst, ein totaler Literaturnerd bin. Wenn irgendein Buch von berühmten Autoren oder berühmten Büchern oder von Autoren und Büchern im Allgemeinen handelt, dann bin ich mit am Start. Da denk ich dann kein zweites Mal nach. So auch bei diesem Buch. Von Alexandre Dumas selbst hab ich noch nichts gelesen, allerdings weiß ich so ungefähr, worum es bei "Die drei Musketiere" so geht. In diesem Roman geht es um die Abenteuer des (fiktionalen) Alexandre Dumas. Er ist Frauenheld, Autor, Herausgeber einer Zeitung, schuldet so ziemlich jedem Menschen in Paris Geld und hält sich trotzdem selbst für den Allergrößten. Besonders beliebt bei seinen Zeitgenossen ist er nicht - am allerwenigsten aber mag ihn die Lehrerin Anna. Als sie nach Paris kommt, um ihre neue Stelle bei einer reichen Familie anzutreten, kommt sie zum ersten Mal mit Dumas Texten in Berührung. Und sofort ist sie davon überzeugt, dass dieser Mann gestoppt werden muss. Immerhin werden seine Texte von Kindern gelesen, dabei sind die nicht wirklich jugendfrei. Also tut sie, was getan werden muss: Sie zeigt ihn an. Unwissend, dass sie dadurch in eine Geschichte hineingezogen wird, wegen der sie durch halb Europa reisen und sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Denn irgendwer hat Dumas Namen geklaut - und veröffentlich nun Texte in dessen Namen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dieser Geschichte halte. Was ich sicher sagen kann, war, dass ich die Story spannend fand. Ich mochte Anna und die Abenteuer, die sie zusammen mit Dumas erlebt. Stellenweise wirkte die Handlung auf mich aber überzogen und damit auch nicht ganz glaubwürdig. Was der Autor auf jeden Fall geschafft hat, war mich davon zu überzeugen, dass ich ganz dringend Dumas lesen muss. Ich war erst heute in der Buchhandlung und hatte "Die drei Musketiere" sogar schon in der Hand. Den Kauf hab ich dann aber doch aufgeschoben und lieber Shakespeares Sonette mitgenommen. Aber hey: Dieser Klassiker ist auf jeden Fall auf meiner Bucket List gelandet! Mein Fazit? Sympathische Protagonisten, leider nicht immer ganz glaubwürdige Geschichte.
Paris 1851. Der beliebte Schriftsteller Alexandre Dumas gibt sich in seinem Château dem schönen Leben hin und lässt in seiner Romanfabrik andere Autoren die erfolgreichen Erzählungen über die drei Musketiere fortsetzen – bis plötzlich sehr verhängnisvolle Texte in seinem Namen auftauchen. Währenddessen trifft die Gräfin Anna Dorn in Paris ein, um den Kindern einer wohlhabenden Familie die deutsche Literatur zu lehren. Die wollen aber lieber Dumas' lasterhafte Zeitungsromane lesen. Über deren Inhalte empört, begibt sich Anna Dorn in die Romanfabrik und wird dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie sieht sich gezwungen, sich mit Dumas zu verbünden und stürzt sich mit ihm in ein Abenteuer, das die beiden quer durch Europa führt. Der historische Roman beginnt sehr lebhaft. Als Leser*in wird man schnell in die Geschichte hineingezogen und fiebert bald um das Schicksal der Charaktere mit. Ab dem zweiten Drittel fiel die Spannung aus meiner Sicht stetig ab. Teilweise wurden die Konflikte zu schnell gelöst und leider war für mich bald klar, auf welches Ende die Geschichte hinauslaufen soll. Der letzte Teil des Buches erschien mir als ein schneller Ritt durch die übrige Handlung. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen Spannungsbogen mehr gewünscht. Die Auflösung um den zunächst recht diabolischen Antagonisten hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Vielleicht hätte hier ein ausführlicherer Blick in dessen Gedanken geholfen. Dennoch hat mir der Roman von [a:Dirk Husemann|1869663|Dirk Husemann|https://s.gr-assets.com/assets/nophoto/user/u_50x66-632230dc9882b4352d753eedf9396530.png] gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind sympathisch erzählt und haben jeweils ihre Stärken und Schwächen, die die Handlung passend vorantreiben oder erschweren. Die Atmosphäre ist lebhaft ausgeschmückt und die Kulissen bauen sich in satten Farben vor dem inneren Auge auf. Ich konnte mich wunderbar in die Zeit des 19. Jahrhunderts versetzen. Besonders mochte ich, dass die Handlungsorte der Geschichte wechseln und jeweils ganz unterschiedliche Stimmungen vermitteln. Hervorzuheben sind auch das schön gestaltete Cover und der historische Auszug aus dem Leben des echten Alexandre Dumas im Nachwort, das mich dazu gebracht hat, mich etwas eingehender mit ihm und seinen Geschichten zu beschäftigen. Die Entwicklung der Charaktere untereinander im Verlauf der Geschichte ist aus meiner Sicht passend erzählt. Insbesondere die Kooperation von Anna Dorn und Lady Alice hat mir sehr gut gefallen. Einzig die Liebesbeziehung zwischen Dumas und Dorn macht den Eindruck, dass sie um ihrer selbst willen in das Ende gepresst wurde. Eine gute Freundschaft zwischen beiden hätte meiner Meinung nach völlig ausgereicht. Ich empfehle das Buch Freund*innen des Genres der historischen Romane und für kuschelige Winterwochenenden auf der Couch. Das eBook wurde mir freundlicherweise von NetGalley und Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Die Romane "Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere" oder "Der Mann in der eisernen Maske" sind weltberühmt und haben als Abenteuerromane und Populärliteratur des 19. Jahrhunderts ihren angestammten Platz in der Literaturgeschichte. Ihr Autor, Alexandre Dumas der Ältere (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn A. D. d. Jüngere, der "Die Kameliendame" schrieb), war mir zwar durch sein Werk, nicht aber so sehr durch sein Leben bekannt. Ich wusste wenig bis nichts über seine Biografie. Nach der Lektüre der "Romanfabrik von Paris" und des lohnenden Nachworts ist mir die Lebensgeschichte von Alexandre Dumas aber nun schon sehr vertraut - von 0 auf 100 sozusagen. Wir kommen durch “Die Romanfabrik von Paris” ganz nah an die Persönlichkeit Dumas heran - selbstverständlich im Rahmen einer fiktiven Geschichte, die sich nur an die Realität anlehnt. Worum geht's? Wir schreiben das Jahr 1851 und Alexandre Dumas lebt als Schriftsteller in seinem Schlösschen, dem “Chateau Monte Christo” außerhalb von Paris. Dort entstehen im Rahmen der "Romanfabrik" seine beliebten Romane, die er von Lohnschreibern aufschreiben lässt, die Ideen und Geschichten aber kommen von ihm. Die fertigen Werke publiziert er als Fortsetzungsgeschichten in der Zeitung. Er hat es neben großer Popularität auch zu vielen Neidern und einigen Feinden gebracht. Die LeserInnen aber lieben seine Geschichten, in denen es um Rache und Liebe, Intrigen, Mord und Totschlag geht. Auch der Humor und der Genuss haben in den Abenteuerromanen ihren angestammten Platz und versüßen so manchem Franzosen den harten Alltag. Der Bonvivant Dumas gibt das Geld, das er durch seine Schriftstellerei verdient, gerne mit vollen Händen aus - für Reisen, Essen, Luxus, etc. Der gutherzige Lebemann Dumas ist ein erfolgreicher Glücksritter und liebt das Leben, wobei er auch gerne neue Ideen für seine Abenteuerromane sammelt. Die deutsche Gräfin Anna von Dorn ist die weibliche Protagonistin des Romans. Nach dem Tod ihres adeligen Mannes kommt sie als Privatlehrerin nach Paris. Sie sitzt im Rollstuhl - warum, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Als sie bei einer Familie, in der sie unterrichtet, die Fortsetzungsromane von Dumas kennenlernt, ist sie empört. Die lose Moral und mangelnde Gottesfürchtigkeit sind für die belesene Lehrerin ein Graus. Sie stellt Dumas zur Rede und muss dabei feststellen, dass die beiden ungleichen Personen ein gemeinsamer Gegenspieler verbindet: der Magnetiseur Lemaitre. Mit einer actiongeladenen Handlung, allerlei Intrigen, plötzlichen Wendungen und ganz vielen Zufällen ist dieser historische Roman ein amüsanter Parforceritt durch das Europa des mittleren 19. Jahrhunderts. Neben Paris spielt die Handlung auch in Brüssel, London und Moskau. Wie es sich für einen richtigen Abenteuerroman gehört, jagt ein Handlungselement das nächste. Der Leser hat kaum Zeit zum innehalten, aber dafür ist dieser Roman auch wirklich nicht gedacht. Gelegentlich schon sehr abgedreht, ist die Handlung aber stets unterhaltsam und lebendig. Ich habe durch dieses Buch selbst Lust bekommen, die Romane von Dumas, die ich nur als Verfilmungen kenne, einmal zu lesen. Fazit: Ein sehr lesenswerter historischer Abenteuerroman für lange Wintertage (der zufällig auch im Winter spielt)!
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Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von " Die drei Musketiere" und " Der Graf von Monte Christo" , die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Gewinner der Abstimmung zum "Buch des Jahres 2020" bei WDR 2
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„Das Publikum ist eine unersättliche Bestie.“ - Alexandre Dumas
Ich habe mich riesig auf *Die Romanfabrik von Paris* gefreut, doch leider hat mich das Buch am Ende enttäuscht. 😕 Es geht um die Romanfabrik von Alexandre Dumas im Paris des 19. Jahrhunderts, in welcher von seinen Angestellten die beliebten Kapitel von „Die drei Musketiere“ geschrieben werden. Im Hintergrund werden politische Intrigen und dunkle Geheimnisse gesponnen, die in die Zeilen einfließen. Die Idee klang wirklich faszinierend – vor allem für mich, da ich historische Romane liebe, besonders solche, die im historischen London oder Paris spielen. 🏙️ Aber trotz dieser vielversprechenden Ausgangslage habe ich leider nur schwer Zugang zur Geschichte gefunden. Die Handlung zog sich für mich endlos in die Länge und ich habe ewig gebraucht, um das Buch fertigzulesen. 😅 Noch dazu blieben die Figuren für mich ziemlich flach und farblos, sodass ich keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Das hat es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte einzutauchen. 📖

Verträumte, spannende Geschichte
Das Buch handelt von dem Autor der Drei Musketiere Alexandre Dumas. Dieser wird von der Lehrerin Anna Mol bei den Zensurbehörde angezeigt und von deinem Heiler kaufmännisch abgezogen und manipuliert. Daraufhin beginnt eine Verfolgungsjagd von Frankreich, nach Brüssel, nach London und schließlich zum Showdown nach Sankt Petersburg. Dabei hat das Buch eine verzaubernde Atmosphäre und es gelingt sich komplett in die Geschichte einzuträumen. Während dem Lesen konnte ich mir die Szenarien gut bildlich vorstellen und das Lesen hat dabei viel Spaß gemacht.
„Die Romanfabrik von Paris“ von Dirk Husemann habe ich schon vor ein paar Wochen gelesen, bin jedoch noch nicht zur Rezension gekommen. Der historische Roman hat mich unterhalten, jedoch nicht vom Hocker gerissen. In angenehmem und gut lesbarem Schreibstil berichtet Husemann von der Geschichte Alexandre Dumas, und davon, was ihm durch die Ereignisse in seiner Schreibfabrik widerfährt. Abenteuerliche Reisen, Gefängnis, die Jagd nach dem Widersacher und nach wertvollen Gegenständen bringen Alexandre und Anna in die kuriosesten Situationen und am Ende auch einander näher. Die Begegnung mit einer englischen Gräfin und dem Thronfolger sind nicht weniger spannend als die kuriose Art Dumas, der selbst einen Priester vor seiner Hinrichtung in seine Geschichten einlullt. Abenteuer, eine Prise Selbstbewusstsein, etwas Selbstüberschätzung, mutige Frauen, die für ihr Ziel kämpfen, grenzüberschreitende Verfolgungsjagden und seltsame Begegnungen finden sich mit geheimen Eigenschaften von wertvollen Gegenständen, Massenhypnose und dem zarten Plänzchen der Zuneigung in dem Roman. Fast ein wenig viel für meinen Geschmack, aber nicht so, dass es extrem stören würde. Dafür sorgt eine gehörige Portion Witz. Nette Unterhaltung, aber leider nicht auf meiner Highlight-Liste. Beeindruckend jedoch tatsächlich das ein oder andere historische Detail.
Eine riesengroße Überraschung und Empfehlung ✨️
Ich lese eigentlich keine historischen Romane. Die fand ich bisher immer sehr langatmig und trocken, einfach wenig Handlung. Aber dieses Buch hat mich mehr als positiv überrascht und meine Meinung um 180 Grad gedreht 🤭 Die Romanfabrik ist eine Achterbahnfahrt von Anfang bis Ende und ich fand es so gut. Es war absolut nicht langweilig, auf keiner Seite, ich habe mich die ganze Zeit über wahnsinnig gut unterhalten gefühlt. Die Handlung ist actionreich und spannend und es war so cool, dass man nicht nur in Paris unterwegs war, sondern eine kleine Verfolgungsjagd durch Europa zum Plot gehört 😍 Der Einfluss von wahren, historischen Ereignissen hat mir sehr gut gefallen, war echt interessant und besonders die Ausdrucksweise aus den 1850ern war so witzig. Ein paar Beispiele... "Du Butzenmummel" "schweinehafter Läusefresser" "verräterischer Arschwisch" Ich musste stellenweise so lachen, der Unterhaltungsfaktor ist auf jeden Fall da 😂 Auch die Protagonisten Anna und Alexandre waren perfekt. Ihre Zweckgemeindschaft war ein einziges Chaos, denn da trifft eine gesittete Deutsche auf einen französischen Lebemann und irgendwie beschließen sie gemeinsam einen Staatsverrat aufzudecken. All diese Punkte haben das Buch einfach so unterhaltsam und kurzweilig gemacht, dass ich gar nicht anders kann, als ihm 5 Sterne und eine fette Empfehlung zu geben ❣️
Ich hab das Buch aus einer Ramschkiste mit Mängelexemplaren mitgenommen weil es von außen interessant aussah. Ich habe wenig erwartet weil ich aus den Kisten erwartungsgemäß Schrott ziehe. Beim Lesen wurde ich positiv überrascht. Die Story mag an der ein oder anderen Ecke unschlüssig sein und die Handlungen nicht ganz nachvollziehbar. Aber insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen und ist spannender als erwartet. Deswegen auch die vier Sterne, war einfach unerwartet gut
Das Buch erzählt die fiktive Geschichte des Autors Alexandre Dumas und seiner Romanfabrik, die in Gefahr gerät, als er in einen Skandal um Staatsgeheimnisse verwickelt wird. Um seine Haut zu retten, verbündet er sich mit einer scheinbaren Feindin und kämpft gegen einen gemeinsamen, tatsächlichen Feind. Die Idee war so gut, aber leider hatte die Umsetzung so ihre Schwächen. Alexandre Dumas hatte tatsächlich eine Romanfabrik, in der er andere für ihn hat schreiben lassen, soweit stimmen die Fakten also. Alles, was danach kommt, ist frei erfunden und wirkt sehr konstruiert. Die Geschichte ließ sich zwar schnell weglesen, aber richtig spannend wurde es kaum. Zu viel passierte auf einmal, das meiste war nicht sehr realistisch und zum Teil sogar unpassend. Die Figuren ließen auch zu wünschen übrig, nicht nur, weil sie nicht sonderlich in die Tiefe gingen, sondern auch, weil sie nicht gerade vor Sympathie strotzten. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch und wenn man sich genauer mit Dumas beschäftigt, sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle ganz interessant. Da allerdings wenig Spannung aufkam und ich auch sonst kaum eine Verbindung zur Geschichte herstellen konnte, gibt es von mir nur 2,5 Sterne.
Anstrengend und langatmig Die Romanfabrik von Paris fängt interessant an, wird dann unglaublich anstrengend und langatmig, aber nimmt am Ende wieder Fahrt auf und die Spannung rettet nochmal so einiges. Alexandre Dumas gab es wirklich! Die Geschichte, die hier beschrieben wird, ist daher nicht gänzlich frei erfunden. Anna leider schon, da hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass sie wahr gewesen wäre, denn sie ist eine unglaubliche Person! Was sie hier alles auf die Beine stellt, ist wahnsinnig mutig und ihrer Zeit weit voraus. Die Geschichte selbst ist eher unspektakulär und langatmig. Es war für mich unfassbar anstrengend dem roten Faden zu folgen und ich war froh, immer mal wieder eine Pause machen zu können. Historische Romane, mit ein wenig Fantasyanteil sind eigentlich voll mein Ding, aber hier hat es einfach nicht funktioniert. Trotzdem ist der Plott wirklich gut gewesen und auch die Story an sich war toll, nur das Zwischendurch hat eben irgendwie nicht gepasst. So ist das leider manchmal, aber es kommen auch wieder bessere Bücher und alle die auf historisches stehen mit einem Teil Wahrheit dahinter, sind hier genau richtig.
Dieses Buch wollte ich vor allem deswegen lesen, weil ich ja, wie ihr alle wisst, ein totaler Literaturnerd bin. Wenn irgendein Buch von berühmten Autoren oder berühmten Büchern oder von Autoren und Büchern im Allgemeinen handelt, dann bin ich mit am Start. Da denk ich dann kein zweites Mal nach. So auch bei diesem Buch. Von Alexandre Dumas selbst hab ich noch nichts gelesen, allerdings weiß ich so ungefähr, worum es bei "Die drei Musketiere" so geht. In diesem Roman geht es um die Abenteuer des (fiktionalen) Alexandre Dumas. Er ist Frauenheld, Autor, Herausgeber einer Zeitung, schuldet so ziemlich jedem Menschen in Paris Geld und hält sich trotzdem selbst für den Allergrößten. Besonders beliebt bei seinen Zeitgenossen ist er nicht - am allerwenigsten aber mag ihn die Lehrerin Anna. Als sie nach Paris kommt, um ihre neue Stelle bei einer reichen Familie anzutreten, kommt sie zum ersten Mal mit Dumas Texten in Berührung. Und sofort ist sie davon überzeugt, dass dieser Mann gestoppt werden muss. Immerhin werden seine Texte von Kindern gelesen, dabei sind die nicht wirklich jugendfrei. Also tut sie, was getan werden muss: Sie zeigt ihn an. Unwissend, dass sie dadurch in eine Geschichte hineingezogen wird, wegen der sie durch halb Europa reisen und sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Denn irgendwer hat Dumas Namen geklaut - und veröffentlich nun Texte in dessen Namen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dieser Geschichte halte. Was ich sicher sagen kann, war, dass ich die Story spannend fand. Ich mochte Anna und die Abenteuer, die sie zusammen mit Dumas erlebt. Stellenweise wirkte die Handlung auf mich aber überzogen und damit auch nicht ganz glaubwürdig. Was der Autor auf jeden Fall geschafft hat, war mich davon zu überzeugen, dass ich ganz dringend Dumas lesen muss. Ich war erst heute in der Buchhandlung und hatte "Die drei Musketiere" sogar schon in der Hand. Den Kauf hab ich dann aber doch aufgeschoben und lieber Shakespeares Sonette mitgenommen. Aber hey: Dieser Klassiker ist auf jeden Fall auf meiner Bucket List gelandet! Mein Fazit? Sympathische Protagonisten, leider nicht immer ganz glaubwürdige Geschichte.
Paris 1851. Der beliebte Schriftsteller Alexandre Dumas gibt sich in seinem Château dem schönen Leben hin und lässt in seiner Romanfabrik andere Autoren die erfolgreichen Erzählungen über die drei Musketiere fortsetzen – bis plötzlich sehr verhängnisvolle Texte in seinem Namen auftauchen. Währenddessen trifft die Gräfin Anna Dorn in Paris ein, um den Kindern einer wohlhabenden Familie die deutsche Literatur zu lehren. Die wollen aber lieber Dumas' lasterhafte Zeitungsromane lesen. Über deren Inhalte empört, begibt sich Anna Dorn in die Romanfabrik und wird dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie sieht sich gezwungen, sich mit Dumas zu verbünden und stürzt sich mit ihm in ein Abenteuer, das die beiden quer durch Europa führt. Der historische Roman beginnt sehr lebhaft. Als Leser*in wird man schnell in die Geschichte hineingezogen und fiebert bald um das Schicksal der Charaktere mit. Ab dem zweiten Drittel fiel die Spannung aus meiner Sicht stetig ab. Teilweise wurden die Konflikte zu schnell gelöst und leider war für mich bald klar, auf welches Ende die Geschichte hinauslaufen soll. Der letzte Teil des Buches erschien mir als ein schneller Ritt durch die übrige Handlung. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen Spannungsbogen mehr gewünscht. Die Auflösung um den zunächst recht diabolischen Antagonisten hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Vielleicht hätte hier ein ausführlicherer Blick in dessen Gedanken geholfen. Dennoch hat mir der Roman von [a:Dirk Husemann|1869663|Dirk Husemann|https://s.gr-assets.com/assets/nophoto/user/u_50x66-632230dc9882b4352d753eedf9396530.png] gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind sympathisch erzählt und haben jeweils ihre Stärken und Schwächen, die die Handlung passend vorantreiben oder erschweren. Die Atmosphäre ist lebhaft ausgeschmückt und die Kulissen bauen sich in satten Farben vor dem inneren Auge auf. Ich konnte mich wunderbar in die Zeit des 19. Jahrhunderts versetzen. Besonders mochte ich, dass die Handlungsorte der Geschichte wechseln und jeweils ganz unterschiedliche Stimmungen vermitteln. Hervorzuheben sind auch das schön gestaltete Cover und der historische Auszug aus dem Leben des echten Alexandre Dumas im Nachwort, das mich dazu gebracht hat, mich etwas eingehender mit ihm und seinen Geschichten zu beschäftigen. Die Entwicklung der Charaktere untereinander im Verlauf der Geschichte ist aus meiner Sicht passend erzählt. Insbesondere die Kooperation von Anna Dorn und Lady Alice hat mir sehr gut gefallen. Einzig die Liebesbeziehung zwischen Dumas und Dorn macht den Eindruck, dass sie um ihrer selbst willen in das Ende gepresst wurde. Eine gute Freundschaft zwischen beiden hätte meiner Meinung nach völlig ausgereicht. Ich empfehle das Buch Freund*innen des Genres der historischen Romane und für kuschelige Winterwochenenden auf der Couch. Das eBook wurde mir freundlicherweise von NetGalley und Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Die Romane "Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere" oder "Der Mann in der eisernen Maske" sind weltberühmt und haben als Abenteuerromane und Populärliteratur des 19. Jahrhunderts ihren angestammten Platz in der Literaturgeschichte. Ihr Autor, Alexandre Dumas der Ältere (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn A. D. d. Jüngere, der "Die Kameliendame" schrieb), war mir zwar durch sein Werk, nicht aber so sehr durch sein Leben bekannt. Ich wusste wenig bis nichts über seine Biografie. Nach der Lektüre der "Romanfabrik von Paris" und des lohnenden Nachworts ist mir die Lebensgeschichte von Alexandre Dumas aber nun schon sehr vertraut - von 0 auf 100 sozusagen. Wir kommen durch “Die Romanfabrik von Paris” ganz nah an die Persönlichkeit Dumas heran - selbstverständlich im Rahmen einer fiktiven Geschichte, die sich nur an die Realität anlehnt. Worum geht's? Wir schreiben das Jahr 1851 und Alexandre Dumas lebt als Schriftsteller in seinem Schlösschen, dem “Chateau Monte Christo” außerhalb von Paris. Dort entstehen im Rahmen der "Romanfabrik" seine beliebten Romane, die er von Lohnschreibern aufschreiben lässt, die Ideen und Geschichten aber kommen von ihm. Die fertigen Werke publiziert er als Fortsetzungsgeschichten in der Zeitung. Er hat es neben großer Popularität auch zu vielen Neidern und einigen Feinden gebracht. Die LeserInnen aber lieben seine Geschichten, in denen es um Rache und Liebe, Intrigen, Mord und Totschlag geht. Auch der Humor und der Genuss haben in den Abenteuerromanen ihren angestammten Platz und versüßen so manchem Franzosen den harten Alltag. Der Bonvivant Dumas gibt das Geld, das er durch seine Schriftstellerei verdient, gerne mit vollen Händen aus - für Reisen, Essen, Luxus, etc. Der gutherzige Lebemann Dumas ist ein erfolgreicher Glücksritter und liebt das Leben, wobei er auch gerne neue Ideen für seine Abenteuerromane sammelt. Die deutsche Gräfin Anna von Dorn ist die weibliche Protagonistin des Romans. Nach dem Tod ihres adeligen Mannes kommt sie als Privatlehrerin nach Paris. Sie sitzt im Rollstuhl - warum, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Als sie bei einer Familie, in der sie unterrichtet, die Fortsetzungsromane von Dumas kennenlernt, ist sie empört. Die lose Moral und mangelnde Gottesfürchtigkeit sind für die belesene Lehrerin ein Graus. Sie stellt Dumas zur Rede und muss dabei feststellen, dass die beiden ungleichen Personen ein gemeinsamer Gegenspieler verbindet: der Magnetiseur Lemaitre. Mit einer actiongeladenen Handlung, allerlei Intrigen, plötzlichen Wendungen und ganz vielen Zufällen ist dieser historische Roman ein amüsanter Parforceritt durch das Europa des mittleren 19. Jahrhunderts. Neben Paris spielt die Handlung auch in Brüssel, London und Moskau. Wie es sich für einen richtigen Abenteuerroman gehört, jagt ein Handlungselement das nächste. Der Leser hat kaum Zeit zum innehalten, aber dafür ist dieser Roman auch wirklich nicht gedacht. Gelegentlich schon sehr abgedreht, ist die Handlung aber stets unterhaltsam und lebendig. Ich habe durch dieses Buch selbst Lust bekommen, die Romane von Dumas, die ich nur als Verfilmungen kenne, einmal zu lesen. Fazit: Ein sehr lesenswerter historischer Abenteuerroman für lange Wintertage (der zufällig auch im Winter spielt)!

















