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Emma, in London lebendend, hat vor ungefähr 10 Jahren ihren geliebten Mann Will durch eine unentdeckte Krankheit verloren. Die Trauer nimmt sie gefangen und es ist ihr nicht mehr möglich als Wissenschaftlerin zu arbeiten. Daher bewirbt sie sich in einer Gärtnerei für die Blumenabteilung. Hier fühlt sie sich ihrem verstorbenen Vater nah. Das hilft, ebenso die Anregung, sich mit der Titanic zu beschäftigen von der auch Will fasziniert war. Besonderes Interesse wecken die Blumen, die auf der Titanik gewesen sein müssen. Ebenso tut ihr der Umgang mit den Menschen hier gut. In einer zweiten Zeitschiene lernen wir Violette kennen, die am Anfang des vergangenen Jahrhunderts lebte, Blumen liebte und geschickt in Emmas Geschichte verwoben wird. Emma ist in ihrer Trauer, mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Ungeschicklichkeit prima beschrieben. Ihre Suche nach einem neuen Sinn für ihr Leben, nach Anerkennung und Menschen mit denen sie ihre Trauer und ihr neues Interesse teilen kann, sind nachfühlbar und plastisch. Ihre Unsicherheiten und Zweifel passen zu ihrem Charakter. Gut gelungen ist auch die Beziehung zu ihrer Mutter. Hier wird eine glaubhafte Problembearbeitung geschildert. Auch die anderen Charaktere sind ausreichend tiefgründig und sympathisch. Mir gefielen die Darstellungen der Natur und Blumen sehr gut; nicht zu aufwendig und trotzdem gut vorstellbar, bis hin zu den Düften. Sehr schön geschildert waren die Blumendüfte als Erinnerungen an Menschen und Ereignisse. Auch die Lebensbedingungen in der zweiten Zeitschine sind plastisch und werden vor Augen lebendig. Die Recherchen bezüglich der Blumen auf der Titanik haben mich sehr fasziniert und interessiert. Gleichzeitig entsteht eine schöne, angenehme Spannung, die das Interesse wach hält. Die Sprache der Autorin ist flüssig, harmonisch, gut verständlich und klar, so dass ich gut folgen konnte. Lisa Rauen liest das Hörbuch engagiert, in angenehmer Tonlage mit gefühlvolle Stimme. Sie versteht es, mit ihrer Stimme Gefühle und Ereignisse gut zu schildern. Auch liest sie die Charaktere mit unterschiedlichen Sprechweisen, so dass man sie während der Dialoge gut unterscheiden kann. Insgesamt eine schöne, emotionale Geschichte über Trauer, Verlust, Vergebung, Hoffnung, Familie, Freundschaft, Wertschätzung gut erzählt mit den Lebenswegen von Emma und Violette.
Jun 18, 2026
Emma, in London lebendend, hat vor ungefähr 10 Jahren ihren geliebten Mann Will durch eine unentdeckte Krankheit verloren. Die Trauer nimmt sie gefangen und es ist ihr nicht mehr möglich als Wissenschaftlerin zu arbeiten. Daher bewirbt sie sich in einer Gärtnerei für die Blumenabteilung. Hier fühlt sie sich ihrem verstorbenen Vater nah. Das hilft, ebenso die Anregung, sich mit der Titanic zu beschäftigen von der auch Will fasziniert war. Besonderes Interesse wecken die Blumen, die auf der Titanik gewesen sein müssen. Ebenso tut ihr der Umgang mit den Menschen hier gut. In einer zweiten Zeitschiene lernen wir Violette kennen, die am Anfang des vergangenen Jahrhunderts lebte, Blumen liebte und geschickt in Emmas Geschichte verwoben wird. Emma ist in ihrer Trauer, mit ihren Selbstzweifeln und ihrer Ungeschicklichkeit prima beschrieben. Ihre Suche nach einem neuen Sinn für ihr Leben, nach Anerkennung und Menschen mit denen sie ihre Trauer und ihr neues Interesse teilen kann, sind nachfühlbar und plastisch. Ihre Unsicherheiten und Zweifel passen zu ihrem Charakter. Gut gelungen ist auch die Beziehung zu ihrer Mutter. Hier wird eine glaubhafte Problembearbeitung geschildert. Auch die anderen Charaktere sind ausreichend tiefgründig und sympathisch. Mir gefielen die Darstellungen der Natur und Blumen sehr gut; nicht zu aufwendig und trotzdem gut vorstellbar, bis hin zu den Düften. Sehr schön geschildert waren die Blumendüfte als Erinnerungen an Menschen und Ereignisse. Auch die Lebensbedingungen in der zweiten Zeitschine sind plastisch und werden vor Augen lebendig. Die Recherchen bezüglich der Blumen auf der Titanik haben mich sehr fasziniert und interessiert. Gleichzeitig entsteht eine schöne, angenehme Spannung, die das Interesse wach hält. Die Sprache der Autorin ist flüssig, harmonisch, gut verständlich und klar, so dass ich gut folgen konnte. Lisa Rauen liest das Hörbuch engagiert, in angenehmer Tonlage mit gefühlvolle Stimme. Sie versteht es, mit ihrer Stimme Gefühle und Ereignisse gut zu schildern. Auch liest sie die Charaktere mit unterschiedlichen Sprechweisen, so dass man sie während der Dialoge gut unterscheiden kann. Insgesamt eine schöne, emotionale Geschichte über Trauer, Verlust, Vergebung, Hoffnung, Familie, Freundschaft, Wertschätzung gut erzählt mit den Lebenswegen von Emma und Violette.
Jun 18, 2026







