Die Männer vom Meer
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Description
Ein historischer Roman um die gefahrenreiche und abenteuerliche, die gewalttätige und sinnliche Welt des alten Nordlands, dem Land der Wikinger
Sie raufen, sie schlagen sich gegenseitig die Schädel ein, sie brandschatzen und nehmen sich auf ihren Raubzügen alles, was sie wollen, auch die Frauen. Im Mittelpunkt steht Björn Hasenscharte, ein Bauernsohn mit Geburtsfehler, aber wachem Geist. Bis zu König Harald Blauzahn führen seine Abenteuer.
»Konrad Hansen erzählt spannend, poetisch, realistisch und zugleich märchenhaft von Helden, Königen, Gefolgsleuten, Händlern und Kriegern, von Hexen, Zauberern und Priestern, aber auch von ganz gewöhnlichen Menschen. Ein großartiges Buch!«
Südkurier
Book Information
Author Description
Konrad Hansen, 1933 in Kiel geboren, studierte Germanistik, Philosophie, Theologie und Volkswirtschaft und lebt heute bei Flensburg. Er war Rundfunkredakteur, Reporter, Abteilungsleiter bei Radio Bremen und Intendant des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Hansen schrieb Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und die Romane »Der Spaßmacher«, »Die Männer vom Meer«, »Simons Bericht«, »Die Rückkehr der Wölfe« und »Der wilde Sommer. Roman aus dem Jahr 1945«.
Posts
Als Björn im 10. Jahrhundert in Jütland das Licht der Welt erblickt, sieht es zunächst so aus, als sollte es gleich wieder enden: Er hat eine gespaltene Oberlippe und ist klein und schmächtig, deshalb will sein Vater ihn am liebsten gleich wieder loswerden und ins Wasser werfen, doch seine Mutter verhindert dies. Und trotz seiner Handicaps soll er unglaubliche Abenteuer erleben und mit den Mächtigen des Landes verkehren. Ich habe lange gebraucht, um richtig in dieses Buch hereinzufinden. Was wahrscheinlich hauptsächlich daran liegt, dass der Wikingerroman sich vorwiegend mit Gewalt, Mord, Raub und Kriegszügen beschäftigt, was aber ja zu erwarten ist. Auch muss ich sagen, dass ich nicht richtig mit der Hauptperson, Björn Hasenscharte, warm werden konnte, ich fand diesen Charakter auch eher etwas flach. Andererseits ist das Buch hervorragend geschrieben und gut recherchiert. Während im ersten Teil eine typische Wikingerfahrt beschrieben wird (der Begriff ”Viking” kommt von den Beutezügen der nordischen Männer), geht es im zweiten Teil um den Dänenkönig Harald Blauzahn und seinen Sohn Sven Gabelbart und deren Verwürfnis. Diese beiden historischen Persönlichkeiten fand ich sehr interessant dargestellt und insgesamt fand ich diesen zweiten Teil, der sich mehr mit Politik und realen Ereignissen beschäftigt, sehr viel kurzweiliger und gefälliger als den ersten. Hier finden sich auch die meisten unterhaltenden Elemente, etwa das derb-komische ”Furzorakel” des Obroditenkönigs. Eine weitere, etwas zwiespältige, aber interessante Figur ist der Geistliche Poppo. Die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, war die Zeit, in der die Wikinger nach und nach das Christentum übernahmen und ihren eigenen Göttern abschworen, auch dieser Konflikt ist immer wieder Gegenstand der Erzählung. Schauplatz ist übrigens zu einem größeren Teil die Wikingerstadt Haithabu, der Name der Stadt wird zwar nie genannt, doch aufgrund der Beschreibung ist es offensichtlich, dass nur Haithabu gemeint sein kann. Insgesamt hat Konrad Hansen einen gut geschriebenen und interessanten historischen Roman vorgelegt, der sich durch die Epoche und das Thema von der Masse historischer Romane abhebt.
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Ein historischer Roman um die gefahrenreiche und abenteuerliche, die gewalttätige und sinnliche Welt des alten Nordlands, dem Land der Wikinger
Sie raufen, sie schlagen sich gegenseitig die Schädel ein, sie brandschatzen und nehmen sich auf ihren Raubzügen alles, was sie wollen, auch die Frauen. Im Mittelpunkt steht Björn Hasenscharte, ein Bauernsohn mit Geburtsfehler, aber wachem Geist. Bis zu König Harald Blauzahn führen seine Abenteuer.
»Konrad Hansen erzählt spannend, poetisch, realistisch und zugleich märchenhaft von Helden, Königen, Gefolgsleuten, Händlern und Kriegern, von Hexen, Zauberern und Priestern, aber auch von ganz gewöhnlichen Menschen. Ein großartiges Buch!«
Südkurier
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Konrad Hansen, 1933 in Kiel geboren, studierte Germanistik, Philosophie, Theologie und Volkswirtschaft und lebt heute bei Flensburg. Er war Rundfunkredakteur, Reporter, Abteilungsleiter bei Radio Bremen und Intendant des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Hansen schrieb Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und die Romane »Der Spaßmacher«, »Die Männer vom Meer«, »Simons Bericht«, »Die Rückkehr der Wölfe« und »Der wilde Sommer. Roman aus dem Jahr 1945«.
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Als Björn im 10. Jahrhundert in Jütland das Licht der Welt erblickt, sieht es zunächst so aus, als sollte es gleich wieder enden: Er hat eine gespaltene Oberlippe und ist klein und schmächtig, deshalb will sein Vater ihn am liebsten gleich wieder loswerden und ins Wasser werfen, doch seine Mutter verhindert dies. Und trotz seiner Handicaps soll er unglaubliche Abenteuer erleben und mit den Mächtigen des Landes verkehren. Ich habe lange gebraucht, um richtig in dieses Buch hereinzufinden. Was wahrscheinlich hauptsächlich daran liegt, dass der Wikingerroman sich vorwiegend mit Gewalt, Mord, Raub und Kriegszügen beschäftigt, was aber ja zu erwarten ist. Auch muss ich sagen, dass ich nicht richtig mit der Hauptperson, Björn Hasenscharte, warm werden konnte, ich fand diesen Charakter auch eher etwas flach. Andererseits ist das Buch hervorragend geschrieben und gut recherchiert. Während im ersten Teil eine typische Wikingerfahrt beschrieben wird (der Begriff ”Viking” kommt von den Beutezügen der nordischen Männer), geht es im zweiten Teil um den Dänenkönig Harald Blauzahn und seinen Sohn Sven Gabelbart und deren Verwürfnis. Diese beiden historischen Persönlichkeiten fand ich sehr interessant dargestellt und insgesamt fand ich diesen zweiten Teil, der sich mehr mit Politik und realen Ereignissen beschäftigt, sehr viel kurzweiliger und gefälliger als den ersten. Hier finden sich auch die meisten unterhaltenden Elemente, etwa das derb-komische ”Furzorakel” des Obroditenkönigs. Eine weitere, etwas zwiespältige, aber interessante Figur ist der Geistliche Poppo. Die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, war die Zeit, in der die Wikinger nach und nach das Christentum übernahmen und ihren eigenen Göttern abschworen, auch dieser Konflikt ist immer wieder Gegenstand der Erzählung. Schauplatz ist übrigens zu einem größeren Teil die Wikingerstadt Haithabu, der Name der Stadt wird zwar nie genannt, doch aufgrund der Beschreibung ist es offensichtlich, dass nur Haithabu gemeint sein kann. Insgesamt hat Konrad Hansen einen gut geschriebenen und interessanten historischen Roman vorgelegt, der sich durch die Epoche und das Thema von der Masse historischer Romane abhebt.




