Die Lotosschuhe

Die Lotosschuhe

Hardback
4.424

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Description

Fesselnd, faszinierend und herzzerreißend – zwei Mädchen zwischen Tradition und Träumen im China des ausgehenden 19. Jahrhunderts

China, Ende des 19. Jahrhunderts: Als Kleine Blume als Dienstmädchen an Linjing, Tochter einer angesehenen Familie, verkauft wird, klammert sie sich an die Hoffnung, dass ihre gebundenen Füße, ein tradiertes Schönheitsmerkmal, und ihr außergewöhnliches Sticktalent sie eines Tages aus der Sklaverei führen werden. Doch die eifersüchtige Linjing tut alles, um das zu verhindern. Im Laufe der Jahre müssen die Mädchen lernen, zusammenzuarbeiten, mal als erbitterte Rivalinnen, mal als zaghafte Freundinnen. Bis Linjing nach einem Skandal in Ungnade fällt. Ist dies die Chance auf Glück für Kleine Blume? Lassen sich ihre verflochtenen Schicksale wirklich trennen?

Mit »Die Lotosschuhe« hat Jane Yang einen mitreißenden historischen Roman über zwei vom Schicksal verbundener junger Frauen geschrieben, die auf der Suche nach ihrem Platz im Leben sind. In einer Zeit in China, in der Tradition und Aufbruchswille miteinander ringen.

Die perfekte Lektüre für Leserinnen und Leser von Jung Changs »Wilde Schwäne«, Arthur Goldens »Die Geisha« und Isabel Allendes »Violeta«.

Inspiriert von der Familiengeschichte der Autorin.

»Brillant geschrieben, meisterhaft erzählt und schwer aus der Hand zu legen. Diese Geschichte wird mich noch sehr, sehr lange beschäftigen.« Heather Morris , SPIEGEL-Bestsellerautorin von »Der Tätowierer von Auschwitz«

»Das Herzstück des Romans ist die gefühlsbetonte Beziehung zwischen Linjing und Kleiner Blume, die sich über ein ganzes Leben und durch mehrere Schicksalsschläge entwickelt.« Melissa Fu

»›Die Lotosschuhe‹ handelt von der Notlage der Frauen im China des 19. Jahrhunderts und, was noch wichtiger ist, von ihrem Geist, ihrem Mut, für sich selbst und füreinander einzustehen in einer Welt, in der Sklaverei, gebundene Füße und das Patriarchat versuchen, sie zu unterdrücken.« Natasha Lester

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
384
Price
24.70 €

Author Description

Jane Yangs Familie wanderte. als sie sieben Jahre als war, von Vietnam nach Australien aus. Dort wuchs sie in einer chinesisch-vietnamesischen Enklave auf und war fasziniert von kantonesischen Historiendramen und historischen Romane. Obwohl sie eine pharmazeutische Ausbildung genossen hat, steht die Autorin stets mit einem Bein in der Welt des chinesischen Aberglaubens: Um Glück zu haben, hält sie immer mindestens fünf Fische in ihrem Aquarium. »Die Lotosschuhe« ist ihr Romandebüt.

Posts

7
All
4

Wenn man reingekommen ist, liest es sich gut weg. Das Ende erscheint mir aber etwas konstruiert und unrealistisch.

5

Ein wundervoller historischer Roman, mit einer Achterbahnfahrt an Emotionen. Hervorragend recherchiert und einer schönen Sprache. Für mich klar ein Jahreshighlight.

4

Die Lotusschuhe zeigt, wie schwer und tragisch das Leben für Frauen im China des 19. Jahrhunderts war, in dem Mütter ihren Töchtern die Füsse verkrüppelten, damit sie als schön galten und in eine gute Ehe vermittelt werden konnten. In der Ehe lebten sie oft abgeschottet in einem haremähnlichen Haushalt, dominiert von der Schwiegermutter, wo Frauen untereinander um Anerkennung und Einfluss kämpften – immer im Schatten eines patriarchalen Systems, das ihnen kaum Platz für Selbstbestimmung ließ. Die Hauptfigur des Buches steht stellvertretend für Themen wie Gehorsam, Ehre, familiäre Erwartungen und Selbstaufgabe – und trotzdem kämpft sie mutig um ein Stück Freiheit und Menschlichkeit. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zugänglich.

4

Gefühlvoll, gut recherchiert

Dieses Buch war ein Auf und Ab der Gefühle. Jedes Mal, wenn etwas Hoffnung aufkommt, wird diese, ein paar Seiten weiter wieder zerstört. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und gut nachvollziehbar, die Recherche zu den zeitlichen Begebenheiten ist hervorragend gelungen. Die Charaktere sind komplex konstruiert, als Opfer in der patriarchalischen Zeit des späten 19. Jhdt.

4

Alte Traditionen, Neid und Missgunst

„Die Lotusschuhe“ ist ein gut recherchiertes Buch und lässt einen in die Welt gut eintauchen. Zwei Charaktere sind prominent in diesem Buch und es werden die Geschichten dieser zwei Charaktere erzählt. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und beide Charaktere lassen sich gut lesen. Mir ist es zum Ende hin ein Drama zu viel geworden, da ich mir dachte, irgendwann gibt’s auch zu viele miese Situationen. Beim Klappentext stand, wer die Geisha mochte, wird das hier auch lieben: Also das war ein mutiger und sehr hochgestochener Vergleich. Man sollte aber nicht erwarten, dass das Werk gleichstark ist.

4

Die Lotosschuhe ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Zu Beginn fiel mir der Einstieg ehrlich gesagt nicht leicht. Die vielen chinesischen Bezeichnungen für Mutter, Vater, Tanten und weitere Familienmitglieder wirkten zunächst verwirrend und haben das Hineinfinden in die Geschichte erschwert. Ich habe mir dann ganz bewusst Zeit genommen, längere Leseabschnitte eingeplant und mich voll auf die Geschichte eingelassen – und ab diesem Punkt entstand ein klarer roter Faden. Die Handlung spielt am Ende des 19. Jahrhunderts, und zeigt sehr eindrücklich, wie stark Frauen zu dieser Zeit gesellschaftlich eingeschränkt und unterdrückt waren. Die Regeln waren strikt, unumstößlich und wurden von allen Familienmitgliedern mitgetragen und durchgesetzt. Besonders eindrucksvoll ist das ständige Wechselbad der Gefühle zwischen zwei Welten: dem Leben als wohlhabende, privilegierte Frau und dem Dasein als Dienerin ohne echte Perspektive. Die Kapitel wechseln zwischen diesen beiden Sichtweisen und machen die enormen Gegensätze und Ungerechtigkeiten dieser Zeit spürbar. Frauen aus der Unterschicht hatten kaum Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben – ein Umstand, der beim Lesen oft sprachlos macht. Das Buch vermittelt sehr intensive Einblicke in die chinesische Kultur, in gesellschaftliche Zwänge, Hierarchien und Traditionen. Es ist stellenweise schwer auszuhalten, aber gerade dadurch auch unglaublich eindrucksvoll. Für mich war es eine bereichernde, wenn auch fordernde Lektüre – und eine, die noch lange nachwirkt. Ein anspruchsvoller historischer Roman, der bewegt, aufrüttelt und dankbar macht, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. ----- #buchrezension #historischerroman #dielotosschuhe #janeyang #piperverlag

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4

Gefangen in Traditionen

In diesem Roman wird das Leben Linjings, einer Chinesin aus einer angesehenen Familie und ihrer Sklavin Kleine Blume erzählt. Diese beiden sind nur ein Beispiel für das Schicksal, das chinesische Frauen im 19. Jahrhundert erdulden mussten.  Gefangen in alten Traditionen werden die Füße verkrüppelt, Ehen im Kindesalter vereinbart und jeglicher Wunsch auf ein selbstbestimmtes Leben im Keim erstickt. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam, aber für mich nicht vergleichbar mit dem Roman "Geisha",  wie im Klappentext erwähnt.

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