Die Listensammlerin

Die Listensammlerin

Softcover
3.614
DemenzRussischJunge Deutsche LiteraturImmigration

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Description

Sofia liebt Listen – Listen von Schokoladensorten oder peinlichen Hundenamen. Diese Sammlungen bringen Ordnung in ihr Leben: An das Dasein als Mutter hat Sofia sich noch nicht gewöhnt, ihre Großmutter dämmert dement vor sich hin, und auch sonst läuft wenig rund. Eines Tages macht Sofia in der großmütterlichen Wohnung eine Entdeckung: eine andere Listensammlung, in kyrillischer Schrift – die Familie hat in den Siebzigern die Sowjetunion verlassen. Über diesen Fund stößt Sofia auf einen geheimnisvollen Onkel: ein lustiger, schräger Querkopf, der sich aber auch im Untergrund betätigt hat. Sofie spürt Onkel Grischas dunkler Geschichte nach und entdeckt, was die Vergangenheit für sie bedeutet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
352
Price
14.40 €

Author Description

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den deutschen Jugendliteraturpreis. 2021 erschien ihr Roman «Wer wir sind» und wurde begeistert besprochen. Regelmäßig schreibt Lena Gorelik Essays zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit. 2024 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet, 2026 mit dem Preis der Literaturhäuser. Im selben Jahr erschien «Alle meine Mütter», ein neuer Roman.

Posts

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All
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(Tendenz zu 4,5) Mich hat lange kein Buch mehr so berührt. Nicht zwingend wegen der Story (Achtung: Taschentücher bereithalten), sondern auch wegen der einfachen klaren Sprache, die aber so viel Stärke und Tiefe vermittelt.

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„Man gewöhnt sich an alles, auch an die Angst“ Im Roman „die Listensammlerin“ geht es um Sofia, Tochter russischer Einwanderer, und Grischa, russischer Dissident. Beide sind begeisterte Listenschreiber und kämpfen gegen verschiedene Widerstände in ihrem Lebensalltag. Sofias Tochter wurde mit einem Herzfehler geboren. Das Leben der Mutter ist geprägt von der Angst, das Kind zu verlieren. Grischa lebt in einem repressiven System – tägliche Angst vor Zensur und Sorge um seine Familie gehören zu seinem Lebensalltag. Beide Geschichten werden von Lena Gorelik in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt – die sich immer mehr annähern. Goreliks 350 Seiten sind vollgestopft mit Geschichten – Sofias Angst um ihre Tochter, ihr Verhältnis zu ihrem Mann und ihrer Alzheimerkranken Großmutter, ihre Identität als Deutsche mit russischen Wurzeln, die Geschichte der Dissidenten nach Stalins Tod in Sowjetrussland, Grischas aufkeimende Liebesbeziehung …und noch vieles mehr. Leider wurden viele dieser guten Ansätze nicht zu Ende erzählt. Das Buch liest sich passenderweise wie eine Liste von Buchideen – ich war hungrig nach jeder einzelnen dieser Geschichten, die Kombination konnte mich allerdings nicht überzeugen.

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