Die letzten Tage von Stefan Zweig
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Ein wunderschön gestalteter Comic über die letzten Tage von Stefan Zweig im brasilianischen Exil. Es werden sehr stark zwei Ebenen entgegen gesetzt: An der Oberfläche könnte es Zweig gut gehen, er ist in einem dauerhaften Exil angekommen, in dem er bleiben kann. Das Land ist wunderschön, Zweig geht es finanziell gut und er wird als Autor sehr verehrt, seine junge Frau fühlt sich sehr wohl. Unter der Oberfläche geht es Zweig aber immer schlechter, er leidet unter dem Verlust seiner Kultur, seiner Bibliothek, er kann nicht mehr arbeiten. Außerdem leidet er trotz des Kriegseintritts der USA unter den schlechten Nachrichten über den Kriegsverlauf. Als Singapur fällt, hält Zweig die Lage für aussichtslos – bald würden die Nazis die Welt beherrschen. Deshalb begehen er und seine Frau Selbstmord. Diese ist Hin- und Hergerissen zwischen ihrem eigenen Lebenswillen und der Liebe zu ihrem Mann. Das ganze wird sehr überzeugend erzählt, es gibt immer wieder diese Momente der Stille, in denen klar wird, dass Zweig nicht zurecht kommt mit dem Leben um sich herum, dass er nur an die negativen Nachrichten aus dem Krieg denken kann und dabei zu einer fatalen Fehleinschätzung kommt. Optisch ist der Comic extrem schön, immer wieder wird die Düsterkeit von Zweigs Gedanken mit der schönen Natur Brasiliens oder umgekehrt ein Loblied auf seine Werke mit Szenen von den Berliner Bücherverbrennungen kontrastiert. Ein absoluter Lesegenuss, optisch wie inhaltlich. 9/10
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Ein wunderschön gestalteter Comic über die letzten Tage von Stefan Zweig im brasilianischen Exil. Es werden sehr stark zwei Ebenen entgegen gesetzt: An der Oberfläche könnte es Zweig gut gehen, er ist in einem dauerhaften Exil angekommen, in dem er bleiben kann. Das Land ist wunderschön, Zweig geht es finanziell gut und er wird als Autor sehr verehrt, seine junge Frau fühlt sich sehr wohl. Unter der Oberfläche geht es Zweig aber immer schlechter, er leidet unter dem Verlust seiner Kultur, seiner Bibliothek, er kann nicht mehr arbeiten. Außerdem leidet er trotz des Kriegseintritts der USA unter den schlechten Nachrichten über den Kriegsverlauf. Als Singapur fällt, hält Zweig die Lage für aussichtslos – bald würden die Nazis die Welt beherrschen. Deshalb begehen er und seine Frau Selbstmord. Diese ist Hin- und Hergerissen zwischen ihrem eigenen Lebenswillen und der Liebe zu ihrem Mann. Das ganze wird sehr überzeugend erzählt, es gibt immer wieder diese Momente der Stille, in denen klar wird, dass Zweig nicht zurecht kommt mit dem Leben um sich herum, dass er nur an die negativen Nachrichten aus dem Krieg denken kann und dabei zu einer fatalen Fehleinschätzung kommt. Optisch ist der Comic extrem schön, immer wieder wird die Düsterkeit von Zweigs Gedanken mit der schönen Natur Brasiliens oder umgekehrt ein Loblied auf seine Werke mit Szenen von den Berliner Bücherverbrennungen kontrastiert. Ein absoluter Lesegenuss, optisch wie inhaltlich. 9/10





