Die Lebenden reparieren
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Description
Simon lebt, jedenfalls schlägt sein Herz noch. Doch die Ärzte stellen den klinischen Tod des Neunzehnjährigen fest. Simons Eltern müssen nun entscheiden, ob sie seine Organe zur Spende freigeben wollen, ob ein anderer mit Simons Organen weiterleben darf.
In einer rasanten Folge von emotional aufwühlenden Szenen erzählt
Die Lebenden reparieren
von einem Tod mitten im Leben und der vielleicht schwersten Entscheidung, die Eltern treffen müssen. Ein spannender und bewegender Roman, der erschüttert und zugleich tröstet.
»Ein Roman, der buchstäblich unter die Haut geht.« Wolfgang Schneider, Deutschlandradio Kultur
»Ein spannender, anrührender, ein wichtiger Roman.« Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»So also ist gloriose Literatur. Kein Journalismus, kein Film käme auch nur in die Nähe jener Zone, in der sie sich bewegt ...«
Peter Praschl, Die Welt
Book Information
Author Description
Maylis de Kerangal, geboren 1967 in Toulon, zählt zu den einflussreichsten Gegenwartsautorinnen Frankreichs. Sie hat zahlreiche Romane, Essays und Erzählungsbände veröffentlicht. Für ihren 2010 erschienenen Roman Die Brücke von Coca wurde sie mit dem Prix Médicis ausgezeichnet, Die Lebenden reparieren gewann zahlreiche Preise und wurde 2016 verfilmt. Kerangal lebt mit ihrer Familie in Paris.
Posts
Pro Organspende.
📌 "Wenn jedes Individuum potenziell ein mutmaßlicher Empfänger ist, wäre es dann so unlogisch, so unbegründet, dass jeder nach seinem Tod als mutmaßlicher Spender gilt?" (S. 113) Der 19jährige Simon Limbre wird Opfer eines Verkehrsunfalls. Als er ins Krankenhaus eingeliefert wird, wird sein Hirntod festgestellt. Diese Erkenntnis löst eine Abfolge von Ereignissen aus, denn Simons Organe wären transplantationsfähig, und beschreiben die detaillierten Abläufe des weiteren Procederes. Untersuchungen, Gespräche mit den Eltern, Reaktionen von Ärzten, Pflegepersonal, seiner Freundin, ... Die Thematik dieses Buches hat mich wahnsinnig interessiert; interessiert mich nach wie vor. Was die Aufzählung der medizinischen Diagnosen und Fakten sowie die Beschreibung der Untersuchungen angeht, ähnelt es teilweise allerdings eher einem Sachbuch, als einem Roman. Ob das fachlich alles richtig recherchiert war, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist: Blasenkatheter wird immer noch mit t geschrieben und nicht wie hier im Buch andauernd mit d - darüber kann ich mich leider maßlos ärgern. Nach der Verkündung des Hirntods ihres Sohnes, wurde alsbald die Möglichkeit der Organspende mit den Eltern besprochen, ohne dass sie sich zuvor allzu ausgiebig mit dem Verlust ihres Sohnes auseinandersetzen konnten. Die Darstellung dieser Gespräche empfand ich persönlich erst einmal als wenig emotional, im Nachhinein jedoch als effektiv. Mir ist bewusst, dass bei Organtransplantationen die Zeit tickt, aber in Bezug auf die Geschichte hätte ich mir hier mehr Einfühlsvermögen gewünscht. Andererseits wurde der Umgang mit dem Organspender während und nach der OP so würde- und respektvoll beschrieben, dass ich wirklich ergriffen war. Auch die Gedanken, der auf ein Herz wartenden Patientin fand ich sehr eingängig und bewegend. Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Zum Thema Organspende, zum Umgang miteinander, zum wertschätzen des Lebens und zum Umgang mit dem Tod / den Toten. Für mich ganz sicher eine Geschichte welche ich nicht mehr vergessen werde

2,5 Sterne Hmmm ich bin unschlüssig. Einerseits ist die Thematik sehr interessant und bewegend, die Umsetzung hier aber sehr überraschend und bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Das ganze Buch ist in einem Bewusstseinsstrom geschrieben, einer Art innerem Monolog, Gedanken (und Sätze) ziehen sich schier ins Unendliche. Das ist wortwörtlich gemeint, denn viele Sätze überspannen eine ganze Seite und mehr. Dieser Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und gewagt aber andererseits trifft er doch unser menschliches Denken haargenau. Wir denken nicht in kurzen Sätzen, schon gar nicht chronologisch. Wir springen von Diesem zum Anderen. Bleiben vielleicht manchmal bei Details stehen, die irrelevant sind, die die Geschichte nicht vorantreiben sondern stören. Genau so geht es einem beim Lesen. Das hat mir teilweise gefallen, andererseits hat es mich aber auch frustriert und manchmal auch etwas gelangweilt. Dieses Buch ist nicht, was man vielleicht erwartet. Es ist nicht besonders emotional, bzw lässt es kaum zu, dass der Leser sich zu sehr einlebt und mitfühlt. Die Perspektive springt von einer Person auf die andere, von Simon (dem Unfallopfer) zu seiner Mutter, zu verschiedenen Ärzten, Chirurgen, Pflegern, zu Claire, der Frau, die auf ein Spenderherz wartet.... Dieses Buch ist Geschmackssache, ich bin mir nicht sicher, ob es meinen Geschmack getroffen hat. Einerseits ja, durch die ganz andere Herangehensweise. Andererseits leider nein, weil mir diese Herangehensweise doch nicht ganz gefallen hat. Zurück bleiben Stunden der Lektüre, die besonders waren. Eine Herausforderung, eine Entdeckung, viele unterschiedliche Gedanken und Empfindungen. Aber auf keinen Fall Bedauern oder verschwendete Zeit.
4.5⭐️; ein Buch zu einem sehr wichtigen Thema und das gute an dem Buch ist, es konzentriert sich auch wirklich voll auf dieses Thema und braucht keine Nebengeschichten. Mir persönlich hat die Art des Buches sehr gefallen. Es hat er einen rationalen anstatt emotional Blick auf die Thematik. Der ganze Prozess der Organspende, mit allen involvierten Personen wir beschrieben. Klare Leseempfehlung für dieses Thema.
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Simon lebt, jedenfalls schlägt sein Herz noch. Doch die Ärzte stellen den klinischen Tod des Neunzehnjährigen fest. Simons Eltern müssen nun entscheiden, ob sie seine Organe zur Spende freigeben wollen, ob ein anderer mit Simons Organen weiterleben darf.
In einer rasanten Folge von emotional aufwühlenden Szenen erzählt
Die Lebenden reparieren
von einem Tod mitten im Leben und der vielleicht schwersten Entscheidung, die Eltern treffen müssen. Ein spannender und bewegender Roman, der erschüttert und zugleich tröstet.
»Ein Roman, der buchstäblich unter die Haut geht.« Wolfgang Schneider, Deutschlandradio Kultur
»Ein spannender, anrührender, ein wichtiger Roman.« Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»So also ist gloriose Literatur. Kein Journalismus, kein Film käme auch nur in die Nähe jener Zone, in der sie sich bewegt ...«
Peter Praschl, Die Welt
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Author Description
Maylis de Kerangal, geboren 1967 in Toulon, zählt zu den einflussreichsten Gegenwartsautorinnen Frankreichs. Sie hat zahlreiche Romane, Essays und Erzählungsbände veröffentlicht. Für ihren 2010 erschienenen Roman Die Brücke von Coca wurde sie mit dem Prix Médicis ausgezeichnet, Die Lebenden reparieren gewann zahlreiche Preise und wurde 2016 verfilmt. Kerangal lebt mit ihrer Familie in Paris.
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Pro Organspende.
📌 "Wenn jedes Individuum potenziell ein mutmaßlicher Empfänger ist, wäre es dann so unlogisch, so unbegründet, dass jeder nach seinem Tod als mutmaßlicher Spender gilt?" (S. 113) Der 19jährige Simon Limbre wird Opfer eines Verkehrsunfalls. Als er ins Krankenhaus eingeliefert wird, wird sein Hirntod festgestellt. Diese Erkenntnis löst eine Abfolge von Ereignissen aus, denn Simons Organe wären transplantationsfähig, und beschreiben die detaillierten Abläufe des weiteren Procederes. Untersuchungen, Gespräche mit den Eltern, Reaktionen von Ärzten, Pflegepersonal, seiner Freundin, ... Die Thematik dieses Buches hat mich wahnsinnig interessiert; interessiert mich nach wie vor. Was die Aufzählung der medizinischen Diagnosen und Fakten sowie die Beschreibung der Untersuchungen angeht, ähnelt es teilweise allerdings eher einem Sachbuch, als einem Roman. Ob das fachlich alles richtig recherchiert war, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist: Blasenkatheter wird immer noch mit t geschrieben und nicht wie hier im Buch andauernd mit d - darüber kann ich mich leider maßlos ärgern. Nach der Verkündung des Hirntods ihres Sohnes, wurde alsbald die Möglichkeit der Organspende mit den Eltern besprochen, ohne dass sie sich zuvor allzu ausgiebig mit dem Verlust ihres Sohnes auseinandersetzen konnten. Die Darstellung dieser Gespräche empfand ich persönlich erst einmal als wenig emotional, im Nachhinein jedoch als effektiv. Mir ist bewusst, dass bei Organtransplantationen die Zeit tickt, aber in Bezug auf die Geschichte hätte ich mir hier mehr Einfühlsvermögen gewünscht. Andererseits wurde der Umgang mit dem Organspender während und nach der OP so würde- und respektvoll beschrieben, dass ich wirklich ergriffen war. Auch die Gedanken, der auf ein Herz wartenden Patientin fand ich sehr eingängig und bewegend. Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Zum Thema Organspende, zum Umgang miteinander, zum wertschätzen des Lebens und zum Umgang mit dem Tod / den Toten. Für mich ganz sicher eine Geschichte welche ich nicht mehr vergessen werde

2,5 Sterne Hmmm ich bin unschlüssig. Einerseits ist die Thematik sehr interessant und bewegend, die Umsetzung hier aber sehr überraschend und bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Das ganze Buch ist in einem Bewusstseinsstrom geschrieben, einer Art innerem Monolog, Gedanken (und Sätze) ziehen sich schier ins Unendliche. Das ist wortwörtlich gemeint, denn viele Sätze überspannen eine ganze Seite und mehr. Dieser Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und gewagt aber andererseits trifft er doch unser menschliches Denken haargenau. Wir denken nicht in kurzen Sätzen, schon gar nicht chronologisch. Wir springen von Diesem zum Anderen. Bleiben vielleicht manchmal bei Details stehen, die irrelevant sind, die die Geschichte nicht vorantreiben sondern stören. Genau so geht es einem beim Lesen. Das hat mir teilweise gefallen, andererseits hat es mich aber auch frustriert und manchmal auch etwas gelangweilt. Dieses Buch ist nicht, was man vielleicht erwartet. Es ist nicht besonders emotional, bzw lässt es kaum zu, dass der Leser sich zu sehr einlebt und mitfühlt. Die Perspektive springt von einer Person auf die andere, von Simon (dem Unfallopfer) zu seiner Mutter, zu verschiedenen Ärzten, Chirurgen, Pflegern, zu Claire, der Frau, die auf ein Spenderherz wartet.... Dieses Buch ist Geschmackssache, ich bin mir nicht sicher, ob es meinen Geschmack getroffen hat. Einerseits ja, durch die ganz andere Herangehensweise. Andererseits leider nein, weil mir diese Herangehensweise doch nicht ganz gefallen hat. Zurück bleiben Stunden der Lektüre, die besonders waren. Eine Herausforderung, eine Entdeckung, viele unterschiedliche Gedanken und Empfindungen. Aber auf keinen Fall Bedauern oder verschwendete Zeit.






