Die kulturellen Ursprünge der Französischen Revolution

Die kulturellen Ursprünge der Französischen Revolution

Hardback

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Description

Wie können Ereignisse, die wie die Französische Revolution alle bisherigen Gesetzmäßigkeiten einer Gesellschaft in Frage stellen, erklärt werden? In diesem wegweisenden Buch geht es nicht um die neuerliche Rekonstruktion der Ereignisse, sondern um die Frage nach den langfristigen kulturellen Ursprüngen solcher Ereignisse. »Die Französische Revolution hatte ihre Wurzeln in dem Jahrhundert, das sie abschloß, selbst dort, wo sie sich am spektakulärsten gegen diese alte Entwicklung anzustemmen schien«, schreibt der Autor und spürt unbekannte und paradoxe Kontinuitäten auf. Der Prozeß einer »Entheiligung« der Gesellschaft, einer Erschaffung von Öffentlichkeit als kritischer Instanz, der sich in politischen Traktaten wie in Kolportageromanen über die Liebschaften bourbonischer Prinzessinen äußert, läßt das Ancien régime obsolet werden. Die Verquickung dieser Gesellschaftsgeschichte mit einer Geschichte des Lesens und der Rezeption von Texten macht dieses Buch einzigartig. Vor dem Hintergrund einer langen Forschungstradition verfolgt Chartier die Schwierigkeit, das jähe Auftreten der revolutionären Ereignisse in rationale Kategorien zu fassen. Gegen anerkannte Erklärungen provoziert er mit der These, nicht die Aufklärung mit Voltaire und Rousseau habe die Revolution ermöglicht, sondern die Revolution habe die Aufklärung aus der Taufe gehoben. Die Revolutionäre erschufen sich, so die neue Sichtweise des Autors, einen Pantheon von Autoren und einen Korpus an Ideen, in denen sie eine Vorwegnahme und Legitimierung der revolutionären Geschehnisse erblickten. Stimmen zum Buch: »Ein veritables Manifest, das nichts weniger verspricht als einen neuen Weg in die Wissenschaft und in die geschichtliche Lesart der Ereignisse.« Le Monde »Eine faszinierende Hypothese... Chartiers Buch arrangiert das bekannte Material neu, deckt Bruchlinien auf und schlägt neue Interpretationen vor.« Robert Darnton, New York Review of Books Roger Chartier, geb. 1945, ist seit 1984 Directeur d`Etudes an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Er hat u.a. den dritten Band der Geschichte des privaten Lebens herausgegeben. Bei Campus ist bisher erschienen: Lesewelten. Buch und Lektüre in der frühen Neuzeit (1990).

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
280
Price
30.80 €