Die Häutungen
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Description
»Es gibt Bücher, die liest man, und es gibt Bücher, die man spürt. Dieses hier ist von der zweiten Sorte.« Jarka Kubsova, Autorin von Marschlande
Die Häutungen ist ein Fest der Verdammten – zwei Frauen, die vier Jahrhunderte versetzt leben, streben nach der Befreiung aus dem Patriarchat und gehen dafür waghalsige Risiken ein. Sie sind entschlossen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.
1639 sieht sich Deborah Moody gezwungen, England zu verlassen und in die nordamerikanischen Kolonien, in die Nähe von Salem, zu flüchten. Sie trägt ein Geheimnis mit sich, und versteht es, sich aus den patriarchalen Strukturen zu befreien. Mit ihrer Gründung einer von Frauen geführten Kirche geht sie für die männlichen Glaubenshüter ihrer Zeit einen Schritt zu weit. Sie wehrt sich – und wird als die »gefährlichste Frau der Welt« in die Geschichte eingehen.
Sommer 2014. Eine junge Spanierin befreit sich aus einer toxischen Beziehung und flieht von Barcelona nach Madrid. Auch sie trägt ein Geheimnis mit sich und die Überzeugung, dass die Apokalypse nah ist.
Was verbindet diese beiden Frauen? Ihre sich kreuzenden Geschichten handeln von Hexen und Heilerinnen, von einem frühen und einem späten Feminismus. Mit furioser Erzähllust und einem Sinn für Humor und Horror entführt uns Lucía Lijtmaer in eine Orgie der Rachelust.
Book Information
Author Description
Lucía Lijtmaer, 1977 in Argentinien geboren und in Barcelona aufgewachsen, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie schreibt regelmäßig für El País und kuratiert das feministische Festival Princesas y Darth Vaders. Zusammen mit der Schauspielerin Isa Calderón moderiert sie den Podcast Deforme Semanal, der vielfach ausgezeichnet wurde. Sowohl ihr Essayband Ofendiditos als auch die spanische Ausgabe von Die Häutungen standen monatelang auf der Bestsellerliste. Die Häutungen ist ihr erstes Buch auf Deutsch.
Posts
Im Zentrum von Die Häutungen steht unter anderem Deborah, deren Erfahrungen exemplarisch für viele weibliche Lebensrealitäten erzählt werden. Wir begleiten sie in kurzen Episoden durch unterschiedliche Phasen ihres Lebens: Kindheit, Erwachsenwerden, Beziehungen, Sexualität und Selbstwahrnehmung. Deborah erlebt, wie ihr Körper bewertet wird, wie Erwartungen an sie herangetragen werden und wie sie versucht, sich darin zu behaupten oder davon zu lösen. Neben Deborah tauchen weitere weibliche Stimmen auf, die ähnliche Erfahrungen machen. Sie zeugt, dass Identität nichts Festes ist, sondern sich ständig verändert – jede „Häutung“ bedeutet, alte Rollen, Bilder oder Zuschreibungen abzustreifen. Ich mochte das Buch sehr. Es ist klug, direkt und fühlt sich extrem zeitgemäß an. Lijtmaer bringt viele Gedanken auf den Punkt, die man selbst kennt. Vieles hat bei mir nachgewirkt. Es war allerdings zu schnell vorbei – ich hätte gern noch weitergelesen.
Dieses Buch hatte mich wahnsinnig neugierig gemacht, es war auch insgesamt ganz gut und doch lässt es mich etwas ratlos zurück 😅 Die beiden Erzählstränge sind interessant, aber sie waren mir einfach zu losgelöst voneinander. Trotzdem geht’s um Frauenfiguren, die sich auf ihre Weise vom Patriarchat befreien. Schon allein deswegen lesenswert, auch wenn ich mir ehrlicherweise mehr erhofft hatte…
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»Es gibt Bücher, die liest man, und es gibt Bücher, die man spürt. Dieses hier ist von der zweiten Sorte.« Jarka Kubsova, Autorin von Marschlande
Die Häutungen ist ein Fest der Verdammten – zwei Frauen, die vier Jahrhunderte versetzt leben, streben nach der Befreiung aus dem Patriarchat und gehen dafür waghalsige Risiken ein. Sie sind entschlossen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.
1639 sieht sich Deborah Moody gezwungen, England zu verlassen und in die nordamerikanischen Kolonien, in die Nähe von Salem, zu flüchten. Sie trägt ein Geheimnis mit sich, und versteht es, sich aus den patriarchalen Strukturen zu befreien. Mit ihrer Gründung einer von Frauen geführten Kirche geht sie für die männlichen Glaubenshüter ihrer Zeit einen Schritt zu weit. Sie wehrt sich – und wird als die »gefährlichste Frau der Welt« in die Geschichte eingehen.
Sommer 2014. Eine junge Spanierin befreit sich aus einer toxischen Beziehung und flieht von Barcelona nach Madrid. Auch sie trägt ein Geheimnis mit sich und die Überzeugung, dass die Apokalypse nah ist.
Was verbindet diese beiden Frauen? Ihre sich kreuzenden Geschichten handeln von Hexen und Heilerinnen, von einem frühen und einem späten Feminismus. Mit furioser Erzähllust und einem Sinn für Humor und Horror entführt uns Lucía Lijtmaer in eine Orgie der Rachelust.
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Lucía Lijtmaer, 1977 in Argentinien geboren und in Barcelona aufgewachsen, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie schreibt regelmäßig für El País und kuratiert das feministische Festival Princesas y Darth Vaders. Zusammen mit der Schauspielerin Isa Calderón moderiert sie den Podcast Deforme Semanal, der vielfach ausgezeichnet wurde. Sowohl ihr Essayband Ofendiditos als auch die spanische Ausgabe von Die Häutungen standen monatelang auf der Bestsellerliste. Die Häutungen ist ihr erstes Buch auf Deutsch.
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Im Zentrum von Die Häutungen steht unter anderem Deborah, deren Erfahrungen exemplarisch für viele weibliche Lebensrealitäten erzählt werden. Wir begleiten sie in kurzen Episoden durch unterschiedliche Phasen ihres Lebens: Kindheit, Erwachsenwerden, Beziehungen, Sexualität und Selbstwahrnehmung. Deborah erlebt, wie ihr Körper bewertet wird, wie Erwartungen an sie herangetragen werden und wie sie versucht, sich darin zu behaupten oder davon zu lösen. Neben Deborah tauchen weitere weibliche Stimmen auf, die ähnliche Erfahrungen machen. Sie zeugt, dass Identität nichts Festes ist, sondern sich ständig verändert – jede „Häutung“ bedeutet, alte Rollen, Bilder oder Zuschreibungen abzustreifen. Ich mochte das Buch sehr. Es ist klug, direkt und fühlt sich extrem zeitgemäß an. Lijtmaer bringt viele Gedanken auf den Punkt, die man selbst kennt. Vieles hat bei mir nachgewirkt. Es war allerdings zu schnell vorbei – ich hätte gern noch weitergelesen.
Dieses Buch hatte mich wahnsinnig neugierig gemacht, es war auch insgesamt ganz gut und doch lässt es mich etwas ratlos zurück 😅 Die beiden Erzählstränge sind interessant, aber sie waren mir einfach zu losgelöst voneinander. Trotzdem geht’s um Frauenfiguren, die sich auf ihre Weise vom Patriarchat befreien. Schon allein deswegen lesenswert, auch wenn ich mir ehrlicherweise mehr erhofft hatte…






