Die großen Western 59
by John Gray
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Description
Als er aus der drückenden Hitze des Vormittags in das graue Adobegebäude unweit des Rio Grande trat, das das Stadtgefängnis von Laredo beherbergte, umfing ihn Halbdunkel und angenehme Kühle. Mit monotonem Summen kreisten Fliegen in dem niedrigen Raum. Hinter einem Schreibtisch lag zurückgelehnt in einem Korbstuhl ein schläfriger Mann mit schmalrückiger Nase und kleinen stechenden Knopfaugen. Auf seinem blassrot karierten Hemd steckte ein Messingstern. 'Siesta-Zeit', sagte er. 'Kommen Sie später wieder.' 'Ich bin Burnett.' Der große, breitschultrige Mann mit dem dunklen Indianergesicht blieb vor dem Schreibtisch stehen. 'Aha.' Der Marshal nickte. 'Merle Haggard?' 'Er soll hier sitzen.' 'Bombensicher.' Der Marshal änderte seine Haltung nicht. Er musterte Burnett von oben bis unten. 'Den Revolver müssen Sie hierlassen.' Burnett zog den langläufigen Army-Colt aus der Halfter und legte ihn auf die zerkratzte Schreibtischplatte.
Der Marshal deutete mit dem rechten Daumen auf eine Tür. Burnett schritt darauf zu. Als er sie aufstieß, sah er sich einem untersetzten, dicken Mann gegenüber, der eine Schrotflinte auf den Knien liegen hatte und sich mit einem Messer fingerdicke Scheiben von einem riesigen Stück Speck heruntersäbelte. 'Alles in Ordnung, Stan!', rief der Marshal hinter Burnett. 'Er will zu Haggard.'
'Die letzte Zelle', sagte der Wärter kauend und schob sich ein weiteres Stück Speck in den Mund. Burnett blieb vor der letzten Gittertür stehen. Dahinter saß ein hagerer Mann in grauem Drillichzeug auf einer Pritsche. Als er Burnett sah, sprang er auf und näherte sich dem Gitter.
Book Information
Main Genre
Novels
Sub Genre
Adventure
Format
Ebook
Pages
64
Price
1.49 €
Description
Als er aus der drückenden Hitze des Vormittags in das graue Adobegebäude unweit des Rio Grande trat, das das Stadtgefängnis von Laredo beherbergte, umfing ihn Halbdunkel und angenehme Kühle. Mit monotonem Summen kreisten Fliegen in dem niedrigen Raum. Hinter einem Schreibtisch lag zurückgelehnt in einem Korbstuhl ein schläfriger Mann mit schmalrückiger Nase und kleinen stechenden Knopfaugen. Auf seinem blassrot karierten Hemd steckte ein Messingstern. 'Siesta-Zeit', sagte er. 'Kommen Sie später wieder.' 'Ich bin Burnett.' Der große, breitschultrige Mann mit dem dunklen Indianergesicht blieb vor dem Schreibtisch stehen. 'Aha.' Der Marshal nickte. 'Merle Haggard?' 'Er soll hier sitzen.' 'Bombensicher.' Der Marshal änderte seine Haltung nicht. Er musterte Burnett von oben bis unten. 'Den Revolver müssen Sie hierlassen.' Burnett zog den langläufigen Army-Colt aus der Halfter und legte ihn auf die zerkratzte Schreibtischplatte.
Der Marshal deutete mit dem rechten Daumen auf eine Tür. Burnett schritt darauf zu. Als er sie aufstieß, sah er sich einem untersetzten, dicken Mann gegenüber, der eine Schrotflinte auf den Knien liegen hatte und sich mit einem Messer fingerdicke Scheiben von einem riesigen Stück Speck heruntersäbelte. 'Alles in Ordnung, Stan!', rief der Marshal hinter Burnett. 'Er will zu Haggard.'
'Die letzte Zelle', sagte der Wärter kauend und schob sich ein weiteres Stück Speck in den Mund. Burnett blieb vor der letzten Gittertür stehen. Dahinter saß ein hagerer Mann in grauem Drillichzeug auf einer Pritsche. Als er Burnett sah, sprang er auf und näherte sich dem Gitter.
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Ebook
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64
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1.49 €



