Die Gästeliste
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Description
Book Information
Posts
Guter Thriller, aber unglückliche Namensgebung
Welche sozialen Netzwerke nutzt ihr so? Dieser Thriller ist schon von 2015 und ich hatte ihn tatsächlich damals fast direkt nach Erscheinen schon begonnen, aber nach wenigen Seiten abgebrochen, weil mich die Namen der Figuren so gestört haben. Komisches Argument, ich weiß, aber Top-Influencerinnen mit Namen wie Carola und Dagmar in einem Freundeskreis aus Dorotheas und Biancas und Bernds, das passte für mich einfach nicht zusammen. Menschen, die 2015 zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, haben solche Vornamen einfach nicht – oder wenn nennen sie sich online moderner. Durch die Aufgabe der #jetztwirddersubgelesen2022 Challenge hab ich dem Buch im November nochmal eine Chance gegeben und mich gezwungen, über diesen Aspekt hinweg zu sehen. Carola ist DAS It-Girl Hamburgs. Sie hat sich als Influencerin einen Namen gemacht und versteht das Netzwerken und Selbstdarstellen besser als jede andere Person. Ihr wichtigstes Werkzeug: Ihre Gästeliste. Sie führt akribisch Buch darüber, wer ihre Partys wann mit wem verlässt, welche Skandale oder Geheimnisse es in seinem Leben gibt und wie dieser Jemand ihr nutzen könnte. Doch dann kommt es in ihrem Umfeld zu mehreren Morden. Die Opfer sind alle Personen, die Carola kurz zuvor verärgert oder sie in ein schlechtes Licht gerückt haben. Tötet der Mörder in Carolas Namen? Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und immer wieder durch „Screenshots“ von Chats oder Facebook-Kommentaren gespickt. Außerdem gibt es zu Beginn jedes Kapitels ein Zitat eines fiktiven sozialwissenschaftlichen Buches. Und Sonja Rüther (Sanne Averbeck ist ihr Pseudonym) versteht es wirklich, falsche Fährten zu legen und Verdächtige plausibel erscheinen zu lassen. So blieb die Geschichte durchgehend spannungsgeladen und packend. Insbesondere Bianca, Carolas beste Freundin, weckte Sympathien und Mitgefühl, während Carola selbst stellenweise die Eiskönigin hätte schwitzen lassen können. Die unpassenden Namen haben mich aber immer noch sehr gestört. Dafür war es irgendwie auch schön, Facebook nochmal in all seinem Glanz zu erleben, wo es doch mittlerweile ziemlich vergessen ist. Hat mir gut gefallen. Lyx sollte wieder häufiger vom New Adult Standard abweichen und auch andere Sachen verlegen. Folgt ihr großen Influencer*innen?

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Guter Thriller, aber unglückliche Namensgebung
Welche sozialen Netzwerke nutzt ihr so? Dieser Thriller ist schon von 2015 und ich hatte ihn tatsächlich damals fast direkt nach Erscheinen schon begonnen, aber nach wenigen Seiten abgebrochen, weil mich die Namen der Figuren so gestört haben. Komisches Argument, ich weiß, aber Top-Influencerinnen mit Namen wie Carola und Dagmar in einem Freundeskreis aus Dorotheas und Biancas und Bernds, das passte für mich einfach nicht zusammen. Menschen, die 2015 zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, haben solche Vornamen einfach nicht – oder wenn nennen sie sich online moderner. Durch die Aufgabe der #jetztwirddersubgelesen2022 Challenge hab ich dem Buch im November nochmal eine Chance gegeben und mich gezwungen, über diesen Aspekt hinweg zu sehen. Carola ist DAS It-Girl Hamburgs. Sie hat sich als Influencerin einen Namen gemacht und versteht das Netzwerken und Selbstdarstellen besser als jede andere Person. Ihr wichtigstes Werkzeug: Ihre Gästeliste. Sie führt akribisch Buch darüber, wer ihre Partys wann mit wem verlässt, welche Skandale oder Geheimnisse es in seinem Leben gibt und wie dieser Jemand ihr nutzen könnte. Doch dann kommt es in ihrem Umfeld zu mehreren Morden. Die Opfer sind alle Personen, die Carola kurz zuvor verärgert oder sie in ein schlechtes Licht gerückt haben. Tötet der Mörder in Carolas Namen? Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und immer wieder durch „Screenshots“ von Chats oder Facebook-Kommentaren gespickt. Außerdem gibt es zu Beginn jedes Kapitels ein Zitat eines fiktiven sozialwissenschaftlichen Buches. Und Sonja Rüther (Sanne Averbeck ist ihr Pseudonym) versteht es wirklich, falsche Fährten zu legen und Verdächtige plausibel erscheinen zu lassen. So blieb die Geschichte durchgehend spannungsgeladen und packend. Insbesondere Bianca, Carolas beste Freundin, weckte Sympathien und Mitgefühl, während Carola selbst stellenweise die Eiskönigin hätte schwitzen lassen können. Die unpassenden Namen haben mich aber immer noch sehr gestört. Dafür war es irgendwie auch schön, Facebook nochmal in all seinem Glanz zu erleben, wo es doch mittlerweile ziemlich vergessen ist. Hat mir gut gefallen. Lyx sollte wieder häufiger vom New Adult Standard abweichen und auch andere Sachen verlegen. Folgt ihr großen Influencer*innen?





