Die Frauen des Hauses Wu

Die Frauen des Hauses Wu

Softcover
4.316
DivenTraumpaareNobelpreisSaga

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Description

>Die Frauen des Hauses WuDie Heldin dieses Romans, Madame Wu, ist die Gattin eines reichen Kaufmanns. Als Oberhaupt einer zahlreichen Familie und leidenschaftliche Mutter lenkt sie fast unmerklich die Schicksalsfäden ihrer Söhne und Schwiegertöchter mit sicherer und leichter Hand. In der Nacht nach ihrem vierzigsten Geburtstag beschließt sie, ihre scheinbar harmonische Ehe zu beenden, und führt dem Gatten eine Nebenfrau zu. Die Begegnung mit einem italienischen Priester und die Liebe zu diesem fremden Mann, die sie über seinen Tod hinaus erfüllt, eröffnet ihr eine völlig neue Welt und verändert ihre Seele. Im inti-men geistigen Umgang mit diesem seltsamen Freund wird sie eingeweiht in die letzten Erkenntnisse der Ehe und der Liebe.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
288
Price
9.20 €

Posts

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All
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Ein Klassiker

Der Klassiker "Die Frauen des Hauses Wu" ein Roman, wurde schon vor langer Zeit (1949) von Pearl S. Buck geschrieben. Die Autorin Pearl S. Buck wurde in Amerika geboren. Dazu reisten Bucks amerikanische Eltern aus China zur Geburt ihrer Tochter nach West Virginia und schon im Herbst wieder zurück in das Kaiserreich China. Das Mädchen wuchs in China und Amerika auf, pendelte später immer wieder zwischen den Kontinenten hin und her. Sie hatte somit ihr Leben lang eine besondere Beziehung zu China und ihren Bewohnern. 1932 erhielt sie den Pulitzer-Preis für den Roman The Good Earth (Die gute Erde). Sie schreibt noch viele weitere Romane, Sachbücher, Biografien, erhielt 1938 einen Nobelpreis und noch verschiedene andere Preise. 1946 schrieb sie Pavilion of Women - Die Frauen des Hauses Wu. Madame Ailian Wu feiert ihren Geburtstag, sie wird 40 Jahre alt. Das ist schon ziemlich alt um noch Kinder zu bekommen, weshalb sie dafür sorgt, dass eine Zweitfrau in den Haushalt des Hauses Wu einzieht. Ihr Mann ist anfangs nicht besonders davon begeistert, aber er fügt sich den Wünschen seiner Frau, die in einen eigenen Teil des Hauses zieht um dem "jungen" Glück nicht im Weg zu sein oder sich vor ihrem Mann zu "schützen". Immerhin hat sie ihm schon vier wundervolle Söhne geschenkt. Madame Wu hält alle Fäden des reichen Haushaltes in ihren wunderschönen und zarten Händen. Sie spricht mit silberglockenklarer, leiser Stimme und manipuliert ihr Gegenüber. Keiner widerspricht ihr, alle machen wie sie es vorschlägt. Doch dann holt sie einen Ausländer in ihr Haus, der ihrem vorletzten Sohn unterrichten soll. Ein Mann wie ein bärtiger Riese, der so sanftmütig wie ein Lamm wirkt. Sie beginnt selber an dem Unterricht teilzunehmen und fängt an die Welt mit anderen Augen zu sehen und zu verstehen. Madame Wu ist in einer Zeit erzogen worden, in dem Frauen das machen, was man schon immer von ihnen erwartet hat, dem Mann untertan zu sein, Kinder zu gebären und den Haushalt still und leise zu führen. Aber nun beginnt eine neue Zeit, eine Zeit des Umbruchs, die sogar die elegante Madame trifft. Die Frauen des Hauses Wu machen deutlich wie man in seiner Tradition gefangen sein kann. Wie sehr man an den alten Gepflogenheiten festhalten kann und selber gar nicht merkt, wie sehr man sich dadurch knechtet. Madame Wu stellt eines Tages fest, dass sie ihren Mann noch nie geliebt hat. Sie hat ihm Kinder geboren und sich immer wieder für ihn schön gemacht. Sie hat mit ihm lange wichtige Gespräche geführt und doch schien es nie, dass sie etwas für ihn empfindet. Erst als sie den ausländischen Priester kennenlernt, begreift sie was ihre Gefühle eigentlich bedeuten. Ich habe das Buch in einer Lesegruppe gelesen und die Meinungen dort gingen etwas auseinander. Für mich scheint es einfach nur ein Buch darüber zu sein, dass eine Frau plötzlich entdeckt, das ihr vorheriges Leben nicht perfekt war. Dass sie durch Gespräche und Austausch ihren eigenen Kosmos erweitert, verändert und vielleicht ein großes Stück verbessert hat. Ich mochte die Hausherrin und fand es verständlich, dass sie ab einem bestimmten Moment, sich in ihren eigenen Teil des Hauses zurückzog. Auch fand ich die Veränderung sehr gut beschrieben, die Madame Wu durchlebte. Sie wurde weicher und ließ die Moderne zu. Sie öffnete sich für die Welt da draußen, wenn auch erst sehr zögerlich und gab Aufgaben an andere ab. Traditionen sind schön und gut, aber irgendwann muss man eben auch mal die Tür und sein Herz öffnen. Es ist eine Entwicklung und man darf wirklich nicht vergessen, wann dieses Buch geschrieben wurde und in welcher Zeit und in welchem traditionsreichen Land dieser Roman spielt. Dafür ist es schon wirklich ein großer Schritt in die Freiheit der Frau.

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Ein wundervoller Klassiker

Ich durfte mit Madame Wu ab ihrem 40. Lebensjahr, ihr Leben begleiten. Fand ich sie am Anfang schon sehr intelligent und fortschrittlich. Entwickelt sie sich im Laufe des Romans immer weiter. Sie macht auch Fehler und versucht daraus zu lernen. Vieles ist ihr natürlich nur möglich aufgrund ihrer hohen Stellung. Es hat mir sehr viel Freude bereitet in diese chinesische Welt einzutauchen.

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"Die Frauen des Hauses Wu" präsentiert sich als ein subtil radikaler und psychologisch nuancierter Roman, der die Emanzipation einer Frau innerhalb eines rigiden hierarchischen, patriarchalischen Systems thematisiert. Pearl S. Buck gelingt es, eine intime Innenperspektive mit einer umfassenden kulturhistorischen Dimension zu verknüpfen, wodurch ein Werk entsteht, das sowohl zeitgenössisch als auch bemerkenswert modern anmutet. Sie zeichnet das Leben einer feudalen Großfamilie in den 1930er Jahren mit bemerkenswerter ethnografischer Präzision nach. Madame Wu repräsentiert eine der vielschichtigsten Figuren in Bucks Œuvre: Sie ist intelligent, beherrscht und diszipliniert, gleichzeitig jedoch gefangen in einem System, das sie meisterhaft navigiert, ohne es zu hinterfragen. Ihre Entscheidung, sich im Alter von 40 Jahren aus der Ehe zurückzuziehen und ihrem Ehemann eine Nebenfrau zuzugestehen, stellt einen Akt der Selbstbestimmung dar, der gleichzeitig tief in traditionellen Strukturen verwurzelt ist. Diese Ambivalenz bildet das zentrale Element des Romans. "Die Frauen des Hauses Wu" ist ein Klassiker, der eine ausgewogene Balance zwischen ethnografischer Genauigkeit, psychologischer Finesse und stiller Rebellion hält. Buck vermag es, eine patriarchale Ordnung von innen heraus zu beleuchten – durch die Augen einer Frau, die diese Ordnung sowohl verkörpert als auch subvertiert.

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Die Frauen des Hauses Wu - Zwischen Pflicht und Selbstbestimmung

Im Mittelpunkt des Romans steht Madame Wu, die seit vielen Jahren mit Disziplin, Klugheit und innerer Strenge das große Familienanwesen leitet. Ihr Leben folgt klaren Regeln, festen Hierarchien und traditionellen Werten. An ihrem 40. Geburtstag trifft sie eine ungewöhnliche Entscheidung, die das bisherige Gleichgewicht des Hauses verändert und eine Kette innerer und äußerer Entwicklungen auslöst. Was zunächst wie ein Ausdruck von Kontrolle und Vernunft erscheint, führt nach und nach zu einer tiefen persönlichen Auseinandersetzung. Madame Wu beginnt, ihr bisheriges Verständnis von Pflicht, Ordnung und Selbstbeherrschung zu hinterfragen. Der Roman schildert dabei weniger äußere Dramatik als vielmehr eine leise, psychologische Wandlung. Gerade diese ruhige Intensität verleiht der Geschichte ihre besondere Tiefe. Stark ist vor allem die atmosphärische Darstellung des traditionellen China. Rituale, gesellschaftliche Erwartungen und familiäre Strukturen werden anschaulich und detailreich beschrieben. Das Haus wirkt fast wie eine eigene, abgeschlossene Welt, in der jede Handlung Konsequenzen hat. Nicht jede Entwicklung wirkt gleichermaßen überzeugend; stellenweise erscheinen emotionale oder spirituelle Elemente etwas überhöht. Auch die Erzählweise ist bewusst ruhig und dialoglastig, was Geduld verlangt. Wer schnelle Handlung sucht, könnte dies als Schwäche empfinden. Dennoch überzeugt der Roman durch seine klare Sprache, die konsequente Charakterzeichnung und die zeitlosen Themen von Freiheit, Verantwortung und Selbstbestimmung. Fazit: Ein stiller, vielschichtiger Roman mit psychologischer Tiefe und dichter Atmosphäre. Kleinere Schwächen mindern den Gesamteindruck kaum. Von mir daher 8 von 10 P.

Die Frauen des Hauses Wu - Zwischen Pflicht und Selbstbestimmung
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Meine Meinung Diese Geschichte hat mich überwältigt! Ich hatte keine besonderen Erwartungen. Mein Ziel war, mehr über das damalige China zu erfahren und gleichzeitig war ich auf die im Klappentext genannte Liebesgeschichte gespannt. Da die Autorin in China aufwuchs und dort auch als Erwachsene eine lange Zeit lebte, bevor sie sich mit 42 endgültig in den USA niederließ, ging ich davon aus, dass sie in der Lage war einen Roman zu schreiben, der die chinesische Kultur realitätsnah wiedergab. Und ich wurde nicht enttäuscht! Pearl S. Buck schaffte es, dass ich, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte. Sie erzeugte durch die verschiedenen Familienmitglieder der Wus und das gekonnte verweben ihrer Schicksale eine ganz eigenartige Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. Das Buch ist sprachlich schön, inhaltlich ungewöhnlich und ausgesprochen weise. Wir bekommen hier eine Geschichte über die Liebe, das Leben, die Vorstellung von angesehenen und gehobenen Familie im damaligen China und dem Zu-sich-selbs-finden. Madame Wu bricht mit den gesellschaftlichen Erwartungen und zieht sich mit ihrer Entscheidung, ihrem Ehemann eine Zweitfrau zu besorgen, aus den ehelichen Pflichten zurück und erkauft sich durch das Leid einer anderen Frau ihre Freiheit. Das ist schon ein starkes Stück, zudem Madame Wu bis dahin immer sehr gerecht gehandelt hatte. All die Jahre in ihrer Ehe hat sich Madame Wu angestrengt, ihrem Mann und dem Wohle der ganzen Familie Wu gedient und ihre Wünsche dem großen Ganzen unterworfen. Ihr zwar schöner, aber nicht sehr kluger Mann bedurfte eine starke führende Hand, die jedoch nicht zu offensichtlich sein durfte. “Manche Männer machen sich selber, er [Madame Wus Mann] aber wird immer von Frauen gemacht werden. Aber du darfst es ihn nicht merken lassen. mach ihm niemals seine Schwächen zum Vorwurf, denn dann wird er ganz schwach werden. Laß ihn nie fühlen, daß er ohne dich nutzlos wäre, denn dann wird er wirklich nutzlos. Du mußt in ihm die wenigen starken Fäden finden und aus ihnen dein Gewebe weben, und wo es schwache Fäden gibt, darfst du dich nicht auf sie verlassen. Nimm statt ihrer insgeheim deine eigenen.” (Buch S. 103) Diese Weisheit erteilte Madame Wus Schwiegervater ihr in einem ihrer Gespräche, nachdem sie Herr Wu geheiratet hat. Es war eine Wonne für mich, Madame Wus Entwicklung zu sich selbst zu verfolgen. Sie war bereits sehr klug und weise bevor sie den italienischen Priester traf. Doch Bruder André eröffente ihr nochmals eine andere (geistige) Welt, die sie im Laufe der Geschichte zu einem noch besseren Menschen machte, da ihre gute Taten nun ohne Forderung von irgendwelchen Gegenleistungen waren. Viele der Sätze im Buch berührten mich sehr und ich dachte gerne über sie nach, wie z.B. über folgende: “Mißhelligkeiten zwischen Mann und Frau entstehen immer aus dem Glauben, daß es gegenseitige Pflichten gibt”, fuhr Madame Wu fort. “Hat man aber diesen Glauben einmal aufgegeben, dann wird der Weg deutlich sichtbar. Jeder hat nur Pflichten gegen sich selbst. In welchem Sinne? Wenn der eine seine Erfüllung findet, findet sie auch der andere.” (Buch S. 337) Fazit Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen, sodass ich mir gleich weitere Bücher der Nobelpreisträgerin für Literatur bestellt habe. Ihr Schreibstil und ihre Ausdrucksweise ist wundervoll und ich möchte unbedingt mehr davon! Wer sich für China interessiert und eine ganz andere und eigenartige Liebesgeschichte lesen will, die weder aufdringlich noch kitschig und klischeehaft ist, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen und es genießen! Ein Highlight mit Prädikat Herzensbuch!

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