Die Frau des Farmers
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Description
»Bemerkenswert, die oft romantisierte Rolle der Bäuerin so ins rechte Licht zu setzen.« Raynor Winn
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe zu versorgen. Helen Rebanks ist Bäuerin. In einzigartiger Weise erzählt »Die Frau des Farmers« vom Leben einer Frau auf einem modernen Bauernhof im malerischen Lake District Englands.
Als junges Mädchen träumte Helen Rebanks von einem Leben als Künstlerin. Auf keinen Fall wollte sie wie ihre Mutter und Großmutter das Leben einer Bäuerin führen. Sie verlässt die Familie, studiert Kunst, sucht eigene Wege – und doch kommt es anders: Heute sitzt sie auf ihrem eigenen Gehöft und betreibt mit ihrem Mann James Rebanks eine große Farm. Traditionell wird die Stellung der Bäuerin als Nebenrolle gesehen: immer da, aber doch im Hintergrund. Doch ohne die Frauen geht es nicht. Eingebettet in Erinnerungen erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben an einem Tag: von der Entscheidung doch ein Landleben zu führen, der Organisation des Haushalts und der Familie, der Verwaltung eines modernen Hofes, von ihrer Liebe zum Kochen und zu den Tieren, der großen Verbundenheit zur Natur und von der Bedeutung und Herkunft unserer Nahrung. Authentisch und ergreifend ist dies die Geschichte eines verborgenen Lebens, das alles zusammenhält, und eine Hommage an alle Landfrauen.
Mit zahlreichen, wunderschön illustrierten Familienrezepten
Book Information
Author Description
Helen Rebanks ist auf einem Bauernhof im englischen Lake District geboren und aufgewachsen. Ihre Familie betreibt seit vielen Generationen Landwirtschaft. Sie hat einen erstklassigen Abschluss in Bildender Kunst und arbeitete in Oxford, bevor sie in Cumbria Bäuerin und Mutter von vier Kindern wurde. Helen führt den Hof zusammen mit ihrem Mann und erfolgreichen Schriftsteller James Rebanks. Beide setzen sich leidenschaftlich für die Zukunft bäuerlicher Familienbetriebe ein und geben ihr Wissen über regenerative Landwirtschaftsmethoden weiter.
Posts
Biographie einer britischen Farmersfrau
Die Britin Helen Rebanks erzählt von ihrem Leben als Farmersfrau. In der Familie geht es oft chaotisch zu, da sie vier Kinder und diverse Farmtiere zu versorgen hat. Dabei hebt sie hervor, wieviel "unsichtbare" Arbeit sie erledigt. Ich denke, diese Problematik kennen viele Frauen, auch wenn sie keine Farmerinnen sind. Es ist leider eben oft genug die Aufgabe der Frau, sich um Kinder, Haushalt und Bedürfnisse der Familienmitglieder zu kümmern, und auch andere Berufsgruppen haben ein hohes Stresspotential. Die Arbeit im Haushalt und erst recht auf dem Bauernhof kennt wenig Freizeit und hat keinen Anfang und kein Ende. Helen Rebanks führt aber auch an, sich bewusst für dieses Leben entschieden zu haben. Ihre Schilderungen der täglichen Arbeit auf dem Hof sowie den Rückblenden des bäuerlichen Lebens ihrer Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern fand ich relativ unspektakulär. Eingefügt in die Erzählungen sind schön gestaltete Bilder und Rezepte. Die Idee dieser Autobiographie finde ich grundsätzlich gut. Das Lesen des Geschilderten war allerdings eher semispannend.
Eine tolle Mischung aus Landleben und Rezepten
Helen Rebanks schafft es mit diesem Roman, uns als Leser ihren Alltag näher zu bringen. Dabei schreibt sie authentisch, persönlich und wenig beschönigend. Es ist eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte, eine Geschichte einer starken Beziehung, die jede Herausforderung mit Mut anzunehmen und zu meistern scheint. Manches Mal erscheinen die Erzählungen etwas durcheinander, einfach so, wie man es vielleicht im eigenen Tagebuch machen würde, in dem man nicht alles erklären muss, weil man ja eh alles von sich weiß. Für den Leser sind die Sprünge teils etwas groß. Auch sollte man keine großen Erlebnisse erwarten. Es ist wirklich einfach eine Darstellung des Alltags und des (Zusammen-)Wachsens einer Familie, die sich für ein Leben auf dem Land entschieden hat. Die Grafiken, die sich auf manchen Seiten finden, helfen, das Bild, dass man durch die Erzählungen bekommt, noch etwas zu schärfen. Ein nettes Detail sind die Rezepte, die sich durch das Buch hindurch ziehen und Lust aufs Nachkochen machen.
Keine Idylle, sondern echtes Leben – Die Frau des Farmers im Alltagstrubel
Da sitzt man also mit einem Buch in der Hand, das auf den ersten Blick nach friedlicher Landidylle schreit, und plötzlich findet man sich mitten im chaotischen Morgentrubel einer Bäuerin wieder, die schon vor dem ersten Hahnenschrei ihre Tasse Tee verteidigen muss. „Die Frau des Farmers“ von Helen Rebanks ist alles, nur kein romantisch verklärtes Landmärchen. Hier wird ehrlich ausgepackt: vom Eiertanz zwischen Küchenspüle und Schafstall, von schlaflosen Nächten mit kranken Lämmern und der Kunst, trotz allem noch Brot zu backen, das schmeckt wie eine Umarmung. Helen erzählt ihren Alltag mit einer erfrischenden Direktheit, die einem manchmal das Heu aus den Ohren pusten könnte. Ihre Anekdoten sind so charmant-chaotisch, dass man zwischen Lachen und Mitfühlen hin- und hergerissen wird. Sie lässt kein Klischee unangespitzt im Acker stecken, vor allem das vom unsichtbaren „Bäuerchen im Hintergrund“. Ganz nebenbei gibt’s dann noch Familienrezepte, bei denen selbst Kochmuffel mit dem Gedanken spielen, sich ein paar Hühner anzuschaffen. Der Schreibstil? Locker-flockig wie frisch gemähtes Gras, mit einer Prise britischem Humor, der es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Trotzdem, an manchen Stellen verliert sich Helen etwas in den eigenen Erinnerungen, da hätte ich mir mehr „Hier und Jetzt“ gewünscht. Was bleibt, ist ein liebevoller Blick hinter die Kulissen eines Lebens, das viel zu oft übersehen wird. Kein großes Drama, sondern die stille Heldengeschichte einer Frau, die eigentlich gar keine Heldin sein wollte. Wer also glaubt, das Landleben sei nur Idylle mit Sonnenuntergang, dem fegt Helen Rebanks mit einem Augenzwinkern kräftig den Stall aus. Verdiente 4 Sterne für diese authentische, witzige und absolut herzerwärmende Hommage an das wahre Leben auf dem Land!

Es gibt viele Wege, ein Leben zu führen, eine Frau zu sein. Ich weiß, dass viele Frauen nicht das wollen, was ich will. Manche sind sicherlich der Ansicht, mein Leben sei nichts Großartiges. -aus «Die Frau des Farmers»- Helen Rebanks lebt mit ihrem Mann James und ihren vier Kindern auf einem Hof mitten in der idyllischen Landschaft des englischen Lake Districts. Bäuerin zu werden, stand in jungen Jahren nicht auf dem Lebensplan von Helen. Nach ihrer Kindheit auf einem Hof wollte sie selber als Erwachsene keinen Hof führen und schon gar keinen Bauern heiraten – doch dann verliebte sie sich in James, einen Vollblutbauern. Bis zu ihrem heutigen Leben, war es ein steiniger Weg – neben Umzügen und Umbauten verschiedener Häuser und dem Gefühl – vor allem von James - noch immer nicht angekommen zu sein, bekommen Helen und James ihre Kinder. Als Ausgleich zum alltäglichen, herausfordernden Leben findet Helen Ruhe, Zufriedenheit und neue Kraft beim kochen und backen. Helen hat sich entschieden, als Vollzeitmama für ihre Kinder da zu sein, dies führt - in finanzieller Hinsicht - immer wieder zu Spannungen und auch Selbstzweifeln, da in der Gesellschaft dieses Lebensmodell nicht der Norm entspricht. Heute hat Helen ihren Platz im Leben gefunden zusammen mit ihrer Familie und im Einklang mit der Natur. Fazit: Dieses Buch wurde für mich während des Lesens zu einem Highlight. Ein herausragendes Buch daher, weil es ein ehrliches Buch ist. Es wird das echte Leben mit all seinen Herausforderungen, Hürden, Hindernissen und Zweifeln aber auch mit seinen einzigartigen Momenten voller Liebe und Zusammenhalt beschrieben. Es wird nichts beschönigt und gleichzeitig konnte ich spüren, wie Helen und James zusammen mit ihren Kindern zusammenwachsen, ein Team werden. Einblicke in das Schaffen im Einklang mit der Natur gehören ebenso zum Erzählten wie der Appell an uns Leser:innen, regionales, frisches und saisonales Essen zu Gunsten unserer Erde zu bevorzugen. Es ist sehr packend geschrieben, unterteilt in die verschiedenen Tageszeiten. Die Erzählungen über Vergangenheit und Gegenwart sind gekonnt verflochten und immer wieder mit wundervollen Illustrationen und leckeren Koch- und Backrezepten aufgelockert. Ein Buch über eine sehr sympathische Frau, die sich für ein ruhiges, häusliches, bescheidenes und naturverbundenes Leben entschieden hat und mir in vielen Punkten aus dem Herzen spricht. Ein Buch das in mir noch lange nachhallen wird und aus dem ich noch viele Rezepte nachkochen und -backen will.

Keine Idylle, sondern echtes Leben – Die Frau des Farmers im Alltagstrubel
Da sitzt man also mit einem Buch in der Hand, das auf den ersten Blick nach friedlicher Landidylle schreit, und plötzlich findet man sich mitten im chaotischen Morgentrubel einer Bäuerin wieder, die schon vor dem ersten Hahnenschrei ihre Tasse Tee verteidigen muss. „Die Frau des Farmers“ von Helen Rebanks ist alles, nur kein romantisch verklärtes Landmärchen. Hier wird ehrlich ausgepackt: vom Eiertanz zwischen Küchenspüle und Schafstall, von schlaflosen Nächten mit kranken Lämmern und der Kunst, trotz allem noch Brot zu backen, das schmeckt wie eine Umarmung. Helen erzählt ihren Alltag mit einer erfrischenden Direktheit, die einem manchmal das Heu aus den Ohren pusten könnte. Ihre Anekdoten sind so charmant-chaotisch, dass man zwischen Lachen und Mitfühlen hin- und hergerissen wird. Sie lässt kein Klischee unangespitzt im Acker stecken, vor allem das vom unsichtbaren „Bäuerchen im Hintergrund“. Ganz nebenbei gibt’s dann noch Familienrezepte, bei denen selbst Kochmuffel mit dem Gedanken spielen, sich ein paar Hühner anzuschaffen. Der Schreibstil? Locker-flockig wie frisch gemähtes Gras, mit einer Prise britischem Humor, der es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Trotzdem, an manchen Stellen verliert sich Helen etwas in den eigenen Erinnerungen, da hätte ich mir mehr „Hier und Jetzt“ gewünscht. Was bleibt, ist ein liebevoller Blick hinter die Kulissen eines Lebens, das viel zu oft übersehen wird. Kein großes Drama, sondern die stille Heldengeschichte einer Frau, die eigentlich gar keine Heldin sein wollte. Wer also glaubt, das Landleben sei nur Idylle mit Sonnenuntergang, dem fegt Helen Rebanks mit einem Augenzwinkern kräftig den Stall aus. Verdiente 4 Sterne für diese authentische, witzige und absolut herzerwärmende Hommage an das wahre Leben auf dem Land!

Description
»Bemerkenswert, die oft romantisierte Rolle der Bäuerin so ins rechte Licht zu setzen.« Raynor Winn
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe zu versorgen. Helen Rebanks ist Bäuerin. In einzigartiger Weise erzählt »Die Frau des Farmers« vom Leben einer Frau auf einem modernen Bauernhof im malerischen Lake District Englands.
Als junges Mädchen träumte Helen Rebanks von einem Leben als Künstlerin. Auf keinen Fall wollte sie wie ihre Mutter und Großmutter das Leben einer Bäuerin führen. Sie verlässt die Familie, studiert Kunst, sucht eigene Wege – und doch kommt es anders: Heute sitzt sie auf ihrem eigenen Gehöft und betreibt mit ihrem Mann James Rebanks eine große Farm. Traditionell wird die Stellung der Bäuerin als Nebenrolle gesehen: immer da, aber doch im Hintergrund. Doch ohne die Frauen geht es nicht. Eingebettet in Erinnerungen erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben an einem Tag: von der Entscheidung doch ein Landleben zu führen, der Organisation des Haushalts und der Familie, der Verwaltung eines modernen Hofes, von ihrer Liebe zum Kochen und zu den Tieren, der großen Verbundenheit zur Natur und von der Bedeutung und Herkunft unserer Nahrung. Authentisch und ergreifend ist dies die Geschichte eines verborgenen Lebens, das alles zusammenhält, und eine Hommage an alle Landfrauen.
Mit zahlreichen, wunderschön illustrierten Familienrezepten
Book Information
Author Description
Helen Rebanks ist auf einem Bauernhof im englischen Lake District geboren und aufgewachsen. Ihre Familie betreibt seit vielen Generationen Landwirtschaft. Sie hat einen erstklassigen Abschluss in Bildender Kunst und arbeitete in Oxford, bevor sie in Cumbria Bäuerin und Mutter von vier Kindern wurde. Helen führt den Hof zusammen mit ihrem Mann und erfolgreichen Schriftsteller James Rebanks. Beide setzen sich leidenschaftlich für die Zukunft bäuerlicher Familienbetriebe ein und geben ihr Wissen über regenerative Landwirtschaftsmethoden weiter.
Posts
Biographie einer britischen Farmersfrau
Die Britin Helen Rebanks erzählt von ihrem Leben als Farmersfrau. In der Familie geht es oft chaotisch zu, da sie vier Kinder und diverse Farmtiere zu versorgen hat. Dabei hebt sie hervor, wieviel "unsichtbare" Arbeit sie erledigt. Ich denke, diese Problematik kennen viele Frauen, auch wenn sie keine Farmerinnen sind. Es ist leider eben oft genug die Aufgabe der Frau, sich um Kinder, Haushalt und Bedürfnisse der Familienmitglieder zu kümmern, und auch andere Berufsgruppen haben ein hohes Stresspotential. Die Arbeit im Haushalt und erst recht auf dem Bauernhof kennt wenig Freizeit und hat keinen Anfang und kein Ende. Helen Rebanks führt aber auch an, sich bewusst für dieses Leben entschieden zu haben. Ihre Schilderungen der täglichen Arbeit auf dem Hof sowie den Rückblenden des bäuerlichen Lebens ihrer Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern fand ich relativ unspektakulär. Eingefügt in die Erzählungen sind schön gestaltete Bilder und Rezepte. Die Idee dieser Autobiographie finde ich grundsätzlich gut. Das Lesen des Geschilderten war allerdings eher semispannend.
Eine tolle Mischung aus Landleben und Rezepten
Helen Rebanks schafft es mit diesem Roman, uns als Leser ihren Alltag näher zu bringen. Dabei schreibt sie authentisch, persönlich und wenig beschönigend. Es ist eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte, eine Geschichte einer starken Beziehung, die jede Herausforderung mit Mut anzunehmen und zu meistern scheint. Manches Mal erscheinen die Erzählungen etwas durcheinander, einfach so, wie man es vielleicht im eigenen Tagebuch machen würde, in dem man nicht alles erklären muss, weil man ja eh alles von sich weiß. Für den Leser sind die Sprünge teils etwas groß. Auch sollte man keine großen Erlebnisse erwarten. Es ist wirklich einfach eine Darstellung des Alltags und des (Zusammen-)Wachsens einer Familie, die sich für ein Leben auf dem Land entschieden hat. Die Grafiken, die sich auf manchen Seiten finden, helfen, das Bild, dass man durch die Erzählungen bekommt, noch etwas zu schärfen. Ein nettes Detail sind die Rezepte, die sich durch das Buch hindurch ziehen und Lust aufs Nachkochen machen.
Keine Idylle, sondern echtes Leben – Die Frau des Farmers im Alltagstrubel
Da sitzt man also mit einem Buch in der Hand, das auf den ersten Blick nach friedlicher Landidylle schreit, und plötzlich findet man sich mitten im chaotischen Morgentrubel einer Bäuerin wieder, die schon vor dem ersten Hahnenschrei ihre Tasse Tee verteidigen muss. „Die Frau des Farmers“ von Helen Rebanks ist alles, nur kein romantisch verklärtes Landmärchen. Hier wird ehrlich ausgepackt: vom Eiertanz zwischen Küchenspüle und Schafstall, von schlaflosen Nächten mit kranken Lämmern und der Kunst, trotz allem noch Brot zu backen, das schmeckt wie eine Umarmung. Helen erzählt ihren Alltag mit einer erfrischenden Direktheit, die einem manchmal das Heu aus den Ohren pusten könnte. Ihre Anekdoten sind so charmant-chaotisch, dass man zwischen Lachen und Mitfühlen hin- und hergerissen wird. Sie lässt kein Klischee unangespitzt im Acker stecken, vor allem das vom unsichtbaren „Bäuerchen im Hintergrund“. Ganz nebenbei gibt’s dann noch Familienrezepte, bei denen selbst Kochmuffel mit dem Gedanken spielen, sich ein paar Hühner anzuschaffen. Der Schreibstil? Locker-flockig wie frisch gemähtes Gras, mit einer Prise britischem Humor, der es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Trotzdem, an manchen Stellen verliert sich Helen etwas in den eigenen Erinnerungen, da hätte ich mir mehr „Hier und Jetzt“ gewünscht. Was bleibt, ist ein liebevoller Blick hinter die Kulissen eines Lebens, das viel zu oft übersehen wird. Kein großes Drama, sondern die stille Heldengeschichte einer Frau, die eigentlich gar keine Heldin sein wollte. Wer also glaubt, das Landleben sei nur Idylle mit Sonnenuntergang, dem fegt Helen Rebanks mit einem Augenzwinkern kräftig den Stall aus. Verdiente 4 Sterne für diese authentische, witzige und absolut herzerwärmende Hommage an das wahre Leben auf dem Land!

Es gibt viele Wege, ein Leben zu führen, eine Frau zu sein. Ich weiß, dass viele Frauen nicht das wollen, was ich will. Manche sind sicherlich der Ansicht, mein Leben sei nichts Großartiges. -aus «Die Frau des Farmers»- Helen Rebanks lebt mit ihrem Mann James und ihren vier Kindern auf einem Hof mitten in der idyllischen Landschaft des englischen Lake Districts. Bäuerin zu werden, stand in jungen Jahren nicht auf dem Lebensplan von Helen. Nach ihrer Kindheit auf einem Hof wollte sie selber als Erwachsene keinen Hof führen und schon gar keinen Bauern heiraten – doch dann verliebte sie sich in James, einen Vollblutbauern. Bis zu ihrem heutigen Leben, war es ein steiniger Weg – neben Umzügen und Umbauten verschiedener Häuser und dem Gefühl – vor allem von James - noch immer nicht angekommen zu sein, bekommen Helen und James ihre Kinder. Als Ausgleich zum alltäglichen, herausfordernden Leben findet Helen Ruhe, Zufriedenheit und neue Kraft beim kochen und backen. Helen hat sich entschieden, als Vollzeitmama für ihre Kinder da zu sein, dies führt - in finanzieller Hinsicht - immer wieder zu Spannungen und auch Selbstzweifeln, da in der Gesellschaft dieses Lebensmodell nicht der Norm entspricht. Heute hat Helen ihren Platz im Leben gefunden zusammen mit ihrer Familie und im Einklang mit der Natur. Fazit: Dieses Buch wurde für mich während des Lesens zu einem Highlight. Ein herausragendes Buch daher, weil es ein ehrliches Buch ist. Es wird das echte Leben mit all seinen Herausforderungen, Hürden, Hindernissen und Zweifeln aber auch mit seinen einzigartigen Momenten voller Liebe und Zusammenhalt beschrieben. Es wird nichts beschönigt und gleichzeitig konnte ich spüren, wie Helen und James zusammen mit ihren Kindern zusammenwachsen, ein Team werden. Einblicke in das Schaffen im Einklang mit der Natur gehören ebenso zum Erzählten wie der Appell an uns Leser:innen, regionales, frisches und saisonales Essen zu Gunsten unserer Erde zu bevorzugen. Es ist sehr packend geschrieben, unterteilt in die verschiedenen Tageszeiten. Die Erzählungen über Vergangenheit und Gegenwart sind gekonnt verflochten und immer wieder mit wundervollen Illustrationen und leckeren Koch- und Backrezepten aufgelockert. Ein Buch über eine sehr sympathische Frau, die sich für ein ruhiges, häusliches, bescheidenes und naturverbundenes Leben entschieden hat und mir in vielen Punkten aus dem Herzen spricht. Ein Buch das in mir noch lange nachhallen wird und aus dem ich noch viele Rezepte nachkochen und -backen will.

Keine Idylle, sondern echtes Leben – Die Frau des Farmers im Alltagstrubel
Da sitzt man also mit einem Buch in der Hand, das auf den ersten Blick nach friedlicher Landidylle schreit, und plötzlich findet man sich mitten im chaotischen Morgentrubel einer Bäuerin wieder, die schon vor dem ersten Hahnenschrei ihre Tasse Tee verteidigen muss. „Die Frau des Farmers“ von Helen Rebanks ist alles, nur kein romantisch verklärtes Landmärchen. Hier wird ehrlich ausgepackt: vom Eiertanz zwischen Küchenspüle und Schafstall, von schlaflosen Nächten mit kranken Lämmern und der Kunst, trotz allem noch Brot zu backen, das schmeckt wie eine Umarmung. Helen erzählt ihren Alltag mit einer erfrischenden Direktheit, die einem manchmal das Heu aus den Ohren pusten könnte. Ihre Anekdoten sind so charmant-chaotisch, dass man zwischen Lachen und Mitfühlen hin- und hergerissen wird. Sie lässt kein Klischee unangespitzt im Acker stecken, vor allem das vom unsichtbaren „Bäuerchen im Hintergrund“. Ganz nebenbei gibt’s dann noch Familienrezepte, bei denen selbst Kochmuffel mit dem Gedanken spielen, sich ein paar Hühner anzuschaffen. Der Schreibstil? Locker-flockig wie frisch gemähtes Gras, mit einer Prise britischem Humor, der es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Trotzdem, an manchen Stellen verliert sich Helen etwas in den eigenen Erinnerungen, da hätte ich mir mehr „Hier und Jetzt“ gewünscht. Was bleibt, ist ein liebevoller Blick hinter die Kulissen eines Lebens, das viel zu oft übersehen wird. Kein großes Drama, sondern die stille Heldengeschichte einer Frau, die eigentlich gar keine Heldin sein wollte. Wer also glaubt, das Landleben sei nur Idylle mit Sonnenuntergang, dem fegt Helen Rebanks mit einem Augenzwinkern kräftig den Stall aus. Verdiente 4 Sterne für diese authentische, witzige und absolut herzerwärmende Hommage an das wahre Leben auf dem Land!









