Die Frau am Fenster - Ein Leben an der Seite von Caspar David Friedrich

Die Frau am Fenster - Ein Leben an der Seite von Caspar David Friedrich

Paperback
3.920

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Description

Dresden 1818. Caroline Bommer ist 24 Jahre alt, als sie den 20 Jahre älteren Caspar David Friedrich heiratet. Sie kennt den Maler bereits seit ihrer Kindheit, er war ein Freund der Familie, den sie stets bewundert hat. „Line“, wie Friedrich seine junge Frau zärtlich nennt, verändert das Leben des Junggesellen sehr, was auch Auswirkungen auf seine Kunst hat. Doch nach dem glücklichen Beginn ihrer Ehe, der für sie aufregenden Hochzeitsreise mit Besuch der Kreidefelsen auf Rügen und der Geburt ihrer Kinder, durchlebt Caroline auch leidvolle Zeiten.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
288
Price
20.60 €

Author Description

Dr. Birgit Poppe, geboren in Kleve, studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Bochum und Bonn und promovierte über „Leipziger Malerei“. Schwerpunktmäßig beschäftigt sie sich mit der Kunst und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert von der Romantik bis zum Expressionismus, zudem mit Leben und Werk von Künstlerinnen. Sie veröffentlichte bisher mehrere Künstler- und Künstlerinnenbiografien sowie Reiseführer. Die freie Autorin war wissenschaftliche Mitarbeiterin an Museen und ist seit mehr als 30 Jahren Dozentin für Kunst- und Kulturgeschichte. Sie bietet unter anderem Vorträge mit den Themen „Caspar David Friedrich“, „Sehnsucht, Mystik und Poesie - Die Kunst der Romantik“ und „Frauen in der Romantik“ an.

Posts

7
All
3.5

Interessantes Buch aber die Stärke liegt im fiktiven Anteil .

Nachdem ich " Zauber der Stille " von Illies gelesen habe, wollte ich auch das Buch lesen um die andere Perspektive der Ehe kennenzulernen. Zunächst bin ich etwas schwierig in das Buch hineingekommen, weil ich die Personen zunächst schwach empfunden habe, was mit der Zeit besser wurde. Gerade Caroline als Frau an der Seite von Caspar David Friedrich lernt man hier kennen aber auch nicht so ganz. Dies kann auch an der schwierigen Quellenlage liegen. Die Person Caspar David Friedrichs lernt man hier gerade von der schwierigen privaten Seite kennen. Zum Ende des Buches spürte ich die Erleichterung Carolines beim Flirt mit Knud. Wie sich später herausstellte war dies eine Idee der Autorin. Insgesamt war das Buch in Ordnung, manchmal etwas schwerfällig wie das Leben von Caroline aber auch interessant. Ich hatte mir trotzdem mehr erwartet.

4.5

Die Frau an der Seite eines depressiven Mannes, der erst spät berühmt wurde

Dieses Buch hat mich leise, aber tief berührt 💙🎨 Caspar David Friedrich war für mich schon immer mehr als nur ein Maler – seine Bilder haben etwas Melancholisches, etwas Einsames, das mich seit jeher anzieht. Umso neugieriger war ich, als mir „Die Frau am Fenster – Ein Leben an der Seite von Caspar David Friedrich“ von Birgit Poppe über den Weg lief. Ich wollte mehr über den Menschen hinter den Bildern erfahren – und habe dabei eine ganz andere, sehr bewegende Perspektive gefunden. Denn dieses Buch erzählt nicht sein Leben allein, sondern das Leben seiner Frau an seiner Seite. Wir begleiten sie vom ersten Kennenlernen, über die Hochzeit und die Hochzeitsreise, bis hinein in ein gemeinsames Leben, das alles andere als leicht war. Besonders eindrücklich fand ich, wie sehr das Buch spürbar macht, dass der Ruhm Caspar David Friedrichs erst spät kam – und was das für eine Ehe bedeutet, wenn man mit einem genialen, aber innerlich zerrissenen Menschen lebt. Natürlich gibt es fiktive Momente, das verschweigt das Buch auch gar nicht. Aber genau diese Passagen haben mir geholfen, Caspar David Friedrich nicht nur als großen Künstler zu sehen, sondern als Mensch – einen Mann, der offenbar mit Depressionen und inneren Kämpfen zu ringen hatte 🌫️🖤. Und genauso wichtig: eine Frau, die all das miterlebt, mitträgt, aushält und ihren eigenen Blick auf diese Welt behält. Mich hat besonders berührt, wie feinfühlig gezeigt wird, was sie durchstehen musste, wie sie seinen Freundeskreis wahrnahm, wie sein Verhältnis zur Familie war – und wie sehr Liebe manchmal auch bedeutet, still zu bleiben, stark zu sein und nicht im Rampenlicht zu stehen. Der sachliche Ton des Buches hat mich dabei gar nicht gestört, im Gegenteil: Er gibt den Emotionen seiner Frau umso mehr Raum. Die kurzen Abschnitte machen das Lesen angenehm, man kann das Buch gut zur Seite legen – auch wenn man es eigentlich gar nicht möchte 📖✨. Ein echtes Highlight für mich waren die Zitate und Aussagen Caspar David Friedrichs zu Beginn größerer Kapitel. Sie wirken wie kleine Fenster in seinen Geist. Und dann diese Sprache … die bildhaften Beschreibungen haben mir das Dresden seiner Zeit direkt vor Augen geführt 🏛️🌆. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, durch seine Welt zu gehen, durch Gassen, Gedanken und Stimmungen. Für mich war dieses Buch eine stille, warme Empfehlung fürs Herz. Es zeigt, dass große Kunst oft aus großen inneren Kämpfen entsteht – und dass hinter jedem berühmten Namen Menschen stehen, die lieben, leiden und hoffen. 💔➡️💙 Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Und ja: Als Nächstes mache ich mich auf die Suche nach einer guten Biografie über Caspar David Friedrich selbst – in der Hoffnung, ihn nun noch ein Stück besser zu verstehen 🎨📚✨

3

Birgit Poppes Roman "Die Frau am Fenster – Ein Leben an der Seite von Caspar David Friedrich" beleuchtet das Leben von Caroline Bommer, der Ehefrau des berühmten Malers. Während die Kunstwelt Friedrichs Werke feiert, bleibt seine Frau oft im Schatten – ein Umstand, den Poppe mit ihrem Buch zu korrigieren versucht. Die Autorin zeichnet ein einfühlsames Porträt einer Frau, die nicht nur die Muse, sondern auch die Stütze eines Künstlers war, der mit Depressionen und gesellschaftlicher Ablehnung kämpfte. Caroline, die Friedrich seit ihrer Kindheit kannte, verliebte sich in ihn und heiratete ihn trotz des Altersunterschieds von 20 Jahren. Poppe schildert die Höhen und Tiefen dieser Ehe, von der glücklichen Hochzeitsreise bis zu den schwierigen Zeiten, die Caroline durchlebte. Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe, mit der Poppe Carolines Gedanken und Gefühle nachzeichnet. Die Tatsache, dass Friedrich seine Frau nie direkt porträtierte, sondern sie nur als Rückenfigur in seinen Gemälden auftaucht, wird als Symbol für ihre Rolle in seinem Leben interpretiert. Die Autorin nutzt dieses Motiv geschickt, um die Dynamik zwischen den beiden zu erforschen. Allerdings bleibt der Roman trotz seiner historischen Genauigkeit ein fiktionales Werk. Die Interpretation von Carolines Gefühlen und Gedanken basiert auf Briefen und Publikationen, doch letztlich bleibt vieles Spekulation. Wer eine klassische Künstlerbiografie erwartet, könnte enttäuscht sein – "Die Frau am Fenster" ist vielmehr eine literarische Annäherung an eine wenig bekannte Frau der Kunstgeschichte. Insgesamt ist Poppes Roman eine bereichernde Lektüre für alle, die sich für Caspar David Friedrich interessieren, aber auch für jene, die die oft übersehene Rolle von Frauen in der Kunstgeschichte erkunden möchten. Ein einfühlsames, klug geschriebenes Buch, das eine neue Perspektive auf einen berühmten Künstler eröffnet.

4

⭐️⭐️⭐️⭐️ Eine tatkräftige und wohl auch unterschätzte Frau, der man Respekt zollen muss.

Mit diesem interessanten Ausflug in die Vergangenheit habe ich das Jahr 2024 ausklingen lassen. Den Maler Caspar David Friedrich kennen viele, doch über die Frau an seiner Seite, Caroline, ist nur wenig bekannt. Birgit Poppe hat in Originalbriefen und sonstigen Aufzeichnungen recherchiert, um sich ein Bild von der Frau zu machen, die über 20 Jahre mit dem Künstler verheiratet war und ihm drei Kinder schenkte. Einfach hatte es Caroline wohl nicht mit dem etwas eigenwilligen Caspar, aber sie schien nie zu verzagen und immer nach Lösungen zu suchen, damit die Ehe - wenn schon nicht immer glücklich - dann wenigstens zufriedenstellend blieb. Sie begleitete den Maler durch rauschhafte Schaffensphasen ebenso wie durch Trauer und Depressionen. Eine tatkräftige und wohl auch unterschätzte Frau, der man Respekt zollen muss.

⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine tatkräftige und wohl auch unterschätzte Frau, der man Respekt zollen muss.
3.5

Ein nettes, einfach zu lesendes Buch Papier für Leute wie mich mit wenig Kunstverstand. Es werden im Wesentlichen die Ehejahre von Caspar David Friedrich geschildert, mit seinen Depressionen und der Ehefrau, die immer versucht, ihrem Mann alles recht zu machen. Es gibt einen kurzen Einblick in das Leben von Caspar David Friedrich, wer aber mehr wissen möchte, muss sich mit anderer Literatur beschäftigen. Was mir gut gefallen hat, sind die Quellen, die die Autoren benutzt hat und die im Anhang aufgeführt sind. Da merkt man, dass sie von Hause aus Kunsthistorikerin ist.

4

Ein Leben im Schatten Caroline ist 23, als sie den 20 Jahre älteren Caspar David Friedrich wiedertrifft und 24, als sie heiraten. Es scheint auf beiden Seiten Liebe zu sein, denn er nimmt sie ohne Mitgift und sie ihn trotz des Altersunterschiedes und der Warnung ihrer Mutter, dass er zu Melancholie neige. Seiner romantischen Werbung und der ersten glücklichen Zeit folgt bald Ernüchterung. Caspar lebt nur für seine Arbeit, der sich alles unterzuordnen hat: „Er erwartete, dass sie ihm ohne Murren folgte – das Los, aller verheirateten Frauen, sich stillschweigend den Wünschen ihrer Männer zu fügen.“ (S. 11) „Die Frau am Fenster“ ist der Name eines Bildes, auf dem er seine junge Frau in Rückenansicht verewigt hat, und gleichzeitig der Titel der Romanbiographie von Birgit Poppe, die Carolines Zusammenleben mit Caspar beleuchtet. Dabei verwebt sie viele biographische und historische Fakten und Hintergründe mit dem fiktiven Familienleben, von dem man nur aus Briefen weiß. Die Beiden trennen nicht nur 20 Jahre, sondern auch verschiedene Vorstellungen von ihrem (Zusammen-)Leben. Caspar war lange Junggeselle, ist anspruchslos und sparsam. Line muss sich jede Veränderung und Anschaffung erkämpfen. Sie hofft auf das schillernde Leben an der Seite eines Künstlers, aber er geht kaum aus und empfängt nur selten Gäste, braucht zum Arbeiten unbedingte Ruhe. Trotzdem hält sie zu auch in seinen dunklen Stunden zu ihm, wenn er sich verkriecht, launisch, jähzornig und eifersüchtig wird und sich mit seinem Freund Carl Gustav Carus überwirft, der ihm dringend zu einer Behandlung der Schwermut rät. Es war kein leichtes Leben an seiner Seite, das wird beim Lesen schnell klar. Sein Wort war Gesetz. Sie hat sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Dass auch sie an seiner Melancholie verzweifelt und ihm helfen will, tut er wütend ab. Dazu kommt, dass seine Bilder immer düsterer werden und er keine Käufer mehr findet. Zudem bleibt ihm die versprochene Ernennung zum Professor der Dresdner Akademie verwehrt, das Geld ist ewig knapp. Birgit Poppe beschreibt das Leben des Paares, die Bilder und die Orte, die sie während ihrer Hochzeitsreise besuchen, sehr anschaulich. Als Dresdnerin mit Affinität zur Ostseeküste war ich da auch schon überall und habe es in ihren Schilderungen wiedererkannt. Es ist ein sehr interessanter biographischer Roman, auch wenn ich beim Lesen manchmal das das Gefühl hatte, dass mehr von ihm bzw. ihrem Leben an seiner Seite, als wirklich über sie erfährt.

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4.5

Guter Schreibstil, der mich abgeholt hat (auch emotional). Die Stimmung wurde gut eingefangen

Fand es sehr interessant, etwas über die Frau und ihr Leben an der Seite vom berühmten Maler zu erfahren. Es wurde die Zeit gut widergespiegelt und auch das nicht einfache Leben. Hätte mir Informationen über die damalige Zeit gewünscht, somit haben einige Kontexte gefehlt.

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