Die Frau als Mensch 2
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Description
Book Information
Author Description
Ulli Lust, geboren 1967 in Wien, ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. Ihr Comic "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" (avant-verlag) erhielt International viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Ignatz Award und dem Los Angeles Times Book Award ausgezeichnet. Es folgten unter anderem "Flughunde" (nach Marcel Beyer) und "Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein" (beide Suhrkamp). Ulli Lust zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Comiczeichner:innen; sie unterrichtet Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.
Posts
Tatsächlich ist die Autorin fast so alt wie ich, stellte ich fest. Vielleicht hat sie genau, wie ich, schon in der Jugend immer die Frau in allem gesucht, wo war sie (nicht als nackte Allegorie auf Plätzen oder Schlossgärten, sondern als Mensch)? Hier ist sie Schamanin mit Verbindung zwischen Welten. Am erfolgreichsten war der Mensch, glaube ich, in der Steinzeit. Jedenfalls, wenn man unter Erfolg versteht, seine eigenen Lebensgrundlagen nicht zu zerstören. Das hat nichts mit der Frau als besserem Menschen, sondern mit der Kultur zu tun, die Frauen einen anderen Platz gab. Interessante Betrachtung, wieder auf der Grundlage von archäologischen Funden, ethnologischen Vergleichen und künstlerischen Gedanken. Aber bitte erst den ersten Band lesen.
Umfang- und detailreich
Es ist noch kein Jahr her, dass Uli Lust den deutschen Sachbuchpreis gewonnen hat. Ich denke noch immer mit einem breiten Lächeln an die Preisverleihung in der Hamburger Elphi zurück. Und schon hat sie nachgelegt. Mit dem zweiten Teil, der sich im Großen wieder mit der Weiblichkeit und im Detail mit Schamaninnen beschäftigt vermittelt sie wieder auf sehr besondere Art, ihr großes Wissen über die Frühgeschichte des Feminismus. Niemand kann Historisches so gut vermitteln, wie sie - mit viel Liebe zum Detail beginnt die Eiszeit in dieser Graphic Novel beim Animismus, geht weiter mit philosophischen Themen wie der Macht des Schenkens, der Inspiration und der Poesie bis zur darstellenden Kunst. Die Rolle der Frau ist in jedem Kapitel das Zentrum, um das sich alles dreht und wir lernen einmal mehr, welche große Macht ihnen zugesprochen wurde, bis insbesondere das Christentum Weiblichkeit in seine Schranken wies. Ich feiere die Detailverliebtheit mit der die Autorin Anschaulichkeit herstellt. Hier ist nichts eintönig. Von Sprechblasen, über längere Texte, bis hin zu Übersichten gibt es hier viele stilistische Mittel. Das wirkt manchmal wie ein Wimmelbild, regt aber zum näheren hinschauen an. Die Bezüge zur Realität sind pointiert gesetzt und auch der etwas ironische Humor, der ab und zu durchscheint, trifft genau meinen Nerv. Dass auch hier wieder sehr viel Arbeit drin steckt, sieht man auf den ersten Blick. Die zahlreichen Quellenangaben untermauern den Wahrheitsgehalt der Recherche von Uli Lust. Die zahlreichen Zeichnungen tragen alle ihre Handschrift die für mich einen Wiedererkennungswert vollzogen hat. Wenn ich sie das nächste Mal sehe, muss ich unbedingt fragen, wie lang sie für so ein umfangreiches Werk braucht. Eine sehr lesenswerte Graphic Novels, gerne schon für ältere Jugendliche und eine gute Ergänzung zum Geschichtsstudium. Solltet ihr also einen Faible für feministische Literatur haben, die sich auf die Epoche der Menscheit bezieht, oder einfach mehr über unseren Status Quo in der Vergangenheit erfahren wollen, dann empfehle ich euch dieses Buch sehr.
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Author Description
Ulli Lust, geboren 1967 in Wien, ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. Ihr Comic "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" (avant-verlag) erhielt International viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Ignatz Award und dem Los Angeles Times Book Award ausgezeichnet. Es folgten unter anderem "Flughunde" (nach Marcel Beyer) und "Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein" (beide Suhrkamp). Ulli Lust zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Comiczeichner:innen; sie unterrichtet Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.
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Tatsächlich ist die Autorin fast so alt wie ich, stellte ich fest. Vielleicht hat sie genau, wie ich, schon in der Jugend immer die Frau in allem gesucht, wo war sie (nicht als nackte Allegorie auf Plätzen oder Schlossgärten, sondern als Mensch)? Hier ist sie Schamanin mit Verbindung zwischen Welten. Am erfolgreichsten war der Mensch, glaube ich, in der Steinzeit. Jedenfalls, wenn man unter Erfolg versteht, seine eigenen Lebensgrundlagen nicht zu zerstören. Das hat nichts mit der Frau als besserem Menschen, sondern mit der Kultur zu tun, die Frauen einen anderen Platz gab. Interessante Betrachtung, wieder auf der Grundlage von archäologischen Funden, ethnologischen Vergleichen und künstlerischen Gedanken. Aber bitte erst den ersten Band lesen.
Umfang- und detailreich
Es ist noch kein Jahr her, dass Uli Lust den deutschen Sachbuchpreis gewonnen hat. Ich denke noch immer mit einem breiten Lächeln an die Preisverleihung in der Hamburger Elphi zurück. Und schon hat sie nachgelegt. Mit dem zweiten Teil, der sich im Großen wieder mit der Weiblichkeit und im Detail mit Schamaninnen beschäftigt vermittelt sie wieder auf sehr besondere Art, ihr großes Wissen über die Frühgeschichte des Feminismus. Niemand kann Historisches so gut vermitteln, wie sie - mit viel Liebe zum Detail beginnt die Eiszeit in dieser Graphic Novel beim Animismus, geht weiter mit philosophischen Themen wie der Macht des Schenkens, der Inspiration und der Poesie bis zur darstellenden Kunst. Die Rolle der Frau ist in jedem Kapitel das Zentrum, um das sich alles dreht und wir lernen einmal mehr, welche große Macht ihnen zugesprochen wurde, bis insbesondere das Christentum Weiblichkeit in seine Schranken wies. Ich feiere die Detailverliebtheit mit der die Autorin Anschaulichkeit herstellt. Hier ist nichts eintönig. Von Sprechblasen, über längere Texte, bis hin zu Übersichten gibt es hier viele stilistische Mittel. Das wirkt manchmal wie ein Wimmelbild, regt aber zum näheren hinschauen an. Die Bezüge zur Realität sind pointiert gesetzt und auch der etwas ironische Humor, der ab und zu durchscheint, trifft genau meinen Nerv. Dass auch hier wieder sehr viel Arbeit drin steckt, sieht man auf den ersten Blick. Die zahlreichen Quellenangaben untermauern den Wahrheitsgehalt der Recherche von Uli Lust. Die zahlreichen Zeichnungen tragen alle ihre Handschrift die für mich einen Wiedererkennungswert vollzogen hat. Wenn ich sie das nächste Mal sehe, muss ich unbedingt fragen, wie lang sie für so ein umfangreiches Werk braucht. Eine sehr lesenswerte Graphic Novels, gerne schon für ältere Jugendliche und eine gute Ergänzung zum Geschichtsstudium. Solltet ihr also einen Faible für feministische Literatur haben, die sich auf die Epoche der Menscheit bezieht, oder einfach mehr über unseren Status Quo in der Vergangenheit erfahren wollen, dann empfehle ich euch dieses Buch sehr.





