Die Erziehung des Mannes

Die Erziehung des Mannes

Hardback
2.02
Die Herrlichkeit Des LebensLebenMannHampels Fluchten

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Description

Nach seinem Bestseller »Die Herrlichkeit des Lebens« über Kafkas letzte Liebe erzählt Michael Kumpfmüller davon, was es heißt, heute ein Mann zu sein. In einer Zeit, in der der moderne Mann so viele Rollen beherrschen muss wie noch nie, wächst die Gefahr des Scheiterns – aber auch das Glück des Gelingens. Wir treffen Georg, einen Studenten der Musikwissenschaft und angehenden Komponisten, als er mit Mitte zwanzig eine neue Frau kennenlernt. Sie wird etwas in ihm lösen, mit ihr wird er ins Leben aufbrechen, Kinder bekommen und doch keine glückliche Ehe führen. Er wird sich fragen, woran das liegt, was sein autoritärer Vater damit zu tun hat, der ein Patriarch alter Schule ist und die Familie durch diverse Affären ruiniert, und er wird einen großen Schritt in eine neue Liebe wagen. Doch frei ist Georg nicht mehr, denn er bleibt Vater von drei Kindern, die am Ende zur Liebeskonstante in seinem Leben werden. Über sie wird er sich seiner selbst bewusst, und an ihnen hält er fest, als sich alles andere aufzulösen scheint. Mit seiner suggestiven, poetisch-klaren Sprache spürt Michael Kumpfmüller den Träumen, Ängsten und Hoffnungen seines empfindsamen Helden nach und zeigt, welche Kraft der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden entfaltet. Ein großartiger Erziehungsroman, der den spannungsreichen Weg nachzeichnet, den viele Männer heute gehen, die viel von sich erwarten – und von denen viel erwartet wird.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
320
Price
20.60 €

Author Description

Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, lebt als freier Autor in Berlin. Im Jahr 2000 erschien mit dem gefeierten Roman »Hampels Fluchten« seine erste literarische Veröffentlichung, 2003 sein zweiter Roman »Durst« und 2008 »Nachricht an alle«, für den er vor dem Erscheinen mit dem Döblin-Preis ausgezeichnet wurde. »Die Herrlichkeit des Lebens« wurde 2011 zum Bestseller und von der literarischen Kritik hochgelobt. Mittlerweile ist der Roman in 27 Sprachen übersetzt und 2024 unter der Regie von Georg Maas und Judith Kaufmann verfilmt worden. Zuletzt erschienen bei Kiepenheuer & Witsch die Romane »Tage mit Ora« (2018), »Ach, Virginia« (2020) und »Mischa und der Meister« (2022).

Posts

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Abgebrochen. Hat mich einfach nur gelangweilt

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Ich frage mich, wie ich das Buch gelesen hätte, wenn der Buchtitel nicht so großkotzig und die Beschreibung des Verlags auf dem Rücken nicht so vollmundig gewesen wäre. Was es bedeute, heutzutage ein Mann zu sein. Welche vielfältigen Rollen ein Mann in der Gesellschaft einnehmen müsse. Na, da steigt doch die Erwartungshaltung jedes XY-Chromosomträgers, wenn er zum Roman greift. Wie läuft das also ab mit unserer Erziehung? Als Repräsentant des Geschlechts dient Georg, ein Musikwissenschaftler, Opernkomponist, Vater, Geschiedener, Sexfixierter, Patriarchensohn und Spielball der vielen, starken Frauen in seinem Lebens. Dies soll also Kumpfmüllers typischer Durchschnittsmann, der seine Lebensgeschichte im Rückblick erzählt. Sprachlich ist das ansprechend, dramaturgisch allerdings größtenteils langweilig und insgesamt wenig tiefgründig. Georg beschreibt zwar sein Handeln detailliert (z.B. ausufernd der Ablauf der Hochzeit), aber wenig reflektiert seine eigene Rolle, Ideale oder Werte. Er versteht eigentlich gar nicht so recht, warum sich die Frauen an seiner Seite so sexuell enthaltsam (Freundin Katrin), aufbrausend und aggressiv (Ehefrau Julika) oder zurückgesetzt (Sonja) fühlen und spricht diese Ahnungslosigkeit auch so aus. Was bleibt bei mir hängen? Der moderne Mann verzweifelt an den vielen Rollen, die man ihm überstülpen möchte. Im Patriarchat waren die Rollen wenigstens trennscharf. Der Mann will eigentlich alleine Leben und jegliche Formen der Erziehung engen ihn ein und lassen ihm seine Identität abhandenkommen. Im Grunde ist der moderne Mann ein Weichei und die Frauen sind diejenigen, die Tempo und Richtung vorgeben. Das fehlende Spüren der eigenen Bedürfnisse des blassen Ich-Erzählers fand ich extrem ermüdend. Wenn das ein Männerroman sein soll (so zumindest die Angabe des Verlags), dann verzichte ich in Zukunft gerne auf dieses Genre. Das Buch war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016. Ich empfinde es nicht als nominierungswürdig.

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