Die Entführung
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Description
Book Information
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Prescott Sisters – Die Entführung ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sich unkompliziert lesen lässt und durchaus unterhält. Dennoch gibt es einige Punkte, die den Gesamteindruck trüben. Zunächst wirkt die Darstellung von Granny stellenweise unglaubwürdig. Eine vornehme Dame, wie sie beschrieben wird, würde vermutlich kaum das Wort „hassen“ verwenden, wenn es darum geht, ihre Abneigung gegenüber der vulgären Sprache ihrer Enkeltöchter auszudrücken. Dieser sprachliche Ausrutscher nimmt der Figur etwas von ihrer Authentizität. Auch Megans Handlungsmotivationen sind teilweise schwer nachvollziehbar. Dass sie sich in ihren Entführer verliebt, ist im Genre nicht ungewöhnlich, wirkte hier aber sehr vorhersehbar. Problematisch wird es jedoch, als sie ihm schließlich bei der Recherche zu seiner Unschuld hilft und ihn sogar in ihre Wohnung aufnimmt – Entwicklungen, die recht konstruiert und wenig realistisch erscheinen. Literarisch sollte man keine hohen Ansprüche an das Buch stellen. Die Geschichte liest sich flüssig, bleibt aber insgesamt oberflächlich und vorhersehbar. Für Leserinnen und Leser, die eine leichte, unkomplizierte Unterhaltung suchen, ist der Roman dennoch geeignet – wer jedoch tiefergehende Charakterzeichnung oder anspruchsvollere Handlung erwartet, wird hier vermutlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.
Band 2: Die Entführung
Megan arbeitet im grossen Familienunternehmen. Ein grosser Skandal hatte sich ereignt. Der CFO Hunter Kim soll gegen eine Zahlung der Konkurrenz firmeninterne Infos gegeben haben. Sein Nachfolger ist eine komplette Pfeiffe. Als Megan eines Abends entführt wird, versteht sie die Welt nicht mehr. Ok, sie hält es auch ziemlich lange für einen geschmacklosen Scherz. Aber irgendwann muss sie einsehen, dass es kein Witz ist und sie tatsächlich entführt wurde. Als sie ihrem Entführer anbiete, dass sie ihm das Geld überweisen kann, um aus der Situation herauszukommen, dieser aber ablehnt, wird ihr klar: hier passt was nicht. Er will Geld, aber geht nicht auf ihren Vorschlag ein? Als sie dann ihren Entführer demaskiert und sieht, wer tatsächlich darunter steckt, weiss sie wirklich nicht mehr, was sie denken soll. Aber seine tatsächliche Forderung überrascht sie nicht. Achtung: Spoiler! Megan zu entführen war so eine richtige Schnapsidee. Das muss Hunter auch einsehen. Aber aus seiner Verzweiflung wusste er sich nicht anderes zu helfen. Als sie ihn demaksiert, sieht er sich schon im Gefängnis in Shanghai. Aber Megan überrascht ihn! Sie glaubt ihm und möchte den wahren Täter überführen und Hunters Ruf wieder herstellen. Was beide überrascht sind dann doch die sehr intensiven Gefühle füreinander.
Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht. Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen. Wie hat es mir gefallen? Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz. Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird. Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma. Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen. Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.
Die Geschichte war sehr kurz gehalten, beinhaltete aber interessante und leider sehr oberflächlich gehaltene Charaktere. Megan war eine interessante Protagonistin und mir sehr sympathisch. Sie hatte interessante Charaktereigenschaften und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Ihr "Entführer" war auf jeden Fall hot, aber auch ein wenig dämlich für seine Position. Die Handlung war okay, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Alles war sehr offensichtlich und mir kam die Spannung und dramatische Ereignisse oder Erkenntnisse zu kurz. Ich habe ganz klar mehr erwartet. Mehr Spannung und unvorhergesehene Ereignisse. Auch vom Schluss war ich dezent enttäuscht, weil Megan so schnell nachgibt und alles sehr kurz blieb. Das Zusatzkapitel war zwar ganz nett, aber irgendwie unnötig. Insgesamt fand ich das Buch ganz okay für ein paar Lesestündchen, die ganz nett sind, aber man sollte sich nicht zu viel erwarten. Es bleibt ziemlich oberflächlich und kein Fünkchen Drama.
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Prescott Sisters – Die Entführung ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sich unkompliziert lesen lässt und durchaus unterhält. Dennoch gibt es einige Punkte, die den Gesamteindruck trüben. Zunächst wirkt die Darstellung von Granny stellenweise unglaubwürdig. Eine vornehme Dame, wie sie beschrieben wird, würde vermutlich kaum das Wort „hassen“ verwenden, wenn es darum geht, ihre Abneigung gegenüber der vulgären Sprache ihrer Enkeltöchter auszudrücken. Dieser sprachliche Ausrutscher nimmt der Figur etwas von ihrer Authentizität. Auch Megans Handlungsmotivationen sind teilweise schwer nachvollziehbar. Dass sie sich in ihren Entführer verliebt, ist im Genre nicht ungewöhnlich, wirkte hier aber sehr vorhersehbar. Problematisch wird es jedoch, als sie ihm schließlich bei der Recherche zu seiner Unschuld hilft und ihn sogar in ihre Wohnung aufnimmt – Entwicklungen, die recht konstruiert und wenig realistisch erscheinen. Literarisch sollte man keine hohen Ansprüche an das Buch stellen. Die Geschichte liest sich flüssig, bleibt aber insgesamt oberflächlich und vorhersehbar. Für Leserinnen und Leser, die eine leichte, unkomplizierte Unterhaltung suchen, ist der Roman dennoch geeignet – wer jedoch tiefergehende Charakterzeichnung oder anspruchsvollere Handlung erwartet, wird hier vermutlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.
Band 2: Die Entführung
Megan arbeitet im grossen Familienunternehmen. Ein grosser Skandal hatte sich ereignt. Der CFO Hunter Kim soll gegen eine Zahlung der Konkurrenz firmeninterne Infos gegeben haben. Sein Nachfolger ist eine komplette Pfeiffe. Als Megan eines Abends entführt wird, versteht sie die Welt nicht mehr. Ok, sie hält es auch ziemlich lange für einen geschmacklosen Scherz. Aber irgendwann muss sie einsehen, dass es kein Witz ist und sie tatsächlich entführt wurde. Als sie ihrem Entführer anbiete, dass sie ihm das Geld überweisen kann, um aus der Situation herauszukommen, dieser aber ablehnt, wird ihr klar: hier passt was nicht. Er will Geld, aber geht nicht auf ihren Vorschlag ein? Als sie dann ihren Entführer demaskiert und sieht, wer tatsächlich darunter steckt, weiss sie wirklich nicht mehr, was sie denken soll. Aber seine tatsächliche Forderung überrascht sie nicht. Achtung: Spoiler! Megan zu entführen war so eine richtige Schnapsidee. Das muss Hunter auch einsehen. Aber aus seiner Verzweiflung wusste er sich nicht anderes zu helfen. Als sie ihn demaksiert, sieht er sich schon im Gefängnis in Shanghai. Aber Megan überrascht ihn! Sie glaubt ihm und möchte den wahren Täter überführen und Hunters Ruf wieder herstellen. Was beide überrascht sind dann doch die sehr intensiven Gefühle füreinander.
Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht. Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen. Wie hat es mir gefallen? Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz. Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird. Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma. Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen. Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.
Die Geschichte war sehr kurz gehalten, beinhaltete aber interessante und leider sehr oberflächlich gehaltene Charaktere. Megan war eine interessante Protagonistin und mir sehr sympathisch. Sie hatte interessante Charaktereigenschaften und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Ihr "Entführer" war auf jeden Fall hot, aber auch ein wenig dämlich für seine Position. Die Handlung war okay, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Alles war sehr offensichtlich und mir kam die Spannung und dramatische Ereignisse oder Erkenntnisse zu kurz. Ich habe ganz klar mehr erwartet. Mehr Spannung und unvorhergesehene Ereignisse. Auch vom Schluss war ich dezent enttäuscht, weil Megan so schnell nachgibt und alles sehr kurz blieb. Das Zusatzkapitel war zwar ganz nett, aber irgendwie unnötig. Insgesamt fand ich das Buch ganz okay für ein paar Lesestündchen, die ganz nett sind, aber man sollte sich nicht zu viel erwarten. Es bleibt ziemlich oberflächlich und kein Fünkchen Drama.











