Die dritte Quelle

Die dritte Quelle

Hardback
3.36
TragödieZivilisationskritikSüdseeExpedition

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Description

Von Vulkanen, Dämonen und dem Rausch des späten Glücks.

Harald Steen ist vierundsechzig Jahre alt, als er sein altes Leben hinter sich lässt. In Rotterdam besteigt der knorrige Einzelgänger ein Containerschiff und nimmt Kurs auf die legendäre Galapagosinsel Floreana, um endlich seiner rätselhaften Familiengeschichte auf die Spur zu kommen.

Der Start auf der Insel gestaltet sich schwierig. Aufmerksam verfolgen die Bewohner jeden Schritt des »dürren Deutschen«, der sich allzu sehr für die dunkle Inselhistorie interessiert und damit für Unruhe sorgt. Doch nicht nur im Dorf stößt Steen auf Widerstände. Auch auf seinen Expeditionen in die faszinierende wie tückische Wildnis Floreanas gerät er an seine Grenzen. Bald aber scheinen sich die Strapazen zu lohnen. Denn mit jedem weiteren Tag auf der Insel nähert sich Steen nicht nur der tragischen Geschichte seiner Familie, die Anfang der Dreißigerjahre in die mysteriöse Galapagos-Affäre verstrickt war. Allmählich entwickelt er auch ein Gespür für das Wesen dieses unwirklichen Ortes. Und dann ist da noch Mayra und die plötzliche Ahnung von Glück …

In »Die dritte Quelle« erzählt Werner Köhler von einem Mann, der zum Ende seines Lebens noch einmal alles aufs Spiel setzt und sich fernab der Heimat auf die Suche nach sich selbst begibt. Ein raffinierter Roman über den Mythos der eigenen Erinnerung und zugleich eine moderne Abenteuergeschichte, inszeniert vor magischer Kulisse.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
432
Price
22.70 €

Author Description

Werner Köhler, geboren 1956, ist Schriftsteller und Gründer des Literaturfestivals lit.COLOGNE. Er lebt in Köln. Bisher erschienen bei Kiepenheuer & Witsch die Romane »Cookys« (2004), »Eine ganz normale Familie« (2006), »Drei Tage im Paradies« (2011) und »Cookys Reise« (2013) sowie die Krimireihe rund um Hauptkommissar Jerry Crinelli. Unter dem Pseudonym Yann Sola veröffentlichte Köhler außerdem die in Südfrankreich spielende Krimireihe um den Kleinganoven und Hobbyermittler Perez.

Posts

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All
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Zeitweise echt zäh

Mir war es ingesamt zu lang gezogen, dadurch habe ich mich sehr durchgekämpft, was ich bei Hörbüchern oft gar nicht so habe.

4

Aussteigerdrama mit kafkaesken Tendenzen „Warum verlangten Menschen überhaupt immerzu Antworten, warum ließ man die Dinge nicht einfach geschehen?“ (S. 358) Viele träumen davon, manche machen einfach: auswandern. Etliche brauchen Kameras dabei, um die Voyeurismus-Gier der Gesellschaft zu befriedigen. Okay, anderes Thema – belassen wir es dabei. Werner Köhler hat mit „Die dritte Quelle“ (erschienen 2022 im Verlag Kiepenheuer & Witsch) einen Aussteigerroman vorgelegt, der aber weit mehr ist, als er sein will. Sein Protagonist Harald Steen ist Mitte 60, lässt sein Bankerleben hinter sich, mietet sich auf einem Containerschiff ein und reist nach Floreana – eine kleine Insel, die zum Galapagos-Archipel gehört. Dort ereignete sich in den 1930er Jahren die sog. „Galapagos-Affäre“, bei der unter mysteriösen und bis heute nicht eindeutig geklärten Umständen einige Menschen spurlos verschwanden. Soweit zum historischen Aufhänger des Romans. Mir sagte die genannte Affäre bis dato nichts – wie gut, dass das Allgemeinwissen durch Bücher wie dieses aufgefrischt wird ha ha ha. Von Anfang an hat Herr Köhler mich mit seiner bildhaften und atmosphärischen Sprache begeistert. Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Guayaquil (vor der Weiterfahrt nach Floreana) spaziert Harald Steen durch die Stadt und man ist als Leser mittendrin statt nur dabei – man spürt die Hitze, sieht den Staub, die Müllberge, sieht die Ratten huschen… Auf Floreana angekommen arbeitet Harald Steen kontinuierlich an der Umsetzung seiner Pläne… Ab hier beginnt die Geschichte mystisch-nebulöse Tendenzen mit kafkaesken Zutaten zu entwickeln, die die geneigte Leserschaft (teilweise) herausfordern, aber der grundsätzlichen Qualität dieses Romans keinen Abbruch tun. Soll heißen: die Grenzen zwischen Realität, Wahnsinn und Wunschdenken verschwimmen immer mehr, so dass man als Leser unweigerlich anfängt, den (personalen) Erzähler als unzuverlässig wahrzunehmen. Letztlich bleibt die (wahre) Intention des Protagonisten genauso mysteriös wie es die Galapagos-Affäre war, ist und wohl auch für immer bleibt. Wer eine Mischung aus (moderner) Robinsonade, Aussteigerdrama und kafkaeskem Surrealismus mit butterweichen Grenzen zwischen Realität und Traum sucht, sollte hier unbedingt ein (lesendes) Auge riskieren! 4* und eine Leseempfehlung! ©kingofmusic

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