Die Atompriester
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Description
Ein eindringlicher Roman über eine der größten ungelösten Fragen unserer Zeit. Außergewöhnlich, visionär und zugleich erschreckend aktuell.
Wie können wir die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls warnen? Eine Frage, die sich Elias Thomsen nie gestellt hat. Bis er sich in Blanca verliebt. Sie führt ihn in eine streng abgeschirmte Ordensgemeinschaft ein, die sich in einem abgelegenen Pyrenäenkloster genau dieser Aufgabe verschrieben hat. Doch Elias muss erkennen, dass der Orden ein furchtbares Geheimnis hütet…
Mit »Die Atompriester« präsentiert Autor Rolf Sakulowski einen Thriller , der Hochspannung und Tiefgang vereint. Der Text greift eine reale, drängende Frage auf und spinnt daraus eine fesselnde Story voller Nervenkitzel und unvorhersehbarer Wendungen. Die Leser:innen erwartet ein Abenteuer, das gleichermaßen unterhält und nachdenklich macht.
Spannung, Tiefgang und menschliche Abgründe verschmelzen zu einer Geschichte über Verantwortung, Liebe und Macht – packend erzählt vor der Kulisse eines mystischen Pyrenäenklosters.
Lesen Sie los und lassen Sie sich von »Die Atompriester« in den Bann einer Geschichte ziehen, die Sie nicht mehr loslassen wird!
Book Information
Author Description
Rolf Sakulowski studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Seit mehr als 25 Jahren dreht der erfahrene Regisseur und Autor Filme im In- und Ausland. Daneben gibt er Filmseminare und arbeitet zu Themen polizeilicher Krisenintervention. www.sakulowski.com
Posts
Spannender Thriller, der nachdenklich macht
Rolf Sakulowski hat in seinem Roman "Die Atompriester" eine gelungene Mischung aus Öko-und Politthriller veröffentlicht. Der Prolog handelt im Jahr 4037 und beschreibt eine Bibliothek, die von Mönchen gehütet wird. Elias, unser Hauptprotagonist, wird von Bianca in der jetzigen Zeit angeworben, einem Orden beizutreten. Dieser Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch Menschen in sehr ferner Zukunft davor zu warnen, dass es in vielen Lagern Atommüll gibt, der auch in Jahrtausenden noch gefährlich strahlt. Der Orden hat seinen Sitz in den Pyrenäen in einem Kloster und ist von der Zivilisation streng abgeschirmt. Durch Zufall stößt Elias im Kloster auf ein Geheimnis, das für ihn nicht nur zur Gewissensentscheidung wird, sondern auch sein Leben in Gefahr bringt. Einmal drin im Roman konnte ich ihn nur schwer weglegen. Sakulowski beschreibt die Schauplätze im Roman sehr plastisch und atmosphärisch, sodass ich den Protagonist*innen gut folgen konnte und mein Kopfkino nur so gerattert hat. Er hat ein immer noch brisantes Thema in einen Thriller verarbeitet, der nachdenklich macht. Ich habe mit Elias mitgefiebert, ihn auf seinem Weg begleitet. Sakulowski baut kontinuierlich Spannung auf,, sein Protagonist Elias war mir allerdings manchmal etwas zu naiv und gutgläubig. Das Kloster in den Pyrenäen passt zur Handlung. Ich habe selbst einmal solch ein Kloster besichtigt, allerdings im französischen Teil der Pyrenäen. Die Landschaft dort ist schon etwas Besonderes. Eine Frage bleibt tatsächlich offen: Wie können wir viele zukünftige Generationen vor Strahlungen durch Atommüll warnen? Vorschläge dazu gibt es, teilweise sind sie sehr abstrus. Sakulowski hat sie in seinem Nachwort zusammengetragen. Also unbedingt das Nachwort lesen! Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der nachdenklich macht. Ich empfehle ihn gerne weiter!
Manche Bücher unterhalten. Dieses hier kontaminiert dich – und du wirst es nie wieder loswerden.
Rolf Sakulowski gelingt mit Die Atompriester ein Roman, der nicht nur unter die Haut geht, sondern tief ins Nervensystem dringt. Das Papier hat diese matte, fast asketische Haptik, als wollte es sagen: „Berühre mich nicht zu lange, ich könnte kontaminiert sein.“ Der Titel „Die Atompriester“ ist ein Volltreffer: klingt nach Dan-Brown-auf-Speed und gleichzeitig nach realer nuklearer Apokalypse. Von der ersten Seite an baut er eine Atmosphäre auf, die zugleich beklemmend und faszinierend wirkt – wie ein Flimmern in der Luft unmittelbar vor einem Gewitter. Der Autor entfaltet eine Zukunftsvision, die so plausibel und nahbar erscheint, dass man beinahe vergisst, Fiktion zu lesen. Es ist eine Welt, in der Technik, Glaube und Macht nicht länger getrennte Sphären sind, sondern ineinander übergehen wie radioaktive Strahlung, die unbemerkt alles durchdringt. Es geht um die Frage: „Wie können wir die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls warnen?“ Die Figuren dieses Romans sind keine klassischen Helden. Sie sind gezeichnet von Zweifeln, Verletzungen und moralischen Konflikten – Menschen, die sich zwischen Verantwortung und Verzweiflung bewegen. Sakulowski beobachtet sie mit der Präzision eines Chronisten und gleichzeitig mit einer Empathie, die ihre Schwächen und Brüche zu ihrer größten Stärke macht. Jede Entscheidung, jede Bewegung trägt eine Last, die sich an den Leser weitergibt. Man fühlt das Flirren ihrer Angst, ihre innere Zerrissenheit und den Druck, in einem System zu überleben, das sie längst überrollt hat. Sprachlich arbeitet Sakulowski mit einer Mischung aus kühler Klarheit und poetischen Momenten. Seine Sätze sind pointiert, oft wie feine Risse in einem scheinbar stabilen Fundament. Hinter der technischen Präzision liegt eine tiefgründige Melancholie, die den Roman besonders macht: Er erzählt nicht nur von Machtstrukturen und wissenschaftlichen Abgründen, sondern vor allem von Menschen, die versuchen, sich selbst darin nicht zu verlieren. Protagonist Elias Thomsen stolpert durch eine schicksalhafte Begegnung mit der geheimnisvollen Blanca direkt in einen uralten Orden, dessen einzige Aufgabe es ist, das Wissen um Atommüll-Endlager über zehntausend Jahre hinweg weiterzugeben. Emotionale Bindung? Stark. Man spürt die existenzielle Panik. Die Atompriester ist ein Werk, das weniger durch laute Wendungen beeindruckt als durch die stete, unterschwellige Spannung, die sich wie ein Schwarm elektrischer Impulse durchs Buch zieht. Die Themen – Überwachung, Verantwortung, Wahrheitssuche – hallen lange nach. Es ist ein Roman, der nicht einfach endet. Er wirkt nach, stellt Fragen, die man nicht sofort beantworten kann, und hinterlässt ein Gefühl, als habe man einen dunklen Korridor durchschritten und trage nun dessen Echo in sich. Hochintelligent und gleichzeitig wahnsinnig. Basierend auf einer realen Idee aus den 80ern (Thomas Sebeok schlug tatsächlich eine Art „Atompriesterschaft“ vor!). Sakulowski verarbeitet das zu einem autokratischen Geheimbund in einem Pyrenäen-Kloster. Logische Plot-Demenz? Fehlanzeige. Alles strahlt kohärent. Sakulowski hat ein vielschichtiges, intensives und bedrückend realistisches Stück Literatur geschaffen, das mehr ist als ein Thriller. Es ist ein Spiegel für unsere Zeit – und eine Warnung, deren Dringlichkeit man auch dann spürt, wenn man das Buch längst aus der Hand gelegt hat. Das Buch ist der Beweis, dass man aus einer absurden wissenschaftlichen Idee aus den 80ern einen relevanten Thriller machen kann. Manche Bücher unterhalten. Dieses hier kontaminiert dich – und du wirst es nie wieder loswerden.
„Unser Orden wird dafür verantwortlich sein, die Menschen in einer fernen Zukunft vor der tödlichen Strahlung unserer nuklearen Hinterlassenschaften zu schützen.“ Elias weiß kaum etwas über „die Atompriester“, als er sein altes Leben hinter sich lässt und in ein abgelegenes Kloster in den Pyrenäen zieht. Rolf Sakulowski verlässt mit diesem Roman die vertrauten Pfade seiner in Thüringen spielenden Regionalkrimis und legt einen Thriller vor, der mit Verfolgungsjagden, Intrigen und Morden aufwartet. Die Bedrohung lauert hier nicht erst in der Zukunft, sondern unmittelbar in Elias’ Gegenwart, denn er stößt auf Zusammenhänge, die besser im Verborgenen geblieben wären. Der unbedarft wirkende Held pendelt dabei zwischen erstaunlichem Glück und überdramatischen Wendungen. Das hat mir stellenweise den Spaß genommen, weil die Handlung dadurch gleichzeitig unglaubwürdig und vorhersehbar wirkte. Der Autor selbst hat mit seinen präzise konstruierten Kriminalgeschichten die Messlatte hoch gelegt. Idee und Atmosphäre dieses Thrillers fand ich durchaus packend; der erzählerische Kern blieb für mich jedoch hinter seinem sonstigen Niveau zurück.
Wie warnt man die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls? Diese Frage beschäftigte Elias Thomsen nie – bis er sich in Blanca verliebt. Sie führt ihn in eine streng abgeschirmte Ordensgemeinschaft in einem abgelegenen Pyrenäenkloster ein, die sich genau dieser monumentalen Aufgabe verschrieben hat. Doch Elias muss bald erkennen, dass der Orden ein furchtbares Geheimnis hütet… Da ich dieses Buch ohne jegliche Erwartungen von dem @emons_verlag bei der Programmvorschau geschenkt bekommen habe, wollte ich mich einfach überraschen lassen. Der Einstieg in die Geschichte war in Ordnung, der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Allerdings muss ich sagen, dass die Anfänge schon sehr vorhersehbar waren. Dennoch blieb ich neugierig auf die weitere Entwicklung. Als Elias in diesen Orden eingeführt wurde, stellte ich mir das alles weniger religiös vor. Ich hatte eher eine politische oder wissenschaftlich-wirtschaftliche Richtung erwartet. Der Mittelteil dreht sich dann um die Strukturen und Gegebenheiten des Ordens, bis Elias schließlich eine Entdeckung macht, die er nicht hätte machen dürfen. Das letzte Drittel ist dann eine wilde Flucht , die war zwar einerseits spannend, andererseits wirkte sie irgendwie nichtssagend, zumal das Resultat und das Ende der ganzen Geschichte eher ernüchternd waren. Die Geschichte hatte definitiv Potenzial, gerade durch die spannende Ausgangsfrage. Leider wurde dieses Potenzial für meinen Geschmack nicht vollständig genutzt. Insgesamt war es für mich nur eine solide Geschichte, die man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Eine interessante Idee, die leider nicht ganz gezündet hat.

Ein Buch was zum Nachdenken anregt
Ein Buch über eine Priesterschaft die Atommüll bewacht. Wirklich spannend, jedoch dreht sich der Großteil des Buches nicht darum. Bereits am Anfang hatte ich eine Vermutung wie es ausgeht… welche sich auch bestätigt hat. Dennoch regt das Buch an vielen Stellen zum nachdenken an. Wie geht die Welt mit ihren Atommüll um? Welche Bürde übergeben wir der zukünftigen Gesellschaft?
Description
Ein eindringlicher Roman über eine der größten ungelösten Fragen unserer Zeit. Außergewöhnlich, visionär und zugleich erschreckend aktuell.
Wie können wir die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls warnen? Eine Frage, die sich Elias Thomsen nie gestellt hat. Bis er sich in Blanca verliebt. Sie führt ihn in eine streng abgeschirmte Ordensgemeinschaft ein, die sich in einem abgelegenen Pyrenäenkloster genau dieser Aufgabe verschrieben hat. Doch Elias muss erkennen, dass der Orden ein furchtbares Geheimnis hütet…
Mit »Die Atompriester« präsentiert Autor Rolf Sakulowski einen Thriller , der Hochspannung und Tiefgang vereint. Der Text greift eine reale, drängende Frage auf und spinnt daraus eine fesselnde Story voller Nervenkitzel und unvorhersehbarer Wendungen. Die Leser:innen erwartet ein Abenteuer, das gleichermaßen unterhält und nachdenklich macht.
Spannung, Tiefgang und menschliche Abgründe verschmelzen zu einer Geschichte über Verantwortung, Liebe und Macht – packend erzählt vor der Kulisse eines mystischen Pyrenäenklosters.
Lesen Sie los und lassen Sie sich von »Die Atompriester« in den Bann einer Geschichte ziehen, die Sie nicht mehr loslassen wird!
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Author Description
Rolf Sakulowski studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Seit mehr als 25 Jahren dreht der erfahrene Regisseur und Autor Filme im In- und Ausland. Daneben gibt er Filmseminare und arbeitet zu Themen polizeilicher Krisenintervention. www.sakulowski.com
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Spannender Thriller, der nachdenklich macht
Rolf Sakulowski hat in seinem Roman "Die Atompriester" eine gelungene Mischung aus Öko-und Politthriller veröffentlicht. Der Prolog handelt im Jahr 4037 und beschreibt eine Bibliothek, die von Mönchen gehütet wird. Elias, unser Hauptprotagonist, wird von Bianca in der jetzigen Zeit angeworben, einem Orden beizutreten. Dieser Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch Menschen in sehr ferner Zukunft davor zu warnen, dass es in vielen Lagern Atommüll gibt, der auch in Jahrtausenden noch gefährlich strahlt. Der Orden hat seinen Sitz in den Pyrenäen in einem Kloster und ist von der Zivilisation streng abgeschirmt. Durch Zufall stößt Elias im Kloster auf ein Geheimnis, das für ihn nicht nur zur Gewissensentscheidung wird, sondern auch sein Leben in Gefahr bringt. Einmal drin im Roman konnte ich ihn nur schwer weglegen. Sakulowski beschreibt die Schauplätze im Roman sehr plastisch und atmosphärisch, sodass ich den Protagonist*innen gut folgen konnte und mein Kopfkino nur so gerattert hat. Er hat ein immer noch brisantes Thema in einen Thriller verarbeitet, der nachdenklich macht. Ich habe mit Elias mitgefiebert, ihn auf seinem Weg begleitet. Sakulowski baut kontinuierlich Spannung auf,, sein Protagonist Elias war mir allerdings manchmal etwas zu naiv und gutgläubig. Das Kloster in den Pyrenäen passt zur Handlung. Ich habe selbst einmal solch ein Kloster besichtigt, allerdings im französischen Teil der Pyrenäen. Die Landschaft dort ist schon etwas Besonderes. Eine Frage bleibt tatsächlich offen: Wie können wir viele zukünftige Generationen vor Strahlungen durch Atommüll warnen? Vorschläge dazu gibt es, teilweise sind sie sehr abstrus. Sakulowski hat sie in seinem Nachwort zusammengetragen. Also unbedingt das Nachwort lesen! Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der nachdenklich macht. Ich empfehle ihn gerne weiter!
Manche Bücher unterhalten. Dieses hier kontaminiert dich – und du wirst es nie wieder loswerden.
Rolf Sakulowski gelingt mit Die Atompriester ein Roman, der nicht nur unter die Haut geht, sondern tief ins Nervensystem dringt. Das Papier hat diese matte, fast asketische Haptik, als wollte es sagen: „Berühre mich nicht zu lange, ich könnte kontaminiert sein.“ Der Titel „Die Atompriester“ ist ein Volltreffer: klingt nach Dan-Brown-auf-Speed und gleichzeitig nach realer nuklearer Apokalypse. Von der ersten Seite an baut er eine Atmosphäre auf, die zugleich beklemmend und faszinierend wirkt – wie ein Flimmern in der Luft unmittelbar vor einem Gewitter. Der Autor entfaltet eine Zukunftsvision, die so plausibel und nahbar erscheint, dass man beinahe vergisst, Fiktion zu lesen. Es ist eine Welt, in der Technik, Glaube und Macht nicht länger getrennte Sphären sind, sondern ineinander übergehen wie radioaktive Strahlung, die unbemerkt alles durchdringt. Es geht um die Frage: „Wie können wir die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls warnen?“ Die Figuren dieses Romans sind keine klassischen Helden. Sie sind gezeichnet von Zweifeln, Verletzungen und moralischen Konflikten – Menschen, die sich zwischen Verantwortung und Verzweiflung bewegen. Sakulowski beobachtet sie mit der Präzision eines Chronisten und gleichzeitig mit einer Empathie, die ihre Schwächen und Brüche zu ihrer größten Stärke macht. Jede Entscheidung, jede Bewegung trägt eine Last, die sich an den Leser weitergibt. Man fühlt das Flirren ihrer Angst, ihre innere Zerrissenheit und den Druck, in einem System zu überleben, das sie längst überrollt hat. Sprachlich arbeitet Sakulowski mit einer Mischung aus kühler Klarheit und poetischen Momenten. Seine Sätze sind pointiert, oft wie feine Risse in einem scheinbar stabilen Fundament. Hinter der technischen Präzision liegt eine tiefgründige Melancholie, die den Roman besonders macht: Er erzählt nicht nur von Machtstrukturen und wissenschaftlichen Abgründen, sondern vor allem von Menschen, die versuchen, sich selbst darin nicht zu verlieren. Protagonist Elias Thomsen stolpert durch eine schicksalhafte Begegnung mit der geheimnisvollen Blanca direkt in einen uralten Orden, dessen einzige Aufgabe es ist, das Wissen um Atommüll-Endlager über zehntausend Jahre hinweg weiterzugeben. Emotionale Bindung? Stark. Man spürt die existenzielle Panik. Die Atompriester ist ein Werk, das weniger durch laute Wendungen beeindruckt als durch die stete, unterschwellige Spannung, die sich wie ein Schwarm elektrischer Impulse durchs Buch zieht. Die Themen – Überwachung, Verantwortung, Wahrheitssuche – hallen lange nach. Es ist ein Roman, der nicht einfach endet. Er wirkt nach, stellt Fragen, die man nicht sofort beantworten kann, und hinterlässt ein Gefühl, als habe man einen dunklen Korridor durchschritten und trage nun dessen Echo in sich. Hochintelligent und gleichzeitig wahnsinnig. Basierend auf einer realen Idee aus den 80ern (Thomas Sebeok schlug tatsächlich eine Art „Atompriesterschaft“ vor!). Sakulowski verarbeitet das zu einem autokratischen Geheimbund in einem Pyrenäen-Kloster. Logische Plot-Demenz? Fehlanzeige. Alles strahlt kohärent. Sakulowski hat ein vielschichtiges, intensives und bedrückend realistisches Stück Literatur geschaffen, das mehr ist als ein Thriller. Es ist ein Spiegel für unsere Zeit – und eine Warnung, deren Dringlichkeit man auch dann spürt, wenn man das Buch längst aus der Hand gelegt hat. Das Buch ist der Beweis, dass man aus einer absurden wissenschaftlichen Idee aus den 80ern einen relevanten Thriller machen kann. Manche Bücher unterhalten. Dieses hier kontaminiert dich – und du wirst es nie wieder loswerden.
„Unser Orden wird dafür verantwortlich sein, die Menschen in einer fernen Zukunft vor der tödlichen Strahlung unserer nuklearen Hinterlassenschaften zu schützen.“ Elias weiß kaum etwas über „die Atompriester“, als er sein altes Leben hinter sich lässt und in ein abgelegenes Kloster in den Pyrenäen zieht. Rolf Sakulowski verlässt mit diesem Roman die vertrauten Pfade seiner in Thüringen spielenden Regionalkrimis und legt einen Thriller vor, der mit Verfolgungsjagden, Intrigen und Morden aufwartet. Die Bedrohung lauert hier nicht erst in der Zukunft, sondern unmittelbar in Elias’ Gegenwart, denn er stößt auf Zusammenhänge, die besser im Verborgenen geblieben wären. Der unbedarft wirkende Held pendelt dabei zwischen erstaunlichem Glück und überdramatischen Wendungen. Das hat mir stellenweise den Spaß genommen, weil die Handlung dadurch gleichzeitig unglaubwürdig und vorhersehbar wirkte. Der Autor selbst hat mit seinen präzise konstruierten Kriminalgeschichten die Messlatte hoch gelegt. Idee und Atmosphäre dieses Thrillers fand ich durchaus packend; der erzählerische Kern blieb für mich jedoch hinter seinem sonstigen Niveau zurück.
Wie warnt man die Menschen einer fernen Zukunft vor den Gefahren unseres jahrtausendelang strahlenden Atommülls? Diese Frage beschäftigte Elias Thomsen nie – bis er sich in Blanca verliebt. Sie führt ihn in eine streng abgeschirmte Ordensgemeinschaft in einem abgelegenen Pyrenäenkloster ein, die sich genau dieser monumentalen Aufgabe verschrieben hat. Doch Elias muss bald erkennen, dass der Orden ein furchtbares Geheimnis hütet… Da ich dieses Buch ohne jegliche Erwartungen von dem @emons_verlag bei der Programmvorschau geschenkt bekommen habe, wollte ich mich einfach überraschen lassen. Der Einstieg in die Geschichte war in Ordnung, der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Allerdings muss ich sagen, dass die Anfänge schon sehr vorhersehbar waren. Dennoch blieb ich neugierig auf die weitere Entwicklung. Als Elias in diesen Orden eingeführt wurde, stellte ich mir das alles weniger religiös vor. Ich hatte eher eine politische oder wissenschaftlich-wirtschaftliche Richtung erwartet. Der Mittelteil dreht sich dann um die Strukturen und Gegebenheiten des Ordens, bis Elias schließlich eine Entdeckung macht, die er nicht hätte machen dürfen. Das letzte Drittel ist dann eine wilde Flucht , die war zwar einerseits spannend, andererseits wirkte sie irgendwie nichtssagend, zumal das Resultat und das Ende der ganzen Geschichte eher ernüchternd waren. Die Geschichte hatte definitiv Potenzial, gerade durch die spannende Ausgangsfrage. Leider wurde dieses Potenzial für meinen Geschmack nicht vollständig genutzt. Insgesamt war es für mich nur eine solide Geschichte, die man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Eine interessante Idee, die leider nicht ganz gezündet hat.

Ein Buch was zum Nachdenken anregt
Ein Buch über eine Priesterschaft die Atommüll bewacht. Wirklich spannend, jedoch dreht sich der Großteil des Buches nicht darum. Bereits am Anfang hatte ich eine Vermutung wie es ausgeht… welche sich auch bestätigt hat. Dennoch regt das Buch an vielen Stellen zum nachdenken an. Wie geht die Welt mit ihren Atommüll um? Welche Bürde übergeben wir der zukünftigen Gesellschaft?








