Deutscher Meister
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Description
Berlin, 9. Juni 1933: Johann Rukelie Trollmann ist ein talentierter, unkonventionell kämpfender Boxer und
charismatischer Publikumsliebling. Er steht im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Seinem Gegner ist er überlegen. Doch Trollmann ist Sinto. SA steht am Ring. Funktionäre und Presse tun alles, um seine Karriere zu zerstören und ihn endgültig auf die Bretter zu schicken.
Stephanie Barts Roman "Deutscher Meister" führt ins Innerste der nationalsozialistischen Machtentfaltung und an ihre Grenzen.
Book Information
Author Description
Stephanie Bart, geboren 1965 in Esslingen am Neckar, studierte Ethnologie und Politische Wissenschaften an der Universität Hamburg. Seit 2001 lebt sie in Berlin. Für die Arbeit an Deutscher Meister erhielt sie das Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2011 und 2012, für den Roman wurde sie mit dem Rheingau Literatur Preis 2014 ausgezeichnet.
Posts
Eine erzählenswerte Geschichte, leider nicht mein Schreibstil.
Die Geschichte des Boxers Trollmann ist auf jeden Fall erzählenswert, eine starke Person die am Ende doch verlieren wird. Jedoch nicht gegen seine Gegner im Ring sondern vielmehr gegen das politische System. Leider hat mich der Schreibstil überhaupt nicht gepackt. Die Figuren wurden fast ausschließlich mit Nachnamen angesprochen und beschrieben, was es für mich gerade zu Beginn sehr schwierig gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Der Kampf zwischen Witt und Trollmann war so detailliert beschrieben und ein Kapitel hat immer ca. 2 Runden des Boxkampfes umfasst. Das war für meinen Geschmack einfach viel zu langwierig und zu sehr ausgeführt. Vielleicht geht es mir auch so weil ich nicht der größte Fan vom Boxen selber bin. Daher sind es nur 2,5 Sterne. Schade, da die Geschichte wirklich Potenzial hat.

Eigentlich interessiere ich mich so gar nicht fürs Boxen, eigentlich mag ich es nicht einmal ein bisschen und habe auch absolut keine Ahnung von Regeln, Beinarbeit und Schlagkombinationen, aber Stephanie Barts Debütroman hat es mir trotzdem unheimlich angetan. Liegt es am zum Verlieben sympathischen, frechen Helden (der übrigens auch ein wirklicher Held ist. Der Boxer Trollmann stand wirklich im Ring, war wirklich ungeheuer gut und unkonventionell und wurde wirklich vom Naziregime um alles gebracht. Er starb im Konzentrationslager.) oder an dem außergewöhnlichen Schreibstil, der Ausdrücke und ganze Sätze in einer Art zueinander passen lässt, dass ich Stellen oft mehrfach gelesen habe, um mich erneut darüber zu freuen, dass jemand so viel Schönheit aus der deutschen Sprache herausholen konnte? Und das, während ein sehr ernstes, tragisches Thema behandelt wird. Ebenfalls bewundernswert ist, wie wir nach und nach miterleben, wie die Nazis immer mächtiger werden und sich ihre Macht auf immer mehr Bereiche und Menschen ausdehnt. Die schleichende und doch so grausame Entwicklung wird immer wieder mal mehr, mal weniger direkt deutlich. Und schließlich auch in den Boxring getragen. Ein herausragendes Werk, das auch mich als Box-Analphabetin fesseln und immer words in Entzücken und Schrecken versetzen konnte.
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Berlin, 9. Juni 1933: Johann Rukelie Trollmann ist ein talentierter, unkonventionell kämpfender Boxer und
charismatischer Publikumsliebling. Er steht im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Seinem Gegner ist er überlegen. Doch Trollmann ist Sinto. SA steht am Ring. Funktionäre und Presse tun alles, um seine Karriere zu zerstören und ihn endgültig auf die Bretter zu schicken.
Stephanie Barts Roman "Deutscher Meister" führt ins Innerste der nationalsozialistischen Machtentfaltung und an ihre Grenzen.
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Stephanie Bart, geboren 1965 in Esslingen am Neckar, studierte Ethnologie und Politische Wissenschaften an der Universität Hamburg. Seit 2001 lebt sie in Berlin. Für die Arbeit an Deutscher Meister erhielt sie das Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2011 und 2012, für den Roman wurde sie mit dem Rheingau Literatur Preis 2014 ausgezeichnet.
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Eine erzählenswerte Geschichte, leider nicht mein Schreibstil.
Die Geschichte des Boxers Trollmann ist auf jeden Fall erzählenswert, eine starke Person die am Ende doch verlieren wird. Jedoch nicht gegen seine Gegner im Ring sondern vielmehr gegen das politische System. Leider hat mich der Schreibstil überhaupt nicht gepackt. Die Figuren wurden fast ausschließlich mit Nachnamen angesprochen und beschrieben, was es für mich gerade zu Beginn sehr schwierig gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Der Kampf zwischen Witt und Trollmann war so detailliert beschrieben und ein Kapitel hat immer ca. 2 Runden des Boxkampfes umfasst. Das war für meinen Geschmack einfach viel zu langwierig und zu sehr ausgeführt. Vielleicht geht es mir auch so weil ich nicht der größte Fan vom Boxen selber bin. Daher sind es nur 2,5 Sterne. Schade, da die Geschichte wirklich Potenzial hat.

Eigentlich interessiere ich mich so gar nicht fürs Boxen, eigentlich mag ich es nicht einmal ein bisschen und habe auch absolut keine Ahnung von Regeln, Beinarbeit und Schlagkombinationen, aber Stephanie Barts Debütroman hat es mir trotzdem unheimlich angetan. Liegt es am zum Verlieben sympathischen, frechen Helden (der übrigens auch ein wirklicher Held ist. Der Boxer Trollmann stand wirklich im Ring, war wirklich ungeheuer gut und unkonventionell und wurde wirklich vom Naziregime um alles gebracht. Er starb im Konzentrationslager.) oder an dem außergewöhnlichen Schreibstil, der Ausdrücke und ganze Sätze in einer Art zueinander passen lässt, dass ich Stellen oft mehrfach gelesen habe, um mich erneut darüber zu freuen, dass jemand so viel Schönheit aus der deutschen Sprache herausholen konnte? Und das, während ein sehr ernstes, tragisches Thema behandelt wird. Ebenfalls bewundernswert ist, wie wir nach und nach miterleben, wie die Nazis immer mächtiger werden und sich ihre Macht auf immer mehr Bereiche und Menschen ausdehnt. Die schleichende und doch so grausame Entwicklung wird immer wieder mal mehr, mal weniger direkt deutlich. Und schließlich auch in den Boxring getragen. Ein herausragendes Werk, das auch mich als Box-Analphabetin fesseln und immer words in Entzücken und Schrecken versetzen konnte.





